Kapitel 7

Joseph Smith – ein Werkzeug in den Händen des Herrn

Lehren der Präsidenten der Kirche: Ezra Taft Benson


Joseph Smith, der Prophet der Letzten Tage, war ein Werkzeug in den Händen des Herrn, als er eine neue Evangeliumszeit einleitete, die letzte und bedeutendste von allen.

Aus dem Leben von Ezra Taft Benson

Als Elder Ezra Taft Benson Anfang der Zwanzigerjahre eine Vollzeitmission in England erfüllte, stießen er und sein Mitarbeiter auf „außerordentlichen Widerstand gegen die Kirche“, wie er es nannte. Später berichtete er:

„Zeitungen, Illustrierte, ja sogar Filme, die gegen die Kirche gerichtet waren, gab es überall in Großbritannien.“ Da der Widerstand so erheblich war, wurden manche Formen der Missionsarbeit, wie Straßenversammlungen und das Ausgeben von Broschüren, nicht fortgeführt. „Oben, im Norden von England, wo wir arbeiteten“, erzählte er, „gab es jedoch ein paar Leute im Zweig South Shields, die sehr treu und voller Hingabe waren. Sie hatten meinen Mitarbeiter und mich gebeten, zu ihnen zu kommen und in ihrer Abendmahlsversammlung zu sprechen. Sie sagten: ‚Viele unserer Nachbarn glauben die Lügen, die gedruckt werden, nicht. Wenn Sie kommen, werden wir die Kapelle füllen.‘

Und so nahmen wir die Einladung an und bereiteten uns vor, und ich fing an, mich mit dem Abfall vom Glauben zu beschäftigen. Dieses Thema gefiel mir, und ich dachte, dass sie es brauchten. Ich arbeitete und studierte und dachte, dass ich 15 Minuten darüber sprechen könne.

Wir gingen zu der kleinen Kapelle hinüber. Sie war voll besetzt. Jeder war gut aufgelegt. Nach der Eröffnung sprach mein Mitarbeiter. Dann sprach ich mit einer Freiheit, die ich nie zuvor erlebt hatte. Als ich mich wieder setzte und auf meine Uhr schaute, hatte ich 25 Minuten in Anspruch genommen und den Abfall vom Glauben nicht einmal erwähnt. Ich hatte überhaupt nicht daran gedacht. Ich hatte über Joseph Smith gesprochen und bezeugt, dass er ein Prophet Gottes war, und ich wusste es. Ich erzählte vom Hervorkommen des Buches Mormon als neuer Zeuge für Christus, und ich hatte Zeugnis gegeben. Als mir klar wurde, was geschehen war, konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten.

Am Ende der Versammlung kamen viele Mitglieder nach vorn und bedankten sich dafür, dass etwas über Joseph Smith gesagt worden war. Sie meinten. ‚Etliche unserer Nachbarn haben erklärt: „Wir können alles an der Kirche akzeptieren, außer Joseph Smith.“‘ Und dann kamen genau diese Nachbarn zu uns und sagten: ‚Jetzt sind wir bereit. Heute Abend sind wir bereit. Wir haben das Zeugnis empfangen, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes ist.‘“1

Präsident Benson fand sein ganzes Leben lang immer Möglichkeiten, Zeugnis von der Berufung Joseph Smiths zu geben. Als er zum Beispiel als Landwirtschaftsminister der Vereinigten Staaten tätig war, wurde er von einem Radiosender gebeten, eine Lieblingsschriftstelle auszuwählen, die im Rundfunk gelesen werden sollte. Er entschied sich für einen Teil von Joseph Smiths Lebensgeschichte aus der Köstlichen Perle.2

Vor allem gab er seinen Brüdern und Schwestern in der Kirche regelmäßig entschieden und mit Macht Zeugnis. „Joseph Smith war ein Prophet des lebendigen Gottes“, verkündete er, „einer der größten Propheten, die je auf der Erde gelebt haben.“ Er war das Werkzeug in Gottes Hand, um eine bedeutende Evangeliumszeit einzuleiten, die bedeutendste von allen und die letzte in Vorbereitung auf das Zweite Kommen des Herrn.“3

Die Botschaft von der ersten Vision war „für alle Kinder unseres Vaters gedacht …, die auf der Erde leben“.

Lehren von Ezra Taft Benson

1

Joseph Smiths erste Vision war seit der Auferstehung Jesu Christi das bedeutendste Ereignis in dieser Welt

Als junger Mann suchte Joseph Smith nach Wahrheit. Die Verwirrung unter den bestehenden Kirche brachte ihn dazu, Gott zu fragen, welche von ihnen wahr sei. Er behauptete, dass als Antwort auf dieses Gebet eine Säule aus hellem Licht erschien. Dies sind seine Worte:

„Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Personen von unbeschreiblicher Helle und Herrlichkeit über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen redete mich an, nannte mich beim Namen und sagte, dabei auf die andere deutend: Dies ist mein geliebter Sohn. Ihn höre!“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17.)

Joseph fragte die zweite Gestalt, Jesus Christus, welche der christlichen Kirchen richtig sei. Ihm wurde gesagt, dass er sich keiner davon anschließen solle, dass sie alle im Irrtum seien.4

Wenn Gottvater und sein Sohn Jesus Christus auf die Erde kommen, wie im Jahr 1820, als sie dem jungen Propheten Joseph Smith erschienen, dann betrifft das nicht nur eine Handvoll Menschen. Es ist vielmehr eine Botschaft und eine Offenbarung, die für alle Kinder unseres Vaters gedacht ist, die auf der Erde leben. Es war seit der Auferstehung des Herrn das bedeutendste Ereignis, das auf dieser Erde stattgefunden hat. Manchmal denke ich, wir sind so sehr damit vertraut, dass wir uns der Bedeutung und der Tragweite gar nicht ganz bewusst sind.5

Die erste Vision des Propheten Joseph Smith ist ein theologischer Grundstein der Kirche.6

Das Erlebnis des Propheten im Jahr 1820 förderte vor allem die Wahrheit zutage, dass es Gott wirklich gibt, und auch die Tatsache, dass Jesus Christus tatsächlich auferstanden ist. Er erblickte sie als voneinander getrennte, eigenständige und verherrlichte Personen, die mit ihm sprachen, wie ein Mensch mit dem anderen.7

Demütig danke ich für die Erkenntnis, dass Gottvater und sein Sohn Jesus Christus in unserer Zeit, in dieser Evangeliumszeit, als verherrlichte Wesen wieder auf diese Erde gekommen sind und dass sie dem jungen Propheten tatsächlich erschienen sind. … Das war die herrlichste Kundgebung Gottvaters und des Sohnes, von der wir einen Bericht haben.8

2

In Übereinstimmung mit den Prophezeiungen im Neuen Testament empfing Joseph Smith neue Offenbarung und sprach mit Engeln

Es ist allgemein bekannt, dass der Glaube der Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf dem Anspruch beruht, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes ist, und auch, dass er verkündete, dass das Buch Mormon hervorgebracht wurde, nachdem ihm zwischen 1823 und 1827 Engel erschienen waren.

Manche Menschen argumentieren, wenn sie von diesem Anspruch hören, es sei absurd, dass in diesem modernen Zeitalter Engel auf die Erde kämen.

In der Bibel ist das Zeugnis enthalten, dass Gott die Angelegenheiten seiner Kirche auf der Erde über 4.000 Jahre lang durch Offenbarung geregelt hat, falls erforderlich auch durch Eingreifen vom Himmel.

Wie wir im Neuen Testament lesen, hat Johannes die Zustände in den Letzten Tagen, die dem Zweiten Kommen Jesu Christi vorausgehen, beschrieben und prophezeit, die Welt werde davor gewarnt werden, dass die Stunde des Gerichtes Gottes nahe sei. Diese Warnung sollte durch einen Engel vom Himmel ergehen, der ein „immerwährendes Evangelium“ verkündigt. Hier seine Worte:

„Ein anderer Engel flog hoch am Himmel. Er hatte den Bewohnern der Erde ein ewiges Evangelium zu verkünden, allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern.

Er rief mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und erweist ihm die Ehre! Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Betet ihn an, der den Himmel und die Erde, das Meer und die Wasserquellen geschaffen hat.“ (Offenbarung 14:6,7.)

Wenn man das Zeugnis Johannes des Offenbarers anerkennt, sollte man mit neuen Offenbarungen und dem Erscheinen himmlischer Boten auf der Erde rechnen.

Wir bezeugen feierlich, dass dieser Engel dem Propheten Joseph Smith Anfang des 19. Jahrhunderts als Bote erschienen ist. Diese Nachricht, dass ein Engel Gottes in unserer Zeit einem Propheten erschienen ist, steht völlig im Einklang mit den Prophezeiungen des Neuen Testaments und sollte demzufolge das Interesse eines jeden wecken, der aufrichtig nach Wahrheit sucht.9

Am Abend des 21. September 1823 erschien dem Propheten Joseph Smith ein Engel. Der Name des Engels war Moroni. Er war der Letzte in einer langen Reihe von Propheten aus alter Zeit, die … aus zwei bedeutenden Zivilisationen stammten, die Jahrhunderte zuvor auf dem amerikanischen Kontinent gelebt hatten.10

Als Moroni Joseph Smith erschien, erfüllten sich damit Prophezeiungen.

3

Das Buch Mormon ist der beste Beweis dafür, dass Joseph Smith als Prophet berufen war

Der beste Beweis, der die Behauptung Joseph Smiths, Sprachrohr des allmächtigen Gottes zu sein, stützte, war die Veröffentlichung heiliger Schrift, nämlich des Buches Mormon.

Das Buch Mormon ist ein Bericht über die früheren Bewohner des amerikanischen Kontinents. Darin ist verzeichnet, wie Jesus Christus nach seiner Himmelfahrt in Jerusalem den Menschen in Amerika erschien und ihnen diente. Dieser Bericht dient vor allem dazu, eine spätere Generation davon zu überzeugen, dass Jesus der Messias und der Sohn Gottes ist. Folglich ist das Buch Mormon neben der Bibel ein weiterer Zeuge dafür, dass Jesus Christus ein Gott ist.

Joseph Smith erhielt diesen alten Bericht von einem himmlischen Boten, wie Johannes es prophezeit hat. Dieser Engel erschien ihm und offenbarte die Stelle, wo die alten Berichte, die auf Metallplatten graviert waren, in einem steinernen Behälter vergraben waren. Zur rechten Zeit erhielt der junge Prophet die Platten und die Mittel, mit denen sie übersetzt wurden. Das Buch wurde dann in der ganzen Welt als heilige Schrift veröffentlicht.

Des Weiteren enthält das Buch, in Übereinstimmung mit dem Zeugnis des Johannes, das „ewige Evangelium“. Nun wird es der Welt von unseren Missionaren verkündet.

Wir laden Sie ein, zu prüfen, ob unser Zeugnis vom Ursprung des Buches Mormon wahr ist. Das können Sie tun, indem Sie es lesen und den Vater im Himmel fragen, ob es wahr ist. Ich verspreche Ihnen: Wenn Sie aufrichtig sind, werden Sie durch den Heiligen Geist eine Bestätigung der Wahrheit empfangen. Voller Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit bezeugen Millionen von Menschen, dass sie wissen, dass dieses Buch von Gott ist.11

Wenn das Buch Mormon wahr ist, dann ist Jesus der Messias, dann war Joseph Smith sein Prophet und dann ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wahr und wird heute von einem Propheten geführt, der Offenbarung empfängt.12

4

Gott hat durch den Propheten Joseph Smith erneut sein Reich auf der Erde aufgerichtet

In aller Welt haben christliche Glaubensgemeinschaften über Jahrhunderte hinweg darum gebetet, dass das Reich Gottes kommen möge [siehe Matthäus 6:10]. Ernsthaft und öffentlich verkünden wir: Der Tag ist gekommen!13

Das Gebet eines 14-jährigen Jungen im heiligen Hain hat eine neue Evangeliumszeit eingeleitet.14

Gott hat sein Reich in Erfüllung einer Prophezeiung wieder auf der Erde errichtet. …

Joseph Smith wurde von Gott berufen, dieses Reich – die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – erneut aufzurichten. Ich bezeuge, dass er dieses Werk vollbracht hat, er hat die Grundlage gelegt und der Kirche die Schlüssel und die Macht übergeben, das große Werk der Letzten Tage fortzusetzen, das er unter der Führung des allmächtigen Gottes begonnen hat.15

Joseph Smith erschienen auch andere Wesen, darunter Johannes der Täufer und Petrus, Jakobus und Johannes, die ihn mit Vollmacht ordinierten, im Namen Gottes zu handeln (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:68-72; LuB 27:5-13). Die Kirche und das Reich Gottes wurden in diesen letzten Tagen wiederhergestellt, nämlich die Kirche Jesus Christi der Heiligen der Letzten Tage, mit allen Gaben, Rechten, Mächten, Lehren, Beamten und Segnungen der Kirche in den früheren Tagen (siehe LuB 65; 115:3,4).16

Dem Propheten Joseph Smith wurde geboten, als Werkzeug in der Hand Gottes die Kirche zu gründen und in der Welt als hinzugefügtes Zeugnis für die Göttlichkeit Jesu Christi das Buch Mormon zu veröffentlichen, das den heiligen Berichten entnommen worden ist. …

Diese Wiederherstellung des Evangeliums, das Zurückbringen von Licht und Wahrheit, ist zum Nutzen und Segen aller Kinder Gottes bestimmt. Und so gehen unsere Missionare demütig und dankbar in die Welt hinaus, um zu verkünden, dass ein Abfall vom Glauben stattgefunden hat, dass aber der Himmel dank der Güte Gottes wieder aufgetan und den Menschen durch Joseph Smith, den Propheten, das Evangelium offenbart worden ist.17

5

Joseph Smith war treu und ergeben bis in den Tod

Mit der Entwicklung in der Anfangszeit der Kirche ging ein Geist des Widerstands und der Verfolgung einher. Wo auch immer das winzige „Senfkorn“ gepflanzt wurde, versuchte man, sein Wachstum zu verhindern.18

Der 14-jährige Junge verteidigte getreu die Wahrheit gegen die Welt. Gott kannte seinen Sohn, als er erwählt wurde. Er wusste, dass Joseph bis in den Tod treu und ergeben sein würde.19

Manch einer bedachte [Joseph Smiths] Zeugnis mit außerordentlicher Verachtung und setzte falsche Geschichten über ihn in die Welt und hetzte die Menschen gegen ihn auf. Wie der Apostel Paulus vor alters widerrief der junge Prophet sein Zeugnis nicht. Er verteidigte seine Behauptung mit den folgenden Worten:

„Ich hatte eine Vision gesehen, das wusste ich; und ich wusste, dass Gott es wusste; und ich konnte es nicht leugnen, und ich wagte es auch gar nicht, denn zumindest wusste ich, dass ich damit Gott beleidigen und unter Schuldspruch kommen würde.“ (Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:25.)20

Joseph Smith, der Prophet, ging bereitwillig in den Tod. Er besiegelte sein Zeugnis mit seinem Leben – mit seinem Blut. An jenem schicksalhaften Tag in Nauvoo blickte er auf dem Weg in den Märtyrertod, den er im Gefängnis von Carthage erleiden sollte, zurück auf seine Stadt und die Menschen, die er liebte, und erklärte: „Dies ist der schönste Ort und das beste Volk unter dem Himmel, aber es ahnt nur wenig von den Prüfungen, die ihm bevorstehen.“ [History of the Church, 6:554.]

Später sagte der Prophet wehmütig, doch ruhig und beherzt: „Ich gehe wie ein Lamm zur Schlachtbank, aber ich bin so ruhig wie ein Sommermorgen; mein Gewissen ist frei von Schuld gegenüber Gott und allen Menschen. Wenn sie mir das Leben nehmen, sterbe ich als unschuldiger Mann, und mein Blut wird vom Erdboden her nach Vergeltung rufen und man wird von mir noch sagen: Er wurde kaltblütig ermordet.“ [History of the Church, 6:555.]21

So erreichte der Prophet Joseph Smith den Höhepunkt seines Erdenlebens und er erfüllte den irdischen Teil seiner Mission, zu der er von Gott berufen worden war. Er machte klar, dass diese irdische Mission nicht zu Ende sein würde, bevor sie nicht vollendet war. Wie bei der Mission des Erlösers, eines „Lammes, das geschlachtet wurde“ [siehe Offenbarung 13:8], war Joseph wahrhaftig für diese bedeutende Mission vorherordiniert worden.22

6

Heute ist Joseph Smith das Haupt dieser letzten und bedeutendsten Evangeliumszeit von allen

Ich weiß, dass Joseph Smith, obwohl er als Märtyrer für die Wahrheit getötet wurde, noch immer lebt und dass er, als Haupt dieser Evangeliumszeit – der bedeutendsten Evangeliumszeit von allen – dasteht und dies auch durch die kommenden Ewigkeiten hindurch tun wird.23

Joseph Smiths Botschaft – die Botschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Botschaft des Mormonentums – ist die wichtigste Botschaft in dieser Welt. Und Joseph Smith, der Prophet, der noch immer lebt, spielt weiterhin eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, diese Botschaft hier auf der Erde zu steuern.24

Will man eine Vorstellung vom Ausmaß der irdischen Mission des Propheten erhalten, muss man sie im Licht der Ewigkeit betrachten. Er gehörte zu den „Edlen und Großen“, die Abraham wie folgt beschreibt:

„Nun hatte der Herr mir, Abraham, die Intelligenzen gezeigt, die geformt wurden, ehe die Welt war; und unter allen diesen waren viele von den Edlen und Großen;

und Gott sah diese Seelen, dass sie gut waren, und er stand mitten unter ihnen, und er sprach: Diese werde ich zu meinen Herrschern machen; denn er stand unter denen, die Geister waren, und er sah, dass sie gut waren; und er sprach zu mir: Abraham, du bist einer von ihnen; du wurdest erwählt, ehe du geboren wurdest.“ (Abraham 3:22,23.)

So war es auch bei Joseph Smith. Er war auch dort. Auch er saß im Rat mit den Edlen und Großen zusammen. Er hatte einen bedeutenden, ehrenvollen und angesehenen Platz inne und war zweifellos an der Planung und Ausführung des großen Werks des Herrn, „die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen“, die Erlösung aller Kinder des Vaters, zustandezubringen, beteiligt [siehe Mose 1:39]. Seine Mission hatte auf alle Einfluss gehabt, die auf die Erde gekommen waren, auf alle, die damals auf der Erde lebten, und sollte es auch auf die Millionen haben, die noch nicht geboren worden waren.

Der Prophet Joseph Smith machte diese ewige Tatsache mit den folgenden Worten klar: „Jeder, der die Berufung hat, den Bewohnern der Erde geistlich zu dienen, wurde schon vor der Grundlegung der Welt im großen Rat im Himmel zu diesem Zweck ordiniert. Ich nehme an, dass ich im großen Rat zu eben diesem meinem Amt ordiniert wurde. Das Zeugnis, das ich mir wünsche, ist, dass ich ein Knecht Gottes bin und dass dieses Volk sein Volk ist.“ [Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, Seite 568.] …

Die größte Tätigkeit in dieser Welt oder in der künftigen Welt ist unmittelbar mit dem Werk und der Mission Joseph Smiths verbunden – eines Mannes der Vorsehung und eines Propheten Gottes. Dieses Werk ist die Errettung und das ewige Leben der Menschen. Zu diesem erhabenen Zweck wurde die Erde erschaffen, werden Propheten Gottes berufen und himmlische Boten ausgesandt und bei heiligen und wichtigen Anlässen kommt selbst Gott, unser aller Vater, auf die Erde herab, um seinen geliebten Sohn vorzustellen.

Der Prophet Joseph Smith war nicht nur einer der „Edlen und Großen“. Er hat seine Aufmerksamkeit wichtigen Angelegenheiten hier auf der Erde gewidmet und tut es auch weiterhin aus höheren Sphären. Denn in den Augen des Herrn, des Gottes dieser Welt, der dem Vater untersteht, ist all dies ein großes ewiges Programm, in dem der Prophet Joseph Smith eine wichtige Rolle spielt, und zwar durch das ewige Priestertum und die Vollmacht von Gott.25

Ich bezeuge Ihnen, dass Joseph Smith ein Prophet Gottes war und ist. Er war einer der wahrhaft großen Propheten aller Zeiten, ein Mann der Vorsehung, ein Mann von Charakter, ein Mann mit Mut, ein Mann tiefer Geistigkeit, ein gottähnlicher Prophet des Herrn, ein wahrlich Edler und Großer aller Zeiten.26

Ja, Joseph Smith, der Prophet der Letzten Tage, war ein Werkzeug in den Händen des Herrn, als er eine neue Evangeliumszeit einleitete, die letzte und bedeutendste von allen.27

Anregungen für Studium und Unterricht

Fragen

  • Warum wohl war Joseph Smiths erste Vision das bedeutendste Ereignis seit der Auferstehung des Herrn? (Siehe Abschnitt 1.) Wie hat dieses Ereignis Ihr Leben beeinflusst?

  • Wie hilft es Ihnen, zu wissen, dass Johannes der Offenbarer Moronis mehrfaches Erscheinen bei Joseph Smith prophezeite? (Siehe Abschnitt 2.)

  • Präsident Benson hat gesagt, dass das Buch Mormon der beste Beweis dafür sei, dass Joseph Smith ein Prophet ist (siehe Abschnitt 3). Wie hat das Studium des Buches Mormon Ihr Zeugnis von der Mission Joseph Smiths beeinflusst?

  • Denken Sie über Präsident Bensons Zeugnis in Abschnitt 4 nach. Welche Segnungen sind Ihnen und Ihrer Familie durch die Wiederherstellung des Evangeliums zuteilgeworden?

  • Was lernen Sie in Abschnitt 5 darüber, wie man Verfolgung erträgt? Was können wir aus Joseph Smiths Beispiel lernen, das uns hilft, wenn Menschen unser Zeugnis in Frage stellen?

  • In Bezug auf die Vorherordinierung Joseph Smiths hat Präsident Benson gesagt: „Seine Mission hatte auf alle Einfluss gehabt, die auf die Erde gekommen waren, auf alle, die damals auf Erden lebten, und sollte es auch auf die Millionen haben, die noch nicht geboren worden waren.“ (Abschnitt 6.) Inwiefern hat Joseph Smiths Mission einen jeden beeinflusst, der je auf der Erde gelebt hat? Welchen Einfluss hat sie auf Sie persönlich gehabt?

Einschlägige Schriftstellen

Jesaja 29:13,14; 2 Nephi 3:3-15; 3 Nephi 21:9-11; LuB 5:9,10; LuB 135; Joseph Smith – Lebensgeschichte

Unterrichtshilfe

„Fragen Sie die Unterrichtsteilnehmer, was sie erkannt haben, als sie das Kapitel gelesen haben. Setzen Sie sich vielleicht mit einigen von ihnen im Laufe der Woche in Verbindung und bitten Sie sie, im Unterricht zu erzählen, was sie erkannt haben.“ (Seite VII in diesem Buch.)

Quellenangaben anzeigen

Anmerkungen

  1. The Teachings of Ezra Taft Benson, 1988, Seite 206f.

  2. Siehe Sheri L. Dew, Ezra Taft Benson: A Biography, 1987, Seite 292

  3. Frühjahrs-Generalkonferenz 1961

  4. „Joseph Smith: Prophet to Our Generation“, Ensign, November 1981, Seite 61f.

  5. God, Family, Country: Our Three Great Loyalties, 1974, Seite 57

  6. The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 101

  7. Come unto Christ, 1983, Seite 74

  8. Frühjahrs-Generalkonferenz 1958

  9. „Joseph Smith: Prophet to Our Generation“, Seite 61

  10. The Teachings of Ezra Taft Benson, Seite 46

  11. „Joseph Smith: Prophet to Our Generation“, Seite 61

  12. „The Book of Mormon Is the Word of God“, Ensign, Januar 1988, Seite 4

  13. „May the Kingdom of God Go Forth“, Ensign, Mai 1978, Seite 34

  14. Herbst-Generalkonferenz 1956

  15. „A Message to the World“, Ensign, November 1975, Seite 34

  16. „I Testify“, Ensign, November 1988, Seite 86

  17. Herbst-Generalkonferenz 1949

  18. Come unto Christ, Seite 81

  19. God, Family, Country, Seite 38

  20. „Joseph Smith: Prophet to Our Generation“, Seite 62

  21. God, Family, Country, Seite 37f.

  22. God, Family, Country, Seite 29

  23. „A Message to the World“, Seite 34

  24. God, Family, Country, Seite 40f.

  25. God, Family, Country, Seite 30f.

  26. God, Family, Country, Seite 37

  27. God, Family, Country, Seite 39