Kapitel 1: Jesus Christus – unser einziger Weg zu Hoffnung und Freude

Lehren der Präsidenten der Kirche: Howard W. Hunter, (2015), 41–52


„Wenn unser Leben und unser Glaube auf Jesus Christus und sein wiederhergestelltes Evangelium gegründet sind, kann nichts auf Dauer schiefgehen.“

Aus dem Leben von Howard W. Hunter

Präsident Howard W. Hunter sprach immer wieder darüber, dass man nur dann wahren Frieden, Heilung und Glück erlangen kann, wenn man sich bemüht, Jesus Christus kennenzulernen und ihm nachzufolgen. Präsident Hunter lehrte, dass „der Weg Christi nicht nur der richtige Weg ist, sondern letztlich der einzige Weg zu Hoffnung und Freude“1.

Ebenso gab Präsident Hunter unerschrocken Zeugnis von der göttlichen Mission des Erretters. „Als ordinierter Apostel und besonderer Zeuge Christi gebe ich Ihnen feierlich Zeugnis, dass Jesus Christus tatsächlich der Sohn Gottes ist“, erklärte er. „Er ist der Messias, von dem die Propheten des Alten Testaments prophezeit haben. Er ist die Hoffnung Israels; für sein Kommen hatten die Kinder Abrahams, Isaaks und Jakobs bei ihrer vorgeschriebenen Gottesverehrung jahrhundertelang gebetet. …

Ich bezeuge dies durch die Macht des Heiligen Geistes. Ich weiß, dass Christus lebt, als ob ich ihn mit meinen eigenen Augen gesehen und mit meinen eigenen Ohren gehört hätte. Ich weiß auch, dass der Heilige Geist die Wahrheit meines Zeugnisses im Herzen all derer bestätigen wird, die gläubig zuhören.“2

Präsident Hunter fühlte sich zu den Orten hingezogen, an denen Jesus gewirkt hatte, und reiste über zwei Dutzend Mal ins Heilige Land. Elder James E. Faust vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Jerusalem war für ihn wie ein Magnet. … Sein Verlangen, dort zu sein, wo der Herr gelebt und gelehrt hatte, schien unersättlich. Er mochte alles, was es dort zu sehen und zu hören gab. Vor allem liebte er Galiläa. Aber an einem Ort war er doch am allerliebsten. Immer wieder sagte er:,Gehen wir doch noch einmal zum Gartengrab ‒ um der alten Zeiten willen.‘ Da saß er dann und dachte nach, als ob er durch den Schleier zwischen sich und dem Heiland hindurchsähe.“3

Christ holding lamb

Wie oft denken wir an den Heiland? Wie gründlich und mit wie viel Dankbarkeit und Bewunderung sinnen wir über sein Leben nach? Nimmt er in unserem Leben wirklich eine zentrale Rolle ein?

Lehren von Howard W. Hunter

1

Wir müssen Christus besser als bisher kennenlernen und öfter als bisher an ihn denken

Die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage singen andächtig:

Jesus, wenn ich nur denk an dich,
füllt sich mein Herz mit Freud.
Wie schön, einst Aug in Aug zu sehn
dich in der Herrlichkeit! …

Wie oft denken wir an den Heiland? Wie gründlich und mit wie viel Dankbarkeit und Bewunderung sinnen wir über sein Leben nach? Nimmt er in unserem Leben wirklich eine zentrale Rolle ein?

Wie viel Zeit widmen wir Jesus beispielsweise an einem normalen Tag, in einer Arbeitswoche oder einem flüchtigen Monat? Manche von uns vielleicht nicht genug.

Das Leben wäre doch gewiss friedlicher, Ehen und Familien wären stärker, in Nachbarschaften und Ländern würde es sicherer, freundlicher und konstruktiver zugehen, wenn sich unser Herz durch das Evangelium Jesu Christi mehr mit Freude füllen könnte.

Wenn wir nicht mehr auf die Gedanken unseres Herzens achtgeben, frage ich mich, welche Hoffnung wir darauf haben, jene größere Freude, jenen höheren Preis zu erlangen, nämlich ihn „einst Aug in Aug zu sehn in der Herrlichkeit“.

Wie er es vor vielen Jahren nach seinem triumphalen Einzug in Jerusalem tat, fragt Jesus auch einen jeden von uns jeden Tag in unserem Leben und zu jeder Jahreszeit …: „Was denkt ihr über den Messias? Wessen Sohn ist er?“ (Matthäus 22:42.)

Wir verkünden, dass er der Sohn Gottes ist, und die Tatsache, dass das wirklich wahr ist, muss unser Innerstes häufiger bewegen.4

Wir müssen Christus besser als bisher kennenlernen, öfter als bisher an ihn denken und ihm tapferer als bisher dienen. Dann werden wir Wasser trinken, das uns zur sprudelnden Quelle des ewigen Lebens wird, und das Brot des Lebens essen.5

Christ teaching group

Mögen wir hingebungsvollere und diszipliniertere Nachfolger Christi sein. Mögen wir ihn in Gedanken in Ehren halten und seinen Namen mit Liebe aussprechen.

2

Jesus ist unsere einzige wahre Quelle von Hoffnung und dauerhafter Freude

Du bist die Hoffnung für mein Herz,
der Armen Freud und Glück.
Du führest bald aus aller Not
zum Vater uns zurück.

Welch wunderschöner Text und welch hoffnungsvolle, im Evangelium Christi verankerte Botschaft! Gibt es unter uns jemanden, welche Stellung er auch einnehmen möge, der keine Hoffnung braucht und sich nicht nach größerer Freude sehnt? Dies sind die Bedürfnisse und Sehnsüchte der gesamten Menschheit, und es sind die Verheißungen Christi an diejenigen, die ihm nachfolgen. Jedes reuige Herz empfängt Hoffnung, und jeder Sanftmütige Freude.

Reue hat ihren Preis – wir müssen unseren Stolz und unsere Gefühllosigkeit aufgeben, vor allem aber müssen wir unsere Sünden aufgeben. Denn das ist, wie König Lamonis Vater schon vor zweitausend Jahren erkannte, der Preis für wahre Hoffnung. „O Gott“, rief er aus, „wollest du dich mir kundtun, und ich werde alle meine Sünden aufgeben, um dich zu erkennen und damit ich von den Toten auferweckt und am letzten Tag errettet werde.“ (Alma 22:18.) Wenn auch wir bereit sind, alle unsere Sünden aufzugeben, um ihn zu erkennen und ihm nachzufolgen, dann werden auch wir von der Freude des ewigen Lebens erfüllt.

Und was ist mit den Sanftmütigen? In unserer Welt, in der es zu sehr darum geht, durch Einschüchterung zu gewinnen und die Nummer Eins zu sein, bilden sich keine langen Schlangen von Menschen, die Bücher kaufen wollen, die zu bloßer Sanftmut aufrufen. Aber die Sanftmütigen werden die Erde ererben, was eine ziemlich eindrucksvolle Geschäftsübernahme ist – und das ohne Einschüchterung! Früher oder später, und wir beten darum, dass es früher sein möge, wird jeder eingestehen, dass der Weg Christi nicht nur der richtige Weg ist, sondern letztlich der einzige Weg zu Hoffnung und Freude. Jedes Knie wird sich beugen und jede Zunge bekennen, dass Sanftmut besser ist als Brutalität, Güte besser als Zwang, und dass eine sanfte Stimme die Erregung dämpft. Am Ende – oder früher, wann immer das möglich ist – müssen wir ihm ähnlicher sein. …

Erlöser du der ganzen Welt,
du Trost in allem Leid,
dir dienen wir und preisen dich
jetzt und in Ewigkeit.

Darum bete ich heute Morgen und wünsche es aller Welt. … Ich bezeuge, dass Jesus die einzig wahre Quelle anhaltender Freude ist und dass wir nur in ihm auf Dauer Frieden finden können. Ich wünsche mir, dass wir ihn jetzt preisen, dass er jetzt unsere Herrlichkeit ist – die Herrlichkeit, nach der wir uns alle sehnen, und der einzige Preis, den Menschen und Nationen dauerhaft wertschätzen können. Jetzt und in Ewigkeit ist er unser Preis. Jeder andere Preis ist letzten Endes wertlos. Jegliche andere Herrlichkeit vergeht mit der Zeit und löst sich mit den Elementen auf. Am Ende werden wir … keine wahre Freude kennen außer in Christus. …

Mögen wir hingebungsvollere und diszipliniertere Nachfolger Christi sein. Mögen wir ihn in Gedanken in Ehren halten und seinen Namen mit Liebe aussprechen. Mögen wir sanftmütig und barmherzig vor ihm knien. Mögen wir unseren Mitmenschen ein Segen sein und ihnen dienen, damit sie das Gleiche tun mögen.6

3

Was die Welt am meisten benötigt, ist ein aktiver und aufrichtiger Glaube an den Erretter und seine Lehren

Manche behaupten, es sei altmodisch, an die Bibel zu glauben. Ist es altmodisch, an Gott und an Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, zu glauben? Ist es altmodisch, an sein Sühnopfer und an die Auferstehung zu glauben? Wenn dem so ist, dann erkläre ich, dass die Kirche sowie ich selbst altmodisch sind. Auf ganz einfache Weise brachte der Herr denen, die ihren Glauben an ihn ausübten, die Grundsätze des ewigen Lebens und die Lektionen, die einen glücklich machen, näher. Es erscheint mir nicht vernünftig, zu meinen, diese Lehren des Herrn müssten modernisiert werden. In seiner Botschaft ging es um ewig gültige Grundsätze.7

Was die Welt zur Zeit – und das gilt auch für alle früheren und künftigen Zeitalter – am meisten benötigt, ist ein aktiver und aufrichtiger Glaube an die grundlegenden Lehren von Jesus von Nazareth, dem lebendigen Sohn des lebendigen Gottes. Weil diese Lehren von vielen verworfen werden, haben diejenigen, die aufrichtig an das Evangelium Jesu Christi glauben, umso mehr Grund, zu verkünden, dass es wahr ist, und durch ihr Beispiel zu zeigen, welche Kraft und welcher Friede mit einem rechtschaffen und sanftmütig geführten Leben einhergehen. …

Wie sollen wir uns verhalten, wenn wir beleidigt, missverstanden, ungerecht oder unfreundlich behandelt werden oder wenn sich jemand an uns versündigt? Was sollen wir tun, wenn jemand, den wir lieb haben, uns kränkt, wenn wir bei der Beförderung übergangen werden, wenn man uns fälschlicherweise beschuldigt oder wenn unsere Beweggründe auf unfaire Weise in Frage gestellt werden?

Schlagen wir zurück? Fahren wir noch schwereres Geschütz auf? Fordern wir Auge um Auge und Zahn um Zahn, oder … erkennen wir, dass wir dadurch blind werden und unsere Zähne verlieren? …

In der Erhabenheit seines Lebens und in dem, was er gelehrt hat, hat Christus uns viele Ratschläge erteilt, die immer mit festen Verheißungen verbunden waren. Er hat mit einer Würde und Vollmacht gelehrt, die die Gebildeten und die Unwissenden, die Reichen und die Armen, die Gesunden und die Kranken mit Hoffnung erfüllt hat.8

Bemühen Sie sich, ein persönliches Zeugnis von Jesus Christus und dem Sühnopfer zu entwickeln. Jeder von uns sollte sich mit dem Leben Christi befassen und sich um ein Zeugnis von ihm bemühen. Wenn wir seine Mission und sein Sühnopfer verstehen, werden wir den Wunsch haben, mehr wie er zu leben.9

Christ on boat with Apostles

Der Erretter kann die Stürme in unserem Leben besänftigen.

4

Wenn wir Glauben an den Heiland ausüben, glättet er die Wogen in unserem Leben

Wir alle haben schon plötzliche Stürme erlebt. Einige von ihnen … können heftig, beängstigend oder sogar zerstörerisch sein. Als Einzelner, als Familie, als Stadt, als Land und auch als Kirche haben wir schon erlebt, wie plötzlich heftige Stürme hereingebrochen sind, sodass wir uns gefragt haben: „Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?“ (Markus 4:38.) Und in der Stille nach dem Sturm vernehmen wir auf die eine oder die andere Weise immer wieder diese Worte: „Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ (Markus 4:40.)

Keiner von uns möchte sich eingestehen, dass er keinen Glauben hat, aber ich nehme an, dass wir den sachten Tadel des Herrn hier doch verdient haben. Der große Jehova, von dem wir sagen, dass wir ihm vertrauen, und dessen Namen wir auf uns genommen haben, hat gesagt: „Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser.“ (Genesis 1:6.) Und er war es auch, der sagte: „Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde.“ (Genesis 1:9.) Außerdem war er es, der das Rote Meer teilte, sodass die Israeliten auf trockenem Boden hindurch konnten. (Siehe Exodus 14:21,22.) Da sollte es nicht überraschen, dass er ein paar Elementen gebieten konnte, die auf dem See Gennesaret tobten. Unser Glaube sollte uns daran erinnern, dass er auch die Wogen in unserem Leben glätten kann. …

Wir alle erleben Widrigkeiten im Leben. Ich glaube, damit können wir sicher rechnen. Manches, was uns widerfährt, kann mit großer Gewalt hereinbrechen und uns schaden oder gar zerstören. Manches stellt vielleicht unseren Glauben an einen liebenden Gott auf die Probe, der die Macht hat, uns zu helfen.

Denen, die sich fürchten, möchte er, der unser aller Vater ist, sagen: „Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?“ Und natürlich ist damit der Glaube für unsere ganze Reise gemeint, für alles, was uns widerfährt, bis an unser Lebensende, nicht nur für dann und wann oder stürmische Momente. …

Jesus hat gesagt: „In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“ (Johannes 16:33.)10

5

Wenn wir den Erlöser zum Mittelpunkt unseres Lebens machen, brauchen wir uns nicht zu fürchten, denn dann werden sich unsere Sorgen in Freude verwandeln

Ich weiß genug über Ihr geschäftiges und hektisches Leben, um mir darüber bewusst zu sein, dass Sie manchmal der Mut verlässt. Vielleicht machen Sie sich von Zeit zu Zeit auch ein wenig Sorgen. Das kenne ich sehr gut. …

Meine heutige Botschaft an Sie lautet: „Fürchtet euch nicht, kleine Herde.“ Ich möchte Ihnen Mut machen, sich an den großen Segnungen des Lebens zu erfreuen. Ich möchte Sie einladen, die große Begeisterung zu erleben, die mit dem Leben des Evangeliums und der Liebe des Vaters im Himmel verbunden ist. Das Leben ist wunderbar, selbst in den schweren Zeiten, und überall entlang des Wegs warten Glück, Freude und Frieden, die uns in unbegrenztem Maße zuteilwerden, wenn unsere Reise abgeschlossen ist.

Natürlich gibt es auch vieles, worüber wir uns Sorgen machen – und manches davon ist auch sehr ernst –, aber deshalb sprechen wir über Evangeliumsbegriffe wie Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe. Als Heilige der Letzten Tage genießen wir das „Leben … in Fülle“ und versuchen, unsere Segnungen und Chancen hervorzuheben und gleichzeitig die Enttäuschungen und Sorgen gering zu halten. „Forscht eifrig, betet immer und seid gläubig“, heißt es in den heiligen Schriften, „dann wird alles zu eurem Guten zusammenwirken.“ (LuB 90:24.) Ich möchte Sie an diese Verheißung erinnern. …

Bedenken Sie bitte eines: Wenn unser Leben und unser Glaube auf Jesus Christus und sein wiederhergestelltes Evangelium gegründet sind, kann nichts auf Dauer schiefgehen. Andererseits: Wenn unser Leben nicht auf den Erretter und auf seine Lehren gegründet ist, kann kein anderweitiger Erfolg auf Dauer richtig sein. …

Wir alle kämpfen manchmal mit gesundheitlichen Problemen, und manche tun das ständig. Krankheit gehört zur Last des Erdenlebens. Haben Sie Glauben und eine positive Einstellung. Die Macht des Priestertums ist echt, und es gibt immens viel Gutes im Leben, auch wenn wir körperlich zu kämpfen haben. Es ist eine Freude, zu wissen, dass es nach der Auferstehung keine Verletzungen und keine Krankheiten geben wird.

Einige unserer Sorgen können in Form von Versuchungen auftreten. Andere können schwierige Entscheidungen hinsichtlich unserer Ausbildung, beruflichen Laufbahn, Finanzen oder Ehe sein. Was auch immer Ihre Last ist, in Christus finden Sie die Kraft, die Sie benötigen. Jesus Christus ist Alpha und Omega, er ist buchstäblich der Anfang und das Ende. Er ist vom Anfang bis zum Ende bei uns, daher übernimmt er in unserem Leben mehr als die Rolle eines Zuschauers. …

Wenn das Joch, das uns bedrückt, die Sünde selbst ist, bleibt die Botschaft dennoch gleich. Christus kennt die volle Last unserer Sünden, denn er hat sie zuerst getragen. Wenn unsere Last nicht durch Sünde oder Versuchung, sondern durch Krankheit, Armut oder Zurückweisung verursacht wurde, trifft das Gleiche zu. Er versteht alles. …

Er hat für so viel mehr gelitten als für unsere Sünden. Er, den Jesaja als „Mann voller Schmerzen“ bezeichnet hat (Jesaja 53:3; siehe auch Mosia 14:3), kennt jedes Problem, mit dem wir konfrontiert werden, ganz genau, weil er sich dafür entschieden hat, die volle Last all unserer Sorgen und Schmerzen auf sich zu nehmen. …

Brüder und Schwestern, Sie haben viele verschiedene Sorgen und Herausforderungen, und das wird auch so bleiben, aber nehmen Sie das Leben voller Freude und Glauben an. Studieren Sie regelmäßig in den heiligen Schriften. Beten Sie inniglich. Hören Sie auf die Stimme des Geistes und auf die Propheten. Tun Sie alles in Ihrer Macht, um anderen zu helfen. Dann werden Sie großes Glück finden. Eines herrlichen Tages werden all Ihre Sorgen in Freude verwandelt werden.

Joseph Smith schrieb den Heiligen, denen Leid widerfuhr, aus seiner Zelle im Gefängnis von Liberty:

Lasst uns frohgemut alles tun, was in unserer Macht liegt, und dann mögen wir mit größter Zuversicht ruhig stehen, um die Errettung Gottes zu sehen, und dass sein Arm offenbar werde. [LuB 123:17; Hervorhebung hinzugefügt.]

[In den Worten des Herrn an den Propheten Joseph Smith:]

Fürchtet euch nicht, kleine Herde; tut Gutes; lasst Erde und Hölle sich gegen euch verbinden, denn wenn ihr auf meinem Felsen gebaut seid, können sie euch nicht überwältigen. …

Blickt in jedem Gedanken auf mich; zweifelt nicht, fürchtet euch nicht.

Seht die Wunden, die meine Seite durchbohrten, und auch die Nägelmale in meinen Händen und Füßen; seid treu, haltet meine Gebote, dann werdet ihr das Himmelreich ererben. [LuB 6:34-37.]11

Anregungen für Studium und Unterricht

Fragen

  • Überlegen Sie sich, wie Sie Präsident Hunters Fragen in Abschnitt 1 beantworten würden. Wie können wir Jesus Christus mehr in den Mittelpunkt unseres Lebens rücken? Wie können wir ihn mehr in den Mittelpunkt unserer Familie rücken? Wie können wir Christus besser kennenlernen?

  • Was müssen wir tun, um die Hoffnung, die Freude und den Frieden zu empfangen, die Christus uns bietet? (Siehe Abschnitt 2.) Wann haben Sie schon einmal die Hoffnung, den Frieden und die Freude verspürt, die vom Heiland kommen?

  • Warum, glauben Sie, ist das, was die Welt am meisten benötigt, ein aktiver und aufrichtiger Glaube an die grundlegenden Lehren von Jesus von Nazareth? (Siehe Abschnitt 3.) Wie können Sie Ihren Glauben an die Lehren Christi zeigen, wenn Sie beleidigt, missverstanden, ungerecht oder unfreundlich behandelt werden oder wenn sich jemand an Ihnen versündigt?

  • Was können wir aus Präsident Hunters Aussagen über Furcht und Glauben lernen? (Siehe Abschnitt 4.) Wie kann der Glaube uns helfen, Furcht zu überwinden? Denken Sie an Situationen, in denen der Heiland die Stürme in Ihrem Leben besänftigt hat, als Sie Glauben an ihn ausgeübt haben.

  • Inwiefern kann uns Präsident Hunters Rat in Abschnitt 5 dabei helfen, „das Leben voller Freude“ anzunehmen, selbst wenn wir Kummer, Enttäuschungen und Krankheit erleben? Wie können wir eine ewige Perspektive entwickeln? Inwiefern hat der Erretter Ihnen schon geholfen, ein Leben in Fülle zu haben?

Einschlägige Schriftstellen

Matthäus 11:28-30; Johannes 14:6; 2 Nephi 31:19-21; Alma 5:14-16; 7:10-14; 23:6; Helaman 3:35; 5:9-12; LuB 50:40-46; 93:1

Studienhilfe

„Achten Sie beim Studium genau auf Gedanken, die Ihnen in den Sinn kommen, und Gefühle, die Ihnen ins Herz dringen – insbesondere, was die Menschen betrifft, die Sie unterweisen.“ (Verkündet mein Evangelium!, Seite 21.) Sie könnten die Eingebungen, die Sie empfangen, niederschreiben, auch wenn diese scheinbar nichts mit dem Gelesenen zu tun haben. Es handelt sich dabei vielleicht genau um das, was der Herr Ihnen offenbaren möchte.

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    „Jesus, the Very Thought of Thee“, Ensign, Mai 1993, Seite 65

  2.   2.

    „An Apostle’s Witness of Christ“, Ensign, Januar 1984, Seite 70

  3.   3.

    James E. Faust, „Howard W. Hunter: Man of God“, Ensign, April 1995, Seite 27

  4.   4.

    „Jesus, the Very Thought of Thee“, Seite 63f.

  5.   5.

    „What Manner of Men Ought Ye to Be?“, Ensign, Mai 1994, Seite 64; siehe auch „He Invites Us to Follow Him“, Ensign, September 1994, Seite 5

  6.   6.

    „Jesus, the Very Thought of Thee“, Seite 64f.

  7.   7.

    Aus Howard W. Hunter von Eleanor Knowles, 1994, Seite 318

  8.   8.

    „The Beacon in the Harbor of Peace“, Ensign, November 1992, Seite 18

  9.   9.

    The Teachings of Howard W. Hunter, Hg. Clyde J. Williams, Seite 30

  10.   10.

    „Master, the Tempest Is Raging“, Ensign, November 1984, Seite 33ff.

  11.   11.

    „Fear Not, Little Flock“, Ansprache an der Brigham-Young-Universität am 14. März 1989, Seite 1f., 4f; speeches.byu.edu