Jesus Christus – mein Erretter, mein Herr

Lehren der Präsidenten der Kirche: Spencer W. Kimball, (2006), 27


Jesus Christus ist der Sohn Gottes und der Erretter der Menschheit. Um uns alle Segnungen zu geben, die wir empfangen können, hat er gelebt und ist dafür gestorben.

Aus dem Leben von Spencer W. Kimball

Zu Beginn seiner Amtszeit als Apostel erlitt Elder Spencer W. Kimball innerhalb von etwa zwei Wochen drei Herzinfarkte. Nachdem er sich fast sieben Wochen lang zu Hause erholt hatte, „schaute er sich nach einer Möglichkeit um, wie er seiner eintönigen Gefangenschaft zu Hause entkommen könnte“. Er richtete es so ein, dass er sich bei seinen Freunden, den Navahos, im Staat New Mexiko erholen konnte.1

Spencer W. Kimball had a personal witness of Jesus Christ.

„Ich weiß, dass Jesus der Messias ist, der Sohn des lebendigen Gottes.“

„Während seines Erholungsaufenthaltes dort fand man eines Morgens Elder Kimballs Bett leer vor. Seine Pfleger, die dachten, er mache einen Morgenspaziergang und werde zum Frühstück wieder zurück sein, gingen weiter ihren anderen Pflichten nach. Aber als er um zehn Uhr noch immer nicht zurück war, machten sie sich allmählich Sorgen. Man begann, nach ihm zu suchen.

Schließlich fand man ihn einige Kilometer weiter unter einer Kiefer. Neben ihm lag seine Bibel, und er hatte das letzte Kapitel des Johannes aufgeschlagen. Er hielt die Augen geschlossen, und als der Suchtrupp bei ihm ankam, lag er noch immer so still da, wie sie ihn entdeckt hatten.

Ihre sorgenvollen Stimmen weckten ihn auf, und als er den Kopf hob, sahen sie Spuren von Tränen auf seinen Wangen. Auf ihre Fragen antwortete er: ‚Heute vor [fünf] Jahren wurde ich als Apostel des Herrn Jesus Christus berufen, und ich wollte einfach den Tag mit ihm, dessen Zeuge ich bin, verbringen.‘ “2

Präsident Kimball gab von der Göttlichkeit des Erretters „wieder und immer wieder“ Zeugnis.3 Er erklärte: „Wie viel wir auch von ihm reden, es ist immer noch zu wenig.“4 Und das vorbildliche Leben, das Präsident Kimball führte, stimmte mit der Kraft seines Zeugnisses überein. Elder Neal A. Maxwell vom Kollegium der Zwölf Apostel hat angemerkt: „Präsident Kimball war ein Diener des Herrn und von niemand sonst. Es war sein innigster Wunsch, dem Herrn zu dienen, und er lehnte es ab, aufgrund anderer Erwägungen Kompromisse einzugehen.“5

Lehren von Spencer W. Kimball

Jesus Christus ist nicht nur ein großartiger Lehrer, er ist der Sohn des lebendigen Gottes und der Erretter der Menschheit.

In einer der letzten Ausgaben der Zeitschrift Time wurden die Überlegungen eines anerkannten emeritierten Professors einer der größten Universitäten der USA ausführlich zitiert. Er billigt Jesus von Nazaret menschliche Wärme zu, eine immense Fähigkeit, Liebe zu erweisen, und außergewöhnliches Verständnis. Er nennt ihn einen herausragenden Humanisten, Lehrer und Dramatiker. Er erklärte, und das ist bezeichnend für seinen Vernunftglauben, dass Lazarus nicht tot war, sondern von Jesus nur „zur Gesundheit zurückgeführt wurde“, und zwar durch Jesu Verstandeskraft und Wissen sowie durch die „Therapie seiner eigenen unerschöpflichen Vitalität!“

Ich möchte heute davon Zeugnis geben, dass Jesus nicht nur ein großartiger Lehrer, Humanist und Dramatiker ist, sondern dass er buchstäblich der Sohn des lebendigen Gottes, der Schöpfer, der Erlöser der Welt ist, der Erretter der Menschheit.6

Ich weiß, dass Jesus der Messias ist, der Sohn des lebendigen Gottes. Das weiß ich.7

Christus sagte von sich selbst, er sei der Herr, der Allmächtige Gott, der Messias, der Anfang und das Ende, der Erlöser der Welt, Jesus der Christus, der Starke Israels, der Schöpfer, der Sohn des lebendigen Gottes, Jahwe.

Der Vater Elohim sagte über Jesus: Er ist mein Einziggezeugter Sohn, das Wort meiner Macht. Und zumindest zweimal, nämlich bei der Taufe im Jordan und auf dem Berg der Verklärung, bestätigte er:

„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden“ (Markus 1:11; Lukas 3:22); außerdem sagte er: „Die Welten wurden von ihm gemacht; die Menschen wurden von ihm gemacht; alles wurde von ihm gemacht und durch ihn und aus ihm.“ [LuB 93:10.]8

Wir bezeugen mit Johannes dem Täufer, der, als er den Herrn auf sich zukommen sah, sagte: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (Johannes 1:29), dass er nicht nur ein Mann mit menschlicher Wärme war, sondern das Lamm Gottes.

Wir bezeugen mit Natanaël, einem Israeliten ohne Falschheit: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!“ (Johannes 1:49), dass er nicht nur ein großartiger Lehrer war, sondern wahrhaftig der Sohn Gottes.

Und wieder bezeugen wir, so wie der Lieblingsjünger Johannes, der voller Überzeugung sagte, als er Jesus am Ufer des Sees sah: „Es ist der Herr!“ [Johannes 21:7], dass er nicht nur ein großer Humanist war, sondern der Herr, der Gott des Himmels.

Und wir schließen uns Simon Petrus an, der auf die Frage des Herrn: „Für wen haltet ihr mich?“, erwiderte: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Matthäus 16:15,16.) Darauf sagte ihm der Erretter Folgendes: „Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ (Matthäus 16:17.)

Und schließlich geben wir auch gemeinsam mit dem Propheten Joseph Smith Zeugnis, der bereit war, sein Leben für sein Zeugnis hinzugeben.9

Ich weiß, dass Jesus Christus der Sohn des lebendigen Gottes ist und dass er für die Sünden der Welt gekreuzigt wurde. Er ist mein Freund, mein Erretter, mein Herr und mein Gott.10

Das geistliche Wirken des Erretters erstreckt sich über Ewigkeiten – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Ich möchte … bezeugen, dass [Jesus Christus] nicht nur in der Mitte der Zeit etwa dreiunddreißig Jahre lang gelebt hat, sondern dass er schon Ewigkeiten davor gelebt hat und Ewigkeiten danach leben wird; und ich bezeuge auch, dass er nicht nur das Reich Gottes auf Erden errichtet hat, sondern der Schöpfer dieser Welt und der Erlöser der Menschheit ist.11

Jesus Christus war der Gott des Alten Testaments. Er war es, der mit Abraham und Mose redete. Er war es, der Jesaja und Jeremia inspiriert hat. Er war es, der durch diese Erwählten die Zukunft bis zum letzten Tag und bis zur letzten Stunde vorhergesagt hat.12

Jesus Christus war es, unser Erretter, der den erstaunten Zuhörern am Jordan (siehe Matthäus 3:13-17), auf dem Berg der Verklärung (siehe Matthäus 17:1-9), beim Tempel der Nephiten (siehe 3 Nephi 11-26) und im Hain bei Palmyra in New York (siehe Joseph Smith – Lebensgeschichte 1:17-25) vorgestellt wurde; derjenige, der ihn verkündete, war niemand anders als sein Vater, der heilige Elohim, dessen Ebenbild er war und dessen Willen er ausführte.13

Ich weiß, dass der Herr lebt und uns täglich seinen Willen kundtut, sodass wir durch Inspiration wissen können, in welche Richtung wir gehen sollen.14

Er ist der Schlussstein. Er ist das Haupt dieses Reiches: Es sind seine Jünger, es ist seine Kirche, es sind seine Lehren und Verordnungen, es sind seine Gebote.15

Jetzt freuen wir uns auf sein verheißenes Zweites Kommen. Diese Verheißung wird – so wie bereits schon viele andere – buchstäblich in Erfüllung gehen, und bis dahin rühmen wir seinen heiligen Namen, wir dienen ihm und geben zusammen mit den Propheten aller Zeitalter Zeugnis von seiner göttlichen Mission! …

Ich weiß, dass Jesus durch die vergangenen und zukünftigen Ewigkeiten hindurch der Schöpfer, der Erlöser, der Erretter und Sohn Gottes ist.16

Jesus Christus errettet durch sein Sühnopfer alle Menschen von den Folgen des Falls und die Umkehrwilligen von ihren eigenen Sünden.

Meine lieben Brüder und Schwestern, Gott lebt, und ich gebe davon Zeugnis. Jesus Christus lebt, und er ist der Urheber des wahren Lebens und der Errettung.

Dies ist die Botschaft der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Das ist das Wichtigste, was man der heutigen Welt verkünden kann. Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Er wurde vom Vater zum Erretter dieser Welt ausersehen.17

Als Adam bewusst und mit weiser Absicht von der verbotenen Frucht im Garten von Eden aß, brachte er über uns alle, die wir seine Nachkommen sind, zwei Tode – den physischen oder „irdischen Tod“, und den geistigen Tod oder die Verbannung aus der Gegenwart des Herrn.18

Im Plan Gottes war ein Erlöser vorgesehen, der die Bande des Todes zerreißen und durch seine Auferstehung die Voraussetzung schaffen sollte, dass der Geist und der Körper aller Menschen, die auf der Erde gelebt haben, wieder miteinander verbunden werden können.

Jesus von Nazaret war es, der vor der Erschaffung der Welt dazu auserwählt wurde, auf die Erde zu kommen und dieses Werk zu vollbringen, nämlich den physischen Tod zu überwinden. Durch sein freiwilliges Opfer sollte er die Sühne für den Fall Adams und Evas erwirken und die Möglichkeit schaffen, dass der Geist des Menschen seinen Körper wiedererlangen kann, sodass Geist und Körper wieder miteinander vereint werden.19

Diese erwähnte Auferstehung hat Jesus Christus, der Erretter, zuwege gebracht. Weil er als Marias Sohn sterblich und als Sohn Gottes zugleich göttlicher Natur war, konnte er die Mächte überwinden, die das Fleisch beherrschen. Er hat tatsächlich sein Leben gegeben und sodann buchstäblich als „Erstling“ wieder aufgenommen, auf dass ihm jede Seele, die je gelebt hat, nachfolge [siehe 1 Korinther 15:22,23]. Er war ein Gott, und er hat sein Leben gegeben. Niemand konnte es ihm nehmen. Da er darin vollkommen war, alles zu überwinden, hatte er die Macht entwickelt, sein Leben wieder aufzunehmen. Der Tod war sein letzter Feind, und auch diesen überwand er und brachte damit die Auferstehung zuwege.20

Weil der himmlische Vater allen Menschen – die früher gelebt haben, jetzt leben und noch leben werden – seinen Sohn geschenkt hat, können wir zu ihm zurückkehren und bei ihm, dem Vater unseres Geistes, wohnen. Aber um sicherzustellen, dass dies auch geht, war es zunächst einmal notwendig, dass Jesus im Fleisch auf die Erde kam, um den Menschen durch sein Beispiel zu zeigen, wie man leben soll; es war notwendig, dass er freiwillig sein Leben hingab und auf wundersame Weise die Last der Sünden aller Menschen auf sich nahm.21

Sich von Sünde zu reinigen ist nur aufgrund völliger Umkehr und dank dem Herrn Jesus Christus möglich, nämlich durch dessen Güte und Barmherzigkeit in seinem Sühnopfer. Nur so kann der Mensch genesen und gesund werden, gewaschen und gereinigt werden, sodass er trotz allem für die Herrlichkeiten der Ewigkeit in Frage kommt. Helaman erinnerte seine Söhne daran, was König Benjamin über die Rolle des Erretters bei der Sündenvergebung gesagt hatte:

„Es [gibt] keinen anderen Weg und kein anderes Mittel …, wodurch der Mensch errettet werden kann, als nur das sühnende Blut Jesu Christi, der kommen wird; ja, denkt daran, dass er kommt, um die Welt zu erlösen.“ (Helaman 5:9.)

Helaman zitiert auch die Worte, die Alma zu Zeëzrom gesprochen hatte, und hebt hervor, was der Mensch tun muss, wenn er Vergebung erlangen will – nämlich von seinen Sünden umkehren:

„Er sagte ihm, der Herr werde gewiss kommen, um sein Volk zu erlösen, er werde aber nicht kommen, um sie in ihren Sünden zu erlösen, sondern um sie von ihren Sünden zu erlösen.

Und ihm ist Macht gegeben vom Vater, sie von ihren Sünden zu erlösen infolge von Umkehr.“ (Helaman 5:10,11, Hervorhebung hinzugefügt.)22

[Der Erretter] ist gestorben, um für unsere Sünden zu sühnen, uns die Auferstehung zu ermöglichen und uns den Weg zu einem vollkommenen Leben und zur Erhöhung zu weisen. Er starb zu einem bestimmten Zweck und zwar freiwillig. Er kam unter einfachen Umständen zur Welt, sein Leben war vollkommen, sein Beispiel hat andere mitgerissen; durch seinen Tod gingen Türen auf, und dem Menschen standen jetzt jede gute Gabe, jede Segnung offen.23

Um alle Segnungen durch das Sühnopfer des Erretters zu bekommen, müssen wir unsere Anstrengungen mit den seinen verbinden.

Jede Seele hat ihre Entscheidungsfreiheit. Wir können alle Segnungen erhalten, die Christus uns durch sein Leben und seinen Tod ermöglicht hat. Aber sein Tod und sein Plan sind wertlos, ja, sogar sinnlos, wenn wir sie nicht in Anspruch nehmen: „Denn siehe, ich, Gott, habe das für alle gelitten, damit sie nicht leiden müssen, sofern sie umkehren.“ (LuB 19:16.)

Der Erretter kam, um „die Unsterblichkeit und das ewige Leben des Menschen zustande zu bringen“ (Mose 1:39). Seine Geburt, sein Tod und seine Auferstehung brachten die Unsterblichkeit zustande. Aber wir müssen unsere Anstrengungen den seinen angleichen, wenn wir das zweite, nämlich das ewige Leben, erreichen wollen.24

Wenn wir an das große Opfer unseres Herrn Jesus Christus und die Leiden denken, die er für uns ertragen hat, wären wir sehr undankbar, wenn wir ihm nicht unseren Dank entgegenbrächten, soweit uns das nur möglich ist. Er hat für uns gelitten, ist für uns gestorben; wenn wir aber nicht Umkehr üben, dann waren all seine Seelenqual und seine Schmerzen vergeblich.25

Sein Leiden vor und auf dem Kreuz und sein großes Opfer werden uns so lange wenig oder gar nichts bedeuten, bis wir seine Gebote halten. Denn er sagt:

„Was sagt ihr zu mir: Herr! Herr!, und tut nicht, was ich sage?“ (Lukas 6:46.)

„Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ (Johannes 14:15.)26

Wer Gott kennt, ihn liebt, seine Gebote hält und seine wahren heiligen Handlungen gehorsam vollzieht, sei es in diesem oder im nächsten Leben, der wird sein Angesicht sehen, wissen, dass er lebt und bei ihm leben.27

Wir glauben daran, es ist unsere Überzeugung und wir verkünden der Welt, „dass kein anderer Name noch irgendein anderer Weg oder ein anderes Mittel gegeben wird, wodurch den Menschenkindern Errettung zuteil werden kann, als nur im und durch den Namen Christi, des Herrn, des Allmächtigen“ (Mosia 3:17).

Wir wissen, es ist unsere Überzeugung, und wir verkünden der Welt auch, dass der Mensch, um errettet zu werden, daran glauben muss, „dass die Errettung im sühnenden Blut Christi, des Herrn, des Allmächtigen, und durch dasselbe war und ist und sein wird“ (Mosia 3:18).

Wie Nephi sagte: „Wir arbeiten eifrig daran zu schreiben, um unsere Kinder und auch unsere Brüder zu bewegen, dass sie an Christus glauben und sich mit Gott versöhnen lassen; denn wir wissen, dass wir durch Gnade errettet werden, nach allem, was wir tun können. …

Und wir reden von Christus, wir freuen uns über Christus, wir predigen von Christus, wir prophezeien von Christus, und wir schreiben gemäß unseren Prophezeiungen, damit unsere Kinder wissen mögen, von welcher Quelle sie Vergebung ihrer Sünden erhoffen können.“ (2 Nephi 25:23,26, Hervorhebung hinzugefügt.)28

Wir gefallen dem Herrn, wenn wir seinem Evangelium gemäß leben.

Ich kann mir gut vorstellen, wie der Herr Jesus Christus [während seines irdischen Wirkens] gelächelt hat, als er sah, wie ergeben sein Volk war. …

Ich denke, der Herr Jesus Christus lächelt auch, wenn er in die Familien in seinem Volk schaut, wie sie sich morgens und abends zum Gebet niederknien und auch die Kinder dabei sind. Ich denke, er lächelt, wenn er sieht, wie junge Eheleute ebenso wie die älteren einander aufrichtig lieben und weiterhin umeinander werben … und wie sie nicht aufhören, einander von ganzem Herzen zu lieben, bis die Zeit kommt, wann sie sterben und sie diese Liebe auch in der Ewigkeit weiterpflegen.

Ich denke, er freut sich über die Familien, die Opfer bringen und teilen. … Ich denke, der Herr Jesus Christus lächelt, wenn er herabschaut und [Tausende] sieht, die vor einem Jahr noch inaktiv waren und heute aber in seinem Reich glücklich sind, dass viele von ihnen im heiligen Tempel Gottes gewesen sind, ihr Endowment empfangen haben und gesiegelt wurden, und wie sie unter Tränen der Dankbarkeit dem Herrn für sein Programm danken.

Ich kann mir vorstellen, dass er Freudentränen in den Augen hat und ein Lächeln auf den Lippen, wenn er die … neuen Seelen sieht, die in diesem Jahr zu ihm gekommen sind, die seinen Namen angenommen haben, die in die Wasser der Taufe gestiegen sind, und ich glaube, er liebt auch die, die bei deren Bekehrung mitgeholfen haben.

Ich sehe sein Lächeln, wenn er auf die zahlreichen Menschen schaut, die umkehrwillig auf die Knie gehen, ihr Leben ändern und es heller und reiner machen und ihrem himmlischen Vater und ihrem Bruder Jesus Christus ähnlicher werden.

Ich denke, er freut sich über die Jugendlichen und lächelt auf sie herab, wenn sie ihr Leben planen und sich vor den Sünden dieser Zeit schützen und sich dagegen wappnen. Ich denke, dass er zuerst trauert, sich danach aber freut, wenn er sieht, so wie er das vor ein paar Tagen wohl in meinem Büro gesehen hat, wie ein junges Paar, das einen schwerwiegenden Fehler begangen hat, jetzt gemeinsam auf die Knie geht und einander dabei fest an der Hand hält. Wie freudig muss er gelächelt haben, als er ihnen in die Seele schaute und dabei sah, dass sie die Kurskorrektur vornahmen, und als sie meine Hand, die ich sanft auf ihre Hände gelegt hatte, mit ihren Tränen benetzten.

O, ich liebe den Herrn Jesus Christus! Ich hoffe, dass ich ihm meine Aufrichtigkeit und meine Hingabe zeigen und kundtun kann. Ich möchte ihm nahe sein. Ich möchte so sein wie er und bete darum, der Herr möge uns allen dabei helfen, dass wir so sein können, wie er es seinen nephitischen Jüngern gesagt hat: „Darum: Was für Männer sollt ihr sein?“ Er beantwortete seine Frage selbst: „So, wie ich bin.“ (3 Nephi 27:27.)29

Das Sühnopfer bringt uns Hoffnung in diesem Leben und für die Ewigkeit, die vor uns liegt.

Wir setzen hier und jetzt unsere Hoffnung auf Christus. Er ist für unsere Sünden gestorben. Weil es ihn und sein Evangelium gibt, sind unsere Sünden in den Wassern der Taufe weggewaschen; Sünde und Schlechtigkeit sind aus unserer Seele wie durch Feuer verbrannt; und wir werden rein, haben ein reines Gewissen und erlangen Frieden, der alles Verstehen übersteigt (siehe Philipper 4:7).

Indem wir die Gesetze seines Evangeliums befolgen, erlangen wir zeitlichen Wohlstand, wir halten unseren Körper gesund und haben einen leistungsfähigen Verstand. Wir sind heute durch das Evangelium gesegnet.

Aber das Heute ist verglichen zur Ewigkeit nur so viel wie ein Sandkorn in der Sahara. Wir setzen unsere Hoffnung auch auf Christus, was die Ewigkeit, die vor uns liegt, betrifft; sonst wären wir nämlich, wie Paulus es ausdrückt hat, „erbärmlicher daran als alle anderen Menschen“ (1 Korinther 15:19).

Wie groß wäre unser Kummer – und das zu Recht –, gäbe es keine Auferstehung! Wie elend wären wir, gäbe es keine Hoffnung auf ewiges Leben! Würde unsere Hoffnung auf Errettung und ewigen Lohn dahinschwinden, wären wir sicher noch elender dran als diejenigen, die derlei nie erwartet haben.

„Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.“ (1 Korinther 15:20.)

Nun wirkt sich seine Auferstehung auf alle Menschen aus: „Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.“ (1 Korinther 15:22.)

Und „wie wir nach dem Bild des Irdischen gestaltet wurden, so werden wir auch nach dem Bild des Himmlischen gestaltet werden.“ (1 Korinther 15:49.)

Es ist jetzt also so eingerichtet, dass sich „dieses Vergängliche mit Unvergänglichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg.“ (1 Korinther 15:54.) …

Wir setzen ewige Hoffnung auf Christus. Wir wissen, dass uns dieses Leben gegeben wurde, damit wir uns auf die Ewigkeit vorbereiten: „Und die gleiche gesellschaftliche Beziehung, die unter uns hier vorhanden ist, wird auch dort unter uns vorhanden sein, nur wird sie mit ewiger Herrlichkeit verbunden sein, welcher Herrlichkeit wir uns jetzt noch nicht erfreuen.“ (LuB 130:2.)30

Anregungen für Studium und Unterricht

Beachten Sie diese Anregungen, wenn Sie sich mit dem Kapitel befassen oder sich auf den Unterricht vorbereiten. Weitere Anregungen siehe Seite vii-xii.

  1. Lesen Sie die Geschichte auf Seite 27. Wie können wir uns dem Herrn nähern und „den Tag mit ihm … verbringen“, so wie Präsident Kimball es getan hat?

  2. Lesen Sie Seite 28f. noch einmal durch und achten Sie dabei auf die Namen und Titel, die Präsident Kimball für Jesus Christus verwendet. Welche Namen und Titel für Jesus Christus haben eine besondere Bedeutung für Sie und warum? Wie würden Sie reagieren, wenn jemand behauptet, Jesus sei nur ein großartiger Lehrer gewesen?

  3. Denken Sie über das Zeugnis von Präsident Kimball über das vorirdische und irdische Wirken des Erretters und sein Wirken nach dem Tod nach (Seite 30). Überlegen Sie, was Sie tun könnten, um Ihr Zeugnis von der Mission des Erretters zu vertiefen.

  4. Lesen Sie Seite 31ff. und achten Sie auf Gründe, warum wir einen Erretter brauchen. Was hat das Sühnopfer Jesu Christi in Ihrem Leben bewirkt?

  5. Auf Seite 28-33 gibt Präsident Kimball davon Zeugnis, was der Erretter für uns vollbracht hat. Auf Seite 33-37 erfahren wir, was wir tun müssen, um die Segnungen des Sühnopfers zu empfangen. Was empfinden Sie, wenn Sie das, was der Erretter für uns getan hat, mit dem vergleichen, was er von uns erwartet?

  6. Lesen Sie noch einmal, was Präsident Kimball darüber denkt, wie wir dem Herrn gefallen können (Seite 34f). Denken Sie darüber nach, was für ein Gefühl es ist, wenn Sie wissen, dass der Herr mit Ihnen zufrieden ist.

  7. Präsident Kimball hat gesagt, dass wir jetzt und für die Ewigkeit, die vor uns liegt, unsere Hoffnung auf Christus setzen können (Seite 36f.). Inwiefern ändert sich das Leben eines Menschen, wenn er seine Hoffnung auf Christus setzt?

Einschlägige Schriftstellen: Johannes 14:6,21-23; 2 Nephi 9:5-13,21-23; Moroni 7:41; 10:32,33; LuB 19:15-19

Quellenangaben anzeigen

    Anmerkungen

  1.   1.

    Siehe Edward L. Kimball und Andrew E. Kimball Jr., Spencer W. Kimball, 1977, Seite 249ff.

  2.   2.

    „The Gospel of Love: Stories about President Spencer W. Kimball“, Ensign, Dezember 1985, Seite 22f.

  3.   3.

    Conference Report, April 1978, Seite 9

  4.   4.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Hg. Edward L. Kimball, 1982, Seite 7

  5.   5.

    „Spencer, the Beloved: Leader-Servant“, Ensign, Dezember 1985, Seite 15

  6.   6.

    Conference Report, Oktober 1946, Seite 55f.

  7.   7.

    Conference Report, Oktober 1974, Seite 163

  8.   8.

    Conference Report, April 1964, Seite 94

  9.   9.

    Conference Report, Oktober 1946, Seite 64

  10.   10.

    Conference Report, Oktober 1982, Seite 6

  11.   11.

    Faith Precedes the Miracle, 1972, Seite 70

  12.   12.

    Conference Report, April 1977, Seite 113

  13.   13.

    Conference Report, Oktober 1977, Seite 111

  14.   14.

    Conference Report, April 1977, Seite 117

  15.   15.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 6

  16.   16.

    Conference Report, Oktober 1946, Seite 63f.

  17.   17.

    Conference Report, April 1978, Seite 7

  18.   18.

    The Teachings of Spencer W. Kimball, Seite 68

  19.   19.

    Conference Report, April 1978, Seite 7

  20.   20.

    „Absolute Truth“, Ensign, September 1978, Seite 6

  21.   21.

    „Christmas Message from the First Presidency to the Children of the World: Gifts That Endure“, Friend, Dezember 1982, Seite 3

  22.   22.

    The Miracle of Forgiveness, Seite 339f.

  23.   23.

    „Jesus of Nazareth“, Ensign, Dezember 1980, Seite 4

  24.   24.

    Ensign, Dezember 1980, Seite 4

  25.   25.

    Das Wunder der Vergebung, Seite 139

  26.   26.

    Conference Report, April 1972, Seite 26

  27.   27.

    Conference Report, April 1964, Seite 99

  28.   28.

    Conference Report, Oktober 1978, Seite 109f.

  29.   29.

    Conference Report, April 1956, Seite 120

  30.   30.

    Conference Report, Oktober 1978, Seite 108f.