8. Kapitel: Der Heilige Geist

"8. Kapitel: Der Heilige Geist," Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph F. Smith, (1999)


Aus dem Leben von Joseph F. Smith

Auf der Generalkonferenz im April 1854 berief Präsident Brigham Young Joseph F. Smith dazu, eine Mission auf den Sandwichinseln (Hawaii) zu erfüllen. Joseph war erst 15 Jahre alt. Seine Mutter war kurz zuvor gestorben, und er war als Waise zurückgeblieben. Aus seinem Tagebuch aus jener Zeit geht hervor, dass er lernte, beim Heiligen Geist Trost und Weisung zu suchen.

Am 8. Februar 1856 schrieb er, nachdem er zu den hawaiianischen Heiligen gesprochen hatte: „Der Geist tat sich in beträchtlichem Maße kund.“ Am 19. März 1856 schrieb er nach einer weiteren Ansprache: „Zum ersten Mal waren [die Heiligen] zu Tränen gerührt.“ Am 30. März schrieb er: „Dann erhob ich mich und versuchte zu sprechen, aber ich war von Tränen überwältigt. … Die Heiligen weinten kurz und herzlich mit mir.“ Am 29. Juni desselben Jahres zeigt seine Eintragung, dass er bereits begann, die ganze Macht seines geistlichen Wirkens zu spüren: „Der Geist Gottes war den ganzen Tag mit uns. … Ich freute mich, denn der Geist gab mir Zeugnis vom Werk des Herrn.“ 1

Später, als Mitglied des Kollegiums der Zwölf, sagte Joseph F. Smith: „Auf meiner ersten Mission begann ich, selbst etwas zu lernen; bis dahin hatte ich dem Zeugnis der Diener Gottes, die ich sprechen und predigen hörte, Glauben geschenkt, ebenso der Unterweisung meiner lieben, gütigen Mutter und dem, was ich beim Lesen im Buch Mormon, im Buch Lehre und Bündnisse und in der Bibel begriff. Aber auf Mission, als ich mich ernsthaft bemühte, fing ich an, das, was ich gelesen und gehört hatte, durch die Inspiration des Heiligen Geistes besser zu verstehen, und so prägten sich mir Tatsachen ein, derer ich so absolut sicher war wie meiner Existenz.“ 2

Lehren von Joseph F. Smith

Die Gabe des Heiligen Geistes ist ein beständiges Zeugnis.

Der Heilige Geist ist eine Person aus Geist, er ist die dritte Person der Dreieinigkeit, der Gottheit. Die Gabe des Heiligen Geistes wird dem Menschen mit Vollmacht übertragen. Der Heilige Geist kann einem Menschen in Person erscheinen, und er erscheint denen, die würdig sind, und gibt ihrem Geist Zeugnis von Gott und Christus, aber er darf nicht bei ihnen bleiben [siehe LuB 130:22,23]. 3

„Die Gabe des Heiligen Geistes“ ist ein besonderer Segen, der auf die getauften, umkehrwilligen Menschen gesiegelt wird, die an Jesus Christus glauben, „und sie ist ein beständiges Zeugnis“. Man kann den Geist Gottes als vorübergehenden Einfluss mit sich haben, durch den zu speziellen Anlässen göttliches Licht und göttliche Macht auf die Menschen herabkommen. Aber die Gabe des Heiligen Geistes, die … zur Bestätigung übertragen wird, ist ein beständiges Zeugnis und eine höhere Gabe. 4

Wie sollen wir den Heiligen Geist erlangen? Die Vorgehensweise ist deutlich dargelegt. Uns wird gesagt, dass wir Glauben an Gott haben sollen, dass wir glauben sollen, dass er ist und dass er alle belohnt, die ihn eifrig suchen; wir sollen von unseren Sünden umkehren, unsere Leidenschaften und unsere Torheit ablegen, in allem Umgang miteinander tugendhaft, ehrlich und aufrichtig sein und Gott geloben, dass wir von nun an in den Grundsätzen der Wahrheit verbleiben und die Gebote, die er uns gegeben hat, befolgen wollen; dann sollen wir uns von jemandem, der die nötige Vollmacht hat, zur Sündenvergebung taufen lassen, und wenn wir uns an diese Verordnung des Evangeliums gehalten haben, können wir die Gabe des Heiligen Geistes erhalten, indem uns jemand, der die Vollmacht des Priestertums hat, die Hände auflegt. So kann der Geist und die Macht Gottes – der Tröster – in uns zur Quelle lebendigen Wassers werden, die uns zum ewigen Leben führt. Er gibt Zeugnis vom Vater und von Jesus und offenbart uns das, was vom Vater kommt, er festigt unseren Glauben und verankert uns in der Wahrheit, damit wir nicht mehr von jedem Widerstreit bezüglich der Lehre hin und her getrieben werden, sondern erkennen, ob die Lehre von Gott ist oder von den Menschen [siehe Epheser 4:14; Johannes 7:17]. 5

Der Heilige Geist, der vom Vater und vom Sohn Zeugnis gibt, der die Dinge des Vaters nimmt und sie den Menschen zeigt, der von Jesus Christus und vom lebendigen Gott, dem Vater Jesu Christi, Zeugnis gibt und der von der Wahrheit Zeugnis gibt – dieser Geist, diese Intelligenz wird den Menschen erst gegeben, wenn sie von ihren Sünden umkehren und vor dem Herrn würdig werden [siehe 3 Nephi 28:11]. Dann erhalten sie die Gabe des Heiligen Geistes, indem ihnen jemand, der von Gott die Vollmacht erhalten hat, den Menschenkindern diesen Segen zu verleihen, die Hände auflegt. 6

Mit der Gabe des Heiligen Geistes wird einem Menschen einfach das Recht übertragen, jederzeit, wenn er würdig ist und es wünscht, vom Heiligen Geist die Macht und das Licht der Wahrheit zu erhalten, auch wenn er häufig seinem eigenen Geist und Urteil überlassen bleibt. 7

Der Heilige Geist ist ein Licht, das uns den Weg nach oben beleuchtet.

Das Amt des Heiligen Geistes besteht darin, von Christus Zeugnis zu geben und den Gläubigen in der Wahrheit zu verankern, indem er ihn an Dinge erinnert, die geschehen sind, und ihm Dinge zeigt oder offenbart, die gegenwärtig und zukünftig sind. „Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ [Johannes 14:26.] Er wird euch in alle Wahrheit führen [siehe Johannes 16:13]. 8

Die Heiligen der Letzten Tage haben die Pflicht, … ihre Kinder zu lehren, dass sie durch Händeauflegen die Gabe des Heiligen Geistes erhalten sollen, der sie in alle Wahrheit führt und ihnen Dinge offenbart, die geschehen sind, Dinge, die noch kommen, und noch deutlicher, was gerade mit ihnen geschieht, damit sie die Wahrheit begreifen und im Licht leben, wie Christus im Licht ist, damit sie mit ihm Gemeinschaft haben und sein Blut sie von aller Sünde reinigt. 9

Der Weg, den wir gehen sollen, ist uns vorgegeben – es ist der enge und schmale Weg, der in die Gegenwart Gottes zurück führt; das Licht, das uns den Weg nach oben beleuchten soll, ist der Heilige Geist, den wir mit oder nach unserer Neugeburt erhalten haben. Wenn wir schwanken oder vom Weg abkommen, leuchtet uns das Licht nur schwach und geht schließlich aus, und der Tröster, die Quelle der Offenbarung, verlässt uns, und Finsternis tritt an seine Stelle, und wie groß wird diese Finsternis dann sein! Entsprechend dem Licht, das wir hatten, wird die Finsternis uns überwältigen, und wenn wir nicht rasch umkehren, nimmt die Finsternis in uns zu, bis wir unsere Berufung aus den Augen verlieren und ihn, der uns erlöst hat und uns als sein Eigentum beansprucht, vergessen. 10

Das Amt des Heiligen Geistes besteht darin, den Menschen den Sinn zu erhellen, was die Dinge Gottes betrifft, sie zum Zeitpunkt ihrer Bekehrung davon zu überzeugen, dass sie den Willen des Vaters getan haben, und ihnen ein beständiges Zeugnis zu sein, als Begleiter durch das Leben; er ist der sicherer Führer in alle Wahrheit und erfüllt sie Tag für Tag mit Freude und Frohsinn, mit der Neigung, allen Menschen Gutes zu tun, lieber Unrecht zu erleiden als selbst Unrecht zu tun, gütig und barmherzig zu sein, langmütig und liebevoll. Jeder, der diese unschätzbare Gabe, diese kostbare Perle, besitzt, hungert beständig nach Rechtschaffenheit. Ohne die Hilfe des Heiligen Geistes kann niemand den geraden und schmalen Weg gehen, weil er Recht und Unrecht nicht unterscheiden kann, das Echte und das Nachgemachte, da sie einander so ähnlich sehen können. Deshalb muss ein Heiliger der Letzten Tage rein und redlich leben, damit der Geist in ihm verbleiben kann; man kann ihn nämlich nur entsprechend den Grundsätzen der Rechtschaffenheit mit sich haben. Ich kann ihn nicht für euch erhalten und ihr ihn nicht für mich; jeder muss auf eigenen Füßen stehen, ob von hoher oder schlichter Geburt, gebildet oder ungebildet, und alle können gleichermaßen daran teilhaben. 11

Der Heilige Geist kommt nur auf die Rechtschaffenen herab und auf diejenigen, denen die Sünden vergeben sind. … Solange die Heiligen der Letzten Tage zufrieden sind, die Gebote Gottes zu befolgen und für die Rechte und Segnungen, die sie in der Kirche haben, dankbar zu sein, und solange sie ihre Zeit und ihre Mittel zur Ehre Gottes nutzen und um Zion aufzubauen und Wahrheit und Rechtschaffenheit auf der Erde zu etablieren, solange ist der himmlische Vater an seinen Eid gebunden, sie vor jedem Feind zu schützen und ihnen zu helfen, dass sie jedes Hindernis überwinden, das sich ihnen entgegen stellen mag oder ihnen vor die Füße geworfen wird. Aber in dem Augenblick, wo ein Gemeinwesen nur noch mit sich selbst beschäftigt ist, wo es egoistisch wird und sich dem Vergänglichen zuwendet und auf Reichtümer vertraut, in dem Augenblick fängt die Macht Gottes an, sich zurück zu ziehen, und wenn sie nicht umkehren, zieht der Heilige Geist sich völlig von ihnen zurück, und dann bleiben sie sich selbst überlassen. 12

Ihr, die ihr die Bedingungen des immerwährenden Evangeliums erfüllt habt und aus der Welt erwählt worden seid, die ihr durch das Händeauflegen die Gabe des Heiligen Geistes erhalten habt, dürft selbst das Zeugnis des Geistes erhalten; ihr dürft den Sinn und Willen des Vaters bezüglich eures Wohlergehens und des letztlichen Triumphs des Werkes Gottes erkennen. 13

Durch die Macht des Heiligen Geistes werden wir von neuem geboren.

Der Erretter sagte zu Nikodemus: „Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ [Johannes 3:3.] Das gilt auch heute noch. Man muss heute von Unwissenheit zur Wahrheit geboren werden. … Wenn man nicht auf diese Weise geboren wird, ist man blinder als derjenige, den Christus geheilt hat, denn man hat Augen und sieht doch nicht und Ohren und hört doch nicht. 14

Diese Veränderung findet heute bei jedem Sohn und jeder Tochter Gottes statt, die von ihren Sünden umkehren, sich vor dem Herrn demütigen und sich durch die Taufe durch Untertauchen, die jemand vollzieht, der die Vollmacht hat, diese heilige Handlung des Evangeliums Jesu Christi zu vollziehen, um Sündenvergebung bemühen. Denn von dieser Neugeburt sprach Christus zu Nikodemus; er sagte, sie sei absolut notwendig, damit man das Reich Gottes sehen könne, und ohne sie könne niemand in dieses Reich eintreten. Jeder von uns kann sich wohl an die Veränderung in seinem Herzen erinnern, als er zur Sündenvergebung getauft wurde. … Ich spreche vom Einfluss und von der Macht des Heiligen Geistes, die ich erlebte, als ich zur Sündenvergebung getauft worden war. Das Gefühl, das damals über mich kam, war reiner Friede, Liebe und Licht. …

Ach, hätte ich mir diesen Geist und diesen aufrichtigen Wunsch seit jenem Tag jeden Augenblick meines Lebens bewahren können. Aber viele von uns, die dieses Zeugnis erlangt haben, diese Neugeburt, diese Herzensänderung, sind immer noch von diesem Gefühl ergriffen, und es beherrscht immer noch unser Denken und Fühlen, auch wenn wir inzwischen Fehler gemacht haben, sogar viele Fehler, und dem, was von uns erwartet wurde, nicht gerecht wurden und umgekehrt sind und den Herrn von Zeit zu Zeit um Vergebung angefleht haben. Wir lassen uns zwar manchmal zum Zorn reizen und uns dazu hinreißen, etwas zu sagen und zu tun, was Gott nicht gefällt, aber dann gewinnt die Vernunft doch wieder Oberhand, und wir kehren von unserem Abstecher zur Macht der Finsternis zurück, sind demütig und umkehrwillig und bitten um Vergebung für das Unrecht, das wir uns selbst und vielleicht auch anderen angetan haben. Das große, aufrichtige, überwältigende Verlangen, das der Wahrheit und dem Zeugnis des Heiligen Geistes im Herzen der Menschen entspringt, die die Wahrheit befolgen, gewinnt dann wieder die Oberhand und ergreift von neuem von unserer Seele Besitz und führt uns auf den Weg der Pflicht. Das ist mein Zeugnis, und ich weiß, es ist wahr. 15

Die unverzeihliche Sünde besteht darin, dass man den Heiligen Geist bewusst verleugnet und ihm trotzt, nachdem man sein Zeugnis erlangt hat.

Niemand kann gegen das Licht sündigen, bis er es hat, auch nicht gegen den Heiligen Geist, erst wenn er es auf dem vorgegebenen Weg durch die Gabe Gottes erhalten hat. Gegen den Heiligen Geist zu sündigen, den Geist der Wahrheit, den Tröster, den Zeugen vom Vater und vom Sohn, ihn bewusst zu leugnen und ihm zu trotzen, nachdem man ihn erhalten hat, das ist [die unverzeihliche Sünde]. 16

Niemand kann die unverzeihliche Sünde unwissend begehen. Man muss zur Erkenntnis von Christus gelangt sein; man muss ein Zeugnis von Christus im Herzen haben und Licht und Macht und Erkenntnis haben, ehe man diese Sünde begehen kann. Wenn man sich aber von der Wahrheit abwendet und gegen die Erkenntnis, die man erhalten hat, verstößt, sie mit Füßen tritt und Christus wieder öffentlich an den Pranger stellt, dann leugnet man sein Sühnopfer, leugnet man die Macht der Auferstehung, leugnet die Wunder, die er zur Errettung der Menschheit vollbracht hat, und sagt im Herzen: „Es ist nicht wahr.“ Wenn man dann weiterhin die Wahrheit leugnet, nachdem man das Zeugnis des Geistes erlangt hat, begeht man die unverzeihliche Sünde. 17

Warum vergaßen [die Apostel nach der Kreuzigung des Erretters] anscheinend alles, was der Erretter ihnen bezüglich der Ziele seiner Mission auf der Erde gesagt hatte? Weil ihnen eine wichtige Qualifikation fehlte, sie waren noch nicht „mit der Kraft aus der Höhe erfüllt“ [siehe Lukas 24:49]. Sie hatten die Gabe des Heiligen Geistes noch nicht erhalten. …

Wenn die Jünger „die Gabe des Heiligen Geistes“ damals schon erhalten hätten oder „mit der Kraft aus der Höhe erfüllt“ gewesen wären, hätten sie sich ganz anders verhalten, … wie es ja aus den Folgeereignissen hervorgeht. Wenn Petrus, der leitende Apostel, vor der schrecklichen Nacht, in der er fluchte und seinen Herrn verleugnete [siehe Matthäus 26:69–75], schon die Gabe des Heiligen Geistes und die Macht und das Zeugnis erhalten hätte, die damit einhergehen, wäre die Folge für ihn eine ganz andere gewesen, denn dann hätte er gegen „Licht und Erkenntnis“ und „gegen den Heiligen Geist“ gesündigt, wofür es keine Vergebung gibt. Dass ihm aber, nach bitteren Tränen der Umkehr, vergeben wurde, beweist, dass er vorher das Zeugnis des Heiligen Geistes noch nicht erhalten hatte. Die übrigen Jünger und Apostel Christi befanden sich in der gleichen Lage, und erst am Abend des Tages, an dem Jesus aus dem Grab hervorgekommen war, übertrug er ihnen diese unschätzbare Gabe [siehe Johannes 20:22]. 18

Direkt bevor der auferstandene Erlöser die Erde verließ, gebot er seinen Jüngern, in der Stadt Jerusalem zu bleiben, bis sie mit der Macht aus der Höhe erfüllt würden. Das taten sie, und der Verheißung gemäß kam der Tröster, während sie beisammen waren, und erfüllte ihr Herz mit unaussprechlicher Freude, so dass sie in Zungen redeten und prophezeiten; und der inspirierende Einfluss dieses heiligen Wesens begleitete sie bei der Erfüllung ihrer geistlichen Aufgaben, so dass sie die große Mission, zu der der Erretter sie berufen hatte, erfüllen konnten. 19

Saulus aus Tarsus besaß außergewöhnliche Intelligenz und Bildung; er war zu Füßen Gamaliëls ausgebildet worden, und zwar vollkommen nach der Weise des Gesetzes; er verfolgte die Heiligen bis auf den Tod, fesselte sie und ließ sowohl Männer als auch Frauen ins Gefängnis werfen; und als das Blut des Märtyrers Stephanus vergossen wurde, stand Paulus dabei und bewachte die Gewänder derer, die ihn erschlugen, und war mit seinem Tod einverstanden. Und er „versuchte die Kirche zu vernichten; er drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und lieferte sie ins Gefängnis ein“ [Apostelgeschichte 8:3]. Wenn sie getötet wurden, erhob er die Stimme gegen sie und versuchte in den Synagogen, „sie durch Strafen zur Lästerung zu zwingen“; in „maßloser Wut“ verfolgte er sie sogar bis in Städte außerhalb des Landes [siehe Apostelgeschichte 26:11]. Trotzdem beging dieser Mann nicht die unverzeihliche Sünde, weil er den Heiligen Geist nicht kannte. 20

Wenn jemand auf der Erde die unverzeihliche Sünde begehen kann, dann findet ihr ihn unter denen, die die Wahrheit erkannt haben. … Wir alle haben das Licht erhalten. Wir haben das heilige Priestertum erhalten. Wir haben das Zeugnis des Heiligen Geistes erhalten und sind vom Tod zum Leben gebracht worden. Deshalb befinden wir uns jetzt auf sehr sicherem oder auf gefährlichem Boden – gefährlich, wenn wir mit den heiligen Dingen, die uns anvertraut sind, leichtfertig umgehen. Deshalb warne ich euch, meine Brüder und Schwestern, vor allem meine Brüder, geht mit dem [Priestertum] nicht leichtfertig um. … Dann zieht Gott nämlich, so wahr er lebt, seinen Geist von euch zurück, und es kommt die Zeit, wo ihr gegen das Licht und die Erkenntnis, die ihr erhalten habt, verstoßt, und dann könnt ihr Söhne des Verderbens werden. Gebt also besser acht, damit der zweite Tod euch nicht ereilt. 21

Anregungen für das Studium

  • Was ist der Unterschied zwischen dem vorübergehenden Einfluss oder einer vorübergehenden Kundgebung des Heiligen Geistes und der Gabe des Heiligen Geistes? (Siehe auch Moroni 10:4.) Wie können wir die Gabe des Heiligen Geistes erhalten? Wie werden wir gesegnet, wenn wir diese Gabe ehren?

  • Wie kann der Heilige Geist uns in alle Wahrheit führen? (Siehe Johannes 16:13.) Von welchen Wahrheiten hat der Heilige Geist Ihnen schon Zeugnis gegeben?

  • Warum ist ein Licht ein gutes Symbol für den Heiligen Geist? Was können wir tun, damit sein Licht in unserem Leben hell leuchtet?

  • Was können wir tun, um dem Heiligen Geist mehr Einfluss auf unser Leben einzuräumen? Wie können wir anderen klar machen, wie der Heilige Geist sie segnen kann?

  • Was müssen wir tun, um von neuem geboren zu werden, wie der Erretter es beschreibt? (Siehe Johannes 3:5.) Welche Gefühle begleiten diesen Vorgang? Wie können wir uns diese Gefühle bewahren? (Siehe Alma 5:14–16,26.)

  • Was ist die unverzeihliche Sünde? Was bedeutet es, mit den heiligen Dingen, die uns anvertraut sind, leichtfertig umzugehen?

Quellenangaben anzeigen

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    1. Joseph F. Smith Journal, 1856, Historical Department Archives, The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints.

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    2.  Deseret News: Semi-Weekly, 29. Januar 1878, 1.

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    3.  Gospel Doctrine, 5. Auflage (1939), 61.

  •  

    4. In James R. Clark, Messages of the First Presidency of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 6 Bde. (1965–75), 5:4.

  •  

    5.  Gospel Doctrine, 59f.

  •  

    6.  Gospel Doctrine, 67.

  •  

    7.  Gospel Doctrine, 60f.

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    8.  Gospel Doctrine, 101.

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    9.  Gospel Doctrine, 291.

  •  

    10.  Deseret News: Semi-Weekly, 28. November 1876, 1.

  •  

    11.  Deseret News: Semi-Weekly, 28. November 1876, 1.

  •  

    12.  Gospel Doctrine, 50f.

  •  

    13.  Deseret News: Semi-Weekly, 22. April 1884, 1.

  •  

    14.  Gospel Doctrine, 97.

  •  

    15.  Gospel Doctrine, 96f.

  •  

    16.  Gospel Doctrine, 434.

  •  

    17.  Deseret Evening News, 9. Februar 1895, 9.

  •  

    18.  Gospel Doctrine, 20f.

  •  

    19.  Gospel Doctrine, 92.

  •  

    20.  Gospel Doctrine, 433f.

  •  

    21.  Deseret Evening News, 9. Februar 1895, 9.