O Fülle des Heiles

Text

  1. 1. O Fülle des Heiles! Der Tag der Befreiung
    aus sündigem Abfall vom göttlichen Wort
    erscheinet und bringet nun Gnad und Verzeihung
    zu jedem Geschlechte und Volke und Ort.
  2. Denn all, das verheißen, wird sicher geschehen
    und Zion der Wohnplatz des Heilandes sein;
    und was nicht von Gott ist, wird kläglich vergehen;
    auf Erden wird’s schön wie im Himmel dann sein.
  3. 2. Wenn Berge versinken und Täler sich heben
    und niemand der Not zu entrinnen vermag,
    dann werden so manche erzittern und beben,
    wir aber erwarten den kommenden Tag.
  4. Denn all, das verheißen, wird sicher geschehen
    und Zion der Wohnplatz des Heilandes sein;
    und was nicht von Gott ist, wird kläglich vergehen;
    auf Erden wird’s schön wie im Himmel dann sein.
  5. 3. Laßt rollen die Donner und brausen die Wogen,
    Gott führt uns in Liebe zum sicheren Port.
    Drum kommen sie alle so freudig gezogen,
    vertrauend des Heilands gegebenem Wort.
  6. Denn all, das verheißen, wird sicher geschehen
    und Zion der Wohnplatz des Heilandes sein;
    und was nicht von Gott ist, wird kläglich vergehen;
    auf Erden wird’s schön wie im Himmel dann sein.
  7. 4. Wir stützen uns fest auf des Herrn Offenbarung,
    sie führet uns sicher durch Trübsal und Not,
    in Stürmen und Leiden ist sie uns Bewahrung,
    sie sieget am End über Hölle und Tod.
  8. Denn all, das verheißen, wird sicher geschehen
    und Zion der Wohnplatz des Heilandes sein;
    und was nicht von Gott ist, wird kläglich vergehen;
    auf Erden wird’s schön wie im Himmel dann sein.
  9. Text: William W. Phelps (1792–1872), übertragen von Karl G. Maeser (1828–1901); im ersten HLT-Gesangbuch (1835) abgedruckt
    Musik: Henry Tucker (etwa 1863)