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„Alle einladen“ ist Bestandteil aller anderen Prioritäten

„Alle einladen“ ist Bestandteil jeder Priorität von Seminar und Institut, nämlich sobald ein Lehrer seine Schüler dazu anhält, auf die Lehren und auf das Sühnopfer Jesu Christi zu bauen.
Ein Schüler schreibt

Das Ziel von Seminar und Institut beginnt mit diesen Worten: „Unser Ziel ist es, … zu helfen …“ (Das Evangelium lehren und lernen – ein Handbuch für Lehr- und Führungskräfte in Seminar und Institut, 2012, Seite X.) Einladen bedeutet schlicht und ergreifend nichts anderes als Helfen. Jeden Tag fordern wir die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf, etwas zu tun und dadurch etwas zu werden.

Die Priorität „Alle einladen“ ist sogar Bestandteil aller anderen Prioritäten:

  • Wenn wir „Den Einen sehen“, erkennen wir Herausforderungen und Gelegenheiten, und dann bitten wir andere Schüler und auch andere Leute, dabei zu helfen.

  • Die Initiative „Beherrschen der Lehre“ soll den Schülern helfen, die Lehre besser zu verstehen und diese Lehre dann anzuwenden, andere daran teilhaben zu lassen und dafür Zeugnis zu geben. Diese Priorität ist letzten Endes eine Aufforderung, größeren Glauben zu üben, wenn Fragen auftauchen.

  • Wenn wir uns bemühen, uns auf eine höhere Ebene des Lernens zu schwingen, werden Lehrer und Schüler dazu angehalten, sich besser vorzubereiten und sich aktiver am Lernprozess zu beteiligen. Dazu gehört auch die Aufforderung, auf das Wort Gottes und den Geist zu vertrauen. Wenn sie das tun, haben Lehrer und Schüler vermehrt den Wunsch, die Lehren und das Sühnopfer Jesu Christi zu verstehen und darauf zu bauen.

Die Priorität „Alle einladen“ ist ein wichtiger Bestandteil all dessen, was wir in Seminar und Institut tun. Es geht um mehr als nur darum, Schüler zu finden und einzuschreiben. Wenn uns das bewusst ist, hilft es uns, die Grundsätze dieser Priorität bei allem, was wir machen, anzuwenden und unseren Schülern zu helfen, in den vollen Genuss von Seminar und Institut zu kommen.

Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „‚Komm her, wie du bist‘, sagt unser liebevoller Vater zu einem jeden von uns, doch er sagt weiter: ‚Hab nicht vor, so zu bleiben, wie du bist.‘“ (Jeffrey R. Holland, „Gesungene und ungesungene Lieder“, Liahona, Mai 2017, Seite 51.)

Wir bitten die Schüler um so Einiges: Sich im Seminar einschreiben, regelmäßig in den heiligen Schriften lesen, den Unterricht besuchen, erklären, andere am Evangelium teilhaben lassen und Zeugnis dafür geben, anwenden, was sie gelernt haben, christliche Eigenschaften entwickeln – und die Liste ließe sich noch fortsetzen. Wir heißen die Schüler so willkommen, wie sie sind – mit ihren Herausforderungen, Ängsten, Unvollkommenheiten, Zweifeln und Problemen –, und dann laden wir sie ein, die Grundsätze des Evangeliums so anzuwenden, dass die Schüler sich weiterentwickeln.

Als Jugendlicher hatte ich Zweifel und Ängste, die sich auf meine Entscheidungen und mein Verhalten auswirkten. Ein Seminarlehrer und ein JM-Führer spornten mich an, mehr zu werden, als ich zu träumen wagte.

Aufgrund einiger Lernprobleme und Zweifel an meinen Fähigkeiten hatte ich vermieden, allzu viele geistige Erlebnisse zu haben. Ich hatte sie regelrecht von mir ferngehalten. Die Aufforderungen meines Seminarlehrers, im Unterricht etwas vorzulesen, etwas zu sagen und etwas zu empfinden, öffneten mir das Herz. Allmählich änderten sich meine Wünsche. Letzten Endes ging ich auf Mission und ich wollte noch mehr nach dem Evangelium leben. Ich fing an, mich auf den Tempel vorzubereiten und mit anderen über das Evangelium zu sprechen – obwohl mir das damals gar nicht bewusst war.

Mein JM-Leiter motivierte mich, indem er mich nicht auf herkömmliche Weise einlud. Er fragte nie, ob ich auf Mission gehen wolle. Stattdessen sagte er mir, dass ich einmal ein toller Missionar sein würde und warum. Er hielt mich dazu an, meine Priestertumsaufgaben zu erfüllen, und half mir, meine Sache gut zu machen. Er bestärkte mich darin, dass ich eine Mission erfüllen könne und vielleicht sogar ein guter Missionar werden könnte.

Ich brauchte keine Einladung, mich für das Seminar einzuschreiben oder daran teilzunehmen. Ich war ja schon da. Ich brauchte keine Einladung, am JM-Programm teilzunehmen. Ich fand es toll. Ich brauchte mehr. Ich brauchte einen Seminarlehrer und einen JM-Führer, die mir bewusst machten, was mir noch fehlte, was ich erleben musste, was ich über den Erretter wissen musste und wie ich auf ihn bauen kann, und wie ich mich auf den Tempel und eine Mission vorbereiten konnte. Ich bin so dankbar für die beiden Männer, die genau das gemacht haben.

Die Aufforderung, alle einzuladen, ist mehr, als Schüler zu finden und einzuschreiben – sie umfasst alles, was wir tun!

Mark Spencer arbeitet derzeit in der Schulungsabteilung von S&I in Salt Lake City.

Berichten Sie von Ihren Erfahrungen

Bitte verwenden Sie die Grundsätze aus dem Dokument „Process for Success“ (der Weg zum Erfolg) nicht nur auf Programm- oder Gebietsebene, sondern auch für einzelne Klassen und sogar für einzelne Schüler. Stellen Sie fest, wo es etwas zu tun gibt, und stellen Sie dann einen Plan auf, wie Sie dies erreichen wollen und auf diese Weise dem Schüler helfen können, das Ziel von Seminar und Institut zu erreichen.

Ein wichtiger Teil einer jeden Priorität besteht darin, dass man das, was sich bewährt hat, und Erfolgserlebnisse an andere weitergibt. Wir bitten Sie um Folgendes:

 

Tauschen Sie sich mit Koordinatoren in aller Welt darüber aus, wie Sie die Schwachstellen ermittelt und einen Plan aufgestellt haben. Sie können auch Beispiele dafür finden, was andere geplant haben.

 

Sie können ebenfalls in der Facebook-Gruppe S&I Worldwide News and Updates von Ihren Erlebnissen berichten.