Eine vorausschauende Lebensweise – wie man die Grundsätze Unabhängigkeit und Vorbereitung in die Tat umsetzt

Lehren der Präsidenten der Kirche: Spencer W. Kimball, (2006), 137


Weise und vorausschauend zu leben ist ein Lebensstil, der den Charakter formt und unser zeitliches, soziales, emotionales und geistiges Wohlbefinden steigert.

Aus dem Leben von Spencer W. Kimball

Als Spencer W. Kimball und seine Frau Camilla jung verheiratet waren, „wussten sie, dass sie nicht reich sind. Aber sie hatten Arbeit und ihre Fähigkeiten. Sie wussten, wie sie mit ihrem Geld umgehen mussten, gaben nur aus, was sie verdienten, und sparten für die Zukunft.“1

Familie Kimball erlebte Zeiten weltweiter wirtschaftlicher Schwierigkeiten – den Ersten Weltkrieg (1914–1918), die Weltwirtschaftskrise (1929–1939) und den Zweiten Weltkrieg (1939–1945). Mit diesen Herausforderungen konfrontiert, kam Präsident Kimball zu dem Schluss: „Was ich mit eigenen Augen gesehen habe, bereitet mir Angst, dass ich womöglich nicht alles Erdenkliche tue, um gegen Unheil geschützt zu sein.“2

Unter anderem sah er, wie andere zu kämpfen hatten: „Schon als kleiner Junge habe ich die führenden Brüder sagen hören: ‚Zahlt eure Schulden ab und macht keine neuen Schulden.‘ Ich war ein paar Jahre bei einer Bank angestellt und habe die schlimme Lage vieler Menschen gesehen, die diesen wichtigen Rat ignoriert hatten.“

Zusätzlich zu seiner Arbeit in der Bank führte Spencer auch die Geschäftsbücher einiger Geschäfte am Ort. „Für mich war es sehr schockierend, als ich in den Büchern die Rechnungen vieler Leute aus unserer Stadt fand, die ich kannte. Ich kannte sie. Ich wusste in etwa, wie viel sie verdienten, und dann sah ich, dass sie alles Geld für Kleidung ausgaben. In anderen Worten: Ich sah, dass sie alles, was sie besaßen – ihre Kleidung, ihre Schuhe, alles – ‚auf Kredit‘ kauften.

Und ich stellte fest, dass ich am Monatsende ihre Rechnungen schreiben musste. Viele von ihnen konnten aber am Monatsende nicht zahlen. Sie konnten nicht einmal die Raten zahlen, die man ihnen gewährt hatte. Ich konnte das nicht verstehen, denn bei uns zu Hause wurde genau auf das Budget geachtet. Ich konnte zwar verstehen, dass sich jemand ein Haus oder vielleicht auch ein Auto auf Kredit kaufte. Aber ich konnte mit dem besten Willen nicht verstehen, wie jemand Kleidung tragen konnte, die ihm nicht wirklich gehörte. Oder Lebensmittel aß, die er ‚auf Kredit‘ gekauft hatte.“3

In seinen Lehren sprach Präsident Kimball nicht nur finanzielle Belange an, sondern auch anderes, was zur vorausschauenden Lebensweise gehört, beispielsweise Verantwortung übernehmen, Arbeit, Herstellung von Lebensmitteln und Vorrat. Er sagte: „Leben wir doch täglich nach den Grundsätzen, wonach wir als Einzelne und als Familie vorbereitet sein sollen. ‚Wenn ihr bereit seid, werdet ihr euch nicht fürchten‘ (LuB 38:30).“4

If we are prepared, we shall not fear.

„Leben wir doch täglich nach den Grundsätzen, wonach wir als Einzelne und als Familie vorbereitet sein sollen.“

Lehren von Spencer W. Kimball

Wir sind für unser soziales, seelisches und geistiges, körperliches und materielles Wohl selbst verantwortlich.

Der Herr hat der Kirche und ihren Mitgliedern geboten, selbständig und unabhängig zu sein. (Siehe LuB 78:13,14.)

Für das soziale, seelische, geistige, körperliche und wirtschaftliche Wohlergehen ist in erster Linie jeder selbst verantwortlich, dann seine Familie und dann die Kirche, sofern er ein treues Mitglied ist.

Ein wahrer Heiliger der Letzten Tage, der körperlich und seelisch imstande ist zu arbeiten, wird die Aufgabe, für seinen Unterhalt und den Unterhalt seiner Familie zu sorgen, niemals einem anderen aufbürden, ohne dazu gezwungen zu sein. Er wird vielmehr, solange er es kann, mit der Hilfe des Herrn für seine eigenen geistigen und zeitlichen Bedürfnisse sowie für diejenigen seiner Familie sorgen (siehe 1 Timotheus 5:8).5

Wir reisen und besuchen die Menschen in der ganzen Welt, und dabei wird uns jedes Mal deutlich, wie groß die zeitlichen Bedürfnisse unserer Mitglieder sind. Obwohl wir ihnen von Herzen gern helfen würden, ist uns doch bewusst, dass sie etwas sehr Wichtiges lernen müssen: Erst wenn wir das Fleisch besiegen, dann erklimmen wir die höchste Stufe der Geistigkeit. Wir formen den Charakter der Menschen, wenn wir sie dazu anhalten, für sich selbst zu sorgen.6

Keine philosophische Weltanschauung, keine Ausreden oder Vernunftgründe werden je die grundlegende Notwendigkeit der Selbständigkeit schmälern. Denn:

„Alle Wahrheit ist unabhängig in dem Bereich, worein Gott sie gestellt hat, … wie auch alle Intelligenz; anders gibt es kein Dasein.“ (LuB 93:30.) Der Herr erklärt, dass hierin „die Selbständigkeit des Menschen“ begründet liegt (siehe LuB 93:31), und mit dieser Selbständigkeit geht die Verantwortung einher, die jeder für sich selbst trägt. Durch diese Selbständigkeit können wir uns zur Herrlichkeit aufschwingen oder der Verdammnis verfallen. Mögen wir – jeder für sich und als Gemeinschaft – stets unsere Selbständigkeit wahren. Sie ist unser Erbe und unsere Verpflichtung.7

In der jüngsten Vergangenheit [haben wir] großen Nachdruck darauf gelegt … , dass der Einzelne wie auch die Familie Vorsorge trifft. Ich hoffe, dass jedes Mitglied der Kirche diesen Anweisungen nachkommt. Ebenso hoffe ich, dass wir das Positive und nicht das Negative sehen und betonen. Es gefällt mir, wie in der Frauenhilfsvereinigung die Vorsorge des Einzelnen und der Familie als „vorausschauende Lebensweise“ gelehrt wird. Dazu gehört auch, dass man sparsam mit seinen Mitteln umgeht, finanzielle Angelegenheiten vernünftig plant, für seine Gesundheit und eine gute Ausbildung sowie berufliches Weiterkommen sorgt und der eigenen Herstellung [von Nahrungsmitteln] und Vorratshaltung sowie der seelischen Belastbarkeit die nötige Aufmerksamkeit widmet.8

Uns ist geraten worden, selbst Lebensmittel herzustellen und einen Vorrat zu lagern.

Der Herr hat uns aufgefordert, sein Volk solle für schlechte Zeiten sparen, sich auf schwierige Zeiten vorbereiten, etwas für Notzeiten auf die Seite legen, einen Jahresvorrat oder mehr vom Notwendigsten lagern, sodass sich unsere Familien in dunklen Zeiten, wenn die Flut, das Erdbeben, die Hungersnot, der Hurrikan und die Stürme des Lebens kommen, über Wasser halten können.9

Wir fordern Sie auf, so viel Nahrungsmittel auf eigenem Grund und Boden anzubauen, wie es Ihnen möglich ist. Beerensträucher, Weinstöcke, Obstbäume – pflanzen Sie sie, wenn das Klima es erlaubt! Ziehen Sie Gemüse, essen Sie Gemüse aus dem eigenen Garten. Auch jemand, der in einer Wohnung wohnt, kann in Blumentöpfen und -kästen etwas anpflanzen. Informieren Sie sich über die besten Methoden, Nahrungsmittel selbst zu erzeugen. Gestalten Sie Ihren Garten sowohl ansprechend als auch produktiv. Wenn Sie Kinder haben, beziehen Sie sie in die Arbeit mit ein und übertragen ihnen Aufgaben.10

Ich hoffe, dass wir Folgendes verstehen: Wenn wir … einen Garten besitzen, so ist dies nicht allein deshalb von Vorteil, weil wir dadurch häufig Kosten für unsere Lebensmittel einsparen und köstlich frisches Obst und Gemüse auf den Tisch bekommen. Es sind noch mehr Vorteile damit verbunden. Wer kann z. B. den Wert eines zusätzlichen Gesprächs zwischen Vater und Tochter ermessen, die gemeinsam im Garten Unkraut jäten oder den Pflanzen Wasser geben? Wie können wir beurteilen, wie wertvoll es ist, durch die Aussaat, die Bewirtschaftung und das ewige Gesetz des Erntens die offenkundigen Erkenntnisse zu gewinnen, die sich daraus ergeben? Und wie beurteilen wir die Zusammenarbeit und die Gemeinschaft in der Familie, ohne die das Einkochen nicht möglich ist? Ja, wir legen einen Vorrat an, aber den vielleicht noch größeren Nutzen ziehen wir aus dem, was wir fürs Leben lernen, wenn wir vorausschauend leben.11

Wir ermuntern alle Familien, einen Jahresvorrat bereitzuhalten; und wir sprechen immer und immer wieder von der Schriftstelle und wiederholen sie immer und immer wieder, wo der Herr sagt: „Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage?“ [Lukas 6:46.] Wie hohl ist es doch, wenn sie ihre sogenannte Geistigkeit praktizieren und ihn bei seinen wichtigen Namen anrufen, aber trotzdem nicht das tun, was er sagt.12

Je wohlhabender wir werden und je dicker unser Bankkonto wird, desto sicherer fühlen wir uns. Dann meinen wir manchmal, wir bräuchten den Vorrat nicht, zu dem uns die Brüder geraten haben. … Wir dürfen nicht vergessen, dass sich die Umstände ändern können und wir oder andere für einen Jahresvorrat an wesentlichen Produkten sehr dankbar sein könnten. Deswegen täten wir gut daran, auf das, was uns gesagt wurde, zu hören und es genau auszuführen.13

Wir sollen für das, was wir bekommen, arbeiten.

Ich finde, dass sich der Mensch in allen Lebensphasen selbst helfen soll. Er soll pflügen und pflanzen, anbauen und ernten und nicht erwarten, dass allein sein Glaube ihm Brot beschert.14

Arbeit ist sowohl eine geistige als auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit.15

Arbeit macht glücklich und bringt Selbstachtung und Wohlstand. Jede Leistung wird durch Arbeit vollbracht. Sie ist das Gegenteil von Müßiggang. Uns ist geboten worden zu arbeiten (siehe Genesis 3:19). Jeder Versuch, zeitliches, gesellschaftliches, seelisches und geistiges Wohlergehen durch Almosen zu erlangen, verletzt das göttliche Gesetz, dass wir für alles, was wir empfangen, arbeiten sollen.16

Wir können nicht oft genug daran erinnert werden, dass die Hilfe, die die Kirche im Bereich der Wohlfahrt leistet, im Grunde geistig ist und diese geistigen Wurzeln dahinschwinden würden, wenn wir es zuließen, dass etwa eine Almosen-Mentalität bei unseren Wohlfahrtsdiensten Einzug hält. Jeder, der Hilfe bekommt, kann etwas tun. Befolgen wir die Anweisung der Kirche auf diesem Gebiet und stellen wir sicher, dass alle, die etwas bekommen, auch eine Gegenleistung erbringen. Mögen wir darauf achten, dass wir so für die Armen sorgen, wie es der Weise des Herrn entspricht, und dies nicht durch etwas Weltliches ersetzen.17

Geht man so vor, wie der Herr es vorgesehen hat, so wird das Selbstvertrauen des Einzelnen gestärkt, er entwickelt und bewahrt seine Würde, während die Weise der Welt die Meinung des Menschen über sich selbst herabsetzt und tiefe Abneigung hervorruft.

Die Weise des Herrn bringt den Menschen dazu, sich mehr darum zu bemühen, wirtschaftlich wieder unabhängig zu werden, selbst wenn er vorübergehend aufgrund besonderer Umstände Hilfe und Beistand braucht. Die Weise der Welt macht den Menschen von den Wohlfahrtsprogrammen abhängiger und bewirkt eher, dass er mehr verlangt, anstatt dass er ermuntert wird, die wirtschaftliche Unabhängigkeit von neuem zu erlangen.

Die Weise des Herrn hilft unseren Mitgliedern, selbst ein Zeugnis vom Evangelium der Arbeit zu erlangen. Denn Arbeit ist für das Glücklichsein des Menschen ebenso wichtig wie Produktivität. Die Weise der Welt legt jedoch mehr Nachdruck auf Muße und die Vermeidung von Arbeit.18

Es ist richtig, dass man arbeitet. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind soll arbeiten. Jedes kleine Kind soll lernen zu teilen, bei der Hausarbeit und im Garten mitzuhelfen, einen Garten anzulegen, Bäume zu pflanzen, Früchte zu ernten und alles zu tun, was getan werden muss, denn das macht aus ihm eine starke Persönlichkeit und stärkt seinen Glauben und Charakter.

Wir möchten, dass Sie als Eltern Arbeit für Ihre Kinder finden. Bestehen Sie darauf, dass sie alles lernen, was sie für die Schule lernen müssen. Lassen Sie sie nicht die ganze Zeit spielen. Es gibt eine Zeit fürs Spielen, eine Zeit für die Arbeit und eine Zeit zum Lernen. Achten Sie darauf, dass sich Ihre Kinder so entwickeln, wie es Ihrer Erkenntnis nach sein muss.19

Work is a spiritual and economic necessity.

„Arbeit macht glücklich und bringt Selbstachtung und Wohlstand. Jede Leistung wird durch Arbeit vollbracht. Sie ist das Gegenteil von Müßiggang.“

Arbeit muss ein grundlegendes Prinzip im Leben der Mitglieder sein (siehe LuB 42:42; 75:29; 68:30-32; 56:17).20

Wenn wir sparen, Schulden vermeiden und im Rahmen unseres Einkommens leben, können wir in wirtschaftlicher Hinsicht unabhängig werden.

Sind Sie auf Tod und Krankheit, auf eine langwierige, lähmende Krankheit des Geldverdieners vorbereitet? Sind Sie abgesichert? Wie lange kommen Sie mit dem, was Sie haben, aus, wenn es kein Einkommen mehr gibt? Wie viel Reserven haben Sie? Wie lange könnten Sie Ihre Unterkunft, Ihr Auto, Ihre Geräte und alle laufenden Kosten bezahlen? …

Die erste Reaktion ist die: Wir können das doch nicht. Wir kommen ja gerade so zurecht, wenn wir jeden Cent unseres monatlichen Einkommens ausgeben. … Wenn Sie bei steigendem Einkommen, guter Arbeit und Bezahlung als junger Mensch kaum um die Runden kommen, wie können Sie dann in Notzeiten durchkommen, wenn Sie weniger verdienen, krank sind oder andere unerwartete Schwierigkeiten auftreten?21

Sie dürfen nicht alles ausgeben, was Sie verdienen. Sie müssen für die Mission und Ausbildung Ihrer Kinder Geld zur Seite legen. Sie können Verantwortung übernehmen und einen kleinen Job annehmen, sodass auch sie dazu beitragen können, diese Konten aufzustocken, und anstatt dass sie diese kleinen Beträge ausgeben, werden sie lieber für diese großen Ziele gespart. Das kann bedeuten, dass die Eltern von heute vieles entbehren werden, was sie gerne hätten, aber dass sie morgen die Ernte einbringen werden.22

Vermeiden Sie Schulden. … Heute scheint alles auf das Schuldenmachen ausgerichtet zu sein. „Beschaffen Sie sich eine Kreditkarte, und kaufen Sie alles auf Kredit“ – dazu werden Sie ermuntert. In Wahrheit ist das aber nicht lebensnotwendig.23

Wir fragen uns, was unsere Mitglieder, die alles und noch mehr ausgegeben haben, machen werden. Wenn es weniger Arbeit und Lohn gibt, was dann? Leben Sie über Ihre Verhältnisse? Haben Sie Schulden, die Sie nicht bezahlen können, falls die Zeiten sich zum Negativen hin ändern? Sind Ihre Rücklagen groß genug, wenn sie gebraucht werden?24

Planen und arbeiten Sie so, dass Sie glücklich leben können, auch wenn Sie ohne das eine oder andere auskommen müssen, das für das sogenannte gute Leben unerlässlich scheint. Bleiben Sie innerhalb der Grenzen ihres Einkommens, und leben Sie nicht über Ihre Verhältnisse! … Kaufen Sie das, was notwendig ist, vernünftig und bedachtsam ein. Bemühen Sie sich, einen Teil Ihres Einkommens zu sparen. Verwechseln Sie nicht das, was meist nur ein Wunsch ist, mit den grundlegenden Bedürfnissen!25

Wir wollen jeder für sich und auch als Familie, aber auch in der Gemeinde und im Pfahl lernen, nicht über unsere Verhältnisse zu leben. In diesem Grundsatz liegt Stärke und Errettung. Jemand hat einmal gesagt, man sei in dem Maße reich, wie man ohne manche Dinge auskommen kann. Als Familie und als Kirche können und sollen wir uns mit dem versorgen, was für unsere Mitglieder grundlegend wichtig ist. Wir müssen aber sorgfältig darauf achten, dass wir nicht über das hinausgehen, was wichtig ist, oder etwas anschaffen, was zur Wohlfahrt der Familie und zur grundsätzlichen Mission der Kirche in keinem direkten Zusammenhang steht.26

Vorsorge ist ein Lebensstil, der seinen Lohn in sich trägt.

Vorsorge, richtig angewandt, ist ein Lebensstil, nicht ein spektakuläres Programm für den Augenblick.27

Wir [könnten] … alle anderen Bereiche der Vorsorge des Einzelnen und der Familie erwähnen, und zwar nicht in Bezug auf drohende Katastrophen, sondern darauf, dass man einen Lebensstil entwickelt, der seinen Lohn Tag für Tag bereits in sich trägt.

Wir wollen all das befolgen, weil es wichtig ist, weil es uns Zufriedenheit schenkt und weil wir dem Rat des Herrn gehorchen. Dann sind wir für die meisten Gefahren gewappnet, und der Herr wird uns trösten und es uns wohl ergehen lassen. Es stimmt schon, dass schwierige Zeiten kommen, denn der Herr hat das vorausgesagt. Die Pfähle Zions sind ja zum Schutz und zur Zuflucht vor dem Grimm da (siehe LuB 115:6). Wenn wir vernünftig und vorausschauend leben, dann wird der Herr seine schützende Hand über uns halten.28

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Anregungen siehe Seite vii-xii.

  1. Wir sind ja mit unserer Familie, mit Freunden, der Kirche und dem Gemeinwesen verbunden: Was bedeutet es da Ihrer Meinung nach, selbständig und unabhängig zu sein? (Siehe Seiten 138f.)

  2. Präsident Kimball hat gesagt, das „soziale, seelische, geistige, körperliche und materielle Wohlergehen“ seien Grundbestandteile einer vorausschauenden Lebensweise (Seite 138). Inwiefern hängt geistiges Wohl mit den anderen Bereichen zusammen?

  3. Denken Sie beim Studium des Abschnitts, der auf Seite 140 beginnt, darüber nach, wie gut Sie auf die „Stürme des Lebens“ vorbereitet sind. Was können wir tun, um besser vorbereitet zu sein?

  4. Wie kann ein Garten einer Familie noch nützen, außer dass er sie mit Nahrung versorgt? (Siehe Seite 140.)

  5. Präsident Kimball hat gesagt, Arbeit sei eine „geistige … Notwendigkeit“ (Seite 141). Welchen geistigen Nutzen haben Sie aus der Arbeit gezogen? Wie können wir unseren Kindern dabei helfen, die Wichtigkeit der Arbeit zu erkennen?

  6. Worin besteht Ihrer Meinung nach der Unterschied zwischen einem Wunsch und einem Bedürfnis? Welche innere Einstellung kann uns helfen, unsere Wünsche zu steuern? (Beispiele dazu können Sie auf Seite 143f. nachlesen, passende Geschichten auf Seite 137f.) Welchen Vorteil hat es, wenn man ein Budget erstellt? Welche Hilfe steht uns für die Budgetierung unserer Mittel zur Seite?

  7. Lesen Sie den Abschnitt durch, der auf Seite 145 beginnt. Inwiefern werden wir Tag für Tag belohnt, wenn wir Vorsorge treffen?

Einschlägige Schriftstellen: Genesis 41:14-57; 2 Nephi 5:17; LuB 29:8-11

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Edward L. Kimball und Andrew E. Kimball Jr., Spencer W. Kimball, 1977, Seite 99

  2.   2.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Hg. Edward L. Kimball, 1982, Seite 372

  3.   3.

    Conference Report, April 1975, Seite 166f.

  4.   4.

    Conference Report, Oktober 1978, Seite 114

  5.   5.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 124

  6.   6.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 123

  7.   7.

    Conference Report, April 1978, Seite 120

  8.   8.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 125

  9.   9.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 374

  10.   10.

    Conference Report, April 1976, Seite 170f.

  11.   11.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 125

  12.   12.

    Conference Report, April 1976, Seite 171

  13.   13.

    Conference Report, April 1976, Seite 170

  14.   14.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 370

  15.   15.

    Conference Report, April 1981, Seite 107

  16.   16.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 124

  17.   17.

    Conference Report, April 1978, Seite 119f.

  18.   18.

    Conference Report, April 1976, Seite 172

  19.   19.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 360f.

  20.   20.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 124

  21.   21.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 372

  22.   22.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 371f.

  23.   23.

    Conference Report, April 1976, Seite 171

  24.   24.

    Conference Report, Oktober 1974, Seite 7

  25.   25.

    Conference Report, April 1981, Seite 107f.

  26.   26.

    Conference Report, April 1981, Seite 63

  27.   27.

    Seminar für Regionalrepräsentanten am 30. September 1976, Archiv der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Seite 8

  28.   28.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 125f.