Kapitel 7: Glaubenstreue in Zeiten der Prüfung: „Aus dem Schatten in den herrlichen Sonnenschein“

Lehren der Präsidenten der Kirche: Lorenzo Snow, 2011


Jeder Mann und jede Frau, die dem Herrn dienen, ganz gleich, wie treu sie sein mögen, erleben finstere Stunden; aber wenn sie glaubenstreu gelebt haben, wird Licht auf sie herabkommen und ihnen Hilfe zuteilwerden.

Aus dem Leben von Lorenzo Snow

Im Februar 1846 waren die Heiligen der Letzten Tage gezwungen, ihre Häuser in Nauvoo im Bundesstaat Illinois zurückzulassen. Als sie sich auf den Treck westwärts in ihr neues verheißenes Land vorbereiteten, befolgten sie den Rat von Präsident Brigham Young, unterwegs Siedlungen zu gründen. Sie lebten in provisorischen Unterkünften und pflanzten Feldfrüchte für die Mitglieder, die nach ihnen kommen würden. Nachdem Lorenzo Snow und seine Familie eine kurze Zeit in Garden Grove, einer Siedlung in Iowa, verbracht hatten, zogen sie an einen Ort, der ebenfalls in Iowa lag und von den Heiligen Mount Pisgah genannt wurde. Diese Siedlung wurde nach dem Berg benannt, wo der Prophet Mose das verheißene Land für sein Volk gesehen hatte.

Mehrere Monate nach seiner Ankunft in Mount Pisgah wurde Lorenzo berufen, über die Siedlung zu präsidieren. „Zu dieser Zeit“, berichtete er später, „waren die Heiligen in Pisgah in einem armseligen Zustand, nicht nur was Nahrung und Kleidung betraf, sondern es fehlten auch Gespanne und Wagen für die Weiterfahrt. Mehrere Familien hatten gar keine Vorräte mehr und waren auf die Spenden ihrer Nachbarn angewiesen, die in den meisten Fällen kaum in der Lage waren, eine solche Güte zu erweisen. Zu allem Überfluss hatte eine ansteckende Krankheit die Siedlung heimgesucht. Es gab nicht genügend Gesunde, um die Kranken zu pflegen, sodass der Tod auf dem Fuße folgte. Väter, Mütter, Kinder, Brüder, Schwestern und gute Freunde fielen dem Zerstörer zum Opfer und wurden ohne großes Aufheben begraben, einige hatten nicht einmal richtige Totenkleider. So kamen zur Armut noch Kummer und Trauer hinzu.“

Lorenzo kannte diese Prüfungen aus eigener Erfahrung. Er und seine Familie erlebten Krankheit, Enttäuschung und Kummer, darunter den Tod seiner neugeborenen Tochter Leonora. Er schrieb: „Die kleine Leonora wurde krank und starb. Wir trugen ihre sterblichen Überreste in tiefer Trauer zu ihrem stillen Ruheort, wo sie allein zurückblieb, weit entfernt von ihrem Vater und der Mutter, die sie geboren hatte.“

Unter diesen Umständen half Lorenzo den Heiligen, ihren Prüfungen mit Glauben zu begegnen. Seine Schwester Eliza schrieb: „Mit unbeugsamer Energie, einem Verstand, der viele Notlösungen fand, und festen Absichten, die niemals der Mutlosigkeit wichen, war er Notlagen gewachsen, die Männer mit gewöhnlichen Fähigkeiten in Angst und Schrecken versetzt hätten.“ Sie berichtete: „Zuerst ging er daran, die Lebensgeister der Leute aufzurütteln und zu vereinen.“ Er teilte die Männer in Arbeitsgruppen ein. Einige gingen in Ortschaften in der Nähe, um Geld für Vorräte und Kleidung zu verdienen. Andere blieben im Lager, wo sie nach den Familien schauten, Feldfrüchte anbauten und Waren herstellten und reparierten, die in den benachbarten Siedlungen benutzt werden konnten.

Lorenzo half den Heiligen nicht nur, zusammenzuarbeiten, sondern regte sie auch an, sich geistig zu nähren und sich sinnvollen Freizeitbeschäftigungen zu widmen. „In den langen Wintermonaten“, erzählte er, „bemühte ich mich, die Stimmung und den Mut der Heiligen in Pisgah aufrechtzuerhalten, nicht nur indem Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen in verschiedenen Teilen der Siedlung abgehalten wurden, sondern auch indem wir dafür sorgten und darauf achteten, dass es gute Unterhaltungsangebote verschiedenster Art gab. …

Als Beispiel will ich von einem solchen Anlass erzählen: Ich lud dazu spontan so viele Leute in meine bescheidene Behausung ein wie nur irgend möglich. Ich wohnte mit meiner Familie in einer einstöckigen Blockhütte auf ungefähr viereinhalb mal neun Metern. Das Dach und der Fußboden bestanden aus Erde. Auf der einen Seite stand ein recht kleiner Kamin aus Torf, welchen wir aus dem Schoß von Mutter Erde gestochen hatten. Eigens für diesen Anlass bedeckten wir den Fußboden mit einer dünnen Schicht aus sauberem Stroh und drapierten die Wände mit weißen Laken, die wir von unseren federlosen Betten gezogen hatten.

Wie wir unseren Raum am besten für das bevorstehende gesellige Beisammensein beleuchten sollten, bedurfte nicht wenig Überlegung und erforderte viel Einfallsreichtum. Aber es gelang uns. Wir holten die größten und schönsten Rüben aus der Grube, wo sie lagerten, höhlten sie aus und befestigten kurze Kerzen darin. Dann hängten wir sie in gleichen Abständen an die Wände, andere an die Decke, die aus Erde und Pflanzenstängeln gefertigt worden war. Diese Lichter verliehen eine sehr friedliche, ruhige … Atmosphäre, und das Licht, das durch die Rübenrinden fiel, ließ alles sehr malerisch erscheinen.

Im Verlauf des Abends machten einige meiner Freunde mir und meiner Familie auf herzlichste Weise Komplimente dazu, wie geschmackvoll und einfallsreich die einzigartige und günstige Dekoration war.“

Präsident Snow blieb im Gedächtnis, dass „die Stunden lebhaft waren und fröhlich verstrichen sind“. Er und seine Gäste unterhielten einander mit Reden, Liedern und Rezitationen. Er erzählte: „Am Ende wirkten alle vollkommen zufrieden, und als sie gingen, waren sie so glücklich, als wären sie nicht heimatlos.“1 [Siehe Anregung 1 auf Seite 125.]

Lehren von Lorenzo Snow

Prüfungen und Bedrängnisse helfen uns, uns geistig zu verbessern und uns auf die celestiale Herrlichkeit vorzubereiten

Ohne Prüfungen und ohne Opfer ist es uns unmöglich, uns die Errettung zu erarbeiten und die Absichten Gottes zu vollbringen.2

Die Heiligen der Letzten Tage haben Prüfungen und Bedrängnisse erlebt. So hat Gott es vorgesehen. Ich wage zu behaupten, dass wir in der [vorirdischen] Geisterwelt, als uns dargelegt wurde, dass wir in diese Prüfungszeit kommen und die Erfahrungen machen, die wir jetzt machen, nicht sonderlich erfreut waren. Die Aussichten waren nicht in jeder Hinsicht so reizvoll, wie man es sich hätte wünschen können. Aber es besteht kein Zweifel, dass wir dort genau gesehen und verstanden haben, dass dies eine notwendige Erfahrung ist, um unsere Erhöhung und Herrlichkeit zustande zu bringen. Und wie unangenehm es uns auch erschienen sein mag, wir waren bereit, uns nach dem Willen Gottes zu richten, und deshalb sind wir hier.3

Der Herr hat im Herzen beschlossen, dass er uns prüfen will, bis er weiß, was er mit uns anfangen kann. Er hat seinen Sohn Jesus geprüft. … Bevor dieser als Erretter auf die Erde kam, hatte der Vater seinen Werdegang beobachtet, und er wusste, dass er sich auf ihn verlassen konnte, wenn die Errettung von Welten auf dem Spiel stand, und er wurde nicht enttäuscht. So ist es auch bei uns. Er wird uns immer weiter prüfen, damit er uns im Leben an die höchste Stelle setzen und uns die heiligsten Aufgaben übertragen kann.4

Wenn es uns gelingt, die nahenden Feuerproben zu überstehen, ohne dass unsere Redlichkeit und Treue Schaden nehmen, können wir am Ende unserer Prüfungen erwarten, dass der Geist und die Macht Gottes auf großartige und mächtige Weise auf uns herabgeschüttet werden – diese großartige Gabe wird allen zuteil, die ihren Bündnissen treu geblieben sind. …

Einige von unseren Brüdern haben gefragt, ob sie sich im Jenseits würdig fühlen werden, mit den früheren Propheten und Heiligen unmittelbar zusammen zu sein, die ja Prüfungen und Verfolgungen ertragen haben, und auch mit den Heiligen, … die in Kirtland, in Missouri und in Illinois gelitten haben. Diese Brüder haben ihr Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass sie Derartiges nicht mit durchlitten haben. Wenn so jemand hier anwesend ist, will ich zu seinem Trost sagen, dass Sie nicht lange zu warten brauchen, dann bekommen Sie ähnliche Gelegenheiten, wie Sie es sich im Herzen wünschen. Sie und ich können nicht vollkommen gemacht werden, außer durch Drangsal, denn auch Jesus konnte es nicht [siehe Hebräer 2:10]. Mit seinem Gebet und seiner Pein im Garten Getsemani hat er vorgezeichnet, welche Reinigung jemand durchlaufen muss, der bestrebt ist, sich die Herrlichkeit eines celestialen Reiches zu sichern. Niemand sollte versuchen, sich dem zu entziehen, indem er Zuflucht in irgendwelchen Kompromissen sucht.5

Es gibt keinen anderen Weg als Bedrängnis, wodurch die Heiligen in geistiger Hinsicht Fortschritt machen und auf ein Erbteil im celestialen Reich vorbereitet werden können. Dadurch wird ihnen mehr Erkenntnis zuteil und schließlich wird überall Frieden aufgerichtet. Jemand hat einmal gesagt, dass wir gleichgültig werden würden, wenn jetzt schon alles um uns herum friedlich wäre und gedeihen würde. Ein Großteil der Menschen würde sich nichts weiter wünschen als diesen Zustand und sich folglich nicht nach dem strecken, was die Ewigkeit betrifft.6

Ob es nun Einzelne betrifft oder uns als Gruppe: Wir haben gelitten und wir werden wieder leiden müssen. Und warum? Weil der Herr es zu unserer Heiligung von uns verlangt.7 [Siehe Anregung 2 auf Seite 125.]

Wenn wir in Prüfungen und Versuchungen treu bleiben, zeigen wir, dass wir Gott mehr lieben als die Welt

Manchmal werden wir durch Versuchungen geprüft, durch die wir zeigen können, wie sehr wir unsere Religion schätzen. Sie wissen, welche Erfahrungen Ijob in dieser Hinsicht gemacht hat. Er hatte Kenntnis von der Auferstehung und vom Erlöser erhalten, und er wusste, dass er zwar sterben würde, in den Letzten Tagen aber seinen Erlöser auf der Erde sehen würde [siehe King-James-Bibel, Ijob 19:25,26]. Die Versuchungen, denen er ausgesetzt war, haben gezeigt, dass er diese erhabenen Gedanken mehr geschätzt hat als alles andere. …

Weil Gott unser Freund ist, fürchten wir uns nicht. Wir müssen vielleicht weiterhin vielen unliebsamen Situationen ausgesetzt sein. Dadurch sind wir in der Lage, den Engeln zu beweisen, dass wir das, was von Gott ist, mehr lieben als die Dinge der Welt.8 [Siehe Anregung 3 auf Seite 125.]

Wenn wir treu bleiben, gibt der Herr uns die Kraft, Versuchungen zu überwinden und Prüfungen zu ertragen

Viele von Ihnen machen vielleicht schwere Prüfungen durch, damit Ihr Glaube der Vollkommenheit näherkommt, Ihr Vertrauen wächst, Ihre Erkenntnis von den Mächten des Himmels zunimmt, um schließlich erlöst zu werden. Wenn Sturmwolken über den Horizont wehen …, wenn der Kelch bitteren Leidens dargereicht wird und Sie gezwungen sind, davon zu trinken, wenn der Satan mit all seinen verführerischen Mächten der Täuschung und der Verschlagenheit auf Sie losgelassen wird, wenn Verfolgung unaufhörlich ihren kräftigen Arm gegen Sie erhebt, dann heben Sie in jener Stunde das Haupt empor und jauchzen Sie, dass Sie für würdig befunden wurden, auf diese Weise mit Jesus, mit den Heiligen und mit den Propheten Gottes zu leiden, und seien Sie gewiss, dass die Zeit Ihrer Erlösung nahe ist.

Ich habe das Gefühl, meine Brüder und Schwestern, dass ich Sie von ganzem Herzen ermahnen soll. Seien Sie guten Mutes – seien Sie nicht verzagt, denn der Tag kommt gewiss schnell herbei, da Ihre Tränen getrocknet werden und Ihr Herz getröstet wird, und Sie werden die Früchte Ihrer Arbeit genießen. …

Seien Sie ehrlich, tugendhaft, ehrenhaft, sanftmütig und demütig; seien Sie mutig und kühn, pflegen Sie die Einfachheit und seien Sie wie der Herr. Halten Sie an der Wahrheit fest, und sei es trotz Feuer oder Schwert, Folter oder Tod.9

Von der Zeit an, da wir das Evangelium empfangen haben, bis heute hat der Herr uns von Zeit zu Zeit Prüfungen und Bedrängnisse gegeben, wenn man es so nennen möchte. Und bisweilen waren diese Prüfungen dergestalt, dass es uns schwerfiel, sie ohne Murren und Klagen anzunehmen. Doch hat uns der Herr in dieser Zeit gesegnet und uns seinen Geist reichlich gegeben, damit wir die Versuchungen überwinden und die Prüfungen ertragen konnten.10

Jeder Mann und jede Frau, die dem Herrn dienen, ganz gleich, wie treu sie sein mögen, erleben finstere Stunden; aber wenn sie glaubenstreu gelebt haben, wird Licht auf sie herabkommen und ihnen Hilfe zuteilwerden.11

Alles, was von uns verlangt wird, damit wir in allen Schwierigkeiten oder bei Verfolgung völlig geschützt sind, ist, dass wir den Willen Gottes tun, dass wir ehrlich und gläubig und den Grundsätzen, die wir empfangen haben, stets treu sind; dass wir gerecht miteinander umgehen, die Rechte eines anderen nicht beschneiden und nach jedem Wort leben, das aus dem Mund Gottes kommt. Dann wird sein Heiliger Geist uns unter allen Umständen helfen und wir werden aus all dem hervorkommen und unser Zuhause, unsere Familie, unsere Herden, unsere Felder werden reichlich gesegnet sein – Gott wird uns in jeder Hinsicht segnen. Er wird uns Erkenntnis um Erkenntnis, Intelligenz um Intelligenz, Weisheit um Weisheit geben.

Möge Gott diesem Volk seinen Segen geben! Mögen wir uns selbst treu sein; treu all den Grundsätzen, die wir empfangen haben, und von ganzem Herzen darauf achten, was unser Nächster braucht – dann wird Gott seinen Geist über uns ausgießen und wir werden am Ende als Sieger hervorgehen.12 [Siehe Anregung 3 auf Seite 125.]

Wenn wir auf schwierige Zeiten zurückblicken, stellen wir fest, dass unsere Prüfungen uns geholfen haben, Gott näherzukommen

Wenn wir betrachten, was der Herr in der Vergangenheit für uns getan hat, unser gegenwärtiges Umfeld und unsere Zukunftsaussichten – was für ein gesegnetes Volk sind wir da! Manchmal habe ich gedacht, eine der größten Tugenden, die ein Heiliger der Letzten Tage besitzen kann, ist die Dankbarkeit gegenüber dem Vater im Himmel für das, was er uns gegeben hat, und für den Pfad, auf dem er uns geführt hat. Vielleicht war es nicht immer sonderlich angenehm, diesen Pfad entlangzugehen, aber hinterher haben wir festgestellt, dass diese Umstände, die sehr unerquicklich waren, sich oft als von größtem Vorteil für uns erwiesen haben.13

Bei jeder Prüfung, die ein Mensch durchmacht, wird er – sofern er in dieser Prüfung treu ist und Gott und seine Religion, der er sich verpflichtet hat, ehrt – Gott am Ende dieser Prüfung oder Bedrängnis nähergekommen sein, und zwar in Form einer Zunahme an Glauben, Weisheit, Erkenntnis und Macht. Er wird zuversichtlicher sein, wenn er den Herrn um das anruft, was er wünscht. Ich bin Menschen begegnet, die bei dem Gedanken an bestimmte Prüfungen gezittert haben und dann, nachdem sie die Versuchung überwunden hatten, sagten, dass sie sich Gott mit mehr Zuversicht nähern und ihn um die Segnungen bitten können, die sie sich wünschen. …

Wir haben trotz der Schwierigkeiten, die uns umgeben, allen Grund, zu frohlocken und voller Freude und Zufriedenheit zu sein. Und wie weit sind wir vorangekommen, wie viel Wissen haben wir erlangt und wie viel mehr können wir jetzt ertragen als vor einem, vor zwei oder vor fünf Jahren? Können wir jetzt mehr aushalten als vor einigen Jahren? Der Herr hat uns gestärkt und uns zu mehr Wachstum verholfen. Es ist wie mit dem Kind, das heranwächst und nicht weiß, wie es allmählich Kraft bekommen hat oder wie es größer geworden ist. Es ist in diesem Jahr größer als im vergangenen. So verhält es sich auch mit unserem geistigen Fortschritt. Wir fühlen uns heute stärker als noch vor einem Jahr.14

Die Opfer, die Sie gebracht haben, die Drangsal, die Sie ertragen haben, und die Entbehrungen, die Sie erlitten haben, werden … unbedeutend sein, und Sie werden ob der Erfahrung frohlocken, die Sie dadurch gewonnen haben. … Manches müssen wir durch das lernen, was wir erleiden. Das Wissen, das wir so erworben haben, wenn auch auf schmerzliche Weise, wird im nächsten Leben von großem Wert für uns sein. …

Ich weiß, dass es in Ihrem Leben nicht nur Sonnenschein gegeben hat; zweifellos haben Sie viele Prüfungen erlebt und sind vielleicht durch viel Trübsal geschritten, aber wenn Sie sich Ihre Redlichkeit bewahren, werden Sie bald aus dem Schatten in den herrlichen Sonnenschein der celestialen Welt hervortreten.15 [Siehe Anregung 4 auf Seite 125.]

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Hinweise finden Sie auf Seite VII–X.

  1. 1.

    Denken Sie über den Bericht auf Seite 115–119 nach. Wie konnten viele der Heiligen in diesem Bericht trotz ihrer Leiden glücklich sein? Wie können wir Menschen, die Prüfungen durchleben, Mut machen?

  2. 2.

    Lesen Sie, was Präsident Snow darüber gesagt hat, warum wir Prüfungen brauchen (Seite 119ff.). Was bedeutet es wohl, sich nach dem zu strecken, was die Ewigkeit betrifft? Warum ist es wohl so, dass viele Menschen sich ohne Prüfungen nicht dazu veranlasst sehen?

  3. 3.

    Wie sollen wir auf Prüfungen und Versuchungen reagieren? (Einige Beispiele finden Sie auf Seite 121ff.) Wie hilft uns der Herr in Zeiten der Prüfung?

  4. 4.

    Lesen Sie den letzten Abschnitt des Kapitels. Was haben Sie aus den Schwierigkeiten gelernt, die Sie erlebt haben?

  5. 5.

    Suchen Sie aus diesem Kapitel ein, zwei Aussagen heraus, die Ihnen Hoffnung geben. Was gefällt Ihnen an den Aussagen, die Sie ausgewählt haben? Überlegen Sie, wie Sie mit jemandem aus Ihrer Familie oder einem Freund, der Aufmunterung braucht, über diese Wahrheiten sprechen können.

Einschlägige Schriftstellen: Deuteronomium 4:29-31; Psalmen 46:2; Johannes 16:33; Römer 8:35-39; 2 Korinther 4:17,18; Mosia 23:21,22; 24:9-16; LuB 58:2-4

Unterrichtshilfe: Sie können einige Unterrichtsteilnehmer vorher ansprechen und sie bitten, von Erlebnissen zu berichten, die zu diesem Kapitel passen. Vor der Lektion können Sie beispielsweise einige Unterrichtsteilnehmer bitten, davon zu erzählen, was sie aus ihren Prüfungen gelernt haben.

Als die Heiligen der Letzten Tage aus ihren Häusern in Nauvoo im Bundesstaat Illinois vertrieben wurden, fanden viele Freude inmitten des Leids.

Einer der Heiligen der Letzten Tage, die sich in Mount Pisgah niederließen, zeichnete dieses Bild in sein Tagebuch.

In Zeiten der Prüfung können wir den Vater im Himmel um Trost und Kraft bitten.

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Siehe Eliza R. Snow Smith, Biography and Family Record of Lorenzo Snow, 1884, Seite 89–93

  2.   2.

    Millennial Star, 18. April 1887, Seite 245

  3.   3.

    Deseret Weekly, 4. November 1893, Seite 609

  4.   4.

    Millennial Star, 24. August 1899, Seite 532

  5.   5.

    Deseret News: Semi-Weekly, 9. Februar 1886, Seite 1

  6.   6.

    Deseret News, 11. April 1888, Seite 200; aus einer ausführlichen nachträglichen Niederschrift einer Ansprache, die Lorenzo Snow bei der Frühjahrs-Generalkonferenz 1888 gehalten hat

  7.   7.

    Deseret News, 28. Oktober 1857, Seite 270

  8.   8.

    Deseret News, 11. April 1888, Seite 200

  9.   9.

    „Address to the Saints in Great Britain“, Millennial Star, 1. Dezember 1851, Seite 364

  10.   10.

    Deseret Weekly, 4. November 1893, Seite 609

  11.   11.

    Millennial Star, 24. August 1899, Seite 531

  12.   12.

    Deseret News: Semi-Weekly, 2. Dezember 1879, Seite 1

  13.   13.

    Frühjahrs-Generalkonferenz 1899

  14.   14.

    Deseret News, 11. April 1888, Seite 200

  15.   15.

    Aus: „Old Folks Are at Saltair Today“, Deseret Evening News, 2. Juli 1901, Seite 1; Botschaft an eine Gruppe älterer Mitglieder der Kirche; verfasst von Lorenzo Snow im Alter von 88 Jahren, verlesen von seinem Sohn LeRoi