Kapitel 3: Entscheidungsfreiheit – ein ewig gültiger Grundsatz

Lehren der Präsidenten der Kirche: Ezra Taft Benson, (2014), 58–67


Wir alle haben Entscheidungsfreiheit erhalten, damit wir wichtige Entscheidungen treffen können, die sich auf unsere Errettung auswirken. Diese Entscheidungen beeinflussen unser Glück in der Ewigkeit.

Aus dem Leben von Ezra Taft Benson

Ezra Taft Benson lebte und arbeitete auf einer Farm und lernte dort, was aus guten Entscheidungen erwachsen kann. Er erzählte: „Ich wuchs mit der Überzeugung auf, dass Arbeitswillen und -vermögen die Grundlage erfolgreicher Landwirtschaft bilden. Man muss hart arbeiten und dabei intelligent vorgehen. Wenn man das beherzigt, hat man gute Erfolgsaussichten.“1 Ezra lernte schon in jungen Jahren, dass er und seine Familie mehr zu essen haben würden, wenn sie sich um ihren Garten kümmerten. Er begriff, dass er, wenn der Molkereibetrieb der Familie erfolgreich sein sollte, jeden Tag früh aufstehen musste, um die Kühe zu melken.2 Er sah, dass er, wenn er fleißig arbeitete, von den örtlichen Farmern eingestellt wurde, um die Rüben zu verziehen und Heu zu schaufeln.3 Er beobachtete, dass selbst, wer glaubenstreu ist, von Prüfungen eingeholt wird, erkannte jedoch auch, dass man sowohl für sich als auch in der Familie bewusst so auf Prüfungen reagieren kann, dass man dennoch glücklich und erfolgreich ist.4

Der junge Ezra Taft Benson konnte einige Resultate guter Entscheidungen an Eimern voller Milch, Wagen voller Heu und großzügigem Lohn für einen Tag harter Arbeit messen. Andere waren schwieriger zu messen, hielten aber länger an. Bei seinen Eltern beispielsweise sah er die Freude, den Frieden und die Kraft, die man erhält, wenn man seiner Familie und dem Herrn treu ist.5 Er lernte, dass das Gesetz der Ernte – „was der Mensch sät, wird er ernten“ (Galater 6:7) – sowohl auf geistige Belange als auch auf körperliche Arbeit zutrifft.

Mit dieser Erfahrung als Grundlage erinnerte Präsident Ezra Taft Benson die Mitglieder der Kirche und andere daran, wie wichtig die Entscheidungsfreiheit ist – die Freiheit, zu wählen, welchen Weg sie einschlagen wollen.6 Was er zur Entscheidungsfreiheit als Grundsatz sagte, war mehr als nur eine Erinnerung daran, dass wir „zwischen richtig und falsch wählen“ müssen7. Er sprach von Entscheidungsfreiheit als Fähigkeit, „wichtige Entscheidungen zu treffen, die sich auf unsere Errettung auswirken“ und die „Einfluss darauf haben, ob wir in der Ewigkeit glücklich sind“8. Er ermutigte die Mitglieder der Kirche und andere, ihre Entscheidungsfreiheit dahingehend zu nutzen, „für sich selbst zu handeln“ und nicht darauf zu warten, dass ihnen in allem geboten wird9. Der Grundsatz Entscheidungsfreiheit, so sagte er, „zieht sich zum Segen seiner Kinder wie ein roter Faden durch den Evangeliumsplan des Herrn“10.

Der vorirdische Jesus Christus folgte dem Erlösungsplan des himmlischen Vaters und bewahrte damit unsere Entscheidungsfreiheit.

Lehren von Ezra Taft Benson

1

Entscheidungsfreiheit ist ein gottgegebener, ewig gültiger Grundsatz

Ich bezeuge, dass wir Geistkinder eines liebevollen Gottes, unseres Vaters im Himmel, sind (siehe Apostelgeschichte 17:29; 1 Nephi 17:36). Er hat einen großen Erlösungsplan, durch den seine Kinder vollkommen werden können, wie er vollkommen ist, und eine Fülle der Freude haben können, wie er sie hat (siehe 1 Nephi 10:18; 2 Nephi 2:25; Alma 24:14; 34:9; 3 Nephi 12:48; 28:10).

Ich gebe Zeugnis, dass unser älterer Bruder im Geist, Jesus Christus, im vorirdischen Dasein unser vorherordinierter Erretter im Erlösungsplan des Vaters wurde (siehe Mosia 4:6,7; Alma 34:9). Er ist der Anführer, der uns Errettung bringt, und der einzige Weg, wie wir zu unserem Vater im Himmel zurückkehren können, um diese Fülle der Freude zu erlangen (siehe Hebräer 2:10; Mosia 3:17; Alma 38:9).

Ich bezeuge, dass auch Luzifer beim Rat im Himmel dabei war. Er wollte die Entscheidungsfreiheit des Menschen zerstören. Er lehnte sich auf (siehe Mose 4:3). Es gab einen Kampf im Himmel, und ein Drittel der Scharen des Himmels wurde auf die Erde hinabgeworfen und bekam keinen Körper (siehe Offenbarung 12:7-9; LuB 29:36,37). Luzifer ist der Feind aller Rechtschaffenheit und möchte die ganze Menschheit ins Elend bringen (siehe 2 Nephi 2:18,27; Mosia 4:14).11

In diesem vorirdischen Rat ging es vor allem um Folgendes: Sollen die Kinder Gottes frei bestimmen können, welchem Kurs sie folgen – sei er gut oder böse –, oder sollen sie gezwungen und genötigt werden, gehorsam zu sein? Christus und alle, die ihm nachfolgten, setzten sich für den ersten Vorschlag – Entscheidungsfreiheit – ein, der Satan dagegen für den letzteren – Zwang und Nötigung.12

Aus den heiligen Schriften geht deutlich hervor, dass es einen großen Kampf im Himmel, ein Ringen um die Freiheit als Grundsatz – das Recht, frei zu wählen – gab (siehe Mose 4:1-4; LuB 29:36-38; 76:25-27; Offenbarung 12:7-9).13

Der Kampf, der im Himmel um diese Sache entbrannte, ist noch nicht vorbei. Der Konflikt wird auf dem irdischen Schlachtfeld weitergeführt.14

Die Entscheidungsfreiheit ist ein ewig gültiger, gottgegebener Grundsatz. Der große Plan der Freiheit ist der Plan des Evangeliums. Darin gibt es keine Nötigung, keinen Zwang und keine Einschüchterung. Dem Menschen ist freigestellt, das Evangelium anzunehmen oder es abzulehnen. Er kann es annehmen und sich dann weigern, sich daran zu halten, oder er kann es annehmen und sich vollkommen daran ausrichten. Gott wird uns jedoch nie zwingen, das Evangelium zu leben. Er wird sich bemühen, uns durch seine Diener zu überzeugen. Er wird uns berufen, uns Weisung geben, uns zureden, uns anspornen und uns dann segnen, wenn wir gehorchen, aber er wird den menschlichen Geist nie zwingen (siehe Gesangbuch, Nr. 159).15

2

Das Leben ist eine Prüfungszeit, in der es uns freisteht, zwischen Gut und Böse zu wählen

Abraham wurden die Geistkinder des Vaters im Himmel gezeigt, bevor sie zur Erde kamen. Er sah auch die Erschaffung der Erde, und der Herr sagte zu ihm: „Und wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob sie alles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet.“ (Abraham 3:25.) In dieser göttlichen Aussage ist auch die Entscheidungsfreiheit inbegriffen.16

Dieses Leben ist eine Bewährungszeit – eine Bewährungszeit, in der wir alle zeigen, was in uns steckt, und die für einen jeden von uns von ewiger Tragweite ist. Und so wie alle anderen Generationen ihre Zeit hatten, ist dies nun unsere Zeit, in der wir unsere Pflicht lernen und sie erfüllen müssen.17

Es stimmt, dass dem Herrn Schlechtigkeit missfällt. Es ist auch wahr, dass er sich wünscht, es gäbe keine. Es entspricht auch der Wahrheit, dass er denjenigen hilft, die ihr trotzen. Die Tatsache, dass er unter seinen Kindern hier auf der Erde Schlechtigkeit zulässt, ist jedoch ein Beweis dafür, dass er ihnen Entscheidungsfreiheit gewährt hat, wobei er sich eine Grundlage für den letzten Urteilsspruch über sie vorbehält.18

Es gibt nichts Böses, dem [Jesus Christus] nicht Einhalt gebieten kann. Alles liegt in seiner Hand. Die Erde ist sein rechtmäßiges Herrschaftsgebiet. Dennoch lässt er Schlechtigkeit zu, damit wir zwischen Gut und Böse wählen können.19

Das Leben ist eine Prüfungszeit im ewigen Dasein des Menschen, in deren Lauf ihm … das Recht eingeräumt ist, zwischen Richtig und Falsch zu wählen. … Diese Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen, und zwar nicht nur in diesem Leben, sondern auch – was noch wichtiger ist – im künftigen Leben. Es gibt Grenzen, die der Satan nicht überschreiten kann. Innerhalb dieser Grenzen ist es ihm derzeit gewährt, eine unredliche Alternative zu den rechtschaffenen Grundsätzen Gottes anzubieten und dem Menschen dadurch zu ermöglichen, zwischen Gut und Böse zu wählen und dadurch zu bestimmen, welchen Stand er im nächsten Leben erreicht.20

3

Wir nutzen unsere Entscheidungsfreiheit, um Entscheidungen zu treffen, die jetzt und in Ewigkeit unser Glück bestimmen

Gott liebt Sie, wie er alle seine Kinder liebt, und sein Wunsch, seine Absicht und seine Herrlichkeit bestehen darin, Sie rein und unbefleckt in seine Gegenwart zurückzuführen, nachdem Sie bewiesen haben, dass Sie würdig sind, die Ewigkeit voller Freude in seiner Gegenwart zu verbringen.

Der Vater im Himmel achtet auf Sie. Er hat Ihnen Gebote gegeben, um Sie zu führen und zu erziehen. Auch hat er Ihnen Entscheidungsfreiheit gegeben. So will er prüfen, ob Sie alles tun, was auch immer er Ihnen gebietet (siehe Abraham 3:25). Sein Reich hier auf der Erde ist gut organisiert, und Ihre Führer in der Kirche, haben sich der Aufgabe verschrieben, Ihnen zu helfen. Sie sollen wissen, dass wir Ihnen beständig Zuneigung entgegenbringen, uns um Sie sorgen und für Sie beten.

Auch der Satan achtet auf Sie. Er hat sich Ihre Vernichtung zum Ziel gesetzt. Er erlegt Ihnen keine Schranken in Form von Geboten auf, sondern bietet Ihnen stattdessen die Freiheit an, zu tun, was Sie wollen. Der Plan des Satan besteht darin, ein vorübergehendes Vergnügen anzubieten, für das man später bezahlen muss. „Er trachtet danach, dass alle Menschen so elend seien wie er selbst.“ [2 Nephi 2:27.] Im Gegensatz dazu hat der Herr vorgesehen, dass der Mensch, wenn er das Evangelium lebt, schon hier glücklich sein und auch für immer Freude erlangen kann.21

Wir können zwar eigene Entscheidungen treffen, aber nicht die Folgen dieser Entscheidungen ändern.22

Offensichtlich würde unser Glaube kaum auf die Probe gestellt, wenn wir für jede gute Tat sofort voll belohnt oder für jede Sünde unmittelbar bestraft würden. Es besteht jedoch kein Zweifel daran, dass für beides irgendwann eine Abrechnung stattfindet.23

Wenn jemand aus der Sünde auch vorübergehend Vergnügen ziehen kann, so ist das Ergebnis doch Unglück. „Schlecht zu sein hat noch nie glücklich gemacht.“ (Alma 41:10.) Sünde schafft eine Disharmonie mit Gott und ist bedrückend für den Geist. Darum tut ein Mensch gut daran, in sich zu gehen, ob er im Einklang mit allen Gesetzen Gottes steht. Jedes Gesetz bringt dem, der es befolgt, eine bestimmte Segnung. Jedes Gesetz, das gebrochen wird, wirkt sich in einer bestimmten Weise zerstörend aus. Jeder, der schwer an seiner Mutlosigkeit zu tragen hat, soll zum Herrn kommen, denn sein Joch drückt nicht und seine Last ist leicht (siehe Matthäus 11:28-30).24

Am wichtigsten im Leben eines jeden Menschen sind die Entscheidungen, die man trifft. Das Recht zu wählen ist zwar eines der größten Geschenke Gottes an den Menschen, er hat ihm jedoch auch die Verantwortung für seine Entscheidungen übertragen. … Wir schlagen die Richtung zum Erfolg oder zum Scheitern ein. Wir wählen nicht nur die Ziele, auf die wir letztlich hinarbeiten wollen, sondern wir entscheiden und legen in vielen Fällen auch fest, auf welche Weise wir unsere Ziele erreichen wollen. Und durch unseren Eifer oder aber unseren Mangel daran bestimmen wir die Geschwindigkeit, in der sich die Ziele erreichen lassen. Das erfordert Mühe und Kraftanstrengung, und es wird Widerstände und Konflikte geben.25

Das Schicksal der Menschheit und aller Zivilisation hängt davon ab, ob der Mensch seine … Freiheit nutzt, um sich selbst zu regieren, oder aber auf eigene Gefahr ewige Gesetze missachtet und dann die Folgen erntet. Daher geht es heute im Grunde genommen nicht um Wirtschaft oder Politik. Es geht um Geistiges – das heißt, dass die Menschen lernen müssen, die Gesetze zu befolgen, die Gott ihnen gegeben hat.26

Jeder von uns hat Entscheidungsfreiheit erhalten, damit wir wichtige Entscheidungen treffen können, die sich auf unsere Errettung auswirken. Diese Entscheidungen beeinflussen unser Glück in der Ewigkeit.27

Unsere Entscheidungen haben uns zu dem gemacht, was wir sind. Unserer Schicksal in der Ewigkeit hängt von den Entscheidungen ab, die wir noch treffen werden.28

4

Wichtige Entscheidungen erfordern, dass wir beten und uns anstrengen

Wenn wir uns richtig und so wie Christus entscheiden wollen, müssen wir zunächst einmal so leben, dass wir auf die unsichtbare Macht zugreifen können, ohne die kein Mensch bei der Entscheidungsfindung sein Bestes geben kann.

Eine der größten Entscheidungen dieses Zeitalters war die, dass Joseph Smith als Junge beschloss, die Ermahnung im Jakobusbrief zu beherzigen: „Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf. Wer bittet, soll aber voll Glauben bitten und nicht zweifeln; denn wer zweifelt, ist wie eine Welle, die vom Wind im Meer hin und her getrieben wird.“ (Jakobus 1:5,6.)

Die Errettung von Millionen von Männern und Frauen in dieser Evangeliumszeit der Fülle hängt von dieser Entscheidung ab! Wir müssen immer daran denken, dass jeder Einzelne zählt und dass seine Entscheidungen sich tiefgreifend auf das Leben anderer auswirken können.29

Der Herr hat gesagt: „Klopfet an, und es wird euch aufgetan werden.“ (3 Nephi 14:7; siehe auch Matthäus 7:7.) Mit anderen Worten, wir müssen unseren Teil tun.30

Weise Entscheidungen werden normalerweise nach viel Arbeit, Mühe und gebeterfüllten Anstrengungen getroffen. Das wird durch die Antwort klar, die Oliver Cowdery nach fruchtlosen Anstrengungen vom Herrn bekam: „Aber siehe, ich sage dir: Du musst es mit deinem Verstand durcharbeiten; dann musst du mich fragen, ob es recht ist, und wenn es recht ist, werde ich machen, dass dein Herz in dir brennt; darum wirst du fühlen, dass es recht ist.“ (LuB 9:8.)

Sagen wir also zunächst: Wenn wir den Vater im Himmel ernstlich suchen, wenn wir daran glauben, dass er unsere Gebete erhört, dann ist dies eine tröstliche Grundlage, auf die sich aufbauen lässt. … Der Herr wird kein Wasser aus einem trockenen Brunnen holen. Wir müssen daher unseren Teil tun. Manchmal braucht man, um zu einer richtigen Entscheidung zu gelangen, viel Energie, Lerneifer und Langmut.31

Bei wesentlichen Entscheidungen kann uns Fasten in Verbindung mit Beten große geistige Einsicht bringen.32

5

Wir können für uns selbst handeln, und der Herr erwartet von uns, dass wir aus unserem eigenen, freien Willen Gutes tun

Im Jahr 1831 sagte der Herr Folgendes zu seiner Kirche:

„Denn siehe, es ist nicht recht, dass ich in allem gebieten muss; denn wer in allem genötigt werden muss, der ist ein träger und nicht ein weiser Knecht, darum empfängt er keinen Lohn.

Wahrlich, ich sage: Die Menschen sollen sich voll Eifer einer guten Sache widmen und vieles aus ihrem eigenen, freien Willen tun und viel Rechtschaffenheit zustande bringen;

denn die Macht ist in ihnen, wodurch sie für sich selbst handeln können. Und insofern die Menschen Gutes tun, werden sie keineswegs ihres Lohnes verlustig gehen.

Wer aber gar nichts tut, bis es ihm geboten wird, und dann das Gebot mit unschlüssigem Herzen empfängt und es nur auf träge Weise hält, der ist verdammt.“ (LuB 58:26-29.)

Der Herr möchte, dass wir unsere Entscheidungsfreiheit nutzen und uns „voll Eifer einer guten Sachen widmen“ (LuB 58:27).

Die Absichten des Herrn – die großen Ziele – bleiben unverändert: die Errettung und die Erhöhung seiner Kinder.

Der Herr gibt uns normalerweise das große Ziel vor und einige Richtlinien, die befolgt werden sollen, aber er erwartet von uns, dass wir die meisten Einzelheiten und Methoden selbst ausarbeiten. Die Methoden und Maßnahmen entwickeln wir gewöhnlich durch Studium und Gebet und eine Lebensweise, die es uns ermöglicht, Eingebungen des Geistes zu bekommen und ihnen zu folgen. Menschen, die geistig weniger fortgeschritten sind, wie jenen zur Zeit Moses, musste in vielem geboten werden. Wer geistig wachsam ist, schaut sich die Ziele sowie die Grundsätze an, die der Herr und seine Propheten festgelegt haben, und handelt dann gebeterfüllt – ohne dass ihm „in allem“ geboten werden muss. Diese Einstellung bereitet ihn auf das Gottsein vor. …

Manchmal wartet der Herr und hofft, dass seine Kinder aus freien Stücken handeln, und wenn sie es nicht tun, gehen sie des größeren Lohnes verlustig. Der Herr lässt es dann entweder dabei bewenden, und sie müssen die Folgen erleiden, oder er muss alles noch genauer sagen. Ich fürchte, je genauer er uns alles sagen muss, desto kleiner wird der Lohn.33

Wir sollten uns „voll Eifer einer guten Sache widmen“ und die Welt zu einem besseren Ort machen.34

Anregungen für Studium und Unterricht

Fragen

  • Haben Sie schon beobachten können, dass der Kampf, der im Himmel entbrannte, noch nicht vorbei ist? (Vgl. Abschnitt 1.) Wie können wir weiterhin für die Entscheidungsfreiheit eintreten?

  • Die Menschen fragen sich oft, warum Gott das Böse in der Welt duldet. Wie tragen Präsident Bensons Aussagen in Abschnitt 2 zur Beantwortung dieser Frage bei?

  • Wie können wir Kindern und Jugendlichen die Wahrheiten in Abschnitt 3 nahebringen? Wie können wir ihnen begreiflich machen, welche Folgen die Entscheidungen haben, die sie treffen?

  • Denken Sie über Präsident Bensons Ratschlag nach, uns richtig und so wie Christus zu entscheiden (vgl. Abschnitt 4). Was haben Sie darüber gelernt, bei Entscheidungen das Beten mit eifrigen Bemühungen zu verbinden?

  • Was bedeutet es Ihrer Meinung nach, „sich voll Eifer einer guten Sache zu widmen“? Was ändert sich in Ihrem Leben, wenn Sie aus eigenem, freiem Willen Gutes tun, anstatt darauf zu warten, dass es Ihnen geboten wird? (Siehe Abschnitt 5.)

Einschlägige Schriftstellen

Deuteronomium 11:26-28; Josua 24:15; 2 Nephi 2:14-16; Alma 42:2-4; Helaman 14:30,31; LuB 29:39-45; 101:78

Unterrichtshilfe

„Durch das Kleingruppengespräch lässt sich eine große Anzahl von Schülern am Unterricht beteiligen. Wer sonst eher schüchtern ist, sagt vielleicht lieber etwas in einer kleinen Gruppe.“ (Lehren, die größte Berufung, Seite 171.)

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Zitiert in: Latter-day Patriots von Gene Allred Sessions, 1975, Seite 77f.

  2.   2.

    Siehe Sheri L. Dew, Ezra Taft Benson: A Biography, Seite 18f., 34

  3.   3.

    Siehe Ezra Taft Benson: A Biography, Seite 40f.

  4.   4.

    Siehe Ezra Taft Benson: A Biography, Seite 19f.

  5.   5.

    Siehe Ezra Taft Benson: A Biography, Seite 17, 22, 25f., 29ff., 34–37

  6.   6.

    Siehe „The Constitution – A Glorious Standard“, Ensign, September 1987, Seite 6

  7.   7.

    God, Family, Country: Our Three Great Loyalties, 1975, Seite 402

  8.   8.

    The Teachings of Ezra Taft Benson, 1988, Seite 24

  9.   9.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1965

  10.   10.

    Herbst-Generalkonferenz 1966

  11.   11.

    „I Testify“, Ensign, November 1988, Seite 86

  12.   12.

    „The Constitution – A Glorious Standard“, Seite 6

  13.   13.

    Herbst-Generalkonferenz 1966

  14.   14.

    „The Constitution – A Glorious Standard“, Seite 6

  15.   15.

    The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 82

  16.   16.

    So Shall Ye Reap, 1960, Seite 221

  17.   17.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1967

  18.   18.

    Strength for the Battle: An Address Given by Ezra Taft Benson at the New England Rally for God, Family and Country, 1966, Seite 14f.

  19.   19.

    Come unto Christ, 1983, Seite 132

  20.   20.

    God, Family, Country, Seite 402

  21.   21.

    „A Message to the Rising Generation“, Ensign, November 1977, Seite 30

  22.   22.

    Come unto Christ, Seite 40

  23.   23.

    God, Family, Country, Seite 326

  24.   24.

    „Do Not Despair“, Ensign, Oktober 1986, Seite 2

  25.   25.

    God, Family, Country, Seite 145

  26.   26.

    The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 83f.

  27.   27.

    The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 24

  28.   28.

    God, Family, Country, Seite 143

  29.   29.

    God, Family, Country, Seite 144

  30.   30.

    The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 451

  31.   31.

    God, Family, Country, Seite 149

  32.   32.

    God, Family, Country, Seite 152

  33.   33.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1965

  34.   34.

    The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 676f.