Sehbehinderung und Blindheit

eine Frau liest eine Veröffentlichung in Blindenschrift

Manche Menschen können nicht gut sehen. Sehschwächen reichen vom verschwommenen Sehen bis hin zur völligen Blindheit. Menschen mit einer Sehschwäche unterscheiden sich sehr voneinander in ihren Fähigkeiten, in ihrer Persönlichkeit, ihrer Einstellung und in dem, was sie brauchen. Ein Mitglied mit einer Sehbehinderung kann durchaus Aufgaben in der Kirche erfüllen.

Wie man jemandem helfen kann, der eine Sehbehinderung hat

  • Nennen Sie Ihren Namen, wenn Sie jemanden begrüßen, der eine Sehbehinderung hat, auch wenn er Sie an der Stimme erkennen würde.
  • Stellen Sie den Betreffenden vor, wenn Sie mit mehreren Leuten zusammen sind. Beziehen Sie ihn ins Gespräch mit ein. Nennen Sie die Anwesenden beim Namen und stellen Sie sie ihm vor.
  • Reden Sie den Betroffenen direkt an. Stellen Sie ihm nicht durch andere eine Frage. Reden Sie nicht mit lauter Stimme. Gehen Sie nicht davon aus, dass seine übrigen Sinne geschwächt sind, nur weil er eine Sehbehinderung hat.
  • Natürlich ist es wichtig, Rücksicht zu nehmen, aber scheuen Sie sich dennoch nicht, übliche Redewendungen zu verwenden wie etwa: „Siehst du, das meine ich!“
  • Machen Sie sich keine Sorgen, wenn der Betroffene Sie nicht direkt ansieht. Sein Blick ist möglicherweise gesenkt oder er sieht an Ihnen vorbei.
  • Gehen Sie nicht davon aus, dass jemand, der an einem Stock geht, Ihre Hilfe braucht oder möchte. Fragen Sie: „Kann ich Ihnen helfen?“ oder „Darf ich Sie begleiten?“. Fragen Sie den Betroffenen, ob er sich bei Ihnen einhaken möchte – nehmen Sie nicht unaufgefordert seinen Arm und ziehen ihn in die richtige Richtung.
  • Machen Sie in einem Gebäude, in dem sich der Betreffende zum ersten Mal aufhält, zunächst einen Rundgang, damit er die räumliche Anordnung besser nachvollziehen kann. Weisen Sie ihn beim Rundgang auf wichtige Einrichtungen hin, zum Beispiel die Notausgänge, Toiletten usw. Helfen Sie ihm, sich sicher und geborgen zu fühlen.
  • Erklären Sie ihm bei einer geselligen Veranstaltung, welches Essen serviert wird. Wenn man sich selbst bedient, bieten Sie ihm Ihre Hilfe am Buffet an.
  • Falls sich Versammlungszeiten oder Versammlungsort ändern, informieren Sie den Betreffenden so rechtzeitig wie möglich, damit er sich um eine Fahrgelegenheit kümmern kann. Bieten Sie Ihre Hilfe an, falls sie benötigt wird und angebracht ist.
  • Nur wenn der Betreffende es erlaubt, dürfen Sie seinen Blindenhund streicheln, füttern oder ansprechen. Verhalten Sie sich so, als wäre der Hund gar nicht da, damit er nicht abgelenkt wird.
  • Bieten Sie dem Betreffenden an, beim Abendmahl seine Hand zum Brot und zum Wasser zu führen.

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Tipps für den Unterricht

  • Die heiligen Schriften, das Gesangbuch, die Zeitschriften der Kirche und viele Leitfäden, Handbücher, Anleitungen und von der Kirche herausgegebene Bücher sind beim Versand der Kirche und unter www.lds.org als Hörbuch, in Extra-Großdruck oder auch in Blindenschrift erhältlich.
  • Erkundigen Sie sich, was für Material für Blinde es in den Bibliotheken vor Ort gibt.
  • Geben Sie Schülern, die schlecht sehen können, einen Text in größerer Schrift.
  • Beschreiben Sie Bilder und anderes Anschauungsmaterial. Lesen Sie vor, was an der Tafel steht. Bitten Sie jemanden, dem Betroffenen leise zu erklären, was in einem Videofilm geschieht.
  • Besprechen Sie mit dem Betreffenden vor dem Unterricht, wie er sich beteiligen möchte.

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Zusätzliche Quellen

Weitere Internetseiten

Die nachstehenden Internetseiten werden von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage weder unterhalten noch unterliegen sie ihrer Aufsicht; sie können jedoch als zusätzliche Quellen herangezogen werden.

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