20. Lektion: Gute Haushaltsführung

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Diese Lektion soll uns helfen, unseren Haushalt in Ordnung zu halten und unsere Zeit gut zu nutzen.

Ein ordentliches Zuhause gibt uns mehr Zeit für andere wichtige Dinge

Präsident Brigham Young hat gesagt: „Seien Sie bei Ihren verschiedenen Tätigkeiten auf Ordnung und Sauberkeit bedacht. … Schaffen Sie ein schönes Zuhause und schmücken Sie Ihr Herz mit der Gnade Gottes“. (Discourses of Brigham Young, Seite 200.)

Ein Teil unserer Aufgabe als Hausfrau besteht darin, den Haushalt effizient zu führen. Wenn wir unser Zuhause in Ordnung halten, erfüllt uns das mit einem gewissen Stolz. Wir können zu Hause eine friedliche Atmosphäre genießen, wenn alles sauber ist. Wir finden alles, was wir gerade brauchen. Ein Zuhause, in dem Ordnung herrscht, lässt sich auch leichter sauber halten als ein unordentlich geführter Haushalt.

Wir müssen aber nicht nur in unserem Zuhause für Ordnung sorgen, sondern auch unsere Zeit einteilen. Manche Frauen verwenden zu viel Zeit darauf, ihr Zuhause sauber und ordentlich zu halten. Sie müssen lernen, wie man weniger Zeit für die Hausarbeit aufwendet, um mehr Zeit für die Familie, für die Entfaltung von Talenten und für den Dienst am Nächsten zu haben. Hausarbeit ist zwar wichtig, darf uns aber nicht von dem abhalten, was noch wichtiger ist. Ein sauberes Zuhause soll nicht unser Hauptziel sein, sondern ein Teil des Zieles, selbst glücklich zu sein und eine glückliche Familie zu haben. Wir brauchen Zeit, um unsere Talente zu entfalten und zu lernen, wie man nach den Grundsätzen des Evangeliums lebt. Wir brauchen Zeit, um ein Amt in der Kirche zu bekleiden, unseren Nachbarn und hilfsbedürftigen Menschen zur Seite zu stehen und gute Missionare zu sein. Wenn wir unser Zuhause sauber halten, ohne zu viel Zeit mit Hausarbeit zu verbringen, haben wir mehr Zeit für Aktivitäten mit unserer Familie und andere wichtige Dinge.

  • Zeigen Sie Bild 20-a, Eine Familie musiziert gemeinsam.

  • Bitten Sie die Schwestern, über folgende Fragen nachzudenken: Worin besteht der Zweck meines Lebens? Wie soll ich den größten Teil meiner Zeit nutzen? Warum ist es wichtig, dass ich Ausgewogenheit zwischen meinen Aktivitäten, meiner Familie und meinem Haushalt schaffe?

Alles braucht seinen Platz

Ein gemütliches Zuhause muss zweckmäßig eingerichtet sein. Um zu Hause Ordnung zu schaffen, müssen wir also als Erstes jedem Zimmer einen bestimmten Zweck zuweisen. Dann können wir das, was wir im jeweiligen Raum benötigen, übersichtlich in Schubladen und Schränken unterbringen.

  • Veranschaulichung (nach Bedarf): Stellen Sie eine Kiste mit verschiedenen Gegenständen auf den Tisch. Eine Schwester soll sich vorstellen, sie helfe einer Nachbarin, ihren Hausrat zu ordnen. Bitten Sie sie, den Inhalt der Kiste durchzusortieren und auf mehrere Stapel aufzuteilen. Jeder Stapel soll aus Gegenständen bestehen, die so gleichartig sind, dass sie übersichtlich in einer Schublade oder einem Schrank verstaut werden können.

Manchmal hat man nicht genug Schränke oder Schubladen. In diesem Fall können wir oder unser Mann einige kaufen oder anfertigen.

Selbst wenn man viele Schränke hat, reicht der Platz möglicherweise doch nicht für alles aus. Da bietet es sich an, die Schränke durchzugehen und zu überlegen, was man verschenken, was man wegwerfen und was man woanders unterbringen könnte. Wenn wir etwas aufheben wollen, legen wir es am besten in einen gut beschrifteten Behälter. So können wir alles schnell und leicht wiederfinden. Wichtige Dokumente, beispielsweise Testamente, Besitzurkunden, Versicherungspolicen und Familienfotos, legt man sortiert und beschriftet ab.

Es ist leichter, zu Hause Ordnung zu halten, wenn alle in der Familie dabei mithelfen. Jeder muss sich mit dafür verantwortlich fühlen, dass zu Hause alles sauber und aufgeräumt ist. Präsident Brigham Young hat Folgendes geraten: „Lehren Sie schon kleine Kinder den Grundsatz der Ordnung. Halten Sie ein kleines Mädchen dazu an, den Besen an seinen Platz zu stellen … und alles dorthin zu legen, wo es hingehört. Bringen Sie ihnen bei, ihre Kleider ordentlich wegzulegen, so dass sie sie wiederfinden. … Halten Sie einen kleinen Jungen dazu an, die Gartenhacke, den Spaten usw. dorthin zu stellen, wo sie nicht verrosten, … und sorgen Sie dafür, dass sie die Werkzeuge nach der Arbeit einsammeln und sie an ihren Platz zurücklegen“. (Discourses of Brigham Young, Seite 211.)

  • Zeigen Sie Bild 20-b, Eine Schwester hält ihre kleinen Kinder zu Sauberkeit und Ordnung an. Lassen Sie einige Schwestern erzählen, wie sie Familienmitgliedern die Gewohnheit beigebracht haben, benutzte Gegenstände wieder wegzuräumen.

Die Hausarbeit vereinfachen

Eine Arbeit erfordert weniger Aufwand, wenn man die Arbeitsbedingungen sorgfältig vorbereitet. Es ist hilfreich, benötigte Gegenstände vorher bereitzustellen, damit man nicht jedes Mal denselben Weg zurückgehen muss, wenn man etwas braucht. Außerdem spart man Energie, wenn man die benötigten Gegenstände griffbereit hinlegt.

Man kann sich die Arbeit auch dadurch erleichtern, dass man den benutzten Arbeitsbereich wieder sauber macht, sobald man mit etwas fertig ist. Unordnung vermehrt sich schnell. Außerdem fällt vieles schneller um, wenn Unordnung auf der Küchenarbeitsfläche oder anderen Arbeitsbereichen herrscht. Töpfe, Pfannen und Geschirr lassen sich schwerer reinigen, wenn Speisereste angetrocknet sind. Je schneller wir aufräumen, desto leichter ist es.

Hausarbeit lässt sich auch dadurch erleichtern, dass man mehrere Aufgaben parallel erledigt. Manche Hausfrauen tragen eine Schürze mit Taschen. Wenn sie durchs Haus gehen, können sie unterwegs aufräumen. Eine gute Hausfrau verbindet mehrere Aufgaben miteinander. Während sie mit den Händen arbeitet, unterhält sie sich beispielsweise oder macht Pläne. Während sie Kleidungsstücke zusammenfaltet, erklärt sie ihren Kindern, wie man Probleme löst oder sie führt ein Telefongespräch. Es macht Spaß, sich Möglichkeiten auszudenken, wie man seine Zeit effizient nutzen kann.

  • Fragen Sie die Teilnehmerinnen, wie sie bei der Hausarbeit Zeit sparen.

Jeden Tag gibt es Situationen, in denen wir Zeit verschwenden, weil wir uns nicht im Voraus überlegt haben, was wir damit anfangen wollen.

  • Wie können wir freie Augenblicke produktiver nutzen?

Die Zeit, die wir durch rationelles Arbeiten gewinnen, können wir nutzen, um uns zu entspannen, mit unserer Familie zusammenzusein, anderen Menschen zu helfen oder an Langzeitprojekten wie beispielsweise der Familiengeschichte zu arbeiten.

  • Wofür hätten Sie gern Zeit?

Wer plant, schafft mehr

Es gibt Menschen, die zwar ständig beschäftigt sind, aber anscheinend trotzdem nicht viel zustande bringen. Wir müssen entscheiden, was am wichtigsten ist, und das dann auch zuerst erledigen.

  • Lassen Sie eine Schwester die sechs wichtigsten Aufgaben nennen, die sie am nächsten Tag zu erledigen hat. Schreiben Sie sie an die Tafel. Bitten Sie sie, die Aufgaben entsprechend ihrer Bedeutung mit Ziffern zu versehen. Empfehlen Sie den Schwestern, jeden Tag nach diesem Beispiel vorzugehen und jede Aufgabe erst zu Ende zu führen, ehe sie mit der nächsten beginnen.

Bisweilen schaffen wir nicht alles, was wir uns für einen Tag vorgenommen haben. Solange wir aber das Wichtigste zuerst erledigen, nutzen wir unsere Zeit gut. Bei der Planung unserer Arbeit müssen wir unbedingt flexibel bleiben, denn meistens kommt es anders, als man denkt. Kleine und große Notfälle unterbrechen unseren Tagesablauf, aber wenn wir wissen, wohin wir wollen, können wir die anfallende Arbeit auch bewältigen. Dann werden wir am Abend zufrieden sein und mehr Zeit für unsere Familie haben.

Zum Abschluss

Ordentlichkeit bringt mehr Frieden und Eintracht in die Familie. Wir haben mehr Zeit, unsere Talente zu entfalten und unseren Mitmenschen zu dienen.

Auftrag

Beginnen Sie in dieser Woche, Ihren Haushalt und sich selbst besser zu organisieren. Nutzen Sie Ihre Zeit besser.

Zusätzliche Schriftstelle

  • LuB 88:119 (organisiert euch; bereitet alles vor, was nötig ist)

Vorzubereiten

Vor dem Unterricht:

  1. 1.

    (Freigestellt:) Bringen Sie von zu Hause eine große Kiste mit verschiedenen Gegenständen mit, beispielsweise Kleidungsstücke in mehreren Größen, Spielsachen, Werkzeuge, Küchenutensilien usw.

  2. 2.

    Bitten Sie einige Teilnehmerinnen, nach Ihren Vorgaben Begebenheiten, Schriftstellen oder Zitate aus der Lektion vorzutragen.