Kommt, Heilge, kommt!

Text

  1. 1. Kommt, Heilge, kommt! Nicht Müh und Plagen scheut,
    wandert froh euren Pfad!
    Ob rauh und schwer der Weg erscheinet heut,
    jeder Tag bringt euch Gnad!
    Die müßgen Sorgen laßt zurück,
    und denkt an euer künftges Glück;
    dann klingt’s im Herzen freudevoll:
    Alles wohl, alles wohl!
  2. 2. Was klagen wir und zürnen unserm Los?
    Alles wird endlich recht.
    Was hoffen wir auf Ruhm und Ehre groß,
    wenn wir scheun das Gefecht?
    Die Lenden schürzt, faßt frischen Mut,
    wir stehn in Gottes treuer Hut!
    In Wahrheit bald es heißen soll:
    Alles Wohl, alles wohl!
  3. 3. Es liegt der Ort, den Gott für und bestimmt,
    westwärts dort, in der Fern,
    wo nichts uns stört, nichts uns den Frieden nimmt,
    da winkt Ruh in dem Herrn.
    In süßem Chor Musik erklingt,
    dem großen König Preis man bringt.
    Nach schwerem Kampf uns trösten soll:
    Alles wohl, alles wohl!
  4. 4. Und trifft uns Tod, bevor wir sind am Ziel:
    Tag des Heils, nicht geweint!
    Dann sind wir frei der Erdensorgen viel,
    mit dem Herrn ganz vereint.
    Doch wenn uns Leben wird gewährt
    und mit den Heilgen Ruh beschert,
    so stimmen ein wir rein und voll:
    Alles wohl, alles wohl!
  5. Text: William Clayton (1814–1879)
    Musik: Englische Volksweise