Worte der Hoffnung und des Trostes in Zeiten des Todes

Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, 2011


„Womit können wir uns in Bezug auf unsere Toten trösten? Wir haben von allen Völkern auf der Erde den meisten Grund zu großer Hoffnung und Tröstung in Bezug auf unsere Toten.“

Aus dem Leben von Joseph Smith

Den schmerzlichen Verlust beim Tod geliebter Menschen bekam der Prophet Joseph Smith immer wieder in seinem Leben zu spüren. Am 15. Juni 1828 starb in Harmony, Pennsylvania Alvin, der erste Sohn von Joseph und Emma, kurz nach seiner Geburt. Als Joseph und Emma im Februar 1831 von New York nach Kirtland, Ohio, zogen, war Emma wieder schwanger, diesmal mit Zwillingen. Kurz nachdem Joseph und Emma in Kirtland angekommen waren, zogen sie in eine Blockhütte auf der Farm von Isaac Morley, einem Mitglied der Kirche. Dort wurden am 30. April Thadeus und Louisa geboren, sie lebten jedoch nicht lange und starben wenige Stunden nach der Geburt.

Zur gleichen Zeit verlor in der nahe gelegenen Stadt Warrensville, Ohio, Bruder John Murdock seine Frau, Julia, die gerade gesunde Zwillinge zur Welt gebracht hatte. Bruder Murdock, der jetzt eine Familie von fünf Kindern hatte, fühlte sich nicht in der Lage, die beiden Neuankömmlinge zu versorgen und bat Joseph und Emma, diese als eigene Kinder zu adoptieren. Joseph und Emma taten dies und nahmen die beiden Säuglinge, die Joseph und Julia hießen, dankbar in ihrer Familie auf. Tragischerweise starb der kleine Joseph elf Monate später im März 1832 als Folge dessen, dass er, der an Masern erkrankt war, der kalten Nachtluft ausgesetzt war, als der Prophet von einem Pöbel geteert und gefedert wurde. Mit seinem Tod hatten die trauernden Eltern vier ihrer ersten fünf Kinder zu Grabe getragen; Julia war ihr einziges lebendes Kind.

Von den elf Kindern, die Joseph und Emma hatten – neun leibliche und zwei adoptierte – erreichten nur fünf das Erwachsenenalter: Julia, geboren 1831; Joseph III., geboren 1832; Frederick, geboren 1836; Alexander, geboren 1838, und David, geboren im November 1844, fünf Monate nach dem Tod seines Vaters. Josephs und Emmas Sohn Don Carlos starb 1841 im Alter von 14 Monaten, und ein Sohn, der 1842 geboren wurde, starb noch am Tag seiner Geburt.

Joseph Smith erlebte den Tod von drei seiner Brüder, die sehr früh starben. Josephs älterer Bruder Alvin starb 1823 im Alter von 25 und sein jüngerer Bruder Don Carlos starb 1841, ebenfalls im Alter von 25.

Der Prophet erlitt einen weiteren schweren Verlust, als sein Vater, auf dessen Rat und Stärke er sehr vertraute, 1840 in Nauvoo, Illinois, starb. Als Vater Smith erkannte, dass er bald sterben würde, rief er seine Familie ans Bett. Er sagte zu seiner Frau: „Wenn ich meine Kinder ansehe und mir klar wird, dass sie, obwohl sie aufgewachsen sind, um das Werk des Herrn zu tun, zeitlebens Schwierigkeiten und Bedrängnis werden durchleben müssen, dann tut mir das Herz weh, und mir graut davor, euch so von Feinden umzingelt zurückzulassen.“1

Dann sprach er nacheinander zu jedem seiner Söhne und Töchter und gab ihnen seinen letzten Segen. Die Mutter des Propheten zeichnete die folgenden, ermutigenden Worte an den Propheten Joseph auf:

„‚Joseph, mein Sohn, du hast eine hohe und heilige Berufung erhalten. Du bist berufen, das Werk des Herrn zu tun. Halte glaubenstreu aus, dann wirst du gesegnet, und deine Kinder nach dir. Du wirst lange genug leben, um dein Werk zu vollenden.‘

Da rief Joseph weinend aus: ‚O, wirklich, Vater?‘ ‚Ja‘, sagte sein Vater, ‚du wirst so lange leben, dass du den Plan für alles aufstellen kannst, was Gott dir aufgetragen hat. Diesen Segen gebe ich Dir auf meinem Sterbebett, im Namen Jesu.‘“2

Aufgrund dieser schwierigen Erfahrungen in seinem Leben und seiner inspirierten Erkenntnis vom Sühnopfer des Erretters war der Prophet Joseph Smith in der Lage, vielen trauernden Heiligen den so dringend benötigten Trost zu geben.

Lehren von Joseph Smith

Wenn geliebte Angehörige oder Freunde sterben, haben wir den großen Trost, dass wir wissen, dass wir sie in der zukünftigen Welt wiedersehen werden

Der Prophet sprach am 7. April 1844 bei einer Konferenz der Kirche in Nauvoo. Er sprach über seinen Freund King Follett, der kurz zuvor verstorben war: „Geliebte Heilige! Ich bitte die Anwesenden um ihre Aufmerksamkeit, wenn ich jetzt über mein Thema, die Toten, spreche. Das Ableben unsers lieben Bruder, des Elders King Follett, der in einem Brunnenschacht durch eine herabstürzende Wanne mit Steinbrocken den Tod fand, hat mich unmittelbar auf diesen Gegenstand gebracht. Seine Freunde und Verwandten haben mich um die Trauerrede gebeten, da aber auch viele andere aus dieser Stadt und von auswärts anwesend sind, die Angehörige verloren haben, fühle ich mich veranlasst, ganz allgemein über dieses Thema zu sprechen und meine Gedanken darzulegen, soweit ich dazu imstande bin und sofern mich der Heilige Geist dazu inspiriert, dieses Thema zu behandeln. Ich bedarf eurer Gebete und eures Glaubens, damit ich vom allmächtigen Gott Weisung erhalten und die Gabe des Heiligen Geistes haben kann: Ich möchte das vorbringen, was wahr ist und was ihr leicht verstehen könnt, und möge euch das Zeugnis im Herzen und im Verstand davon überzeugen, dass das, was ich sage, wahr ist. …

… Ich weiß, dass mein Zeugnis wahr ist; wenn ich also zu diesen Leidtragenden hier spreche: Was haben sie denn verloren? Die Verwandten und Freunde sind nur für eine kurze Weile von ihrem Körper getrennt, ihr Geist aber, der zusammen mit Gott existiert hat, ist für einen kurzen Augenblick aus dieser irdenen Hülle fortgegangen und befindet sich jetzt an einem Ort, wo er mit anderen Geistern auf die gleiche Weise verkehren kann wie wir hier auf der Erde. …

… Womit können wir uns in Bezug auf unsere Toten trösten? Wir haben von allen Völkern auf der Erde den meisten Grund zu großer Hoffnung und Tröstung in Bezug auf unsere Toten. Denn wir haben ihren ehrenwerten Wandel miterlebt und sie in den Armen Jesu entschlafen sehen. …

Ihr Leidtragenden habt alle Ursache, euch zu freuen - ich spreche vom Ableben von Elder King Follett; euer Gatte und Vater ist ja dahingegangen, um die Auferstehung der Toten zu erwarten, bis auch die übrigen vollendet sind; denn bei der Auferstehung wird euer Freund sich in vollkommener Glückseligkeit erheben und in die celestiale Herrlichkeit eingehen. …

Ich bin ermächtigt zu sagen, und zwar in der Vollmacht des Heiligen Geistes, dass ihr keinen Grund habt, etwas zu fürchten: er ist in die Heimat der Gerechten eingegangen. Trauert nicht, weint nicht! Ich weiß dies durch das Zeugnis des Heiligen Geistes in mir, und ihr könnt darauf warten, dass eure Freunde am Morgen der celestialen Welt hervorkommen, um euch zu begrüßen. …

Ich habe einen Vater und Brüder und Kinder und Freunde, die in die Welt der Geister hinübergegangen sind. Sie sind nur einen Augenblick lang nicht bei uns. Sie befinden sich im Geistzustand, und wir werden bald wieder mit ihnen zusammen sein. Bald wird die Zeit kommen, da die Posaune erschallt. Wenn wir dahingehen, werden wir die in Jesus Entschlafenen, unsere Mütter, Väter, Freunde und alle, die wir lieben, begrüßen können. Da wird es keine Furcht vor dem Pöbel geben, vor Verfolgung, vor boshaften Prozessen und Verhaftungen, sondern es wird eine Ewigkeit in Glückseligkeit sein.“3

Elder Lorenzo D. Barnes starb während seiner Mission in England. Der Prophet sprach in einer Versammlung, die im unvollendeten Nauvoo-Tempel abgehalten wurde, über sein Hinscheiden: „Ich will euch sagen, was ich mir wünsche: Wenn ich morgen abberufen werden und hier ins Grab gelegt werden sollte, so möchte ich am Auferstehungsmorgen meinem Vater die Hand reichen und rufen: ‚Mein Vater!‘ und er wird sagen: ‚Mein Sohn, mein Sohn!‘, sobald die Felsen sich spalten und noch ehe wir aus dem Grab hervorkommen.

Dürfen wir das alles so sehen? Ja, wenn wir lernen, wie wir leben und wie wir sterben sollen. Wenn wir uns abends niederlegen, so denken wir darüber nach, wie wir am Morgen aufstehen werden; und es ist etwas Schönes, wenn Freunde sich miteinander niederlegen, umschlossen von gegenseitiger Zuneigung, wenn sie dann gemeinsam schlafen und einer in des anderen Armen erwacht und sie ihr Gespräch wieder aufnehmen.

Darf ich berichten, was ich in einer Vision zu diesem bemerkenswerten Thema erfahren habe? Wer in Christus gestorben ist, darf erwarten, bei der Auferstehung in den vollen Genuss der Freude zu kommen, die er hier gehabt oder ersehnt hat.

Die Vision war so deutlich, dass ich tatsächlich Menschen sah, die noch gar nicht aus dem Grab hervorgekommen waren, sich aber gleichsam langsam aufrichteten. Sie nahmen einander bei der Hand und sagten zueinander: ‚Mein Vater, mein Sohn, meine Mutter, meine Tochter, mein Bruder, meine Schwester!‘ Angenommen, ich würde an der Seite meines Vaters bestattet – was wäre wohl die erste Freude, die ich erlebe, wenn die Stimme ruft, die Toten sollen sich erheben? Dass ich meinen Vater, meine Mutter sehe, meinen Bruder, meine Schwester! Und wenn sie mir nahe sind, umarme ich sie, und sie umarmen mich. …

Schmerzlicher als der Tod ist für mich aber der Gedanke an die Vernichtung. Wenn ich nicht mehr hoffen und erwarten dürfte, meinen Vater, meine Mutter, meine Geschwister und Freunde wiederzusehen, würde mir augenblicks das Herz brechen, und ich müsste sterben. Die Erwartung, am Auferstehungsmorgen meine Freunde zu sehen, freut mich im Herzen und lässt mich die Widerwärtigkeiten dieses Lebens ertragen. Es ist, wie wenn sie eine lange Reise unternommen hätten, und bei ihrer Rückkehr trifft man sie mit vermehrter Freude wieder. …

Ich möchte Marcellus Bates [ein Mitglied der Kirche, dessen Frau gestorben war] ein Wort des Trostes sagen: Bald wirst du wieder die Gesellschaft deiner Gefährtin in einer Welt der Herrlichkeit genießen; das gilt auch für die Freunde von Bruder Barnes und alle die Heiligen, die trauern. All dies ist uns eine Warnung, damit wir ernsthaft und eifrig seien und Lustigkeit, Eitelkeit und alles Törichte von uns tun – bereit, schon morgen zu sterben.“4

Eltern, die ihre Kinder durch den Tod verlieren, werden sie in der Auferstehung so zurückerhalten, wie sie sie ins Grab gelegt haben

Bei der Beerdigung der zweijährigen Marian Lyon sagte der Prophet: „Wiederum ertönt in unserer Mitte die warnende Stimme, und wir erkennen daran die Ungewissheit des menschlichen Lebens; und in meinen Mußestunden habe ich darüber nachgedacht und mich gefragt, wieso uns kleine, unschuldige Kinder genommen werden, besonders wenn sie anscheinend so intelligent sind und unsere Anteilnahme herausfordern. Der plausibelste Grund dafür, soweit ich das erkennen kann, ist Folgendes: Die heutige Welt ist eine sehr schlechte Welt, und … wird … immer schlechter und verderbter. … Der Herr nimmt viele schon in ihrer Kindheit weg, um sie der Missgunst der Menschen und dem Kummer und den Übeln der heutigen Welt zu entziehen: sie waren zu rein, zu liebenswert, um auf der Erde zu leben. Darum, wenn man es richtig betrachtet haben wir keinen Grund zur Trauer, sondern vielmehr uns zu freuen, dass sie von dem Übel erlöst sind, und wir werden sie bald wiederhaben. …

… Der einzige Unterschied, wenn ein alter Mensch stirbt oder ein junger, besteht darin, dass der eine länger als der andere im Himmel und im ewigen Licht und in der Herrlichkeit wohnt und ein wenige früher aus dieser elenden und schlechten Welt befreit wird. Trotz dieser herrlichen Aussicht verlieren wir sie zeitweilig aus den Augen und betrauern einen Verlust, aber wir trauern nicht so wie diejenigen, die keine Hoffnung haben.“5

„Eine Frage stellt sich: ‚Werden Mütter ihre Kinder in der Ewigkeit haben?‘ Ja! Ja! Mütter, ihr werdet eure Kinder dort haben, denn sie haben ewiges Leben, da ihre Schuld bezahlt ist.“6

„Kinder … müssen so auferstehen, wie sie gestorben sind; wir werden dort unsere wunderbaren Säuglinge in der gleichen Herrlichkeit grüßen – ebenso wunderbar in celestialer Herrlichkeit.“7

Präsident Joseph F. Smith, der sechste Präsident der Kirche, berichtete: „Joseph Smith hat gelehrt, ein kleines Kind, das stirbt, werde auch als Kind auferstehen. Er sagte, an die Mutter eines verstorbenen Kindes gewandt: ‚Du wirst die Freude und Befriedigung haben, dieses Kind nach seiner Auferstehung großzuziehen, bis es sich zur vollen Größe seines Geistes entwickelt hat.‘ …

The Gospel brings to comfort to those who mourn.

Joseph Smith hat gelehrt, dass kleine Kinder „so auferstehen, wie sie gestorben sind“, und dass die Eltern ihre Kinder „in celestialer Herrlichkeit [ebenso wunderbar]“ grüßen werden.

1854 traf ich meine Tante [Agnes Smith], die Frau meines Onkels Don Carlos Smith, die die Mutter dieses kleinen Mädchens [Sophronia] war, von der Joseph Smith, der Prophet gesprochen hatte, als er der Mutter sagte, sie würde die Freude und Befriedigung haben, dieses Kind nach dessen Auferstehung aufzuziehen, bis es sich zur vollen Größe seines Geistes entwickelt habe, und dass dies eine noch größere Freude sein würde, als sie überhaupt hier auf der Erde haben könne, denn sie würde frei von Kummer, Angst und Einschränkungen des Erdenlebens sein und würde mehr wissen als sie in diesem Leben wissen könne. Ich traf diese Witwe, die Mutter dieses Kindes, und sie erzählte mir von den Umständen und gab mir Zeugnis, dass der Prophet Joseph Smith eben dies gesagt hatte, als er bei der Trauerfeier ihrer kleinen Tochter gesprochen hatte.“8

Mary Isabella Horne und Leonora Cannon Taylor verloren beide ein kleines Kind durch den Tod. Schwester Horne berichtete, dass der Prophet Joseph Smith den beiden Schwestern die folgenden Worte des Trostes gegeben hatte: „Er sagte uns, dass wir diese Kinder am Auferstehungsmorgen genau so empfangen würden, wie wir sie ins Grab gelegt hatten, in Reinheit und Unschuld, und dass wir sie als ihre Mütter nähren und aufziehen würden. Er sagte, dass die Kinder in der Auferstehung hervorkommen würden, wie sie ins Grab gelegt wurden, und dass sie all das Wissen erlangen würden, das notwendig ist, um Throne, Gewalten und Mächte zu beanspruchen.“9

Auch wenn wir um liebe Menschen trauern, können wir doch darauf vertrauen, dass „der Gott der ganzen Erde es recht machen wird“

Bei der Trauerfeier des 24-jährigen Ephraim Marks sagte der Prophet: „Das ist ein sehr feierlicher und Ehrfurcht gebietender Anlass. Nie war mir ernster zumute; es ruft mir den Tod meines ältesten Bruders, Alvin, der in New York starb, und meines jüngsten Bruders, Don Carlos, der in Nauvoo starb, in Erinnerung. Es war schwer für mich mitzuerleben, wie diese jungen Männer, deren Unterstützung und Ermunterung uns so viel bedeutete, mitten in ihren jungen Jahren abberufen wurden. Ja, es war nicht leicht, sich damit abzufinden. Manchmal denke ich, ich könnte mich eher damit abfinden, dass ich selber abberufen werde, wenn es der Wille Gottes sein sollte; aber doch weiß ich, dass wir still sein sollen; wir müssen wissen, dass es von Gott kommt, und uns in seinen Willen finden: alles ist recht. Nur eine kurze Zeit, und wir alle werden auf gleiche Weise abberufen werden, das wird mich treffen und ebenso euch.“10

Am 6. Juni 1832 schrieb Joseph Smith an Emma Smith: „Es bekümmert mich zu hören, dass Hyrum sein kleines Kind verloren hat. Ich glaube, dass wir in gewissem Maße mit ihm mitfühlen können, aber wir alle müssen uns mit unserem Los abfinden und sagen, dass der Wille des Herrn geschehe.“11

Am 20. Januar 1840 schrieb Joseph Smith an Emma Smith: „Ich habe einen Brief von Hyrum erhalten, der mein Herz erfreute, da ich erfuhr, das meine ganze Familie am Leben ist. Und trotzdem verspüre ich Trauer im Herzen um diejenigen, die uns genommen wurden, jedoch nicht ohne Hoffnung, denn ich werde sie wiedersehen und mit ihnen zusammen sein. Wir können uns daher mehr mit dem abfinden, was Gott uns zuteilt.“12

„Hinsichtlich der Verstorbenen in Zion sind wir der Meinung, dass wir mit den Trauernden trauern sollen, aber nicht vergessen dürfen, dass der Gott der ganzen Erde es recht machen wird.“13

„Viele sind gestorben, und das stimmt uns traurig, aber wir können es nicht ändern. Wenn Gott aus dem Himmel spricht und uns abberuft, müssen wir uns seiner Forderung beugen.“14

Bei der Trauerfeier von James Adams sagte der Prophet: „Ich habe ihn erstmals in Springfield [Illinois] gesehen, als ich von Missouri nach Washington unterwegs war. Er richtet sein Auge auf mich, als ich für ihn noch ein Fremder war, nahm mich zu sich nach Hause, sprach mir Mut zu, heiterte mich auf, gab mir Geld. Er ist mir ein ganz vertrauter Freund gewesen. … Es sind ihm Offenbarungen über seinen Weggang zuteil geworden, und er hat sich an eine wichtigere Aufgabe begeben. Wenn der Mensch bereit ist, fällt es ihm leichter, zu gehen. Bruder Adams ist gegangen, um den Toten ein zweckdienlicheres Tor zu öffnen. Die Geister der Gerechten werden zu einer größeren und herrlicheren Arbeit erhöht; daher ist es für sie ein Segen, wenn sie in die Welt der Geister hinübergehen.“15

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Anregungen siehe Seite VII–XIII.

  • Welche Gedanken und Empfindungen haben Sie, wenn Sie die Berichte auf Seite 187ff. lesen? Wie haben diese Erlebnisse möglicherweise die Art und Weise beeinflusst, wie der Prophet Joseph über den Tod und die Auferstehung gelehrt hat?

  • Dies Kapitel enthält Botschaften, die Joseph Smith denjenigen gab, die über den Tod von geliebten Menschen trauerten (Seite 190-196). In diesen Botschaften gab der Prophet „Hoffnung und Trost“, indem er die Lehren des Evangeliums lehrte und seinen Zuhörern zeigte, wie sie diese Lehren auf ihr Leben beziehen konnten. Wenn Sie an liebe Menschen denken, die verstorben sind oder die möglicherweise in Kürze sterben werden, welche Wahrheiten des Evangeliums geben Ihnen dann Trost? Warum sind Ihnen diese Wahrheiten wichtig?

  • Lesen Sie den Rat, den Joseph Smith gab, als er anlässlich des Todes von Elder Barnes sprach, einschließlich des Rates darüber, „wie wir leben und wie wir sterben sollen“ (Seite 191f.). Was bedeutet Ihnen dieser Rat? Überlegen Sie, wie sich Ihr Leben ändern würde, wenn Sie an diesen Rat denken würden.

  • Gehen Sie die Worte des Propheten durch, die er an die Eltern richtete, deren kleine Kinder gestorben waren (Seite 193ff.). Wie können diese Lehren trauernden Eltern Hoffnung geben?

  • Lesen Sie Joseph Smiths Rat dazu durch, dass wir uns mit dem Willen des Herrn abfinden müssen, wenn geliebte Menschen sterben (Seite 195f.). Wie wird unsere Entscheidung, den Willen Gottes anzunehmen, unsere Gefühle beeinflussen? Und wie unsere Worte und unser Handeln? Auf welche Weise könnte unsere Entscheidung anderen helfen?

Einschlägige Schriftstellen: Johannes 20:1-29; Mosia 16:7,8; Alma 40:11,12; Moroni 8:11-20; LuB 42:45,46

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Joseph Smith Sr., zitiert in Lucy Mack Smith, „The History of Lucy Smith, Mother of the Prophet“, Manuskript von 1844/45, Band 18, Seite 5, Archiv der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Salt Lake City, Utah

  2.   2.

    Joseph Smith Sr., Segen für Joseph Smith gegeben von Joseph Smith Sr. kurz vor dessen Tod am 14. September 1840, in Nauvoo, Illinois; zitiert in Lucy Mack Smith, „The History of Lucy Smith, Mother of the Prophet“, Manuskript von 1845, Seite 298, Archiv der Kirche

  3.   3.

    History of the Church, 6:302f.; Wort in Klammern im Original, Absatzeinteilung geändert; aus einer Rede von Joseph Smith am 7. April 1844 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff, Willard Richards, Thomas Bullock und William Clayton; siehe auch Anhang, Seite 562, Punkt 3

  4.   4.

    History of the Church, 5:361ff.; Absatzeinteilung geändert; aus einer Rede von Joseph Smith am 16. April 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff und Willard Richards

  5.   5.

    History of the Church, 4:553f.; aus einer Rede von Joseph Smith am 20. März 1842 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff

  6.   6.

    History of the Church, 6:316; aus einer Rede von Joseph Smith am 7. April 1844 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff, Willard Richards, Thomas Bullock und William Clayton; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  7.   7.

    History of the Church, 6:366; aus einer Rede von Joseph Smith vom 12. Mai 1844 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Thomas Bullock

  8.   8.

    Joseph F. Smith, „Status of Children in the Resurrection,“ Improvement Era, Mai 1918, Seite 571

  9.   9.

    Mary Isabella Horne, zitiert in History of the Church, 4:556, Fußnote; aus ihrer Aussage vom 19. November 1896, in Salt Lake City, Utah

  10.   10.

    History of the Church, 4:587; aus einer Rede von Joseph Smith am 9. April 1842 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff

  11.   11.

    Brief von Joseph Smith an Emma Smith vom 6. Juni 1832, Greenville, Indiana; Chicago Historical Society, Chicago, Illinois

  12.   12.

    Brief von Joseph Smith an Emma Smith vom 20. Januar 1840, Kreis Chester in Pennsylvania; Chicago Historical Society, Chicago, Illinois

  13.   13.

    History of the Church, 1:341; aus einem Brief von Joseph Smith an die Brüder in Missouri, 21. April 1833, Kirtland, Ohio

  14.   14.

    History of the Church, 4:432; aus einem Brief von Joseph Smith an Smith Tuttle, 9. Oktober 1841, Nauvoo, Illinois

  15.   15.

    History of the Church, 6:51f.; aus einer Rede von Joseph Smith am 9. Oktober 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Willard Richards und berichtet in Times and Seasons, 15. September 1843, Seite 331; diese Ausgabe der Times and Seasons kam verspätet heraus