Der Zweck von Tempelarbeit und Genealogie

„Tempelarbeit und Genealogie sind ein Werk, das jedoch zwei Teile umfasst. Diese sind so miteinander verbunden wie die Verordnungen Taufe und Gabe des Heiligen Geistes.“

 

– Elder Richard G. Scott

 


Die Sendung des Elija

„Auch Sie haben Vorfahren, die gestorben sind, ohne je die Gelegenheit gehabt zu haben, das Evangelium anzunehmen und die Segnungen und Verheißungen zu empfangen, die Sie empfangen haben. Der Herr ist gerecht und liebevoll. Daher hat er es möglich gemacht, dass unser Herzenswunsch in Erfüllung geht und wir unseren Vorfahren alle Segnungen zugänglich machen können, die Gott uns anbietet.

Der Plan dazu hat schon von Anfang an bestanden. Schon vor langer Zeit hat der Herr seinen Kindern Verheißungen gegeben. …

‚Bevor aber der Tag des Herrn kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.

Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit ich nicht kommen und das Land dem Untergang weihen muss.‘ (Maleachi 3:23,24.)“

– Henry B. Eyring, „In Liebe verbunden“, Liahona, Mai 2005

Elija hat die Fähigkeit wiederhergestellt, dass wir beim Erlösungswerk für unsere Vorfahren mitwirken können.

 

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Segnungen für die Verstorbenen

„Viele Ihrer verstorbenen Vorfahren haben inzwischen wahrscheinlich schon das Zeugnis empfangen, dass die Botschaft der Missionare wahr ist. Als Sie selbst dieses Zeugnis empfangen haben, konnten Sie die Missionare um die Taufe bitten. Aber die Menschen in der Geisterwelt können das nicht. Die heiligen Handlungen, die Ihnen so viel bedeuten, werden nur auf der Erde angeboten. So muss jemand auf Erden zum heiligen Tempel gehen und die Bündnisse stellvertretend für denjenigen in der Geisterwelt annehmen. Deswegen haben wir die Pflicht, die Namen unserer Vorfahren herauszufinden und ihnen das zugänglich zu machen, was sie ohne unsere Hilfe dort nicht empfangen könnten. …

Denken Sie … daran, dass die Namen, die so schwer zu finden sind, wirkliche Menschen sind, denen Sie Ihr Dasein in dieser Welt verdanken und denen Sie in der Geisterwelt wieder begegnen werden. Als Sie getauft wurden, blickten Ihre Vorfahren hoffnungsvoll zu Ihnen herunter. Nach vielleicht jahrhundertelangem Warten jubelten sie, als sie sahen, wie einer ihrer Nachkommen gelobte, sie zu finden und ihnen Freiheit anzubieten. Wenn Sie diesen Menschen wieder begegnen, werden Sie in ihren Augen entweder Dankbarkeit oder schreckliche Enttäuschung sehen. Sie sind mit ihnen in Liebe verbunden. Die Hoffnung Ihrer Vorfahren liegt in Ihrer Hand. Fassen Sie den Entschluss, weiterzuarbeiten und diese Menschen zu finden, dann werden Sie mehr als nur Ihre eigene Kraft haben.“

– Henry B. Eyring, „In Liebe verbunden“, Liahona, Mai 2005

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Segnungen für die Lebenden

„Wir müssen im Tempel die heiligen Handlungen des Priestertums vollziehen, die für unsere eigene Erhöhung notwendig sind, dann müssen wir die erforderliche Arbeit für diejenigen tun, die keine Gelegenheit hatten, hier auf der Erde das Evangelium anzunehmen. Die Arbeit für andere wird in zwei Schritten bewerkstelligt: Zuerst müssen wir Genealogie betreiben, um die Namen unserer Vorfahren zu ermitteln, und dann müssen wir für sie die heiligen Handlungen des Tempels vollziehen, damit ihnen die gleichen Möglichkeiten offenstehen wie den Lebenden.

Es gibt allerdings in der Kirche viele Mitglieder, denen es kaum möglich ist, in den Tempel zu gehen. Sie tun aber alles, was sie können. Sie erforschen die Geschichte ihrer Familie und sorgen dafür, dass andere die Tempelarbeit für ihre Vorfahren erledigen. Andererseits gibt es aber auch Mitglieder, die sich zwar eifrig der Tempelarbeit widmen, aber es versäumen, ihre eigenen Abstammungslinien zu erforschen. Sie leisten zwar einen gottgefälligen Dienst und helfen damit anderen, aber sie gehen auch eines Segens verlustig, weil sie nicht nach ihren verstorbenen Verwandten suchen, so wie Gott es durch die Propheten der Letzten Tage verfügt hat. …

Ich habe erkannt, dass die Mitglieder, die Genealogie betreiben und anschließend die heiligen Handlungen im Tempel für diejenigen vollziehen, deren Namen sie in Erfahrung gebracht haben, den ganzen Segen empfangen und daher mehr Freude empfinden.“

– Howard W. Hunter, „A Temple-Motivated People“, Ensign, Februar 1995

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Wie man seine verstorbenen Vorfahren erlöst

„Tausende unserer treuen Mitglieder gehen selten in den Tempel, und diejenigen, die dorthin gehen, bearbeiten zumeist nicht ihre eigene Abstammungslinie. Sie erlösen nicht ihre eigenen Toten. Sie meinen anscheinend, sie täten ihre Pflicht, indem sie lediglich hin und wieder einen Tempelbesuch machen. Doch das stimmt nicht.

Wir alle müssen lernen, dass wir, um unsere eigenen Toten zu erlösen, deren Identität ordnungsgemäß bestimmen müssen, damit wir die Arbeit für sie im Tempel verrichten können. …

In jedem Tempeldistrikt müssen die Heiligen darin unterwiesen werden, wie man eigene Namen bereitstellt. Die japanischen Mitglieder sollen Namen für ihren eigenen Tempel in Tokio bereitstellen. Die südamerikanischen Mitglieder sollen Namen für ihren eigenen Tempel in São Paulo bereitstellen. Gleiches gilt für Mexiko und Seattle und jedes andere Gebiet, wo es einen Tempel gibt. Wenn sie das tun, erlösen sie ihre eigenen Toten. Tun sie das nicht, sondern lassen sich weiter von Salt Lake City aus mit Namen versorgen …, erlösen sie nicht ihre eigenen Toten, sondern arbeiten stattdessen an den Abstammungslinien anderer.“

– Spencer W. Kimball, Seminar für Regionalrepräsentanten, 30. September 1976