Die Verordnungen und Segnungen des Tempels empfangen

Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph Smith, 2011


Der Tempel ist ein Ort, an dem Gott „seinem Volk die Verordnungen seines Hauses und die Herrlichkeiten seines Reiches offenbaren und den Menschen die Errettung darlegen“ kann.

Aus dem Leben von Joseph Smith

Von den frühesten Tagen der Wiederherstellung an hat der Herr den Propheten Joseph Smith darüber belehrt, wie wichtig der Tempel ist. Obwohl der Prophet sehr häufig umziehen und sich ständig dringenden Angelegenheiten widmen musste, die seine Zeit und Aufmerksamkeit erforderten, verlor er niemals die Notwendigkeit aus den Augen, ein Haus des Herrn zu bauen. In Independence, Missouri, war ein Grundstück für einen Tempel geweiht worden. In Kirtland, Ohio, war ein wunderschöner Tempel errichtet und geweiht worden. In Far West, Missouri, waren bereits die Ecksteine für einen Tempel gelegt worden, als alles zurückgelassen werden musste. Jetzt, da die Mitglieder begannen, in Nauvoo ihr Leben wieder aufzubauen – viele hatten nicht genug Nahrung und keine richtige Unterkunft oder Arbeit – wusste Joseph Smith, dass es wiederum die wichtigste Arbeit der Heiligen war, einen Tempel zu bauen.

Said Joseph, “We need the temple more than anything else.”

Der wiederaufgebaute Tempel in Nauvoo steht an der gleichen Stelle wie der ursprüngliche Tempel. Während der Errichtung des ursprünglichen Nauvoo-Tempels erklärte der Prophet Joseph Smith: „Wir brauchen den Tempel mehr als alles andere.“

Auf das Gebot des Herrn hin (siehe LuB 124:25-28) beeilten sich der Prophet und die Heiligen nach Kräften, mit der Errichtung eines Hauses des Herrn zu beginnen. Aber der Prophet erkannte, dass sich die Bauzeit über Jahre erstrecken würde, und er wusste, dass die Heiligen alle Segnungen des Tempels brauchten. Deshalb vollzog Joseph Smith am 4. Mai 1842 das Endowment an einer kleinen Gruppe glaubenstreuer Brüder, obwohl der Tempel noch nicht fertiggestellt war.

Die Gruppe traf sich im großen, oberen Raum des Backsteinladens des Propheten, der „so hergerichtet war wie das Innere eines Tempels, so gut es die Umstände zuließen“1. Franklin D. Richards vom Kollegium der Zwölf Apostel schrieb: „Als der Geist [Joseph Smith] eingab, dass sich sein Lebenswerk dem Ende näherte, und als er erkannte, dass seine irdischen Tage vor der Fertigstellung des Tempels zu Ende gehen könnten, berief er einige Ausgewählte und übertrug ihnen die Verordnungen des heiligen Endowments, damit die Schätze von Gott, die er im Sinn hatte, nicht mit seinem Tod von der Erde verschwinden würden.“2

In den Aufzeichnungen des Propheten steht geschrieben: „Ich verbrachte den Tag im Zimmer über dem Laden, in meinem Privatbüro, in Beratung mit General James Adams aus Springfield, Patriarch Hyrum Smith, den Bischöfen Newel K. Whitney und George Miller, Präsident Brigham Young und Elder Heber C. Kimball sowie Elder Willard Richards. Ich unterwies sie in den Prinzipien und der Ordnung des Priestertums und behandelte dabei die Waschung, die Salbung und das Endowment sowie die Übertragung der Schlüssel, die zum Aaronischen Priestertum gehören, und so fort bis zur höchsten Ordnung des Melchisedekischen Priestertums; ich legte die Ordnung dar, die zum ‚Hochbetagten‘ gehört, und erklärte alle die Pläne und Prinzipien, die es einem jeden möglich machen, sich die Fülle aller Segnungen zu sichern, die für die Kirche des Erstgeborenen bereitet sind, und in die Gegenwart Elohims hinaufzugelangen und dort in den ewigen Welten zu wohnen. In diesem Rat wurde die in der alten Zeit gültige Ordnung der Dinge zum erstenmal in diesen Letzten Tagen wiedereingeführt.

Die Mitteilungen, die ich diesem Rat machte, waren geistiger Natur und nur für geistig eingestellte Menschen bestimmt; und es wurde diesen Männern nichts bekannt gegeben, was nicht allen Heiligen der Letzten Tage bekannt gegeben werden wird, sobald sie bereit sind, es zu empfangen, und ein geeigneter Ort vorhanden ist, es ihnen mitzuteilen – selbst dem Schwächsten der Heiligen. Darum sollen die Heiligen eifrig am Tempel und an den anderen Häusern bauen, die Gott ihnen zu bauen geboten hat oder noch gebieten wird.“3

Während die Mehrheit der Heiligen ihr Endowment empfing, nachdem der Nauvoo-Tempel fertiggestellt war, gab es eine begrenzte Anzahl von Männern und Frauen, die diese Segnung in den Monaten nach der Versammlung im Mai 1842 empfingen. Mercy Fielding Thompson war eine von ihnen. Als sie das En-dowment empfing, sagte der Prophet zu ihr: „Dies wird dich aus der Finsternis in das wunderbare Licht bringen.“4

Lehren von Joseph Smith

Den Heiligen ist von Gott geboten, Tempel zu bauen

Im Januar 1833 schrieb der Prophet in Kirtland, Ohio: „Der Herr hat uns in Kirtland geboten, ein Haus Gottes zu bauen … dies ist das Wort des Herrn an uns, und wir müssen, ja, wenn der Herr uns hilft, werden wir gehorchen. Denn, bedingt auf unseren Gehorsam, hat er uns Großes verheißen, ja, sogar einen Besuch vom Himmel, um uns mit seiner Gegenwart zu ehren. Und nun bangen wir, in Erwartung des Herrn, sehr davor, dass wir dieser großen Ehre verlustig gehen, die unser Meister uns zukommen lassen möchte; wir trachten nach Demut und großem Glauben, damit wir uns in seiner Gegenwart nicht schämen müssen.“5

Im September 1840 erklärten der Prophet und seine Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, dass die Zeit gekommen sei, den Nauvoo-Tempel zu errichten: „In dem Glauben, dass nun die Zeit gekommen ist, da in dieser Region des Landes ein Haus des Betens, ein Haus der Ordnung, ein Haus, in dem wir unseren Gott anbeten können, [siehe LuB 88:119] errichtet werden muss, in dem seine heiligen Handlungen so vollzogen werden können, wie es seinem göttlichen Willen entspricht, – um das zu vollbringen, müssen beträchtliche Anstrengungen unternommen werden und es werden Mittel gebraucht – und da das Werk in Rechtschaffenheit beschleunigt werden muss, kommt es den Heiligen zu, in ihrem Sinn die Wichtigkeit all dessen bei all ihrem Tun abzuwägen und dann die geeigneten Schritte zu unternehmen, um sie in die Tat umzusetzen; sie sollen sich mit Mut wappnen und sich entschließen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun und sich mit so großem Interesse einzusetzen, als ob die ganze Arbeit nur von ihnen abhänge. Indem sie das tun, werden sie die glorreichen Taten ihrer Väter nachahmen und sich und ihrer Nachkommenschaft bis zur letzten Generation die Segnungen des Himmels sichern.“6

Im Januar 1841 schrieben der Prophet und seine Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft: „Der Tempel des Herrn wird gegenwärtig hier [in Nauvoo] errichtet, wo die Heiligen zusammenkommen, um den Gott ihrer Väter so zu verehren, wie es der Ordnung seines Hauses und den Kräften des heiligen Priestertums entspricht, und er wird so konstruiert sein, dass alle Obliegenheiten des Priestertums auf die rechte Weise ausgeführt werden können; hier wird Weisung vom Allerhöchsten empfangen und in die fernen Länder hinausgesandt werden. So wollen wir also all unsere Kräfte … zusammenziehen und uns bemühen, es in allem, was für unsere und alle künftigen Generationen so ungeheuer wichtig ist, den alten Vätern des Bundes und Patriarchen gleichzutun.“7

Früh im Jahr 1841 verkündete Joseph Smith Folgendes, wie es von William P. McIntire aufgezeichnet wurde: „Joseph sagte, der Herr habe gesagt, dass wir unser Haus in seinem Namen bauen sollten, damit wir uns für die Toten taufen lassen können. Aber wenn wir das nicht täten, sollten wir verworfen werden und unsere Toten mit uns, und diese Kirche sollte nicht annehmbar sein [siehe LuB 124:32].“8

Im April 1842 sagte der Prophet: „Die Kirche ist noch nicht voll organisiert und wird es auch erst sein, wenn der Tempel fertig ist, sodass der richtige Ort vorhanden ist, wo die Priestertumsverordnungen vollzogen werden können.“9

Im Juli 1842 erklärte der Prophet: „Der Herr hat uns geboten, den [Nauvoo-]Tempel … zu bauen, und dieses Gebot ist für uns genauso bindend wie jedes andere; und wer sich an dieser Sache nicht beteiligt, ist ebenso ein Übertreter, wie wenn er irgendein anderes Gebot bräche; er tut nicht den Willen Gottes, erfüllt nicht seine Gesetze.“10

Im Oktober 1843 ermahnte der Prophet die Heiligen: „Beschleunigt die Arbeit im Tempel, macht erneute Anstrengungen, um das ganze Werk der Letzten Tage voranzubringen, und wandelt vor dem Herrn in Ernsthaftigkeit und Rechtschaffenheit.“11

Im März des Jahres 1844 traf sich der Prophet mit den Zwölf und dem Nauvoo-Tempelkomitee, um über die Verwendung der kärglichen Mittel der Kirche zu sprechen. In dieser Versammlung sagte der Prophet: „Wir brauchen den Tempel mehr als alles andere.“12

Im Tempel lernen wir die Dinge, die die Ewigkeit betreffen, und empfangen für uns selbst und unsere Vorfahren Verordnungen der Errettung

„Was war der Zweck bei der Sammlung … des Gottesvolkes zu irgendeiner Zeit? … Der Hauptzweck war der, dass dem Herrn ein Haus gebaut werden sollte, worin er seinem Volk die Verordnungen seines Hauses und die Herrlichkeiten seines Reiches offenbaren und den Menschen die Errettung darlegen konnte; denn es gibt bestimmte Verordnungen und Grundsätze, die, nachdem sie gelehrt und ausgeübt worden sind, an einem dafür errichteten Ort vollzogen werden müssen.

In the temple we learn the things of eternity.

Der Cardston-Alberta-Tempel in Kanada. Im heiligen Tempel offenbart der Herr seinem Volk „die Herrlichkeiten seines Reiches“ und legt ihm die Errettung dar

… Die heiligen Handlungen, die im Priestertum für die Errettung des Menschen im Himmel vor Grundlegung der Welt beschlossen worden sind, dürfen nicht abgeändert werden. Jeder muss gemäß denselben Grundsätzen errettet werden.

Zu demselben Zweck sammelt Gott sein Volk in den Letzten Tagen, damit es dem Herrn ein Haus baut, um es für die Verordnungen und das Endowment, für die Waschungen und Salbungen usw. bereitzumachen. Eine der Verordnungen im Haus des Herrn ist die Taufe für die Verstorbenen. Gott hat vor der Grundlegung der Welt beschlossen, dass diese Verordnung in einem Becken zu vollziehen sei, das zu dem Zweck im Haus des Herrn aufgestellt ist. …

Die Lehre von der Taufe für die Toten ist im Neuen Testament ganz klar dargelegt; … Das war doch der Grund, warum Jesus zu den Juden sagte: ‚Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt; aber ihr habt nicht gewollt‘ [Matthäus 23:37]. Sie sollten ja die Verordnung der Taufe für die Toten ebenso vollziehen wie die übrigen Verordnungen des Priestertums, um sich in dem, was zum Reich Gottes gehört, zu vervollkommnen – aber sie haben nicht gewollt. Das war am Pfingsttag der Fall: diese Segnungen wurden damals über die Jünger ausgegossen. Gott hat verordnet, er werde die Toten erretten, und er werde es durch die Zusammenführung seines Volkes bewirken. …

… Warum soll sich das Volk an diesem Ort sammeln? Zu demselben Zweck, zu dem Jesus die Juden sammeln wollte – damit sie die Verordnungen, die Segnungen und Herrlichkeiten empfangen können, die Gott für seine Heiligen bereithält. Ich frage nun diese Versammlung und alle Heiligen, ob ihr jetzt dieses Haus bauen und die Verordnungen und Segnungen empfangen wollt, die Gott für euch bereithält; oder wollt ihr dem Herrn dieses Haus nicht bauen und ihn vorüberziehen lassen, dass er diese Segnungen einem anderen Volk zuteil werden lässt?“13

„Sobald der [Nauvoo]-Tempel und das Taufbecken fertig sind, rechnen wir damit, den Ältesten Israels ihre Waschung und Salbung zukommen zu lassen und uns mit den letzten und höchst eindrucksvollen Verordnungen zu befassen, ohne die wir einen celestialen Thron nicht erlangen können. Zu diesem Zweck muss aber eine heilige Stätte bereitgemacht werden. Zur Zeit der Grundsteinlegung für den Tempel hat es eine diesbezügliche Bekanntmachung gegeben, und bis zur Fertigstellung sind Vorkehrungen getroffen worden, sodass Menschen das Endowment empfangen und Könige und Priester vor Gott, dem Allerhöchsten, werden können. … Es muss jedoch ein Haus geben, das ausdrücklich zu diesem Zweck gebaut worden ist und wo man für seine Toten getauft werden kann. …

Es gibt diesbezüglich vom Herrn ein feststehendes Gesetz: Es muss für die Errettung unserer Toten eine ganz besondere Stätte geben. Ich glaube wahrhaftig, dass es eine solche Stätte geben wird, und daher können die, die ihre Toten erretten möchten, kommen und ihre Familie mitbringen und die Arbeit tun, indem sie sich für ihre Toten taufen lassen und sich den übrigen Verordnungen für sie unterziehen.“14

„Häufig wird die Frage gestellt: ‚Können wir denn nicht errettet werden, ohne dass wir alle diese Verordnungen durchmachen?‘ Meine Antwort ist: Nein, jedenfalls gibt es dann keine Fülle der Errettung. Jesus sagte: ‚Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.‘ [Johannes 14:2.] Der hier gebrauchte Ausdruck Haus hätte mit Reich übersetzt werden sollen; und jeder, der in die höchste Wohnung erhöht wird, muss nach einem celestialen Gesetz leben, und zwar nach dem ganzen Gesetz.“15

„Wenn ein Mann die Fülle des Priestertums Gottes erlangt, so muss das auf die gleiche Weise geschehen, wie Jesus Christus sie erlangt hat, nämlich indem er alle Gebote hält und sämtliche Verordnungen, die zum Haus des Herrn gehören, befolgt. …

Alle Menschen, die Erben Gottes und Miterben Christi werden, müssen die Fülle der Verordnungen seines Reiches empfangen; und wer nicht alle Verordnungen empfängt, wird die Fülle dieser Herrlichkeit nicht erreichen.“16

„Könnten wir alles, was seit den Tagen Adams über das Verhältnis des Menschen zu Gott und den Engeln im zukünftigen Stand geschrieben worden ist, lesen und begreifen, so würden wir dennoch nur wenig darüber wissen. Dass wir die Erfahrung anderer Menschen lesen, kann uns ebenso wenig einen umfassenden Einblick in unsere eigene Lage und unsere wahre Beziehung zu Gott geben wie eine Offenbarung, die einem anderen zuteil wird. Diesbezügliches Wissen kann man nur dadurch gewinnen, dass man selbst die Erfahrung macht, und zwar durch die Verordnungen, die Gott zu diesem Zweck eingerichtet hat. Könntet ihr nur fünf Minuten lang in den Himmel blicken – ihr würdet mehr wissen, als wenn ihr alles, was je darüber geschrieben wurde, gelesen hättet. … Ich gebe den Heiligen die Versicherung, dass die diesbezügliche Wahrheit erkannt werden kann, nämlich durch die Offenbarungen Gottes auf dem Weg über seine Verordnungen und als Antwort auf Gebet.“17

„Die Ordnung im Haus Gottes war und ist immer gleich und wird es auch immer sein, selbst nach dem Kommen Christi; und nach dem Ende der tausend Jahre wird sie noch immer gleich sein, und wir werden schließlich in das celestiale Reich Gottes gelangen und für immer daran Freude haben.“18

Der Tempel ist ein Ort der Heiligkeit, wo wir die bedeutendsten Segnungen empfangen, die Gott für seine Kinder hat

Im Weihungsgebet für den Kirtland-Tempel, das dem Propheten durch Offenbarung gegeben und später in Lehre und Bündnisse 109 aufgezeichnet wurde, bat der Prophet: „Und so bitten wir dich nun, heiliger Vater, … [dass] deine Herrlichkeit sich niederlasse auf dein Volk und auf dieses dein Haus, das wir dir nun weihen, damit es geheiligt werde und als Heiligtum geweiht sei und damit deine heilige Gegenwart sich beständig in diesem Haus befinde; und damit alle Menschen, die über die Schwelle des Hauses des Herrn treten, deine Macht verspüren und sich gedrängt fühlen anzuerkennen, dass du es geheiligt hast und dass es dein Haus ist, eine Stätte deiner Heiligkeit.

Und gewähre, heiliger Vater, dass all jenen, die in diesem Haus anbeten werden, Worte der Weisheit aus den besten Büchern gelehrt werden und dass sie nach Wissen trachten, ja durch Studium und auch durch Glauben, wie du gesagt hast, und dass sie in dir aufwachsen und eine Fülle des Heiligen Geistes empfangen und sich gemäß deinen Gesetzen organisieren und bereit sind, alles zu erlangen, was nötig ist, und dass dieses Haus ein Haus des Betens, ein Haus des Fastens, ein Haus des Glaubens, ein Haus der Herrlichkeit und Gottes sei, ja, dein Haus. …

Und wir bitten dich, heiliger Vater: Mögen deine Knechte, wenn sie von diesem Haus hinausgehen, mit deiner Macht ausgerüstet sein, und möge dein Name auf ihnen sein und deine Herrlichkeit rings um sie sein und deine Engel Verantwortung über sie haben; und mögen sie von dieser Stätte überaus große und herrliche Nachricht in Wahrheit hinaustragen bis an die Enden der Erde, damit sie wissen, dass dies dein Werk ist und dass du deine Hand ausgestreckt hast, um das zu erfüllen, was du durch den Mund der Propheten in Bezug auf die Letzten Tage gesprochen hast.

Wir bitten dich, heiliger Vater, gib dem Volk, das anbeten und sich einen achtbaren Namen und Stand in diesem deinem Haus bewahren wird, für alle Generationen und für die Ewigkeit festen Bestand, dass keiner Waffe, die gegen es geformt wird, etwas gelinge; dass derjenige, der ihm eine Grube gräbt, selbst hineinfalle; dass keine Verbindung der Schlechtigkeit die Macht habe, sich zu erheben und dein Volk zu überwältigen, auf dass in diesem Haus dein Name gelegt werden wird.“19

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Anregungen siehe Seite VII–XIII.

  • Lesen Sie noch einmal den letzten Absatz auf Seite 460 und den ersten Absatz auf Seite 461. Inwiefern bringt uns die Tempelarbeit „aus der Finsternis in das wunderbare Licht“? Was bedeutet es Ihrer Meinung nach, „geistig eingestellt“ zu sein? Warum müssen wir „geistig eingestellt“ sein, um das Licht zu empfangen, das wir im Tempel finden können?

  • Als die Heiligen in Nauvoo am Bau des Tempels arbeiteten, sagte ihnen der Prophet Joseph Smith: „Wir brauchen den Tempel mehr als alles andere.“ (Seite 463.) Lesen Sie noch einmal Seite 459-463 und suchen Sie nach Gründen, warum diese Aussage zutrifft. Inwiefern trifft die Aussage des Propheten auf Ihr Leben zu?

  • Befassen Sie sich mit Joseph Smiths Lehren über das Gebot, Tempel zu errichten (Seite 461f.). Warum wäre die Kirche wohl ohne Tempel und Tempelverordnungen nicht „voll organisiert“? Was können wir heute tun, um die Arbeit im Tempel zu beschleunigen? Warum müssen wir „die Wichtigkeit [der Tempelarbeit] abwägen“?

  • Lesen Sie noch einmal die Lehren des Propheten über die heiligen Tempelverordnungen und was wir aus ihnen lernen können (Seite 463ff.). Welche dieser Lehren hilft Ihnen besonders, die Wichtigkeit der Tempelverordnungen zu verstehen?

  • Lesen Sie den ersten Absatz auf Seite 466. Wenn Sie die Tempelverordnungen bereits empfangen haben, denken Sie darüber nach, was Sie aus Ihren Erfahrungen über Ihre „eigene Lage und … wahre Beziehung zu Gott“ lernen können. Wenn Sie noch nie im Tempel waren oder wenn Sie schon eine Weile nicht mehr dort gewesen sind, überlegen Sie, wie Sie sich auf einen Tempelbesuch vorbereiten können.

  • Welche Segnungen können wir empfangen, wenn wir in den Tempel gehen? (Beispiele finden Sie auf Seite 466f.) Wie können Sie nach der Lektüre dieses Kapitels Ihren Besuch im Tempel noch sinnvoller gestalten?

Einschlägige Schriftstellen: Psalm 24:3-5; Jesaja 2:2,3; LuB 124:25-28,39-41

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Lucius N. Scovil, Desert News: Semi-Weekly, 15. Februar 1884, Seite 2

  2.   2.

    Franklin D. Richards, „A Tour of Historic Scenes“, Contributor, Mai 1886, Seite 301

  3.   3.

    History of the Church, 5:1f.; Absatzeinteilung geändert; aus „History of the Church“ (Manuskript), Band C-1, Seite 1328f., Archiv der Kirche

  4.   4.

    Mercy Fielding Thompson, „Recollections of the Prophet Joseph Smith“, Juvenile Instructor, 1. Juli 1892, Seite 400

  5.   5.

    History of the Church, 1:316f.; aus einem Brief von Joseph Smith an William W. Phelps, 11. Januar 1833, Kirtland, Ohio; dieser Brief ist in History of the Church fälschlich auf den 14. Januar 1833 datiert

  6.   6.

    History of the Church, 4:186; aus einem Brief von Joseph Smith und seinen Ratgebern in der Ersten Präsidentschaft an die Heiligen, September 1840, Nauvoo, Illinois, veröffentlicht in Times and Seasons, Oktober 1840, Seite 178f.

  7.   7.

    History of the Church, 4:269; aus einem Brief von Joseph Smith und seinen Ratgebern in der Ersten Präsidentschaft an die Heiligen, 15. Januar 1841, Nauvoo, Illinois, veröffentlicht in Times and Seasons, 15. Januar 1841, Seite 274

  8.   8.

    William P. McIntire, Bericht über eine Rede von Joseph Smith Anfang 1841 in Nauvoo, Illinois; William Patterson McIntire, Notebook 1840–1845, Archiv der Kirche

  9.   9.

    History of the Church, 4:603; aus einer Rede von Joseph Smith am 28. April 1842 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Eliza R. Snow; siehe auch Anhang, Seite 562, Punkt 3

  10.   10.

    History of the Church, 5:65; aus „The Government of God“, Leitartikel in Times and Seasons, 15. Juli 1842, Seite 857f.; Joseph Smith war der Herausgeber der Zeitschrift

  11.   11.

    History of the Church, 6:52.; aus einer Rede von Joseph Smith am 9. Oktober 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Willard Richards und berichtet in Times and Seasons, 15. September 1843, Seite 331f.; diese Ausgabe Times and Seasons kam verspätet heraus

  12.   12.

    History of the Church, 6:230; aus einem Tagebucheintrag von Joseph Smith, 4. März 1844, Nauvoo, Illinois

  13.   13.

    History of the Church, 5:423ff., 427; Absatzeinteilung geändert; aus einer Rede von Joseph Smith am 11. Juni 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff und Willard Richards; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  14.   14.

    History of the Church, 6:319; aus einer Rede von Joseph Smith am 8. April 1844 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff, Willard Richards, Thomas Bullock und William Clayton; siehe auch Anhang, Seite 624,Punkt 3.

  15.   15.

    History of the Church, 6:184; aus einer Rede von Joseph Smith am 21. Januar 1844 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff

  16.   16.

    History of the Church, 5:424; aus einer Rede von Joseph Smith am 11. Juni 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Wilford Woodruff und Willard Richards; siehe auch Anhang, Seite 624, Punkt 3

  17.   17.

    History of the Church, 6:50f.; Absatzeinteilung geändert; aus einer Rede von Joseph Smith am 9. Oktober 1843 in Nauvoo, Illinois; aufgezeichnet von Willard Richards und berichtet in der Times and Seasons, 15. September 1843, Seite 331; diese Ausgabe Times and Seasons kam verspätet heraus

  18.   18.

    History of the Church, 2:309; aus einer Rede von Joseph Smith am 12. November 1835 in Kirtland, Ohio; aufgezeichnet von Warren Parrish

  19.   19.

    Lehre und Bündnisse 109:10,12-16, 22-26; Gebet von Joseph Smith am 27. März 1836 bei der Weihung des Kirtland-Tempels in Ohio