Lektion 11: Vorbereitung auf die ewige Ehe

Die ewige Familie – Leitfaden für den Lehrer, 2015


Einleitung

Junge Erwachsene, die nach dem Evangelium Jesu Christi leben, können der Zukunft zuversichtlich entgegenblicken und ein Leben voller Hoffnung führen. Wenn sie sich bei ihren Entscheidungen in Bezug auf die ewige Ehe vom Vater im Himmel führen lassen wollen, hilft er ihnen. Durch das heute Gelernte können die Teilnehmer mehr Selbstvertrauen entwickeln, was das Heiraten angeht, weil sie erkennen, dass der Herr sie dabei nicht im Stich lässt.

Zusätzlicher Lesestoff

  • Dieter F. Uchtdorf, „Das Spiegelbild im Wasser“, CES-Andacht am 1. November 2009, lds.org/media-library [https://www.lds.org/broadcasts/archive/ces-devotionals/2009/01?lang=deu]

  • Jeffrey R. Holland, „Sei ohne Furcht; glaube nur!“, Ein Abend mit Elder Jeffrey R. Holland, 6. Februar 2015, lds.org/broadcasts

Anregungen für den Unterricht

Lehre und Bündnisse 88:40

Die Vorbereitung auf die Ehe

Alle Teilnehmer, die bereits eine Liste mit wünschenswerten Eigenschaften ihres künftigen Ehepartners erstellt haben, sollen sich melden. Ein paar Teilnehmer können berichten, welche Eigenschaften auf ihrer Liste stehen.

Bitten Sie einen Teilnehmer, diese Aussage von Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel vorzulesen:

Elder David A. Bednar

„Einige junge Leute scheinen sich eine Einkaufsliste mit Eigenschaften ihres zukünftigen Partners zurechtgelegt zu haben, nach der sie dessen Potenzial beurteilen, so nach dem Motto: ,Erfüllst du alle meine Anforderungen?‘ Wenn man einen ewigen Partner haben möchte, der bestimmte geistige Eigenschaften aufweist, dann muss man zunächst einmal selbst danach streben, diese geistigen Eigenschaften zu entwickeln. Und dann fühlt sich jemand, der diese Eigenschaften besitzt, von Ihnen angezogen.“ (Siehe „Den Plan des himmlischen Vaters verstehen“, LDS.org.)

  • Welchen Grundsatz vermittelt uns Elder Bednar hier? (Achten Sie darauf, dass die Teilnehmer diesen Grundsatz erkennen: „Wenn man einen ewigen Partner haben möchte, der bestimmte geistige Eigenschaften aufweist, dann muss man zunächst einmal selbst danach streben, diese geistigen Eigenschaften zu entwickeln.“)

Die Teilnehmer sollen Lehre und Bündnisse 88:40 lesen. Inwiefern bekräftigt dieser Vers den eben genannten Grundsatz?

  • Wie kann jemand, der auf eine Ehe hinarbeitet, diesen Grundsatz anwenden?

  • Haben Sie schon erlebt, dass sich jemand bei der Auswahl seiner Freunde an diesen Vers gehalten hat?

Die Teilnehmer sollen erneut an die Eigenschaften denken, die sie sich an ihrem künftigen Ehepartner wünschen. Dann sollen sie sich fragen, ob sie selbst diese Eigenschaften besitzen. Sie sollen sich überlegen, wie sie sich mithilfe der Grundsätze aus Lehre und Bündnisse 88:40 besser auf eine Ehe vorbereiten können.

Markus 5:35,36; Lehre und Bündnisse 6:36

„Sei ohne Furcht; glaube nur!“

Fragen Sie die Teilnehmer:

  • Auf welche Aspekte der Ehe freuen Sie sich?

  • Welche Aspekte der Ehe machen jungen Leuten Angst? (Schreiben Sie die Antworten an die Tafel.)

Ein Teilnehmer soll diese Aussage von Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel vorlesen. Die Klasse soll darauf achten, weshalb manche jungen Leute Angst vor dem Heiraten haben.

Elder Jeffrey R. Holland

„In manchen extremen Fällen haben [junge Leute] Angst davor, dass die Welt bald blutig zugrunde geht, was sie weder einem Ehepartner noch Kindern zumuten wollen. In weniger ernsten Fällen besteht häufig die Sorge, dass es auf der Welt ja immer schwieriger wird – es wird schwieriger, Arbeit zu finden, und man sollte mit dem Studium fertig und berufstätig und nicht mehr verschuldet sein und ein Eigenheim besitzen, ehe man ans Heiraten denkt. …

Viele junge Leute, mit denen ich spreche, fürchten, dass sie, wenn sie heiraten, nachher doch nur wieder in irgendeiner Scheidungsstatistik auftauchen. … Und wenn man diese Zweifel, dass eine Ehe glücklich sein kann, noch damit verknüpft, auf welch geschmacklose, widerliche, oft teuflische Weise Keuschheit und Treue und Familienleben in Film und Fernsehen oftmals verhöhnt werden, dann ist das Problem ja wohl eindeutig.“ (Siehe „Sei ohne Furcht; glaube nur!“, Ein Abend mit Elder Jeffrey R. Holland, 6. Februar 2015, lds.org/broadcasts.)

  • Kennen Sie jemanden, der sich aus einem der von Elder Holland genannten Gründen vor dem Heiraten fürchtet?

Die Teilnehmer sollen Lehre und Bündnisse 6:36 lesen und sich überlegen, inwiefern sich der Rat des Herrn an Oliver Cowdery auch auf die Vorbereitung auf die Ehe beziehen lässt. Anschließend soll jemand Markus 5:35,36 vorlesen. Erklären Sie, dass Jaïrus, der Vorsteher einer Synagoge, Jesus in der Hoffnung aufgesucht hat, dieser werde seine Tochter heilen. Die Klasse soll überlegen, wie die aufmunternden Worte des Heilands an Jaïrus auch für jemanden gelten können, der sich auf die Ehe vorbereitet.

  • Wie hilft es uns im Hinblick auf die Zukunft, wenn wir in jedem Gedanken auf den Herrn blicken? Wie hilft uns das, nicht zu zweifeln und uns nicht zu fürchten?

  • Wie hilft der Rat des Herrn an Oliver Cowdery und an Jaïrus jemandem, der Bedenken hat, eine Ehe einzugehen? (Lassen Sie die Teilnehmer antworten und schreiben Sie diesen Grundsatz an die Tafel: Wenn wir glaubensvoll auf Jesus Christus blicken, können wir Ängste überwinden und zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Lesen Sie gemeinsam diese Aussage von Elder Jeffrey R. Holland. Die Teilnehmer sollen darauf achten, weshalb Elder Holland und seine Frau Glauben ausüben mussten, als sie geheiratet haben.

Elder Jeffrey R. Holland

„Als [meine Frau und ich] geheiratet haben, studierten wir beide an der BYU. Unsere Eltern konnten uns finanziell überhaupt nicht unter die Arme greifen, und wir selbst hatten noch keine Vorstellung davon, wie viel an Studienzeit noch vor uns lag, und an unserem Hochzeitstag besaßen wir beide zusammen nur 300 Dollar! Das mag vielleicht nicht der ideale Start in die Ehe sein, aber was für eine großartige Ehe wir doch führen! Was hätten wir alles verpasst, wenn wir auch nur einen Tag länger abgewartet hätten, sobald wir einmal wussten, dass diese Heirat das Richtige war. … Kaum wage ich es, daran zu denken, was wir verloren hätten, wenn wir uns von unserer Angst hätten leiten lassen, was man, wie Präsident James E. Faust mir später immer wieder versichert hat, niemals tun dürfe.“ (Siehe „Sei ohne Furcht; glaube nur!“)

  • Wie ähnelten die Umstände von Elder Holland und seiner Frau der Lage, in der sich viele junge Leute heutzutage befinden?

  • Was bedeutet es, sich von seiner Angst leiten zu lassen? Weshalb sollte man Entscheidungen niemals aus dem Gefühl der Angst heraus treffen?

Bitten Sie einen Teilnehmer, vorzulesen, was Präsident Thomas S. Monson bezeugt und verheißen hat:

Präsident Thomas S. Monson

„Meine lieben Brüder und Schwestern, fürchten Sie sich nicht. Seien Sie guten Mutes. Die Zukunft ist so hoffnungsvoll wie Ihr Glaube.“ („Seien Sie guten Mutes“, Liahona, Mai 2009, Seite 92.)

  • Wie erscheint Ihnen bei diesen aufmunternden Worten des Propheten die Zukunft?

Die Teilnehmer sollen darüber nachdenken, ob auch sie Angst vor der Ehe haben und wie sie das, was gerade besprochen wurde, umsetzen können. Sie sollen sich überlegen, wie sie ihre Zukunftsängste durch Glauben an den Herrn ersetzen können.

Lehre und Bündnisse 6:22,23; 8:2,3; 9:7-9; 11:12-14

Sich bei der Partnerwahl von Gott führen lassen

Ein Teilnehmer soll diese Aussage Präsident Gordon B. Hinckleys (1910–2008) vorlesen:

Präsident Gordon B. Hinckley

„Die Entscheidung, wen ihr heiraten werdet, ist die wichtigste Entscheidung eures Lebens. Es gibt keinen Ersatz für die Siegelung im Tempel. … Schließt mit dem richtigen Partner am richtigen Ort zur richtigen Zeit die Ehe.“ („Die Pflichten des Lebens“, Der Stern, Mai 1999, Seite 4.)

  • Wie geht man an die wichtige Entscheidung, wen man heiraten soll, richtig heran?

Teilen Sie die Klasse in Zweiergruppen ein. Jede Gruppe soll diese Schriftstellen gemeinsam durchlesen: Lehre und Bündnisse 6:22,23; 8:2,3; 9:7-9; 11:12-14 (Diese Verse greifen einen Leitgedanken auf, der in vielen frühen Abschnitten des Buches Lehre und Bündnisse immer wieder vorkommt – nämlich wie man persönliche Offenbarung empfängt.) „Leitgedanken sind Gesichtspunkte oder Gedanken, die einen Bogen spannen, immer wieder vorkommen, ein großes Ganzes schaffen.“ [David A. Bednar, „Ein Vorrat an lebendigem Wasser“, Ansprache bei der CES-Fireside für junge Erwachsene vom 4. Februar 2007, Seite 5, speeches.byu.edu.])

Während sich die Teilnehmer mit den Versen aus dem Buch Lehre und Bündnisse befassen, sollen sie sich folgendes Szenario vorstellen: Einer Ihrer Freunde ist schon seit längerer Zeit in einer Beziehung. Nun fragt er sich, ob er seine Freundin heiraten solle. Was würden Sie ihm raten? Wie kann er zu einer Entscheidung kommen?

Geben Sie den Teilnehmern genügend Zeit, sich mit den Schriftstellen zu befassen. Anschließend soll einer aus der Gruppe in einem Rollenspiel den besagten Freund darstellen. Der andere soll erklären, wie man mithilfe dieser Verse eine Entscheidung trifft. Stellen Sie anschließend sicher, dass die Teilnehmer diesen Grundsatz verstanden haben: Wir sollen eine Entscheidung mit dem Verstand durcharbeiten, dann die Entscheidung treffen, die wir für richtig halten, und anschließend Gott fragen, ob unsere Entscheidung auch richtig ist. Wenn wir im Herzen und in unseren Gedanken Frieden und Freude verspüren, ist die Entscheidung gut. Betonen Sie diesen Grundsatz: Wenn wir uns bei Entscheidungen um die Führung des Herrn bemühen, spricht er, sofern die Entscheidung richtig ist, zu unserem Verstand und erfüllt unsere Seele mit Frieden und Freude.

  • Wann haben Sie schon erlebt, dass diese Verse, in denen es um persönliche Offenbarung geht, wirklich wahr sind?

Die Teilnehmer sollen sich überlegen, wie sie sich in dieser Situation verhalten würden: Ihr fester Freund oder Ihre feste Freundin erklärt Ihnen, dass er/sie genauso vorgegangen ist, um eine Entscheidung zu treffen. Nun hat er/sie die Eingebung erhalten, dass Sie heiraten sollten.

Bitten Sie einen Teilnehmer, diese Aussage von Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel vorzulesen:

Elder Dallin H. Oaks

„Ich habe von Fällen gehört, wo ein junger Mann einer jungen Frau gesagt hat, sie solle ihn heiraten, denn ihm sei offenbart worden, dass sie seine ewige Partnerin sei. Wenn es sich um eine wahre Offenbarung handelt, dann wird sie gleichermaßen auch der Frau bestätigt, sollte sie den Wunsch haben, dies zu erfahren. Bis dahin ist sie aber nicht verpflichtet, auf diese Offenbarung einzugehen. Sie muss selbst Weisung erbitten und selbst zu einem Entschluss kommen. Der Mann kann Offenbarung empfangen, die ihm bei dem, was er unternimmt, hilft. Er kann jedoch keine Offenbarung für das Tun und Lassen der Frau empfangen, denn für sie ist er nicht zuständig.“ („Revelation“, Ansprache bei einer Andacht der Brigham-Young-Universität, 29. September 1981, Seite 6, speeches.byu.edu.)

Bezeugen Sie, dass die Teilnehmer Frieden verspüren können, wenn sie sich voller Glauben auf die ewige Ehe freuen. Fordern Sie sie auf, sich mithilfe der Grundsätze, die heute besprochen wurden, auf die herrliche Aussicht vorzubereiten, die ihnen die ewige Ehe bietet.

Lesestoff für die Teilnehmer