Kapitel 2: Wer bin ich?

"Kapitel 2: Wer bin ich?," Lehren der Präsidenten der Kirche: Harold B. Lee, (2001)


Einleitung

„Eines Tages kam eine junge Sonntagsschullehrerin, um eine ziemlich interessante Frage zu stellen, die ihr am Sonntag zuvor im Unterricht gestellt worden war“, sagte Präsident Harold B. Lee in einer Versammlung der Heiligen. „Sie erklärte, sie besprächen gerade das Leben vor diesem Leben sowie dieses Leben und das Jenseits und einer ihrer Schüler habe gefragt: ,Das Leben vor diesem Leben war zu Ende, als wir in die Sterblichkeit kamen; dieses Leben ist zu Ende, wenn wir den irdischen Tod erleiden; wann ist dann das Leben im Jenseits zu Ende? Fallen wir dann der Vergessenheit anheim?‘ Die junge Sonntagsschullehrerin hatte gesagt: ,Darauf weiß ich keine Antwort.‘

Ich habe darüber nachgedacht und angemerkt, dass wir sehr locker mit den Worten umgehen, wenn wir vom ,Leben vor diesem Leben und von diesem Leben und vom Leben im Jenseits‘ sprechen, ganz als wären wir eine Katze mit neun Leben, wo wir doch in Wirklichkeit nur ein einziges Leben haben. Dieses Leben, von dem wir sprechen, begann nicht mit der irdischen Geburt. Es endet nicht mit dem irdischen Tod. Es gibt da etwas, das nicht erschaffen wurde. Die heiligen Schriften nennen es ,Intelligenz‘, die in einer bestimmten Phase in der Präexistenz zu einem ,Geist‘ geformt wurde. Nachdem dieser Geist einen gewissen Stand erreicht hatte, gab der allweise Vater ihm die Möglichkeit, in eine weitere Entwicklungsphase einzutreten. Ihm wurde hinzugefügt, und nachdem er sein Leben vollbracht und seinen irdischen Zweck erfüllt hatte, fand eine weitere Verände- rung statt. Wir treten nicht in ein anderes Leben ein, sondern in eine andere Phase desselben Lebens. Es gibt da etwas, das nicht erschaffen wurde und das nicht stirbt, sondern für immer weiterleben wird.“ 1 In diesem Kapitel geht es darum, wer wir in Ewigkeit sind, und darum, wie unsere Erkenntnis dessen, wer wir sind, sich auf unser Leben auswirkt.

Lehren von Harold B. Lee

Inwiefern ist die Erkenntnis dessen, dass wir Geistsöhne und -töchter des himmlischen Vaters sind, für uns ein Segen?

Wer sind wir? … Der Apostel Paulus schrieb: „Ferner: An unseren leiblichen Vätern hatten wir harte Erzieher und wir achteten sie. Sollen wir uns dann nicht erst recht dem Vater der Geister unterwerfen und so das Leben haben?“ [Hebräer 12:9.] Das bedeutet doch, dass alle, die auf der Erde leben und einen leiblichen Vater haben, auch einen geistigen Vater haben. … Zu Mose und Aaron … hatte der Herr gesagt: „Sondert euch von dieser Gemeinde ab! Ich will ihr auf einen Schlag ein Ende bereiten.“ Sein Zorn war gegen diese unredlichen Menschen entfacht, aber Mose und Aaron warfen sich auf ihr Angesicht nieder und sagten: „Gott, du Gott der Geister, die alle Menschen beleben, ein einzelner Mensch sündigt und du willst der ganzen Gemeinde zürnen?“ [Numeri 16:21,22.] Ist Ihnen aufgefallen, wie sie ihn ansprachen: Gott der Geister, die alle Menschen beleben. …

Eine der ältesten heiligen Schriften, die wir haben, ist auf wundersame Weise zu uns gelangt – wir nennen sie die Köstliche Perle. Eins der großen Bücher dieser kostbaren heiligen Schrift ist das Buch Abraham. In dem Buch … finden wir Folgendes:

„Der Herr aber hatte mir, Abraham, die Intelligenzen gezeigt, die geformt wurden, ehe die Welt war; und unter allen diesen waren viele von den Edlen und Großen; und Gott sah, dass diese Seelen gut waren, und er stand mitten unter ihnen, und er sprach: Diese werde ich zu meinen Herrschern machen; denn er stand unter denen, die Geister waren, und er sah, dass sie gut waren; und er sprach zu mir: Abraham, du bist einer von ihnen; du wurdest erwählt, ehe du geboren wurdest.

Und da stand einer unter ihnen, der war Gott gleich, und er sprach zu denen, die bei ihm waren: Wir wollen hinabgehen, denn dort gibt es Raum, und wir wollen von diesen Stoffen nehmen, und wir wollen eine Erde schaffen, worauf diese wohnen können; und wir wollen sie hierdurch prüfen und sehen, ob sie alles tun werden, was auch immer der Herr, ihr Gott, ihnen gebietet; und diejenigen, die sich ihren ersten Stand bewahren, werden hinzugefügt bekommen; wer sich aber seinen ersten Stand nicht bewahrt, wird keine Herrlichkeit im selben Reich mit denen haben, die sich ihren ersten Stand bewahren. Und diejenigen, die sich ihren zweiten Stand bewahren, werden Herrlichkeit auf ihr Haupt hinzugefügt bekommen für immer und immer.“ [Abraham 3:22–26.]

In dieser Schriftstelle finden wir mehrere kostbare Wahrheiten. Erstens haben wir einen Anhaltspunkt dafür, was ein Geist ist. Ein Geist ist, wie Abraham sagte, geformte Intelligenz. Das vermittelt uns schon einen ersten Einblick in das, was ein Geist ist: geformte Intelligenz, die als Geist gelebt hat, ehe diese Welt war. Und wie sieht ein Geist aus? Welche Vorstellung haben Sie davon? Der Herr hat durch den Propheten Joseph Smith eine inspirierte Antwort darauf gegeben, in der es unter anderem heißt: „Das, was geistig ist, gleicht dem, was zeitlich ist, und das, was zeitlich ist, dem, was geistig ist; der Geist des Menschen gleicht seiner körper- lichen Gestalt, und ebenso ist es mit dem Geist der Tiere und eines jeden anderen Geschöpfs, das Gott geschaffen hat.“ [LuB 77:2.]

Sie sehen mich also hier als erwachsenen, physischen Menschen. Einen Teil von mir können Sie nicht mit den physischen Augen sehen – den Geist in mir, der aus meinen Augen blickt und mir die Kraft verleiht, mich zu bewegen, der mir ein gewisses Maß an Intellekt und Intelligenz verleiht. …

Das ist also die erste Wahrheit, die wir erfahren – dass es eine geformte Intelligenz gab, die als … Geist bezeichnet wurde. Hier kam also der Herr [Jahwe], der große, erhabene Geist, der wie Gott [der Vater] war, zu den geformten Intelligenzen, die als Geister bezeichnet wurden, und sagte zu ihnen: Wir wollen eine Erde schaffen, worauf ihr Geister wohnen könnt, und wer von euch hier in der Geisterwelt würdig lebt, kann auf die Erde gehen und hinzugefügt bekommen. Und so wurde den Geistern, die den Glauben bewahrten, also würdig waren, gestattet, auf die Erde zu kommen, und sie haben hier auf dieser Erde ihrem Geistkörper den physischen Körper hinzugefügt bekommen. … Dass wir alle mit einem physischen Körper hier auf der Erde sind, ist ein Beweis dafür, dass wir zu denen gehören, die sich den ersten Stand bewahrt haben; wir haben die Prüfung bestanden und durften herkommen. Wenn wir die Prüfung nicht bestanden hätten, wären wir nicht hier; wir wären unten beim Satan und würden diejenigen in Versuchung führen, die einen Körper haben. …

Warum müssen wir dem Glauben treu sein, um unsere vorherordinierte Mission auf der Erde zu erfüllen?

Wir haben nun festgestellt, wer wir im Vorherdasein waren, nämlich Söhne und Töchter Gottes, ehe diese Welt war, und Gott ist der Vater des Geists eines jeden Menschen, der im Fleisch auf der Erde lebt; jetzt können wir uns also der nächsten Antwort zuwenden. Dem, was ich Ihnen aus dem Buch Abraham im 23. Vers vorgelesen habe, haben Sie entnommen, dass Abraham erfuhr, dass er schon vor seiner Geburt ordiniert beziehungsweise erwählt worden war. Haben Sie darüber schon mal nachgedacht? Mose wurde das gleiche gesagt. …

„Und als er [Mose] den Namen Gottes anrief, sah er abermals seine Herrlichkeit, denn sie ruhte auf ihm; und er vernahm eine Stimme, nämlich: Gesegnet bist du, Mose, denn ich, der Allmächtige, habe dich erwählt, und du sollst stärker gemacht werden als viele Wasser, denn sie werden deinem Gebot gehorchen, als seiest du Gott.“ [Mose 1:25.] Das sollte seine Mission sein: ein großer und mächtiger Herrscher zu sein. Zu Jeremia sagte der Herr: „Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.“ [Jeremia 1:5.] Joseph Smith hat Folgendes gesagt und damit die Sache noch weiter erhellt: „Jeder, der die Berufung hat, den Bewohnern der Erde geistlich zu dienen, wurde schon vor Grundlegung der Welt im großen Rat im Himmel zu diesem Zweck ordiniert. Ich nehme an, dass ich im großen Rat zu eben diesem meinem Amt ordiniert wurde.“ [Lehren des Propheten Joseph Smith, 371f.]

Hier nun eine schicksalsschwere Warnung. Trotz jener Berufung, so gab es der Herr dem Propheten Joseph Smith ein, der es niederschrieb … . „Siehe, viele gibt es, die berufen sind, aber weniger werden erwählt.“ Mit anderen Worten, … wir haben hier unsere Entscheidungsfreiheit; es gibt viele, die zu einem größeren Werk vorherordiniert sind, als sie hier auf der Erde zu vollbringen bereit sind. Dann sagt er: „Und warum werden sie nicht erwählt?“ Er führt zwei Gründe dafür an, warum jemand seiner Bestim- mung nicht gerecht wird. Erstens „weil sie ihr Herz so sehr auf die Dinge dieser Welt gesetzt haben“ und zweitens deshalb, weil sie „nach den Ehren der Menschen streben, dass sie diese eine Lehre nicht lernen wollen, nämlich: Die Rechte des Priestertums sind mit den Himmelskräften untrennbar verbunden.“ [LuB 121:34–36.] 2

Denken Sie nun nicht fälschlich, dass eine solche Berufung und Vorherordinierung von vornherein festlegt, was Sie tun müssen. Ein Prophet auf diesem westlichen Kontinent hat sich zu diesem Thema unmissverständlich geäußert: „Sie waren von Grundlegung der Welt an gemäß dem Vorherwissen Gottes und aufgrund ihres überaus großen Glaubens und ihrer guten Werke berufen und vorbereitet; von vornherein war es ihnen überlassen, zwischen Gut und Böse zu wählen.“ (Alma 13:3.) … Gott mag die Menschen in der Geisterwelt, also in ihrem ersten Stand, zu einem bestimmten Werk berufen und erwählt haben, aber ob sie diese Berufung hier annehmen und groß machen, indem sie in der Sterblichkeit treu dienen und gute Werke verrichten, hängt davon ab, wie sie von ihrer Entscheidungsfreiheit Gebrauch machen und sich zwischen Gut und Böse entscheiden.“ 3

Inwiefern beeinflusst es unsere Entscheidungsfreiheit, dass wir wissen, wer wir sind?

Was erfahren wir noch darüber, wer wir sind? Wir können unabhängig und frei handeln und manche Menschen meinen, sie könnten tun, wonach ihnen der Sinn steht, aber das ist nicht ganz korrekt. Wir haben zwar Entscheidungsfreiheit, aber ich will Ihnen dazu jetzt etwas vorlesen. Markieren Sie doch bitte 2 Nephi 2. Kapitel, Vers 15 und 16. Ich sage Ihnen, ich finde, dass der Vater da ein großes Risiko einging, als er uns hierher schickte und uns gewährte, dass wir uns frei entscheiden können. Damit wir uns aber entscheiden und unseren ewigen Lohn erlangen können, musste mit uns etwas geschehen. Beachten Sie nun – hier ist ein Vater, der seinem Sohn genau dies erklärt: „Damit nun – nachdem er unsere ersten Eltern erschaffen hat, ebenso die Tiere des Feldes und die Vögel in der Luft, kurzum alles, was erschaffen ist – seine ewigen Pläne um des Menschen willen gelingen können, musste es notwendigerweise Gegensätze geben; ja, selbst die verbotene Frucht im Gegensatz zum Baum des Lebens – das eine süß, das andere bitter.“ [2 Nephi 2:15.]

So klingt es doch häufig, nämlich so, als ob das, was verboten ist, genau das ist, was wir am verlockendsten finden, während das, was für uns richtig ist, uns manchmal vorkommt wie eine bittere Pille. Damit nun der Mensch wirklich die Chance hat, sich zu entscheiden, „darum hat der Herr Gott es dem Menschen gewährt, selbstständig zu handeln. Der Mensch könnte aber sein Handeln nicht selbst bestimmen, wenn er nicht von dem einen oder dem anderen angezogen würde.“ [2 Nephi 2:16.] Um nun aber ein eigenständig denkender Mensch zu werden, mussten wir nicht nur das Gute, sondern auch das Böse haben, um uns zwischen den beiden entscheiden zu können. Denken Sie doch mal darüber nach. Wenn in der Welt alles gut wäre und es nichts Böses gäbe, könnten Sie sich dann für etwas entscheiden, was nicht gut ist? Wenn alles in der Welt böse wäre, könnten Sie sich dann für etwas entscheiden, was nicht böse ist? Wenn Sie darüber nachdenken, sehen Sie, dass die Menschen, die auf dieser Erde leben, nur dann Entscheidungsfreiheit haben, wenn es sowohl das Gute als auch das Schlechte gibt und jeder von uns sich selbst entscheiden kann. … Die Entscheidungsfreiheit ist nämlich mit Risiken verbunden. Der Herr war bereit, das Risiko einzugehen, damit wir im Glauben leben und uns, frei und selbstständig handelnd, für das Richtige entscheiden können. 4

Welches ewige Potenzial haben wir als Kinder Gottes in uns?

Der Zweck des Lebens besteht darin, Unsterblichkeit und ewiges Leben zustande zu bringen. Unsterblichkeit bedeutet, dass wir einmal einen Körper erhalten, der nicht mehr den Schmerzen der Sterblichkeit unterworfen ist, der dem Tod nicht unterworfen ist, der nicht mehr verfällt, wenn alles andere vergangen ist. Ewiges Leben zu erlangen bedeutet, dass man das Recht hat, in der Gegenwart des Ewigen, in der Gegenwart Gottes, des himmlischen Vaters und seines Sohnes Jesus Christus zu leben. Das sind die beiden Ziele, für die wir alle hierher auf die Erde kommen. 5

Wir sind heute hier und bereiten uns auf die Unsterblichkeit vor, „einen Zeitabschnitt von endloser Länge, der das wahre Leben des Menschen darstellt“. Wir sind jeder eine große Seele, da wir von edlen Vorfahren abstammen. Wir haben das Recht, Könige und Herrscher zu werden, nämlich wegen der Rolle, die wir in der Geisterwelt gespielt haben, ehe wir hierher kamen. Wir wurden dazu erwählt, genau zu dieser Zeit hervorzukommen, und wir sind für die Unsterblichkeit bestimmt, so wie alle Jugend- lichen dieser Kirche. Auch wir sollten „feststellen, dass alles, was nicht ewig ist, zu kurz und alles, was nicht unendlich ist, zu klein ist“, als dass wir uns danach bücken sollten. 6

Ich möchte jetzt aus dem 132. Abschnitt des Buches Lehre und Bündnisse vorlesen: … „Und weiter, wahrlich, ich sage dir: Wenn ein Mann eine Frau heiratet, und zwar durch mein Wort, nämlich mein Gesetz, und durch den neuen und immerwährenden Bund, und sie werden vom Heiligen Geist der Verheißung gesiegelt“, hier überschlage ich ein paar Worte, damit der Sinn deutlich wird, „dann wird ihnen alles geschehen, was mein Knecht ihnen zugebilligt hat – in der Zeit und in aller Ewigkeit; und ihr Bund wird voll in Kraft sein, wenn sie außer der Welt sind, und sie werden an den Engeln und den Göttern, die dort hingestellt sind, vorbeigehen zu ihrer Erhöhung und Herrlichkeit.“ Und jetzt hören Sie sich dies an: „Diese Herrlichkeit wird eine Fülle sowie ein Weiterbestand der Nachkommen sein, für immer und immer.“ [LuB 132:19.]

Der Prophet Joseph Smith hat gesagt, dies bedeute, dass diejenigen, die im neuen und immerwährenden Bund geheiratet haben und ihren Bündnissen treu waren, wieder als Mann und Frau zusammenleben können, wenn sie auferstanden sind, und dass sie dann, wie er es hier nennt, einen Weiterbestand der Nachkommen haben. Und was bedeutet das? Ich will noch eine weitere Schriftstelle vorlesen. …

„In der celestialen Herrlichkeit gibt es drei Himmel oder Grade, und um den höchsten zu erlangen, muss man in diese Ordnung des Priestertums [nämlich den neuen und immerwährenden Bund der Ehe] eintreten.

Tut jemand das nicht, so kann er ihn nicht erlangen. Er kann in einen anderen eingehen, aber das ist das Ende seines Reiches.“ Und beachten Sie dies: „Er kann keine Vermehrung haben.“ [LuB 131:1–4.]

Was für eine Vermehrung? Eine Vermehrung der Nachkommen. Mit anderen Worten: durch Gehorsam gegenüber seinem göttlichen Gebot erhalten wir Menschen hier die Macht, in der Erschaffung eines Menschen mit Gott zusammenzuwirken und dann über das Grab hinaus ewige Vermehrung zu haben – in einer Familie – nachdem diese Erde ihr Werk vollendet hat.

… Und nun sagt er, in Bezug auf jene auferstandenen Wesen, die den Bund der heiligen Ehe gehalten haben und durch den Heiligen Geist der Verheißung gesiegelt sind: „Dann werden sie Götter sein, weil sie kein Ende haben; darum werden sie von Unendlichkeit zu Unendlichkeit sein, weil sie weiterbestehen; dann werden sie über allem sein, weil ihnen alles dienstbar ist. Dann werden sie Götter sein, weil sie alle Macht haben und die Engel ihnen dienstbar sind.“ [LuB 132:20.] …

… Mögen wir so leben, dass alle, die mit uns sind, nicht nur uns sehen, sondern auch das Göttliche in uns, das von Gott kommt, und mögen wir, mit dem vor Augen, was wir sind und was wir werden können, die Kraft finden, höher und immer höher zu klettern, hin zu jenem erhabenen Ziel ewigen Lebens. Darum bete ich demütig im Namen des Herrn Jesus Christus, amen. 7

Anregungen für Studium und Diskussion

  • Was hat Ihr Zeugnis davon gestärkt, dass Gott Ihr Vater ist?

  • Warum erfüllen die Menschen manchmal die Arbeit, zu der sie vorherordiniert sind, hier auf der Erde nicht?

  • Was ist Entscheidungsfreiheit? Warum brauchen wir Gegensätze, um unsere Entscheidungsfreiheit ausüben zu können?

  • Inwiefern beeinflusst die Erkenntnis unseres ewigen Potentials unser tägliches Verhalten?

  • Was schenkt Ihnen die Kraft für das Bemühen, „ höher und immer höher zu klettern, hin zu jenem erhabenen Ziel ewigen Lebens“?

Quellenangaben anzeigen

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    1. Ansprache anlässlich der Trauerfeier für Edwin Marcellus Clark, 5. April 1955, Harold Bingham Lee Addresses (1939–73), Archiv der Geschichtsabtei- lung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, 11.

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    2. „Who Am I?“, Ansprache an der Grant Stake Senior Aaronic School, 18. Februar 1957, Archiv der Geschichtsabteilung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, 4–7.

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    3.  Discussions for Successful Living (1973), 168f.

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    4. „Who Am I?“ 9–10.

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    5.  The Teachings of Harold B. Lee, Hg. Clyde J. Williams (1996), 30.

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    6.  The Teachings of Harold B. Lee, 73.

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    7. „Who Am I?“ 11–12, 14.