20. Kapitel: Die ewige Verbindung zwischen Mann und Frau

"20. Kapitel: Die ewige Verbindung zwischen Mann und Frau," Lehren der Präsidenten der Kirche: Joseph F. Smith, (1999)


Aus dem Leben von Joseph F. Smith

Während Joseph F. Smith als Ratgeber von Präsident John Taylor diente, reiste er mit seiner Frau Julina nach Hawaii. Über sie sagte er: „Sie ist treu wie Gold, beständig wie der Polarstern, so zuverlässig wie die Zeit und besser als alle Schätze der Welt.“1 Auf Hawaii wurde Präsident Smith schwer krank, und Julina pflegte ihn gesund. Mehrere Monate später, im März 1887, mussten Julina und die Kinder auf das Festland zurückkehren, während Joseph F. auf den Inseln blieb.

Am 15. März schrieb er in sein Tagebuch: „Der Dampfer legte um 12 Uhr ab, und genau um 12.15 Uhr verließ er den Hafen; ich warf einen letzten Blick auf meine Lieben, bis Gott in seiner Barmherzigkeit uns gestatten wird, einander wieder zu sehen. Als das Schiff nicht mehr zu sehen war, eilte ich [an einen besseren Aussichtspunkt], … um den schneller werdenden Dampfer Australia mit seiner kostbaren Fracht noch einmal zu erblicken, ehe er hinter dem Diamond Head verschwand. Als ich dann allein war, brach ich in Tränen aus und weinte so lange, bis auch die letzte Träne versiegt war, und spürte die Schmerzen und den Kummer, weil ich mich von den größten Schätzen meines Herzens auf der Erde trennen musste.“ 2

Trotz der Schmerzen, die mit solchen Trennungen verbunden waren, wusste Präsident Smith um die Macht und Verheißung des ewigen Grundsatzes, den der Prophet Joseph Smith der Welt offenbart hatte: „Worum handelt es sich? Um die Verbindung zwischen Mann und Frau für Zeit und alle Ewigkeit. … Wer wusste um die Verantwortung, die mit dieser Verbindung einher geht, bis Joseph Smith sie der Welt schlicht und einfach offenbarte? … Das hat mir die Augen geöffnet. Wenn etwas in der Welt aus mir einen besseren Mann und Ehemann machen konnte, … dann dieser Grundsatz, den der Herr offenbart hat, der mir die Verpflichtungen aufzeigt, die ich habe. 3

Lehren von Joseph F. Smith

Gott hat die Ehe zu unserer ewigen Herrlichkeit und Erhöhung eingerichtet.

Gott hat die Ehe am Anfang eingerichtet. Er hat den Menschen als sein Ebenbild erschaffen, männlich und weiblich, und bei der Schöpfung war es so vorgesehen, dass sie im heiligen Ehebund vereint werden, und der eine ist ohne den anderen nicht vollkommen. 4

Die rechtmäßige Vereinigung von Mann und Frau ist das Mittel, durch das sie ihr höchstes Streben verwirklichen können. Für die Heiligen der Letzten Tage ist die Ehe nicht bloß etwas, was der himmlische Vater für die Erde allein bestimmt, sondern sie soll die Widrigkeiten der Zeit überdauern und in Ewigkeit bestehen und in dieser Welt Ehre und Freude mit sich bringen und in den zukünftigen Welten Herrlichkeit und ewige Leben. 5

[Das Evangelium] nimmt Männer und Frauen und bringt sie im ewigen Bund der Ehe zusammen; heilig und rein, von Gott gegeben, so gibt er ihnen, was sie brauchen, und erfüllt das reinste und stärkste Verlangen der Seele. Er verbindet Mann und Frau zu einem Ganzen – für Zeit und alle Ewigkeit. Welch herrlicher Gedanke das doch ist! 6

Gott empfiehlt die Ehe nicht nur, er gebietet sie. Während der Mensch noch unsterblich war, ehe die Sünde in die Welt gekommen war, vollzog unser himmlischer Vater selbst die erste Eheschließung. Er brachte unsere Ureltern im heiligen Ehebund zusammen und gebot ihnen, fruchtbar zu sein und sich zu vermehren und die Erde zu bevölkern. Dieses Gebot hat sich niemals geändert, und es ist auch nicht abgeschafft, sondern es ist in allen Generationen der Menschheit in Kraft geblieben. 7

[Die Menschen] … hängen immer mehr der egoistischen, gottlosen Vorstellung an, die Ehe sei falsch, und Kinder seien eine Schande. Die Kirche Jesu Christi nimmt da eine völlig andere Haltung ein. Sie vertritt als Evangeliumswahrheit das erste große Gebot Gottes an die Menschen, das wir in den heiligen Schriften finden: „Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde, unterwerft sie euch.“ [Genesis 1:28.] …

Gott hat die eheliche Beziehung geboten, autorisiert und eingerichtet. Das kommt in der Offenbarung Gottes an den Propheten Joseph Smith sehr deutlich zum Ausdruck, wie wir in Lehre und Bündnisse, Abschnitt 49:15, nachlesen können: „Und weiter, wahrlich, ich sage euch: Wer verbietet zu heiraten, der ist nicht von Gott verordnet, denn die Ehe ist dem Menschen von Gott verordnet.“ 8

Die Ehe ist … ein Grundsatz, eine Verordnung des Evangeliums und ganz wesentlich für das Glück der Menschen, so unwichtig sie vielen auch erscheinen mag, die sie nicht so ernst nehmen. Es gibt im Plan des Lebens keinen überflüssigen oder unnötigen Grundsatz, aber es gibt für das Glück der Menschen keinen wichtigeren oder wesentlicheren Grundsatz als die Ehe – nicht nur hier, sondern vor allem im Jenseits. 9

Es ist ein herrlicher Vorzug, für Zeit und alle Ewigkeit als Mann und Frau vereint zu sein.

Es ist ein herrlicher Vorzug, wenn man in den Tempel Gottes gehen darf, um als Mann und Frau für Zeit und alle Ewigkeit in den heiligen Ehebund zu treten – kraft der Vollmacht des heiligen Priestertums, die ja die Macht Gottes ist, denn diejenigen, die auf diese Weise verbunden sind, kann niemand wieder trennen, da Gott sie miteinander verbunden hat. 10

Der Mann und die Frau, die in diese Verordnung der Ehe eintreten, unternehmen etwas mit so weitreichenden Konsequenzen und von so großer Bedeutung, dass davon Leben und Tod und ewige Vermehrung abhängen. Damit ist ewiges Glück, nicht ewiges Elend verbunden. 11

Warum hat [Gott] uns den Grundsatz der ewigen Verbindung von Mann und Frau gelehrt? … Damit der Mann, der seine Frau durch die Macht Gottes für Zeit und alle Ewigkeit erhält, das Recht hat, in der künftigen Welt auf sie Anspruch zu erheben und sie auf ihn. 12

Mann und Frau können einzeln errettet werden, aber Mann und Frau werden nicht getrennt erhöht. Sie müssen einander auf die Weise verbunden sein, die in dieser großen und letzten Evangeliumszeit offenbart worden ist. Im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau. Was Mann und Frau auch dazu sagen, sie können die Erhöhung im Reich Gottes nicht allein erlangen. …

Wir sind hierher gekommen, um Gott gleich zu werden. Er hat uns im Anfang als sein Ebenbild erschaffen, und zwar männlich und weiblich. Wir könnten niemals das Ebenbild Gottes sein, wenn es nicht sowohl Männer als auch Frauen gäbe. … Wenn wir so werden, wie er ist, werdet ihr feststellen, dass wir in der Form vor ihm stehen, in der wir erschaffen wurden, männlich und weiblich. Die Frau gelangt nicht allein in die Erhöhung und der Mann auch nicht. Sie können allein einen gewissen Grad der Errettung erlangen, aber wenn sie erhöht werden, dann gemäß dem Gesetz des celestialen Reichs. Sie können auf keine andere Weise erhöht werden. 13

Es gibt keine Verbindung für Zeit und Ewigkeit, die außerhalb des Gesetzes Gottes und der Ordnung seines Hauses vervollkommnet werden könnte. Die Menschen mögen sich das wünschen, sie mögen es in diesem Leben in irgendeiner Form anstreben, aber die Verbindung ist nur dann gültig, wenn sie durch göttliche Vollmacht geschaffen wurde – im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. 14

Die Heiligen der Letzten Tage heiraten für Zeit und Ewigkeit, nicht bloß bis der Tod Mann und Frau trennt. Ehen, die nach dem Zivilrecht und von Geistlichen anderer Konfessionen geschlossen werden, gelten als ehrenwert und in Kraft, aber nur in bezug auf dieses Leben. Um aber im künftigen Leben noch gültig zu sein, muss ein solcher Bund für die Ewigkeit geschlossen werden, muss eine solche Verbindung nach Gottes Gesetz und kraft seiner Vollmacht gültig sein, sonst bleibt sie im Jenseits nicht in Kraft. Die Familie ist die Grundlage ewiger Herrlichkeit, der Kern eines Reichs ohne Ende. Der Mann wird seine Frau haben, die Frau ihren Mann, die Eltern werden ihre Kinder haben, und zwar für immer, vorausgesetzt, sie sichern sie sich auf die Art und Weise, die von dem verordnet wurde, dessen Recht es ist, alles zu regeln, was sein Reich betrifft. 15

Heiratet innerhalb eures Glaubens, zur rechten Zeit und im Haus des Herrn.

Wir sagen unseren jungen Leuten: heiratet, und zwar auf die rechte Weise. Heiratet innerhalb des Glaubens, und lasst die Zeremonie an dem Ort vollziehen, den Gott bestimmt hat. Lebt so, dass ihr dieses Segens würdig seid. 16

Ich möchte, dass den jungen Männern in Zion klar ist: Die Ehe ist keine von Menschen geschaffene Einrichtung, sondern sie ist von Gott. Sie ist etwas Ehrbares. … Die Ehe ist nicht lediglich als Annehmlichkeit für den Menschen eingerichtet worden, so dass sie seinen Vorstellungen und Gedanken entspräche: heiraten und sich dann scheiden lassen, sich binden und sich dann wieder lösen, wie es ihm beliebt. Es sind da bedeutsame Folgen im Spiel, Folgen, die über die Gegenwart hinausreichen bis in alle Ewigkeit; denn auf diese Weise kommen Menschen zur Welt und tritt der Mensch ins Erdendasein ein. Die Ehe ist die Bewahrerin der Menschheit. Ohne sie würden die Absichten Gottes vereitelt, würde die Tugend vernichtet und träten Laster und Verderbtheit an ihre Stelle und wäre die Welt leer. 17

Einem oberflächlichen Menschen scheinen das Junggesellendasein und eine kleine Familie wünschenswert zu sein, weil sie nur ein Minimum an Verantwortung mit sich bringen. Der Geist, der vor der Verantwortung zurückschreckt, scheut auch die Arbeit. Trägheit und Vergnügen treten an die Stelle von Fleiß und eifriger Anstrengung. Vergnügungssucht und ein leichtes Leben beanspruchen die jungen Männer, die Ehe und Familie nicht als heilige Pflicht betrachten. …

Dieser Verlust für die Familie ist ein Verlust, den im Laufe der Jahre auch das Land zu spüren bekommt. Die Zeit wird die Gesetze Gottes und die Wahrheit, dass man nur in Erfüllung seiner Pflicht und nicht in Vergnügen und Sorglosigkeit glücklich wird, letztlich bestätigen.

Der Geist der Welt ist ansteckend. Wir können nicht inmitten solcher gesellschaftlicher Bedingungen leben, ohne dass wir die Auswirkungen dieser Verlockungen zu spüren bekämen. Unsere jungen Leute sind dann versucht, dem Beispiel ihrer Umwelt zu folgen. Es besteht bereits sehr stark die Neigung, sich über die Verpflichtung zur Ehe lustig zu machen. Man schützt ehrgeiziges Streben vor, um die Heirat aufzuschieben, bis ein bestimmtes Ziel erreicht ist. Einige unserer führenden jungen Männer wollen erst hier oder auswärts ihr Studium abschließen. Da sie in der Gesellschaft eine führende Rolle spielen, ist ihr Beispiel gefährlich, und die Ausrede ist anfechtbar. Es wäre viel besser, wenn viele dieser jungen Männer gar nicht studieren würden, statt das Studium als Grund dafür vorzuschieben, dass sie die Eheschließung über das angemessene Alter hinaus aufschieben. 18

Die jungen Männer wünschen sich ein luxuriöses Haus, das in jeder Hinsicht so schön und modern eingerichtet ist wie andere Häuser, ehe sie heiraten. Ich halte das für einen Fehler. Ich glaube, dass die jungen Männer und auch die jungen Frauen bereit sein sollten, auch heute und in der gegenwärtigen Lage, in den heiligen Bund der Ehe einzutreten und sich gemeinsam zum Erfolg durchzukämpfen, ihre Hindernisse und Schwierigkeiten zu überwinden und gemeinsam erfolgreich zu sein und in ihren zeitlichen Angelegenheiten zusammen zu arbeiten, damit sie erfolgreich sind. Dann lernen sie, einander besser zu lieben, und sie haben mehr Einigkeit, und der Herr schenkt ihnen reicheren Segen. 19

Die Führer der Kirche und die Lehrer in unseren Vereinigungen sollten nachdrücklich auf die Heiligkeit der Ehe hinweisen und lehren, dass die Ehe, wie sie uns in den Letzten Tagen offenbart worden ist, Pflicht ist. Sie sollen … eine positive Einstellung zu einer ehrenhaften Ehe fördern, und das würde die jungen Männer und die jungen Frauen in der Kirche davon abhalten, nicht kraft der Vollmacht, die von Gott verliehen ist, zu heiraten. 20

Eine Ehe sollte auf Liebe und heiliger Hingabe aufgebaut sein.

Es sollte nicht schwer sein, der Familie mit der höchsten Ehrfurcht zu begegnen, wenn sie auf Grundsätzen wie Reinheit, wahre Zuneigung, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit aufgebaut ist. Ein Mann und eine Frau, die einander völlig vertrauen und fest entschlossen sind, nach den Gesetzen Gottes zu leben und ihre Mission auf der Erde völlig zu erfüllen, wären außerhalb einer Familie niemals glücklich und könnten es auch nicht sein. Ihr Herz, ihre Gefühle, ihr Sinn, ihr Verlangen ist von Natur aus darauf gerichtet, eine Familie zu gründen, ein eigenes Reich, in dem sie die Grundlage für ewige Vermehrung und Macht, Herrlichkeit, Erhöhung und Herrschaft errichten, und zwar für Welten ohne Ende. 21

Ein Zuhause ist nur dann ein Zuhause im Sinne des Evangeliums, wenn dort zwischen Mann und Frau völliges Vertrauen und Liebe herrschen. Zuhause, das ist Ordnung, Liebe, Einigkeit, Ruhe, Zuversicht und absolutes Vertrauen; dort gibt es nicht den leisesten Verdacht der Untreue, Frau und Mann vertrauen der Ehre und Tugend des anderen vorbehaltlos. 22

Zion ist kein Ort für einen Krieg der Geschlechter. Gott will, dass sie eins sind, und so hat er es verkündet. Es ist nicht Teil seines Werks, sie getrennt zu halten oder ihnen das Gefühl zu vermitteln, dass sie entgegengesetzte Interessen haben und der Zweck ihrer Erschaffung Trennung, nicht Einigkeit ist. 23

Was ist denn das ideale Zuhause, das vorbildliche Zuhause, das jeder Heilige der Letzten Tage anstreben sollte? … Dort sind alle weltlichen Überlegungen zweitrangig. Der Vater ist seiner Familie, mit der Gott ihn gesegnet hat, ergeben, sie steht für ihn an erster Stelle, und er hat in ihrem Herzen einen festen Platz. Dort herrschen Vertrauen, Einigkeit, Liebe, heilige Hingabe zwischen Vater und Mutter und Kindern und Eltern. Dort freut sich die Mutter, vom Vater unterstützt, an ihren Kindern – alle sind sittlich, rein, gottesfürchtig. 24

Die Eltern … sollten einander lieben und achten und jederzeit freundlich miteinander umgehen. Der Mann sollte seine Frau mit der größten Zuvorkommenheit und Achtung behandeln. Er darf sie niemals beschimpfen oder schlecht über sie sprechen, sondern muss sie immer mit der größten Hochachtung behandeln, auch vor den Kindern. … Die Frau muss ihrerseits ihren Mann mit der größten Achtung und Höflichkeit behandeln. … Die Frau sollte ihrem Mann Freude bereiten und so leben und ihren Haushalt so führen, dass ihr Mann gern zu Hause ist und sich dort am wohlsten fühlt. So sollten Mann und Frau, Vater und Mutter zu Hause sein, denn ihr Zuhause ist ein heiliger Ort. 25

Brüder und Schwestern, nichts darf zwischen euch kommen – Vater und Mutter, Mann und Frau; ihr dürft euch einander niemals entfremden, nichts darf zwischen euch treten, ihr dürft es nicht zulassen. Das ist wesentlich für euer Wohlergehen und Glück und für die Einigkeit, die bei euch zu Hause herrschen sollte. Wir haben alle unsere Schwächen und Fehler. Manchmal bemerkt der Mann an seiner Frau einen Fehler und wirft ihn ihr vor. Manchmal meint eine Frau, ihr Mann habe etwas nicht richtig gemacht, und wirft es ihm vor. Und was nützt das? Ist Vergebung nicht besser? Ist Nächstenliebe nicht besser? Ist Liebe nicht besser? Ist es nicht besser, wenn man nicht von den Fehlern spricht, wenn man die Schwächen nicht aufbauscht, indem man immer und immer wieder darüber spricht? Ist das nicht besser? Wird nicht die Einigkeit, die durch die Geburt eurer Kinder und den neuen und immerwährenden Bund zwischen euch entstanden ist, stärker, wenn ihr die Schwächen und Fehler des anderen erst gar nicht erwähnt? Ist es nicht besser, gar nichts darüber zu sagen – sie zu begraben und nur von dem Guten zu sprechen, das ihr kennt und für einander empfindet, und die Fehler des anderen zu begraben und sie nicht unter die Lupe zu nehmen, ist das nicht besser? 26

Was kann es Freudigeres geben, als daran zu denken, dass da ein Mann ist, der seine Frau liebt und von ihr geliebt wird, der er treu ist und sie ihm – alle Tage ihrer Ehe – und dass sie dann am Morgen der ersten Auferstehung hervorkommen dürfen, mit Unsterblichkeit und ewigen Leben bekleidet, und die Beziehung, die in diesem Leben zwischen ihnen bestanden hat, wieder aufnehmen dürfen, die Beziehung als Mann und Frau, Vater und Mutter, Eltern ihrer Kinder, da sie die Grundlage für ewige Herrlichkeit und ewige Erhöhung im Reich Gottes gelegt haben! 27

Die heilige, von Gott gebilligte Ehe ist die Grundlage einer verherrlichten Familie; sie ist ein Segen und Glück, sie erhöht und führt schließlich zur Gemeinschaft mit unseren himmlischen Eltern und zu ewigem Leben in Einigkeit und mit ewiger Vermehrung. 28

Anregungen für das Studium

  • Zu welchem Zweck hat Gott die Ehe eingerichtet? Inwiefern befähigt uns die ewige Ehe, unser höchstes und heiligstes Streben zu verwirklichen?

  • Warum ist die Ehe für das Glück der Menschen wesentlich? Warum finden viele sie unwichtig?

  • Inwiefern hängen ewige Vermehrung und ewiges Glück von der ewigen Gemeinschaft zwischen Mann und Frau ab? Was für ein Gefühl haben Sie, wenn Sie daran denken, dass Sie in alle Ewigkeit auf Ihren Ehepartner Anspruch erheben können?

  • Warum sollen wir uns bemühen, im Tempel zu heiraten?

  • Was können die Folgen für uns selbst und für andere sein, wenn wir den neuen und immerwährenden Bund der Ehe brechen?

  • Welche Verlockungen oder Ablenkungen können manche Menschen dazu bewegen, die Eheschließung aufzuschieben oder zu scheuen? Woran erkennen wir den richtigen Zeitpunkt zum Heiraten?

  • Präsident Joseph F. Smith hat prophezeit, wenn die Menschen die mit der Ehe verbundene Verantwortung scheuten, sei das „ein Verlust, den im Lauf der Jahre auch das Land zu spüren bekommt“. Inwiefern bekommen die Länder das heute zu spüren?

  • Inwiefern stärkt der Bund der ewigen Ehe ein Paar, das vor Hindernissen und Schwierigkeiten steht?

  • Warum ist absolutes Vertrauen zwischen Mann und Frau wichtig? Welche weiteren Eigenschaften müssen Mann und Frau entwickeln? Inwiefern schwächt negatives Verhalten – Kritik, Sarkasmus, mangelnde Vergebungsbereitschaft und Stolz – die eheliche Beziehung?

  • Was bedeutet es für Mann und Frau, eins zu sein? Welche Opfer muss ein Paar vielleicht bringen, um eins zu werden? Was kann man noch tun, um seine ewige Ehe zu stärken?

Quellenangaben anzeigen

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    1.  Life of Joseph F. Smith, Hg. Joseph Fielding Smith (1938), 453.

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    2. Zitiert in Francis M. Gibbons, Joseph F. Smith: Patriarch and Preacher, Prophet of God (1984), 153.

  •  

    3. In Conference Report, Oktober 1911, 8.

  •  

    4.  Gospel Doctrine, 5. Auflage (1939), 272.

  •  

    5. In James R. Clark, Hg., Messages of the First Presidency of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 6 Bde. (1965– 75), 4:147.

  •  

    6. “Discourse by President Joseph F. Smith,“ Millennial Star, 15. Februar 1900, 98.

  •  

    7.  Gospel Doctrine, 274.

  •  

    8. “Editor’s Table: Marriage God-Ordained and Sanctioned,“ Improvement Era, Juli 1902, 713; Absatzeinteilung geändert.

  •  

    9.  Gospel Doctrine, 105.

  •  

    10.  Deseret News: Semi-Weekly, 10. September 1878, 1.

  •  

    11.  Gospel Doctrine, 273.

  •  

    12.  Gospel Doctrine, 277.

  •  

    13.  Deseret News: Semi-Weekly, 28. Juni 1898, 1.

  •  

    14.  Gospel Doctrine, 272.

  •  

    15. In Messages of the First Presidency, 4:250.

  •  

    16.  Gospel Doctrine, 275.

  •  

    17.  Gospel Doctrine, 272.

  •  

    18.  Gospel Doctrine, 281.

  •  

    19.  Gospel Doctrine, 278.

  •  

    20.  Gospel Doctrine, 273.

  •  

    21.  Gospel Doctrine, 304.

  •  

    22.  Gospel Doctrine, 302.

  •  

    23. “Editorial Thoughts: The Righteousness of Marriage, and Ist Opposite,“ Juvenile Instructor, 1. Juli 1902, 402.

  •  

    24.  Gospel Doctrine, 302f.

  •  

    25. In Conference Report, April 1905, 84f.

  •  

    26. “Sermon on Home Government,“ Millennial Star, 25. Januar 1912, 49f.

  •  

    27.  Gospel Doctrine, 458.

  •  

    28. “Editor’s Table: Marriage God-Ordained and Sanctioned,“ 717f.