Kapitel 25: Gehen Sie voll Glauben vorwärts

Lehren der Präsidenten der Kirche: Gordon B. Hinckley, 2016


Wenn es eines gibt, was Sie und ich brauchen, dann ist es die Art Glaube, die uns dazu bringt, auf die Knie zu gehen und den Herrn um Führung anzuflehen, um danach mit einem gewissen Maß an göttlichem Vertrauen aufzustehen und uns an die Arbeit zu machen und das gewünschte Ergebnis herbeizuführen.

Aus dem Leben von Gordon B. Hinckley

„Als ich [als junger Mann] auf Mission ging“, erzählte Präsident Gordon B. Hinckley, „drückte mir mein guter Vater eine Karte in die Hand, auf der fünf Wörter standen, nämlich das, was der Herr dem Synagogenvorsteher sagte, der gerade vom Tod seiner Tochter erfahren hatte: ‚Sei ohne Furcht; glaube nur.‘ (Markus 5:36.)“1 Als junger Missionar in England begegnete Elder Hinckley vielen Schwierigkeiten, bei denen er sich an diese fünf Wörter erinnerte. Später beschrieb er eine solche Erfahrung:

„Eines Tages brachten drei oder vier Londoner Zeitungen beleidigende, gehässige Rezensionen über den Nachdruck eines alten Buches, das angeblich die Geschichte der Mormonen enthielt. Präsident Merril [mein Missionspräsident] sagte zu mir: ‚Ich möchte, dass Sie den Herausgeber aufsuchen und gegen das Buch protestieren.‘ Ich sah ihn an und hätte fast gesagt: ‚Ich doch nicht!‘ Aber ich sagte nur ergeben: ‚Ja, Präsident Merril.‘

Ich gebe unumwunden zu, dass ich Angst hatte. Ich ging in mein Zimmer und fühlte mich so, wie sich Mose gefühlt haben muss, als der Herr ihm auftrug, zum Pharao zu gehen. Ich sprach ein Gebet. Mit einem klammen Gefühl im Magen ging ich zur U-Bahnstation Goodge Street, um zur Fleet Street zu fahren. Ich ging zum Büro des Herausgebers und zeigte der Empfangsdame meine Karte. Sie nahm sie und ging ins Büro. Aber schon bald kam sie wieder heraus und sagte, er habe keine Zeit für mich. Ich entgegnete, ich sei 8000 Kilometer weit hergekommen und werde warten. Während der nächsten Stunde ging die Empfangsdame zwei-, dreimal in sein Büro, und schließlich ließ er mich eintreten. Das Bild, das sich mir bei meinem Eintritt bot, werde ich nie vergessen. Er rauchte eine lange Zigarre, und sein Blick schien zu sagen: ‚Lass mich in Ruhe!‘

Ich hielt die Rezensionen in der Hand. Was ich dann gesagt habe, weiß ich nicht mehr. Mir war, als ob eine andere Macht aus mir spräche. Zuerst war er abwehrend, ja, fast feindselig. Aber dann wurde er zunehmend freundlicher. Zum Schluss versprach er mir, dass er etwas tun werde. Innerhalb der nächsten Stunde ließ er alle Buchhändler in England verständigen, sie sollten die Bücher an den Herausgeber zurücksenden. Mit hohem Kostenaufwand ließ er vorn in jedes Buch eindrucken, dass das Buch nicht geschichtliche Tatsachen enthalte, sondern ein Roman sei und dass man die ehrbaren Mormonen keinesfalls kränken wolle. Jahre später erwies er der Kirche noch einen weiteren großen Gefallen, und bis zu seinem Tod erhielt ich jedes Jahr eine Weihnachtskarte von ihm.“2

Dadurch, dass Elder Hinckley den Auftrag annahm, den Herausgeber aufzusuchen, übte er sich in einer Vorgehensweise, die er sein Leben lang beibehielt: eine Herausforderung voll Glauben annehmen, den Herrn um Hilfe anflehen und sich dann an die Arbeit machen.

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Letzten Endes ist der Glaube unsere einzige wahre und beständige Hoffnung.

Lehren von Gordon B. Hinckley

1

Der Glaube an den Vater im Himmel und an Jesus Christus kann zur Quelle eines zielbewussten Lebens werden

Wenn es eines gibt, was Sie und ich brauchen, um in dieser Welt zu bestehen und Erfüllung zu finden, so ist es Glaube – dieses dynamische, machtvolle, wunderbare Mittel, mit dem, wie Paulus sagte, tatsächlich die Welten erschaffen wurden (siehe Hebräer 11:3). Ich rede nicht von irgendeiner entrückten Vorstellung, sondern von einem ganz praktischen, pragmatischen, anpackenden Glauben – die Art Glaube, die uns dazu bringt, auf die Knie zu gehen und den Herrn um Führung anzuflehen, um danach mit einem gewissen Maß an göttlichem Vertrauen aufzustehen und uns an die Arbeit zu machen, um das gewünschte Ergebnis herbeizuführen. Ein solcher Glaube ist unbezahlbar. Letzten Endes ist ein solcher Glaube unsere einzige wahre und beständige Hoffnung. …

Der Glaube kann zur Quelle eines zielbewussten Lebens werden. Es gibt keine überzeugendere Motivation für ein lohnendes Bestreben als das Wissen, dass wir Kinder Gottes sind, dass Gott von uns erwartet, dass wir mit unserem Leben etwas anfangen, und dass er uns hilft, wenn wir um seine Hilfe bitten. …

Wenn ich über den Glauben spreche, rede ich nicht von etwas Abstraktem. Ich sehe darin eine lebendige, notwendige Kraft, die daraus entsteht, dass wir Gott als unseren Vater und Jesus Christus als unseren Erretter erkennen. …

Der Glaube an ein göttliches Wesen, an den Allmächtigen, ist die große, antreibende Kraft, die unser Leben verändern kann.3

Vor langer Zeit arbeitete ich für eine der Eisenbahngesellschaften, deren Schienen über die Pässe der Berge … verliefen. Ich fuhr häufig auf dieser Strecke. Es war die Zeit der Dampflokomotiven. Diese großen Ungeheuer auf Schienen waren riesig, schnell und gefährlich. Ich fragte mich oft, wie der Lokomotivführer die lange Reise durch die Nacht wagen konnte. Dann wurde mir bewusst, dass es nicht eine lange Reise, sondern vielmehr eine ständige Folge kurzer Reisen war. Die Lokomotive hatte einen starken Scheinwerfer, der den Weg bis auf eine Entfernung von 350 bis 450 Metern erhellte. Der Lokführer sah nur dieses Stück und das reichte, weil er es die ganze Nacht vor sich sah, bis der neue Tag heranbrach. …

So ist es auch mit unserer ewigen Reise. Wir machen einen Schritt nach dem anderen. Wenn wir dies tun, greifen wir nach dem Unbekannten; aber der Glaube erleuchtet den Weg. Und wenn wir diesen Glauben gedeihen lassen, werden wir nie in Finsternis wandeln. …

Die Herausforderung, der sich jedes Mitglied dieser Kirche gegenübersieht, besteht darin, diesen nächsten Schritt zu tun, die Aufgabe anzunehmen, zu der man berufen wurde, selbst wenn man sich dem nicht gewachsen fühlt, und es im Glauben zu tun, in der sicheren Erwartung, dass der Herr den Weg vor einem erhellt.4

2

Der Glaube ist die Grundlage unseres Zeugnisses und die Stärke des Werkes des Herrn auf Erden

Der einzige wirkliche Reichtum der Kirche besteht im Glauben der Mitglieder.5

Es ist wunderbar und erstaunlich, dass Tausende durch das Wunder des Heiligen Geistes berührt werden, dass sie glauben, das Evangelium annehmen und Mitglieder [der Kirche] werden. Sie lassen sich taufen. Ihr Leben ändert sich für immer zum Guten. Wunder geschehen. Ein Samen des Glaubens gelangt in ihr Herz. Er wächst, wenn sie weiter dazulernen. Und sie nehmen Grundsatz um Grundsatz an, bis sie eine jede der wunderbaren Segnungen erhalten haben, die derjenige erlangen kann, der in dieser Kirche, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, gläubig vorwärtsgeht. …

Diese kostbare und wunderbare Gabe des Glaubens, diese Gabe Gottes, unseres ewigen Vaters, macht noch immer die Stärke dieses Werkes aus und verleiht seiner Botschaft im Stillen ihre Lebendigkeit. Der Glaube ist die Grundlage all dessen. Alles entsteht aus dem Glauben. Ob es darum geht, auf Mission zu gehen, das Wort der Weisheit zu halten oder den Zehnten zu zahlen, es ist immer das Gleiche: Es ist der Glaube in uns, der in allem, was wir tun, zum Ausdruck kommt. …

Die Stärke dieser Sache und dieses Reiches liegt nicht in seinem zeitlichen Besitz, so beeindruckend dieser auch sein mag. Sie liegt im Herzen der Mitglieder. Aus diesem Grund ist die Kirche erfolgreich. Aus diesem Grund ist sie stark und wächst. Aus diesem Grund ist sie in der Lage, Großartiges zu bewerkstelligen. All dies entspringt der Gabe des Glaubens, die der Allmächtige seinen Kindern gibt, die nicht zweifeln und sich nicht fürchten, sondern vorwärtsgehen. …

Der Glaube ist die Grundlage unseres Zeugnisses. Der Glaube begründet die Treue zur Kirche. Der Glaube steht für Opfer, die gern erbracht werden, um das Werk des Herrn voranzubringen.6

Das Evangelium ist die gute Nachricht. Es ist eine Botschaft des Triumphs. Es ist eine Sache, die man mit Begeisterung annehmen muss. …

Haben wir keine Angst: Jesus ist unser Führer, unsere Kraft und unser König.

Dies ist ein Zeitalter des Pessimismus. Wir haben eine Mission des Glaubens. Meine Brüder und Schwestern überall auf der Welt, ich rufe Sie auf, Ihren Glauben zu bekräftigen und dieses Werk auf der ganzen Welt voranzubringen. …

„Brüder, sollen wir in einer so großartigen Sache nicht vorwärtsgehen? Geht vorwärts und nicht rückwärts! Mut, Brüder, und auf, auf zum Sieg!“ (LuB 128:22.) Das schrieb der Prophet Joseph Smith in einem Psalm des Glaubens.

Wie herrlich ist doch die Vergangenheit dieser großen Sache. Sie ist voll von Heldentum, Mut, Unerschrockenheit und Glauben. Wie wunderbar ist doch ihre Gegenwart. Wir schreiten vorwärts, um den Menschen Segen zu bringen, wo auch immer sie der Botschaft der Knechte des Herrn Gehör schenken. Wie herrlich wird doch die Zukunft sein, wenn der Allmächtige sein herrliches Werk weiter voranbringt und alle, die sein Evangelium annehmen und leben, zum Guten beeinflusst. Ja, seine ewigen Segnungen erreichen alle seine Söhne und Töchter aller Generationen durch die selbstlose Arbeit derjenigen, deren Herz von Liebe für den Erlöser der Welt erfüllt ist. …

Ich lade jeden von Ihnen ein, wo auch immer Sie sich als Mitglied dieser Kirche befinden: Stehen Sie fest auf den Beinen und gehen Sie mit einem Lied in Ihrem Herzen vorwärts, leben Sie das Evangelium, lieben Sie den Herrn, und bauen Sie sein Reich auf. Gemeinsam werden wir den Kurs und die Treue halten. Der Allmächtige ist unsere Kraft.7

3

Mit Glauben können wir Furcht und jedes Hindernis, jede Herausforderung im Leben überwinden

Wer von uns kann schon sagen, er habe noch nie Furcht verspürt? Ich kenne niemanden, der völlig davon verschont wurde. Natürlich empfinden manche mehr Furcht als andere. Manche werden schnell damit fertig, andere werden davon gefangen, hinabgezogen und gar überwältigt. Wir fürchten, verspottet zu werden, zu versagen, einsam zu sein, unwissend zu sein. Manch einer fürchtet die Gegenwart, andere die Zukunft. Einige tragen die Last einer Sünde und würden fast alles geben, um sich von dieser Last zu befreien, aber fürchten sich davor, ihr Leben zu ändern. Machen wir uns doch bewusst, dass Furcht nicht von Gott kommt; diese nagende, destruktive Kraft kommt vielmehr vom Widersacher der Wahrheit und Rechtschaffenheit. Furcht ist das Gegenteil von Glauben. Furcht zerfrisst, sie hat sogar tödliche Auswirkungen.8

Paulus schrieb an Timotheus: „Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.

Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen.“ (2 Timotheus 1:7,8.)

Ich wünschte, jedes Mitglied würde sich diese Worte so aufhängen, dass es sie jeden Morgen sieht, ehe es den Tag beginnt. Diese Worte würden uns Mut machen, den Mund aufzutun, sie würden uns den Glauben geben, den Versuch zu wagen, sie würden unsere Überzeugung vom Herrn Jesus Christus stärken. Ich glaube, auf der ganzen Welt würden mehr Wunder geschehen.9

Jesus Christ

„Schäme dich … nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen.“ (2 Timotheus 1:8)

Ich habe mich einmal mit einem Bekannten unterhalten, der aus seiner Heimat geflohen war. Als sein Land ins Chaos stürzte, wurde er inhaftiert. Seine Frau und seine Kinder konnten entkommen, er aber blieb über drei Jahre gefangen und hatte keine Verbindung zu seiner Familie. Das Essen war so gut wie ungenießbar, die Lebensbedingungen waren hart, und eine Verbesserung war nicht in Sicht.

„Was hat Ihnen in dieser finsteren Zeit Halt gegeben?“, fragte ich ihn.

Er erwiderte: „Mein Glaube. Mein Glaube an den Herrn Jesus Christus. Ich habe meine Last auf ihn geworfen, und da kam sie mir viel leichter vor.“10

Es wird alles gut. Mach dir keine Sorgen. Das sage ich mir jeden Morgen. Es wird schon alles gut werden. Wenn Sie Ihr Bestes geben, wird alles gut. Setzen Sie Ihr Vertrauen in Gott und gehen Sie voll Glauben und Zuversicht vorwärts. Der Herr lässt uns nicht im Stich. Er lässt uns nicht im Stich.11

Könnte nicht jeder von uns sagen, wenn wir größeren Glauben an Gott hätten, könnten wir es besser machen als derzeit? Kein Hindernis ist zu groß, keine Herausforderung zu schwierig, wenn wir Glauben haben. Wenn wir glauben, können wir uns über die negativen Elemente in unserem Leben, die uns ständig herunterziehen, erheben. Wenn wir uns anstrengen, können wir die Fähigkeit entwickeln, Impulse, die uns zu entwürdigenden und schlechten Taten führen, zu bezwingen. Wenn wir glauben, können wir unsere Begierden zügeln. Wir können uns denen zuwenden, die mutlos und niedergeschlagen sind, und können ihnen mit der Stärke und Kraft unseres eigenen Glaubens Trost spenden.12

4

Wenn wir Glauben ausüben, lässt der Herr ihn wachsen

Wenn Sie Ihre Zeit und Ihre Talente einbringen, um dem Herrn zu dienen, wächst Ihr Glaube und Ihre Zweifel schwinden.13

In der Kirche wird man Sie um vieles bitten. Man wird Sie bitten, verschiedene Aufgaben zu übernehmen. Bei uns gibt es keine bezahlten Geistlichen. Sie werden die Geistlichen dieser Kirche. Wann immer man Ihnen eine Berufung übertragen will, bitte ich Sie dringend, diese auch anzunehmen. Dadurch wird Ihr Glaube gestärkt und nimmt weiter zu. Mit dem Glauben ist es wie mit den Armmuskeln. Wenn man sie benutzt, werden sie kräftiger und können vieles tun. Legt man jedoch den Arm in eine Schlinge und benutzt ihn nicht, verkümmern die Muskeln und sind zu nichts mehr zu gebrauchen. Das gilt auch für Sie. Wenn Sie jede Möglichkeit nutzen, wenn Sie jede Berufung annehmen, wird der Herr es Ihnen ermöglichen, sie zu erfüllen. Die Kirche wird Sie um nichts bitten, was Sie nicht mit der Hilfe des Herrn schaffen können.14

Das ist mein Gebet für uns alle: „Herr, stärke unseren Glauben!“ [siehe Lukas 17:5]. Stärke unseren Glauben, damit er den Abgrund der Ungewissheit und des Zweifels überbrückt. …

Herr, stärke unseren Glauben, damit wir uns von den kläglichen Kritikern deines großen und heiligen Werks nicht beirren lassen. Stärke unseren Willen. Hilf uns, gemäß deinem Auftrag dein Reich aufzubauen und zu erweitern, sodass dieses Evangelium der ganzen Welt verkündet wird, damit alle Völker es hören. …

Gewähre uns den Glauben, über die Probleme des Augenblicks hinaus auf die Wunder der Zukunft zu blicken. Gib uns den Glauben, den Zehnten und die Opfergaben zu zahlen und auf dich, den Allmächtigen, zu vertrauen, dass du die Schleusen des Himmels öffnest, wie du es verheißen hast. Gib uns den Glauben, das zu tun, was richtig ist, und uns die Folgen nicht sorgen zu lassen.

Gewähre uns Glauben, wenn die Stürme des Ungemachs über uns niedergehen und uns zu Boden reißen. Möge in Zeiten der Krankheit unser Vertrauen in die Mächte des Priestertums stark werden. Mögen wir dann dem Rat des Jakobus folgen:

„Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.

Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten.“ (Jakobus 5:14,15; Hervorhebung hinzugefügt.) …

Müssen wir auch in finsterer Schlucht wandern, gib uns den Glauben, dass wir durch Tränen hindurch lächeln und wissen, dass dies alles Teil des ewigen Plans eines liebevollen Vaters ist, dass wir nach diesem Leben in ein anderes, herrlicheres hinübergehen und dass dank des Sühnopfers des Gottessohnes alle aus dem Grab auferstehen werden und die Treuen in die Erhöhung eingehen werden.

Gib uns den Glauben, das Werk der Erlösung der Toten zu verrichten, damit deine ewigen Absichten für deine Söhne und Töchter aller Generationen verwirklicht werden.

Vater, gewähre uns den Glauben, bei den Kleinigkeiten, die so bedeutend sein können, Rat anzunehmen. …

Herr, stärke unseren Glauben an einander, an uns selbst und an unsere Fähigkeit, Gutes und Großes zu vollbringen. …

Vater, stärke unseren Glauben. Ich glaube, wir brauchen nichts dringender als stärkeren Glauben. Daher bitte ich dich, lieber Vater, stärke unseren Glauben an dich und an deinen geliebten Sohn, an dein großartiges ewiges Werk, an uns selbst als deine Kinder und an unsere Fähigkeit, deinen Willen und deine Weisung auszuführen. Das erbitte ich demütig im Namen Jesu Christi. Amen.15

Anregungen für Studium und Unterricht

Fragen

  • Präsident Hinckley sagt, dass der Glaube an Gott „die große, antreibende Kraft [ist], die unser Leben verändern kann“ (Abschnitt 1). Welche Erfahrungen haben Ihnen geholfen, etwas über die Kraft des Glaubens zu lernen? Wie haben Sie erkannt, dass „der Glaube … den Weg [erleuchtet]“, wenn wir „nach dem Unbekannten“ greifen?

  • Was erfahren wir in Abschnitt 2 darüber, was die Stärke der Kirche ausmacht? Was haben Glaube und Opferbereitschaft miteinander zu tun? Überlegen Sie, wie Sie Präsident Hinckleys Aufruf folgen können, „dieses Werk auf der ganzen Welt voranzubringen“.

  • Was meinen Sie, weshalb der Glaube uns in Zeiten der Prüfung helfen kann? (Siehe Abschnitt 3.) Wann hat der Glaube Ihnen schon geholfen, Furcht zu überwinden? Wann hat der Glaube Ihnen schon geholfen, andere Hindernisse zu überwinden?

  • Lesen Sie Präsident Hinckleys Gebet in Abschnitt 4. Welche Aussagen darin haben für Sie eine ganz besondere Bedeutung? Wie kann der Glaube uns helfen, Unsicherheit und Zweifel zu überwinden? Wie kann der Glaube uns helfen, über unsere Probleme hinauszusehen und Wunder zu erkennen?

Einschlägige Schriftstellen

Johannes 14:12-14; Römer 5:1-5; 2 Nephi 26:12,13; Moroni 7:33-38; LuB 27:16-18

Unterrichtshilfe

„Wer sich regelmäßig und eifrig in die heilige Schrift vertieft und ernsthaft nach Führung durch den Geist strebt, wird bei der Unterrichtsvorbereitung empfänglicher für Erleuchtung. Er ist auch bereit, im Unterricht Eingebungen des Geistes zu erhalten und zu befolgen.“ (Lehren, die größte Berufung, Seite 14.)

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Herbst-Generalkonferenz 1969

  2.   2.

    „If Ye Be Willing and Obedient“, Ensign, Juli 1995, Seite 5

  3.   3.

    Standing for Something: Ten Neglected Virtues That Will Heal Our Hearts and Homes, 2000, Seite 109f.

  4.   4.

    „Als Glaubende gehen wir unseren Weg“, Liahona, Juli 2002, Seite 80f.

  5.   5.

    „The State of the Church“, Ensign, Mai 1991, Seite 54

  6.   6.

    „The Miracle of Faith“, Ensign, Mai 2001, Seite 68f.

  7.   7.

    „Stay the Course – Keep the Faith“, Ensign, November 1995, Seite 71f.

  8.   8.

    „God Hath Not Given Us the Spirit of Fear“, Ensign, Oktober 1984, Seite 2

  9.   9.

    „Be Not Afraid, Only Believe“, Ensign, Februar 1996, Seite 5

  10.   10.

    „Be Not Faithless“, Ensign, April 1989, Seite 4

  11.   11.

    „Latter-Day Counsel: Excerpts from Addresses of President Gordon B. Hinckley“, Ensign Oktober 2000, Seite 73

  12.   12.

    Standing for Something, Seite 109f.

  13.   13.

    „He Is Risen, As He Said“, Ensign, April 1983, Seite 7

  14.   14.

    „Inspirational Thoughts“, Ensign, Juni 1999, Seite 2

  15.   15.

    „Lord, Increase Our Faith“, Ensign, November 1987, Seite 52ff.