„Wie gut und angenehm es ist, … in Einigkeit zu leben“

Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, 2011


„Lang ziehen, kräftig ziehen, an einem Strang ziehen.“

Aus dem Leben von Joseph Smith

Am 27. Dezember 1832 empfing der Prophet Joseph Smith ein Gebot vom Herrn, dass die Heiligen damit anfangen sollten, einen Tempel in Kirtland zu bauen (siehe LuB 88:119). Am 1. Juni 1833 gab der Herr dem Propheten weitere Anweisungen: „Aber hier ist Weisheit und die Absicht des Herrn – das Haus soll gebaut werden, aber nicht nach der Weise der Welt, …; darum soll es nach der Weise gebaut werden, die ich dreien von euch zeigen werde“ (LuB 95:13,14).

Einige Tage später erfüllte der Herr seine Verheißung, indem er Joseph Smith und seinen Ratgebern in der Ersten Präsidentschaft eine bemerkenswerte Vision zeigte, in der sie ausführliche Pläne für den Tempel sahen. Frederick G. Williams, damals Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, erinnerte sich später: „An Joseph [Smith] erging das Wort des Herrn, er solle mit seinen beiden Ratgebern, [Frederick G.] Williams und [Sydney] Rigdon, vor den Herrn kommen, und der Herr würde ihnen den Plan bzw. Entwurf des Gebäudes zeigen, das sie errichten sollten. Wir knieten uns nieder, riefen den Herrn an, und das Gebäude erschien in Sichtweite, wobei ich der Erste war, der es sah. Dann sahen wir es alle drei. Nachdem wir das Äußere genau betrachtet hatten, schien das Gebäude sozusagen über uns zu kommen.“1

Als Joseph Smith einem Rat aus Hohen Priestern den herrlichen Plan erläuterte, welcher der Ersten Präsidentschaft offenbart worden war, waren die Brüder begeistert und gingen sofort daran, einen Bauplatz auszusuchen – eine Stelle auf einem Weizenfeld, das die Brüder Smith im vorhergehenden Herbst angelegt hatten. Sofort besorgte sich Hyrum Smith eine Sense und machte sich daran, den Boden für das Bauwerk zu roden, wobei er ausrief: „Wir bereiten uns vor, ein Haus für den Herrn zu bauen, und ich will unbedingt der Erste sein, der an die Arbeit geht!“2

Building the Kirtland Temple united the Saints in common work.

Nachdem Joseph Smith den Plan des Kirtland-Tempels, wie er vom Herrn offenbart worden war, erläutert hatte, holte sich Hyrum Smith sofort eine Sense und rief: „Wir bereiten uns vor, ein Haus für den Herrn zu bauen, und ich will unbedingt der Erste sein, der an die Arbeit geht!“

Diese Begeisterung erwuchs zu einem vereinenden Gefühl, während die Heiligen für den Bau des ersten Tempels in dieser Evangeliumszeit arbeiteten und Opfer brachten. Unter der Leitung von Emma Smith fertigten die Frauen Strümpfe, Hosen und Jacken für die Arbeiter am Tempel an. Die Frauen fertigten außerdem die Vorhänge und Teppiche für den Tempel an, wobei der Innenausbau des Tempels unter der Leitung von Brigham Young stand. Bruder John Tanner verkaufte seine 890 Hektar große Farm in New York und kam gerade rechtzeitig in Kirtland an, um dem Propheten 2000 Dollar zu leihen, damit die Hypothek auf das Tempelgrundstück zurückgezahlt werden konnte, die kurz davor war zu verfallen. Um den Tempel vor dem drohenden Pöbel zu schützen, wurde dieser nachts von Männern bewacht, die in derselben Kleidung schliefen, die sie tagsüber als Bauarbeiter getragen hatten.

Der Prophet erklärte: „Es wurden große Vorbereitungen getroffen, um den Bau eines Hauses des Herrn zu beginnen; und obwohl die Kirche arm war, sind doch Einigkeit, Eintracht und Nächstenliebe unter uns reichlich vorhanden gewesen, damit wir gestärkt werden und das Gebot Gottes erfüllen konnten.“3

Heber C. Kimball, der ein Jahr vor der Weihung des Tempels ein Mitglied des Kollegiums der Zwölf geworden war, beschrieb die großen Anstrengungen: „Die ganze Kirche war in dieser Unternehmung vereint, und jedermann bot seine helfende Hand dar. Diejenigen, die keine Gespanne hatten, arbeiteten im Steinbruch und bereiteten die Steine zum Transport zur Baustelle vor.“4 Elder Kimball erinnerte sich auch: „Joseph sagte: ‚Kommt, Brüder, lasst uns in den Steinbruch gehen und für den Herrn arbeiten!‘ Und der Prophet ging selber in seiner Arbeitskleidung aus Leinen, dem grobfaserigen Kittel und den Kniehosen, hin und arbeitete im Steinbruch genauso wie wir alle. Und an jedem Samstag trommelten wir zum Transport der Steine zum Tempel alle Gespanne zusammen; und so machten wir weiter, bis das Haus fertig war; und unsere Frauen haben die ganze Zeit gestrickt, gesponnen und genäht und … allerlei Arbeiten ausgeführt.“5

Die von den Heiligen in Kirtland unternommenen Anstrengungen waren typisch für die Einigkeit, die Opferbereitschaft und Hingabe, die es ermöglichen würde, die Absichten des Herrn in den darauf folgenden Jahren zu erfüllen. Dies war eine von vielen Gelegenheiten, bei denen die Heiligen an einem Strang zogen und so die Ermahnung des Propheten Joseph Smith befolgten: „Lang ziehen, kräftig ziehen, an einem Strang ziehen.“6

Lehren von Joseph Smith

Wenn wir in Einigkeit zusammenarbeiten, können wir die Absichten Gottes besser erfüllen

„[Wir] sind glücklich, dass wir uns mit den Heiligen zu einer weiteren Generalkonferenz zusammenfinden können [Oktober 1940]. … Die Heiligen sind so eifrig, unermüdlich und tatkräftig wie immer in diesem großen Werk der Letzten Tage; und [das] erfüllt uns mit Freude, gibt uns Zuspruch und ermutigt uns sehr, während wir mit den Schwierigkeiten kämpfen, die notwendigerweise vor uns liegen.

Lasst die Brüder immer einen solchen Geist an den Tag legen und unsere Arme stützen; dann müssen wir, ja werden wir vorwärtsgehen; das Werk des Herrn wird voranschreiten, der Tempel des Herrn wird errichtet, die Ältesten Israels gestärkt, Zion wird aufgebaut und zum Lob, zur Freude und Herrlichkeit der ganzen Erde werden. Und die Lieder, die zum Lob des Herrn, seiner Herrlichkeit und Erhabenheit ihm zu Ehren, der auf dem Thron sitzt, dem Lamm auf immer und ewig, erklingen, werden von Hügel zu Hügel, von Berg zu Berg, von Insel zu Insel und von Kontinent zu Kontinent widerhallen; und die Reiche dieser Welt werden zum Königreich unseres Gottes und seines Gesalbten werden [siehe Offenbarung 11:15].

In der Tat sind wir froh zu wissen, dass ein derartiger Geist der Einigkeit in der ganzen Kirche besteht, sowohl zu Hause als auch in der Ferne, auf diesem Kontinent genauso wie auf den Inseln des Meeres; denn durch diesen Grundsatz und durch eine Bündelung unseres Handelns werden wir in der Lage sein, die Absichten unseres Gottes zu verwirklichen.“7

„Die Fertigstellung [des Nauvoo-Tempels] schreitet sehr rasch voran; allerseits werden energische Anstrengungen unternommen, um den Bau voranzubringen; Material aller Art ist schon sehr weit bearbeitet worden, und wir rechnen damit, dass das Gebäude bis nächsten Herbst fertig ist. … Während des Winters waren nicht selten fünfzig Mann an der Arbeit im Steinbruch, und zur gleichen Zeit haben eine Menge andere den Transport besorgt und andere Arbeiten verrichtet. …

Während die fleißigen Gruppen auf diese Weise in ihrem angestammten Beruf tätig sind und ihre tägliche Arbeit verrichten, dem Tempelbau aber ein Zehntel ihrer Zeit widmen, sind andere nicht weniger eifrig dabei, ihren Zehnten und ihre Opfergaben für denselben großen Zweck darzubringen. Seit Gründung dieser Kirche haben wir noch nie eine größere Bereitschaft gesehen, den [Forderungen] Jehovas zu entsprechen, noch nie ein so brennendes Verlangen, den Willen Gottes zu tun, noch nie so heftige Anstrengungen; noch nie sind größere Opfer gebracht worden, als seit der Herr gesagt hat: ‚Der Tempel soll gebaut werden, und zwar vom Zehnten meines Volkes‘ [siehe LuB 97:10,11]. Es war, als ruhe ein Geist des Unternehmens, der Menschenliebe und des Gehorsams gleichzeitig auf Alt und Jung, auf Brüdern und Schwestern, auf Jungen und Mädchen, ja sogar auf Fremden, die nicht in der Kirche sind – alle vereint in einer beispiellosen Großzügigkeit, um dieses große Werk zuwege zu bringen; auch Witwen konnten vielfach nicht davon abgehalten werden, von ihrer kümmerlichen Habe ihr Scherflein beizutragen.

Wir möchten nun allen, Alt und Jung, denen in der Kirche ebenso wie denen außerhalb, unseren aufrichtigen Dank für ihr beispielloses Verhalten aussprechen: Für ihre Freigebigkeit, Freundlichkeit, ihren Eifer und Gehorsam, womit sie sich bei diesem Anlass ausgezeichnet haben. Es ist nicht so, dass wir persönlich oder im Einzelnen einen materiellen Vorteil davon haben, wenn aber die Brüder, wie in diesem Fall, mit Herz und Hand einig sind und die Schulter an das Rad stemmen, so wird dadurch unsere Sorge, unsere Mühe, unsere Arbeit und Unruhe wesentlich verringert; unser Joch drückt nicht so sehr und unsere Last ist leicht [siehe Matthäus 11:30].“8

„Lasst mich nun ein für alle Mal wie der Psalmist in alter Zeit sagen: ‚Wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen. Das ist wie köstliches Salböl, das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, das auf sein Gewand hinabfließt. Das ist wie der Tau des Hermon, der auf den Berg Zion niederfällt. Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.‘ Einigkeit ist Macht [Siehe Psalm 133:1-3.]“9

Unsere Einigkeit nimmt zu, wenn wir danach trachten, Gottes Gesetzen gegenüber gehorsam zu sein und unsere selbstsüchtigen Gefühle und Vorurteile zu überwinden

Im Dezember 1840 schrieb der Prophet an Mitglieder des Kollegiums der Zwölf und andere Priestertumsführer, die eine Mission in Großbritannien erfüllten: „[Es ist] … auch sehr befriedigend für mich, dass zwischen euch ein so gutes Einvernehmen herrscht und dass die Heiligen so freudig auf euren Rat hören und in dieser Arbeit der Liebe und im Bemühen um mehr Wahrheit und Rechtschaffenheit so eifrig sind. So soll es in der Kirche Jesu Christi auch sein: Einigkeit macht stark! ‚Wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.‘ [Psalm 133:1.] Die Heiligen des Allerhöchsten mögen immer diesen Grundsatz pflegen, dann werden sich für sie die herrlichsten Segnungen ergeben, nicht nur für jeden persönlich, sondern für die ganze Kirche – die Ordnung des Reiches bleibt bewahrt, seine Beamten werden geachtet, und seine Forderungen werden bereitwillig und freudig befolgt. …

Unity maintains the order of the Kingdom.

„Einigkeit macht stark. ‚Wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.‘ Die Heiligen des Allerhöchsten mögen immer diesen Grundsatz pflegen.“

Die Heiligen mögen sich dessen bewusst sein, dass von der Bemühung eines jeden Einzelnen viel abhängt und dass sie berufen sind, unsere und des Heiligen Geistes Mitarbeiter zu sein, um das große Werk der Letzten Tage zu vollbringen, und in Anbetracht von dessen Ausmaßen, Segnungen und Herrlichkeiten soll jedes eigensüchtige Gefühl nicht nur begraben, sondern ganz ausgelöscht werden; Liebe zu Gott und Menschen muss vorherrschen und im Herzen aller mit Triumph regieren, damit ihr Gemüt dem des Henoch in alter Zeit gleich werde, damit sie alles verstehen können, Gegenwärtiges, Vergangenes und Zukünftiges, damit ihnen keine Gnadengabe fehlt, während sie auf das Kommen Jesu Christi, unseres Herrn, warten [siehe 1 Korinther 1:7].

Das Werk, worin wir vereint tätig sind, ist kein gewöhnliches Werk. Die Feinde, mit denen wir es zu tun haben, sind durchtrieben und im Manövrieren sehr geschickt; an uns liegt es, auf der Hut zu sein und unsere Kraft zusammenzuhalten und dass zwischen uns nur die besten Gefühle herrschen. Dann werden wir mit der Hilfe des Allmächtigen von Sieg zu Sieg eilen, von Überwindung zu Überwindung: unser böser Trieb wird bezwungen sein, unsere Vorurteile werden weichen. Wir werden im Herzen keinen Platz für Hass finden, das Laster wird sein missgestaltetes Haupt verbergen, und in der Sicht des Himmels werden wir Bewährte dastehen, anerkannt als Söhne Gottes.

Mögen wir doch begreifen, dass wir nicht für uns selbst leben sollen, sondern für Gott; dadurch wird auf uns der größte Segen ruhen – in der Zeit ebenso wie in der Ewigkeit.“10

„Den Heiligen, die hierher [nach Nauvoo] gekommen sind, möchten wir sagen, dass wir die Grundlage für die Sammlung des Gottesvolkes an diesem Ort gelegt haben, und wenn die Heiligen kommen, so erwarten [wir], dass ihnen der Rat zugänglich ist, den Gott bestimmt hat. … Wir sind hier bestrebt, uns die Lenden zu gürten und das Übeltun hinwegzutun, das unter uns vorhanden ist, und wenn unsere Brüder von auswärts hierher kommen, so hoffen wir, dass sie uns behilflich sein werden, dieses gute Werk voranzubringen und diesen großen Plan zu verwirklichen, damit ‚Zion in Rechtschaffenheit errichtet werden kann und alle Nationen zu seinem Banner strömen‘; damit wir, das Volk Gottes, dessen Leitung ja wir unterstehen und dessen Gesetz wir gehorsam sind, in Rechtschaffenheit und Wahrheit heranwachsen; damit wir, wenn seine Absicht verwirklicht ist, ein Erbteil unter denjenigen empfangen, die geheiligt sind.“11

„Wir alle haben Freunde, einen Bekanntenkreis, eine Familie und gesellschaftliche Verbindungen; und wir stellen fest, dass das Band der Freundschaft … und Bruderschaft uns untrennbar mit tausend liebenswerten Menschen vereint hat; wir alle haben den einen gemeinsamen Glauben angenommen, und zwar den, der ‚den Heiligen ein für allemal anvertraut ist‘ [Judas 1:3]. Wir wurden begünstigt, indem wir das immerwährende Evangelium vernommen haben, das uns durch den Geist der Prophezeiung kundgetan wurde, indem die Himmel geöffnet wurden, durch die Gabe des Heiligen Geistes, den Dienst von Engeln und durch die Macht Gottes. … Anteilnahme für unseresgleichen ist im ganzen Leib zu verspüren, der ja der Leib Christi und laut Paulus die Kirche Christi ist; und kein Glied des Leibes kann versehrt werden, ohne dass es den anderen Gliedern Schmerz bereitet, denn Paulus sagt: ‚Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm‘ [siehe 1 Korinther 12:12-27].“12

Die größten zeitlichen und geistigen Segnungen ergeben sich immer aus gemeinsamer Anstrengung

Im Januar 1841 gaben der Prophet Joseph Smith und seine Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft den Heiligen, die aus verschiedenen Teilen der Welt nach Nauvoo kamen, folgende Anweisungen: „Nur durch eine verstärkte Aktion und gemeinsame Anstrengung können wir das große Werk der Letzten Tage vollbringen …, wobei sich sowohl unsere zeitliche als auch unsere geistige Situation sehr verbessern wird und die Segnungen des Himmels in einem nicht endenden Strom auf uns herabfließen werden; diesbezüglich, so denken wir, kann es keinen Zweifel geben.

Die größten zeitlichen und geistigen Segnungen resultieren immer aus Glaubenstreue und gemeinsamer Anstrengung und wurden nie vom Bemühen Einzelner oder von Unternehmertum hervorgebracht. Die Geschichte aller vergangenen Epochen legt hiervon reichlich Zeugnis ab. …

Wir wünschen uns, dass die Heiligen verstehen, dass sie, wenn sie hierher kommen, keine Vollkommenheit erwarten dürfen oder dass überall nur Eintracht, Frieden und Liebe herrschen. Wenn sie diesen Gedanken nachgeben, werden sie zweifellos enttäuscht, denn hier gibt es nicht nur Menschen aus verschiedenen Bundesstaaten, sondern aus unterschiedlichen Nationen, die trotz ihrer Verbundenheit mit der Sache der Wahrheit ihre erziehungsbedingten Vorurteile haben, und es folglich einige Zeit erfordert, bis diese überwunden werden können. Und dann gibt es einige, die heimlich umherschleichen und bestrebt sind, Zwietracht, Hader und Feindschaft unter uns zu säen und auf diese Weise den Heiligen Übel bringen. … Lasst daher diejenigen, die an diesen Ort gekommen sind, unbeirrt die Gebote Gottes halten und nicht von diesen Dingen, die wir genannt haben, entmutigt sein; dann werden sie vorankommen – die Intelligenz des Himmels wird ihnen zuteil werden, und schließlich werden sie sie mit eigenen Augen sehen und sich der ganzen Früchte jener Herrlichkeit erfreuen, die für die Rechtschaffenen bereitet ist.

Um den Tempel des Herrn zu errichten, werden große Anstrengungen seitens der Heiligen gefordert, damit sie ein Haus erbauen, das vom Allmächtigen angenommen werden und in dem sich seine Macht und Herrlichkeit kundtun wird. Lasst darum diejenigen, die freimütig ihre Zeit, ihre Talente und ihr Eigentum einsetzen können, für das Gedeihen des Reiches Gottes und um der Liebe willen, die sie für die Sache der Wahrheit haben, … sich in dem großen Werk der Letzten Tage mit uns vereinen und der Drangsal teilhaftig werden, damit sie schließlich an der Herrlichkeit und dem Triumph teilhaben können.“13

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Anregungen siehe Seite VII–XIII.

  • Denken Sie über die Aussage des Propheten Joseph Smith: „Lang ziehen, kräftig ziehen, an einem Strang ziehen“ (Seite 303) nach. Was passiert, wenn man sich nicht ausreichend lang oder nicht mit genügend Kraft anstrengt? Was passiert, wenn jeder in eine andere Richtung zieht? Inwiefern können wir die Aussage des Propheten auf unsere Familie oder unsere Berufung in der Kirche beziehen?

  • Lesen Sie den letzten ganzen Absatz auf Seite 304f. Warum wird unsere Last leichter, wenn wir zusammenarbeiten? (Beispiele finden Sie auf Seite 301-305.) Welche Grundsätze haben Ihnen dabei geholfen, besser in Einigkeit mit anderen zusammenzuarbeiten?

  • Lesen Sie noch einmal den letzten Absatz auf Seite 305f. Welche Gefahren gehen von Selbstsucht aus? Was können wir tun, um selbstsüchtige Gefühle in uns auszumerzen? Wie fühlen Sie sich, wenn „Liebe zu Gott und Menschen“ in Ihrem Herzen vorherrscht?

  • Lesen Sie noch einmal den Absatz, der unten auf Seite 307 beginnt. Inwiefern gereichen Ihnen die Bande der Freundschaft und liebenswerte Menschen in Ihrer Gemeinde oder Ihrem Zweig zum Guten? Inwiefern wirkt es sich positiv auf die Gemeinde bzw. den Zweig aus, wenn „Anteilnahme für unseresgleichen im ganzen Leib zu verspüren“ ist?

  • Lesen Sie aufmerksam den Absatz, der unten auf der Seite 308 beginnt. Warum ist es wohl unklug, von den Mitgliedern unserer Gemeinde bzw. unseres Zweiges Vollkommenheit zu erwarten? Haben Sie schon einmal erlebt, wie eine unvollkommene Gemeinschaft ihre einzelnen Talente und Fähigkeiten für eine gemeinsame Sache eingesetzt hat? Was war das Resultat dieser gemeinsamen Anstrengung?

Einschlägige Schriftstellen: Matthäus 18:19,20; Johannes 17:6-26; Mosia 18:21; 3 Nephi 11:29,30; LuB 38:24-27; Mose 7:18

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Frederick G. Williams, zitiert von Truman O. Angell, in Truman Osborn Angell, Autobiography 1884, Seite 14f., Archiv der Kirche

  2.   2.

    Hyrum Smith, zitiert in Lucy Mack Smith, „The History of Lucy Smith, Mother of the Prophet“, Manuskript von 1844/45, Band 14, Seite 1f., Archiv der Kirche

  3.   3.

    History of the Church, 1:349; aus „History of the Church“ (Manuskript), Band A-1, Seite 296f., Archiv der Kirche

  4.   4.

    Heber C. Kimball, „Extracts from H. C. Kimball’s Journal“, Times and Seasons, 15. April 1845, Seite 867f.

  5.   5.

    Heber C. Kimball, Deseret News, 27. Mai 1863, Seite 377

  6.   6.

    Zitiert von Brigham Young, Deseret News: Semi-Weekly, 20. April 1867, Seite 2

  7.   7.

    History of the Church, 4:212f.; Absatzeinteilung geändert; aus einem Bericht von Joseph Smith und seinen Ratgebern in der Ersten Präsidentschaft, 4. Oktober 1840, Nauvoo, Illinois, veröffentlicht in Times and Seasons, Oktober 1840, Seite 187

  8.   8.

    History of the Church, 4:608f.; aus „The Temple„, Leitartikel in Times and Seasons, 2. Mai 1842, Seite 775f.; Joseph Smith war der Herausgeber der Zeitschrift

  9.   9.

    History of the Church, 6:70; aus einem Brief von Joseph Smith an die Heiligen, 1. November 1843 in Nauvoo, Illinois, veröffentlicht in Times and Seasons, 1. November 1843, Seite 376f.; dieser Brief ist in History of the Church fälschlich auf den 8. November 1843 datiert

  10.   10.

    History of the Church, 4:227, 230f.; aus einem Brief von Joseph Smith an die Zwölf Apostel, 15. Dezember 1840, Nauvoo, Illinois, veröffentlicht in Times and Seasons, 1. Januar 1841, Seite 258, 260f.; dieser Brief ist in History of the Church fälschlich auf den 19. Oktober 1840 datiert

  11.   11.

    History of the Church, 5:65f.; aus „The Government of God“, Leitartikel in Times and Seasons, 15. Juli 1842, Seite 858; Joseph Smith war der Herausgeber der Zeitschrift

  12.   12.

    „To the Saints of God“, Leitartikel in Times and Seasons, 15. Oktober 1842, Seite 951; Joseph Smith war der Herausgeber der Zeitschrift

  13.   13.

    History of the Church, 4:272f.; aus einem Brief von Joseph Smith und seinen Ratgebern in der Ersten Präsidentschaft an die Heiligen, 15. Januar 1841, Nauvoo, Illinois, veröffentlicht in Times and Seasons, 15. Januar 1841, Seite 276f.