Kapitel 16: Kinder in Licht und Wahrheit aufziehen

Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Fielding Smith, 2013


Die Verantwortung, was die Unterweisung der Kinder in der Kirche angeht, liegt in erster Linie bei der Familie

Aus dem Leben von Joseph Fielding Smith

Präsident Joseph Fielding Smith beschrieb seinen Vater, Präsident Joseph F. Smith, als „jemanden, zu dem ich mehr Vertrauen hatte als zu sonst jemandem, den ich auf dieser Welt kannte“1. Er erwähnte, dass sein Vater regelmäßig die Familie um sich scharte und „seine Kinder in den Grundsätzen des Evangeliums unterwies. Sie freuten sich alle, mit ihm zusammen zu sein, und waren dankbar für die Ratschläge und Belehrungen, die er ihnen gab. … Sie haben nie vergessen, was er sie gelehrt hat; die Erinnerung daran haftet in ihrem Gedächtnis und wird dort wohl für immer verbleiben.“2 Außerdem sagte er: „Mein Vater war der liebevollste Mann, den ich gekannt habe. … Zu meinen schönsten Erinnerungen gehören die Stunden, in denen ich bei ihm gesessen habe − als wir über Evangeliumsgrundsätze gesprochen haben und er mich auf die ihm eigene, unnachahmliche Art unterwiesen hat. Auf diese Weise wurde die Grundlage meiner eigenen Erkenntnis der Wahrheit gelegt, sodass auch ich sagen kann: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und dass Joseph Smith ein Prophet des lebendigen Gottes war, ist und immer sein wird.“3

Joseph Fielding Smith hat auch liebevoll über seine Mutter, Julina L. Smith, und ihre Belehrungen gesprochen. Er sagte: „Schon als ich ein kleiner Junge war, lehrte mich meine Mutter, den Propheten Joseph Smith und meinen Erlöser zu lieben. … Ich bin dankbar für die Belehrung, die ich erhielt, und ich habe mich stets bemüht, den Rat, den ich von meinem Vater erhielt, zu befolgen. Er ist aber nicht der Einzige, dem Anerkennung gebührt. Ich glaube, ein großer Teil – ein sehr großer Teil – dieses Verdiensts gehört meiner Mutter, auf deren Schoß ich die Geschichten von den Pionieren hörte. … Sie belehrte mich und gab mir, als ich alt genug war und lesen lernte, Bücher in die Hand, die ich verstehen konnte. Sie lehrte mich, zu beten [und] meinen Bündnissen und Verpflichtungen treu zu sein, meinen Pflichten als Diakon und Lehrer … und später als Priester nachzukommen. … Ich hatte eine Mutter, die dafür sorgte, dass ich las, und ich las sehr gerne.“4

Als Joseph Fielding Smith Vater wurde, folgte er dem Beispiel seiner Eltern. Seine Tochter Amelia berichtet:

„Vater war der vollkommene Schüler und Lehrer, er belehrte uns nicht nur anhand seines gewaltigen Wissens, sondern ermutigte uns auch, selbst zu lernen. …

Er befolgte bei seinen Kindern den Rat in LuB 93:40: ‚Ich aber habe euch geboten, eure Kinder in Licht und Wahrheit aufzuziehen.‘

Er belehrte uns am Frühstückstisch, indem er uns Geschichten aus der Schrift erzählte, und er besaß die Fähigkeit, jede Geschichte so zu erzählen, dass sie stets neu und aufregend klang, auch wenn wir sie schon oftmals gehört hatten. Noch heute erinnere ich mich daran, wie gespannt ich darauf war, ob die Soldaten des Pharaos den goldenen Becher in Benjamins Getreidesack finden würden. Wir lernten, wie Joseph Smith die Platten aus Gold fand und wie ihm Gottvater und sein Sohn erschienen. Wenn Vater Zeit hatte, uns zur Schule zu bringen, erzählte er uns unterwegs weitere Geschichten. Und wenn wir auf dem Weg zur Schule am [Salt-Lake-]Tempel vorbeigingen, erzählte er uns vom Engel Moroni. Wir lernten, dass der Tempel ein ganz besonderer Ort ist, dass man gut sein muss, um dorthin zu gehen, und dass eine Ehe, die dort geschlossen wird, auf ewig Bestand hat. Er belehrte uns durch das, worum er im Familiengebet betete, wenn wir uns vor dem Frühstuck und dann wieder vor dem Abendessen neben unserem Stuhl hinknieten. …

Heute erbauen und stärken seine Worte nicht nur seine Nachkommen, sondern auch unzählige treue Mitglieder der Kirche. Welch großer Vorzug und welch großer Segen es doch war, seine Tochter zu sein!“5

Präsident Joseph Fielding Smith und seine Urenkelin Shanna McConkie

Lehren von Joseph Fielding Smith

1

Um dem Einfluss des Widersachers zu widerstehen, müssen Eltern ihre Kinder in Licht und Wahrheit aufziehen

Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig Einigkeit in der Familie – Liebe und Rücksichtnahme – ist. Der geistige Zusammenhalt in der Familie ist die sichere Grundlage, auf der Kirche und Gesellschaft gedeihen. Der Widersacher ist sich dieser Tatsache sehr bewusst und wendet heute mehr denn je jede schlaue Taktik, jede Einflussnahme und jede ihm zur Verfügung stehende Macht an, um diese ewige Einrichtung zu untergraben und zu zerstören. Die einzige Möglichkeit, diese teuflische Zerstörung aufzuhalten, liegt darin, in der Familie das Evangelium Jesu Christi anzuwenden.6

Es gibt viele große und echte Gefahren, mit denen wir rechnen müssen, und mehr betroffen als von allen anderen zusammengenommen sind wir von denen, die mit unseren Kindern zu tun haben. Das Zuhause und sein Einfluss bieten den einzigen wahren Schutz und die einzige angemessene Verteidigung.7

Wir müssen unsere Kinder lehren, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, sonst werden sie in vielerlei Hinsicht nicht verstehen können, warum sie sich nicht einem Verhalten hingeben dürfen, wie es bei ihren Nachbarn gang und gäbe ist. Wenn sie nicht in den Lehren der Kirche unterwiesen werden, verstehen sie vielleicht nicht, was so schlimm daran sein sollte, sonntags zu einem Konzert, ins Theater, ins Kino, zu einem Ballspiel oder etwas Ähnlichem zu gehen, wenn ihre Spielkameraden hemmungslos an solchen Aktivitäten, die der Herr an seinem heiligen Tag verbietet, teilnehmen und sogar dazu ermutigt werden. Die Eltern sind dafür verantwortlich, ihre Kinder richtig zu belehren, [und] der Herr verurteilt die Eltern, wenn ihre Kinder außerhalb des Einflusses der Grundsätze des Evangeliums unseres Herrn Jesus Christus aufwachsen.8

Der Herr hat uns allen geboten, unsere Kinder in Licht und Wahrheit aufzuziehen. Da, wo dieser Geist zugegen ist, gibt es keine Missstimmung, keinen Ungehorsam und keine Vernachlässigung heiliger Pflichten.9

2

Die Unterweisung der Kinder liegt in erster Linie im Verantwortungsbereich der Eltern

Gottvater hat seinen Anspruch auf die Kinder, die in diese Welt kommen, nie aufgegeben. Sie sind immer noch seine Kinder. Er hat sie in die Obhut sterblicher Eltern gegeben – mit der Ermahnung, sie in Licht und Wahrheit aufzuziehen. Die Verantwortung, ihre Kinder in Licht und Wahrheit aufzuziehen, ruht in erster Linie auf den Eltern.10

Die Verantwortung, was die Unterweisung der Kinder in der Kirche angeht, liegt in erster Linie bei der Familie. Es ist die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder in Licht und Wahrheit aufzuziehen, und der Herr hat verkündet, dass sie sich in dem Maße, in dem sie dies nicht tun, vor dem Richterstuhl dafür verantworten müssen.11

In einer Offenbarung an die Kirche, die 1831 gegeben wurde, hat der Herr verkündet:

„Und weiter: Wenn Eltern in Zion oder einem seiner organisierten Pfähle Kinder haben und sie nicht lehren, die Lehre von der Umkehr, vom Glauben an Christus, den Sohn des lebendigen Gottes, und von der Taufe und der Gabe des Heiligen Geistes durch Händeauflegen zu verstehen, wenn sie acht Jahre alt sind, so sei die Sünde auf dem Haupt der Eltern.

Denn dies soll für die Einwohner Zions und in einem jeden seiner organisierten Pfähle ein Gesetz sein.“ [LuB 68:25,26.] …

Das ist es, was der Herr von uns verlangt.12

Wenn Eltern ihre Kinder nicht in Wort und Tat belehren, sind sie für das, was ihre Kinder tun, verantwortlich.

Wenn Eltern alles in ihrer Macht Stehende unternommen haben, um ihre Kinder durch Wort und Tat in der Wahrheit zu belehren und die Kinder dann doch davon abweichen, werden die Eltern nicht dafür zur Verantwortung gezogen. Die Sünde liegt dann auf den Kindern.13

3

Die Kirche unterstützt die Eltern in ihrem Bemühen, ihre Kinder zu unterweisen

Die Hauptverantwortung dafür, das zu tun, was zur Errettung führt, trägt jeder selbst. Wir sind alle auf die Welt gekommen, um uns in den Prüfungen des Erdenlebens zu bewähren. Wir sind hier, um zu sehen, ob wir die Gebote halten und die Welt überwinden, und wir müssen alles in unserer Macht Stehende selbst tun.

In zweiter Linie ist unsere Familie für unsere Errettung verantwortlich. Die Eltern müssen ihren Kindern ein Vorbild sein und ihnen den Weg weisen. Ihnen ist geboten, ihre Kinder in Licht und Wahrheit aufzuziehen, sie im Evangelium zu unterweisen und ein gutes Beispiel zu setzen. Von den Kindern wird erwartet, dass sie ihren Eltern gehorchen und sie achten und respektieren.

Die Kirche und ihre Organe stellen letztlich eine Dienstorganisation dar, die der Familie und dem Einzelnen hilft.14

„Die Kirche und ihre Organe stellen letztlich eine Dienstorganisation dar, die der Familie und dem Einzelnen hilft.“

Ich bitte Sie, meine lieben Brüder und Schwestern, Ehemänner und Ehefrauen, Väter und Mütter, jede Gelegenheit zu ergreifen, die die Kirche bietet, Ihre Kinder in den verschiedenen Organisationen, die die Kirche durch Offenbarung vom Herrn für sie eingerichtet hat – Primarvereinigung, Sonntagsschule, Gemeinschaftliche Fortbildungsvereinigung [Junge Männer und Junge Damen] und die Kollegien des geringeren Priestertums unter der Leitung unserer Bischofschaften – unterweisen zu lassen. …

Wo auch immer dies möglich ist, bieten wir auch das Seminar und das Institut an. … Brüder und Schwestern, schicken Sie Ihre Kinder zum Seminar. Junge Erwachsene, die in ihrer Jugend gut geschult worden sind, werden dann im entsprechenden Alter auch das Institut der Kirche besuchen.15

4

Die Eltern müssen alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, damit ihre Kinder das Evangelium Jesu Christi verstehen und leben

Die Stärke der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage liegt im persönlichen Zeugnis des Einzelnen, und so wird es immer sein. Das Zeugnis wird am Besten in der Familie genährt. … Die Familie muss sich darum bemühen, dass jeder ein Zeugnis erlangt und es behält. Vernachlässigen Sie nichts, was dazu beiträgt, das Zeugnis Ihrer Angehörigen zu stärken.16

Wir müssen [die Kinder], so gut wir können, vor den Sünden und der Schlechtigkeit der Welt schützen, damit sie nicht von den Wegen der Wahrheit und Rechtschaffenheit abirren.17

Helfen Sie Ihren Kindern mit allen Mitteln und so gut Sie können, mit Erkenntnis vom Evangelium Jesu Christi aufzuwachsen. Bringen Sie ihnen das Beten bei. Lehren Sie sie, das Wort der Weisheit zu halten, treu und demütig vor dem Herrn zu wandeln, sodass sie, wenn sie erwachsen sind, Ihnen für das danken, was Sie für sie getan haben, und mit dankbarem Herzen und mit Liebe zu ihren Eltern für die Art, wie diese Eltern für sie gesorgt und sie im Evangelium Jesu Christi unterwiesen haben, auf ihr Leben zurückblicken können.18

Geben Sie ihnen ein Beispiel an Rechtschaffenheit

Wir bitten die Eltern, durch ihren Lebenswandel ein Beispiel an Rechtschaffenheit zu geben und ihre Kinder um sich zu scharen und sie beim Familienabend und zu anderen Zeiten das Evangelium zu lehren.19

Eltern müssen so sein – oder sich zumindest nach besten Kräften bemühen, so zu werden –, wie sie es sich von ihren Kindern wünschen. Sie können unmöglich ein Beispiel für etwas geben, was Sie nicht sind.20

Sie müssen sowohl Worte als auch Taten sprechen lassen. Knien Sie mit Ihren Kindern zum Beten nieder. Belehren Sie sie in aller Demut über die Mission unseres Erretters, Jesus Christus. Sie müssen ihnen den Weg zeigen – und ein Vater, der seinem Sohn den Weg zeigt, sagt nicht: „Mein Sohn, geh zur Sonntagsschule, oder geh zur JM-Aktivität, oder geh zur Priestertumsversammlung!“ Er sagt: „Geh mit mir!“ Er lehrt durch sein Beispiel.21

Fangen Sie an, Ihre Kinder zu belehren, solange sie noch klein sind

Man kann nicht früh genug damit beginnen, dem Herrn zu dienen. … Junge Menschen folgen der Unterweisung ihrer Eltern. Ein Kind, das von Geburt an in Rechtschaffenheit unterwiesen wird, bleibt höchstwahrscheinlich sein ganzes Leben lang rechtschaffen. Gute Gewohnheiten kann man sich leicht aneignen, und sie lassen sich leicht beibehalten.22

Das Zuhause muss mit Gebeten, Glaube, Liebe und Gehorsam gegenüber Gott erfüllt sein. Es ist die Pflicht der Eltern, ihren Kindern die errettenden Grundsätze des Evangeliums Jesu Christi aufzuzeigen, damit sie wissen, warum sie sich taufen lassen müssen, und damit ihnen der Wunsch ins Herz gepflanzt wird, nach der Taufe weiterhin die Gebote Gottes zu halten, sodass sie in seine Gegenwart zurückkehren können. Möchten Sie, meine lieben Brüder und Schwestern, Ihre Familie, Ihre Kinder, behalten? Möchten Sie an Ihre Vorfahren gesiegelt werden, und möchten Sie, dass Ihre Familie vollkommen ist, wenn Sie das celestiale Reich Gottes betreten, sofern Sie das dürfen? Wenn dem so ist, dann müssen Sie schon an der Wiege mit der Unterweisung beginnen.23

Bringen Sie den Kindern das Beten bei

Was ist ein Zuhause, das nicht vom Geist des Betens durchdrungen ist? Es ist kein Zuhause von Heiligen der Letzten Tage. Wir müssen beten; wir dürfen keinen Morgen vergehen lassen, ohne dem Herrn zusammen mit unserer Familie auf den Knien für seine Segnungen zu danken und ihn um Führung zu bitten. Wir dürfen keinen Abend vergehen lassen und nicht schlafen gehen, ohne die Familie nochmals um uns zu scharen und dem Herrn für seinen Schutz zu danken und ihn täglich um Führung zu bitten.24

Ich hoffe, Sie bringen Ihren Kindern zu Hause das Beten bei. Ich hoffe, dass Sie morgens und abends ein Familiengebet sprechen, dass Sie Ihren Kindern durch Wort und Tat beibringen, die Gebote zu befolgen, die so wertvoll und heilig und für unsere Errettung im Reich Gottes so wichtig sind.25

Machen Sie die Kinder mit den heiligen Schriften bekannt

Die Bibel sollte in jedem Haus auf der ganzen Welt zu finden sein. Das Gleiche gilt für das Buch Mormon. Ich spreche hier von den Häusern der Heiligen der Letzten Tage. Auch das Buch Lehre und Bündnisse und die Köstliche Perle sollte es in jedem Haus geben. Bewahren Sie diese Bücher nicht im Regal oder im Schrank auf, sondern lassen Sie sie da offen liegen, wo sie leicht zugänglich sind, damit jeder in der Familie sie zur Hand nehmen und sich hinsetzen und die Grundsätze des Evangeliums für sich selbst lesen und studieren kann.26

Halten Sie den Familienabend ab

Kinder, die in einem Zuhause aufwachsen, wo der Familienabend abgehalten wird und wo viel Liebe und Einigkeit vorhanden sind, haben ein solides Fundament, um gute Bürger zu werden und in der Kirche aktiv zu bleiben. Eltern können ihren Kindern kein größeres Vermächtnis, keinen größeren Segen hinterlassen als die Erinnerung an ein glückliches, liebevolles Zuhause, in dem Einigkeit herrschte.

Gut geplante Familienabende können eine Quelle anhaltender Freude und dauerhaften Einflusses sein. Der Familienabend ist eine Zeit, in der man gemeinsam etwas unternimmt, Organisatorisches bespricht, Liebe zum Ausdruck bringt, Zeugnis gibt, Evangeliumsgrundsätze lernt, mit der Familie Spaß hat und sich erholt und vor allem die Einheit und den Zusammenhalt der Familie fördert.

Väter und Mütter, die treu den Familienabend abhalten und sich auf jede erdenkliche Weise bemühen, Einigkeit in der Familie zu schaffen, kommen ehrenhaft der größten Verantwortung nach, die es gibt – der Verantwortung, Kinder großzuziehen.27

Es gibt keine bessere Möglichkeit für den Vater, im Reich Gottes Führung zu übernehmen, als dafür zu sorgen, dass in seiner Familie der Familienabend abgehalten wird. Wenn solche Erfahrungen Teil des Familienlebens sind, entstehen eine Einigkeit und ein Respekt in der Familie, die dazu beitragen, dass alle rechtschaffener und glücklicher sind.28

Eltern, die die große Hilfe, die aus diesem Programm [Familienabend] zufließt, ignorieren, spielen mit der Zukunft ihrer Kinder.29

Lehren Sie Tugend, Keuschheit und Sittlichkeit

Lehren Sie Ihre Kinder Tugend und Keuschheit und fangen Sie damit an, wenn sie klein sind. Machen Sie ihnen auch die Fallen und Gefahren bewusst, die in der Welt so weit verbreitet sind.30

Wir sorgen uns sehr um das geistige und sittliche Wohlergehen aller jungen Menschen überall. Sittlichkeit, Keuschheit, Tugendhaftigkeit, ein sündenfreies Leben – dies alles ist grundlegend und muss es auch sein, wenn wir so leben wollen, dass wir den Zweck des Lebens voll verwirklichen.

Wir bitten die Väter und Mütter eindringlich, ihre Kinder Reinheit zu lehren, und zwar durch Wort und Tat, und ihnen in diesen Belangen Rat zu erteilen. …

Wir vertrauen der jungen und heranwachsenden Generation in der Kirche und bitten sie, nicht der Mode und den Gebräuchen der Welt nachzufolgen, nicht zu rebellieren und die Pfade der Wahrheit und Tugendhaftigkeit nicht zu verlassen. Wir glauben daran, dass sie grundsätzlich gut sind, und erwarten, dass sie Säulen der Rechtschaffenheit werden und das Werk der Kirche mit zunehmendem Glauben und Erfolg weiterführen.31

Bereiten Sie die Kinder darauf vor, Zeugen der Wahrheit zu sein und auf Mission zu gehen

Unsere jungen Leute gehören zu den Kindern unseres Vaters im Himmel, die am meisten gesegnet sind und die von Gott am meisten bevorzugt werden. Sie sind der Adel des Himmels, eine erlesene und auserwählte Generation mit einer göttlichen Bestimmung. Diese Geister wurden für diese Zeit zurückbehalten, da das Evangelium auf der Erde ist und der Herr tapfere Diener braucht, die sein Werk in den Letzten Tagen weiterführen.32

Wir müssen [die Kinder] darauf vorbereiten, lebendige Zeugen der Wahrheit und Göttlichkeit dieses großartigen Werkes der Letzten Tage zu werden, und vor allem dafür sorgen, dass unsere Söhne würdig und qualifiziert sind, auf Mission zu gehen und das Evangelium den anderen Kindern unseres Vaters im Himmel zu predigen.33

Unterstützen Sie die Kinder darin, sich auf ihre eigene ewige Familie vorzubereiten

Unterweisen Sie [Ihre Kinder] so, dass sie, wenn sie heiraten, den Wunsch haben, ins Haus des Herrn zu gehen? Belehren Sie sie so, dass sie den Wunsch haben, das Endowment zu empfangen – diese große Gabe, die der Herr für sie bereithält? Haben Sie ihnen ans Herz gelegt, dass sie als Mann und Frau gesiegelt werden und jede Gabe und jede Segnung erhalten können, die zum celestialen Reich gehören?34

Wir müssen … [die Kinder] so führen und leiten, dass sie sich einen guten Ehepartner wählen und im Haus des Herrn heiraten und somit Erben all der großartigen Segnungen werden, über die wir gesprochen haben.35

Bemühen wir uns doch demütig darum, unsere Familie intakt zu halten und dafür zu sorgen, dass unsere Kinder vom Geist des Herrn beeinflusst und in den Grundsätzen des Evangeliums unterwiesen werden, sodass sie in Rechtschaffenheit und Wahrheit aufwachsen. … Uns werden [Kinder] geschenkt, damit wir sie in Hinblick auf das Leben – das ewige Leben – belehren können, damit sie in die Gegenwart Gottes, ihres Vaters, zurückkehren können.36

Anregungen für Studium und Unterricht

Fragen

  • Achten Sie im Abschnitt „Aus dem Leben von Joseph Fielding Smith“ auf die Beispiele von Eltern, die ihre Liebe zu ihren Kindern unter Beweis gestellt haben. Überlegen Sie, wie Sie diesen Beispielen nacheifern können, unabhängig davon, welche Aufgaben sich Ihnen derzeit im Familienleben stellen. Wie können Eltern es schaffen, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen?

  • Präsident Smith erwähnte geistige Gefahren, die zu seiner Zeit bestanden (siehe Abschnitt 1). Welche zusätzlichen Gefahren gibt es heute? Wie können Eltern und Großeltern den Kindern helfen, diesen Einflüssen zu widerstehen?

  • Denken Sie an das Vertrauen, das der Vater im Himmel in die Eltern setzt, indem er ihnen gestattet, für seine Kinder zu sorgen (siehe Abschnitt 2). Welche Führung und Hilfe bietet er?

  • Inwiefern ist die Kirche eine „Hilfsorganisation, die die Familie und den Einzelnen unterstützt“? (Siehe Abschnitt 3.) Wie haben die Organisationen der Kirche Ihnen und Ihrer Familie bereits geholfen? Was können wir tun, um den Kindern und Jugendlichen zu helfen, sich in vollem Umfang zu beteiligen?

  • In Abschnitt 4 werden mehrere Möglichkeiten genannt, wie wir den Kindern und Jugendlichen helfen können, das Evangelium zu leben. Machen Sie sich anhand dieses Ratschlags Gedanken über folgende Fragen: Was machen Sie und Ihre Familie gut? Was können Sie besser machen? Wie können Sie den Jugendlichen der Kirche helfen, ihr Zeugnis zu stärken?

Einschlägige Schriftstellen

Deuteronomium 6:1-7; Psalmen 132:12; Mosia 1:4; 4:14,15; LuB 68:25-28; 93:36-40; siehe auch „Die Familie – eine Proklamation an die Welt“

Unterrichtshilfe

„Brechen Sie ein gutes Unterrichtsgespräch nicht allzu früh ab, bloß weil Sie noch allen Lehrstoff bringen wollen, den Sie vorbereitet haben. Natürlich ist es wichtig, den Lehrstoff durchzunehmen, doch noch wichtiger ist es, den Lernenden zu helfen, den Einfluss des Geistes zu spüren, etwas zu klären, was unklar war, das Evangelium besser verstehen zu lernen und sich vermehrt zu verpflichten, die Gebote zu halten.“ Andererseits muss „das Unterrichtsgespräch … zur rechten Zeit beendet werden. Viel vom Geist eines erbaulichen Unterrichtsgesprächs geht verloren, wenn es zu lange dauert. … Achten Sie auf die Zeit. Behalten Sie im Auge, wann der Unterricht zu Ende sein muss. Planen Sie genügend Zeit ein, um zusammenzufassen, was gesagt worden ist, und um Zeugnis zu geben.“ (Lehren, die größte Berufung, Seite 64f.)

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Aus: Joseph Fielding Smith Jr. und John J. Stewart, The Life of Joseph Fielding Smith, Seite 40

  2.   2.

    Aus: The Life of Joseph Fielding Smith, Seite 40

  3.   3.

    Bryant S. Hinckley, „Joseph Fielding Smith“, Improvement Era, Juni 1932, Seite 459

  4.   4.

    Aus: The Life of Joseph Fielding Smith, Seite 56

  5.   5.

    Amelia Smith McConkie, „Joseph Fielding Smith”, Church News, 30. Oktober 1993, Seite 8, 10

  6.   6.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, aus: Family Home Evenings 1970–71, Leitfaden für Familienabendlektionen, 1970, Seite V

  7.   7.

    „Our Children – ‚The Loveliest Flowers From God’s Own Garden‘“, Relief Society Magazine, Januar 1969, Seite 5

  8.   8.

    Herbst-Generalkonferenz 1916

  9.   9.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1965

  10.   10.

    „The Sunday School’s Responsibility“, Instructor, Mai 1949, Seite 206; siehe auch Doctrines of Salvation, Hg. Bruce R. McConkie, 3 Bände, 1:316

  11.   11.

    Take Heed to Yourselves!, 1966, Seite 221

  12.   12.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1958

  13.   13.

    Privatkorrespondenz, zitiert in: Doctrines of Salvation, 1:316; Hervorhebung weggelassen

  14.   14.

    „Use the Programs of the Church“, Improvement Era, Oktober 1970, Seite 3

  15.   15.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1958

  16.   16.

    „The Old and the New Magazines“, Improvement Era, November 1970, Seite 11

  17.   17.

    „Mothers in Israel“, Relief Society Magazine, Dezember 1970, Seite 886

  18.   18.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1958

  19.   19.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1970

  20.   20.

    „Our Children – ‚The Loveliest Flowers From God’s Own Garden‘“, Seite 6

  21.   21.

    Herbst-Generalkonferenz 1948

  22.   22.

    Take Heed to Yourselves!, Seite 414

  23.   23.

    Herbst-Generalkonferenz 1948

  24.   24.

    „How to Teach the Gospel at Home“, Relief Society Magazine, Dezember 1931, Seite 685

  25.   25.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1958

  26.   26.

    „Keeping the Commandments of Our Eternal Father“, Relief Society Magazine, Dezember 1966, Seite 884

  27.   27.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, in: Family Home Evenings 1970–71, Seite V

  28.   28.

    Botschaft von der Ersten Präsidentschaft, in: Family Home Evenings, Seite 4

  29.   29.

    Aus: „Message from the First Presidency“, Ensign, Januar 1971, Seite 1

  30.   30.

    „Teach Virtue and Modesty“, Relief Society Magazine, Januar 1963, Seite 5

  31.   31.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1970

  32.   32.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1970

  33.   33.

    „Mothers in Israel“, Seite 886

  34.   34.

    Herbst-Generalkonferenz 1948

  35.   35.

    „Mothers in Israel“, Seite 886

  36.   36.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1958