Geschichtlicher Überblick

Lehren der Präsidenten der Kirche: Spencer W. Kimball, (2006), xiii


Dies ist kein Geschichtsbuch, sondern vielmehr eine Zusammenstellung von Evangeliumsgrundsätzen, wie Präsident Spencer W. Kimball sie gelehrt hat. Die hier folgende Übersicht über sein Leben soll dazu beitragen, dass das, was er gesagt hat, im geschichtlichen Zusammenhang gesehen werden kann. Wichtige Ereignisse der Kirchen- und Weltgeschichte bleiben dabei unberücksichtigt. Viele wichtige Ereignisse im Leben von Präsident Kimball, etwa die Geburt seiner Kinder, werden hier ebenfalls nicht erwähnt.

28. März 1895

Spencer Woolley Kimball kommt in Salt Lake City als Sohn von Andrew Kimball und Olive geb. Woolley zur Welt.

Mai 1898

Er zieht mit seiner Familie nach Thatcher in Arizona, wo sein Vater in den nächsten 26 Jahren über den Pfahl St. Joseph präsidiert.

18. Oktober 1906

Seine Mutter stirbt.

Juni 1907

Sein Vater heiratet Josephine Cluff.

Oktober 1914

Er tritt eine Vollzeitmission in der Central-States-Mission in den Vereinigten Staaten an. Er wird in die Schweizerisch-deutsche Mission berufen; kann seinen Dienst aber wegen des Ersten Weltkriegs nicht antreten.

Dezember 1916

Er wird als Vollzeitmissionar entlassen. Er besucht kurz darauf die Universität von Arizona.

16. November 1917

Er heiratet Camilla Eyring.

1918

Er wird als Pfahlsekretär im Pfahl St. Joseph berufen. Er steigt als Beamter und Schalterbeamter ins Bankgeschäft ein.

1923

Er wird Mitglied im Rotary Club, einer Hilfsorganisation, in der er sich die nächsten 20 Jahre engagiert, u. a. als Distriktsvorsitzender.

31. August 1924

Der Vater stirbt. Etwa eine Woche danach wird Spencer im Zuge der Neuorganisation der Pfahlpräsidentschaft als Zweiter Ratgeber berufen. Er wird von Präsident Heber J. Grant, dem siebenten Präsidenten der Kirche, zum Hohen Priester ordiniert.

1927

Er wird Präsident und Leiter der Kimball-Greenhalgh Realty and Insurance Company.

20. Februar 1938

Er wird als Präsident des Pfahls Mount Graham berufen.

7. Oktober 1943

Er wird von Präsident Heber J. Grant zum Apostel ordiniert.

1948

Er erleidet eine schwere Herzerkrankung und wird wieder gesund.

1950

Er verliert seine Stimme durch ein schlimmes Kehlkopfleiden. Seine Stimme wird nach einem Priestertumssegen wiederhergestellt.

1957

Er leidet unter Kehlkopfkrebs und unterzieht sich einer Operation; eineinhalb Stimmbänder werden entfernt.

1969

Das Wunder der Vergebung wird veröffentlicht.

1970

Er wird Amtierender Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel.

12. April 1972

Er unterzieht sich einer Operation am offenen Herzen.

7. Juli 1972

Er wird Präsident des Kollegiums der Zwölf Apostel.

26. Dezember 1973

Präsident Harold B. Lee stirbt.

30. Dezember 1973

Er wird Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, mit Präsident N. Eldon Tanner als Erstem und Präsident Marion G. Romney als Zweitem Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft.

19. November 1974

Er weiht den Washington-D.C.-Tempel.

3. Oktober 1975

Er beginnt mit der Neubildung des Ersten Kollegiums der Siebziger.

1976

Er sorgt dafür, dass zwei Offenbarungen zur Köstlichen Perle hinzugefügt werden. Diese Offenbarungen werden später als Abschnitt 137 und 138 zum Buch Lehre und Bündnisse hinzugefügt.

24. August 1977

Er weiht Polen für die künftigen Anstrengungen der Kirche – der erste Besuch eines Präsidenten der Kirche hinter dem damaligen Eisernen Vorhang.

8. Juni 1978

Mit seinen Ratgebern in der Ersten Präsidentschaft veröffentlicht er einen Brief, in dem eine Offenbarung verkündet wird, gemäß der nun alle würdigen Mitglieder die Segnungen des Priestertums bekommen können, und zwar ohne Rücksicht auf ethnische Herkunft oder Hautfarbe.

30. Oktober 1978

Er weiht den São-Paulo-Tempel in Brasilien.

1979

Er führt die Aufsicht bei der Veröffentlichung der von der Kirche herausgegebenen King-James-Übersetzung der Bibel.

24. Oktober 1979

Er weiht den Orson-Hyde-Memorial-Garten in Jerusalem.

1980

Er führt die Aufsicht bei der Einführung des Kompaktversammlungsschemas. Dabei finden die Abendmahlsversammlung, die Gemeinde-Priestertumsversammlung, die FHV-Versammlung, der JD-Unterricht, die Sonntagsschule und Primarvereinigung in einem dreistündigen Block am Sonntag und nicht mehr wie bisher unter der Woche statt.

27. Oktober 1980

Er weiht den Tokio-Tempel in Japan.

17. November 1980

Er weiht den Seattle-Washington-Tempel.

1981

Er führt die Aufsicht bei der Veröffentlichung einer neuen Ausgabe der Dreifachkombination, bei der die Fußnoten und das Stichwortverzeichnis aktualisiert wurden.

23. Juli 1981

Er beruft Präsident Gordon B. Hinckley als weiteren Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft.

1981 bis 1985

Er beaufsichtigt die Weihung von 17 Tempeln.

3. Oktober 1982

Ein Untertitel für das Buch Mormon wird angekündigt: „Ein weiterer Zeuge für Jesus Christus“.

2. Dezember 1982

Er bildet die Erste Präsidentschaft um, und zwar mit Präsident Marion G. Romney als Erstem Ratgeber und Präsident Gordon B. Hinckley als Zweitem Ratgeber.

1984

Gebietspräsidentschaften werden eingesetzt.

5. November 1985

Er stirbt in Salt Lake City.