Langfristiger Lebensmittelvorrat

Lebensmittelvorrat

Wo es erlaubt ist, vervollständigen Sie Ihren Lebensmittelvorrat für den längerfristigen Bedarf nach und nach mit Lebensmitteln, die lange haltbar sind und die Ihr Überleben sichern können, wie beispielsweise Weizen, polierter Reis und Bohnen. Diese Lebensmittel sind mindestens 30 Jahre haltbar, wenn sie richtig verpackt und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Einen Teil davon können Sie in Ihrem Dreimonatsvorrat verbrauchen und ersetzen.


Lebensmittel, die 30 Jahre oder länger haltbar sind

Lebensmittelvorrat

Aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge können Lebensmittel mit einem geringen Feuchtigkeitsgehalt richtig verpackt bei Zimmertemperatur oder kühler (24°C oder weniger) viel länger nahrhaft und genießbar bleiben, als man bisher angenommen hat. Die voraussichtliche Haltbarkeit vieler Produkte wird auf 30 Jahre oder länger heraufgesetzt (siehe Tabelle für neue Schätzungen der Lagerfähigkeit).

Frühere Schätzungen der Lagerfähigkeit beruhten auf empfohlenen Mindesthaltbarkeitsdaten und Erfahrung. Obwohl Produkte wie Zucker, Salz, Natron (wichtig zum Einweichen von Bohnen) und Vitamin C in Tablettenform nicht untersucht wurden, lassen auch diese sich gut langfristig aufbewahren. Einige Grundnahrungsmittel müssen öfter ausgetauscht werden, Speiseöl zum Beispiel alle ein bis zwei Jahre.

Obwohl Nährstoffgehalt und Geschmack mit der Zeit nachlassen, zeigen die Studien, dass die Nahrungsmittel, je nach ihrer ursprünglichen Qualität, Verarbeitung, Verpackung und Lagerung, auch nach einer längeren Lagerungszeit im Notfall lebenserhaltend sind.

Tipps dazu, wie man lang haltbare Lebensmittel am besten aufbewahrt, finden Sie unter ,Langzeitvorrat an Lebensmitteln‘.

LebensmittelNeue Schätzung zur Lebensmittelhaltbarkeit (in Jahren)
Weizen30+
Polierter Reis30+
Mais30+
Zucker30+
Pintobohnen30 
Haferflocken30
Nudeln30 
Kartoffelflocken30
Apfelscheiben30
Magermilchpulver20
Getrocknete Karotten20

Produktempfehlungen

Nachfolgende Mengenangaben beziehen sich auf einen Erwachsenen.

Menge für einen MonatEmpfohlene ProdukteHaltbarkeit bei langfristiger Vorratshaltung
11,5 kgWeizen, polierter Reis, Mais und sonstiges Getreideüber 30 Jahre
2,5 kgGetrocknete Bohnenüber 30 Jahre

Auch andere Lebensmittel, wie Zucker, fettfreie Trockenmilch, Salz, Backpulver und Speiseöl gehören zur langfristigen Vorratshaltung. Bevorraten Sie für eine ausgewogene Ernährung auch Lebensmittel, die Vitamin C und andere wichtige Nährstoffe enthalten.


Ratschläge zur Verpackung

Empfohlene Behältnisse für langfristige Vorratshaltung:

  • Dosen (erhältlich in Nordamerika in den Vorratszentren der Kirche)
  • Konservierungsbeutel (über den Versand der Kirche zu beziehen)
  • PET-Flaschen (für trockene Lebensmittel wie Weizen, Mais und Bohnen)

Diese Behältnisse und die Verwendung von Sauerstoff-Absorbern darin verhindern Befall durch Lebensmittelschädlinge und bewahren Nährwert und Geschmack der Lebensmittel. Sauerstoff-Absorber kann man im Internet unter store.lds.org erwerben.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann man auch Kunststoffeimer zur Langzeitlagerung von Weizen, getrockneten Bohnen und anderen trockenen Lebensmitteln verwenden.

Achtung: Botulismus (Lebensmittelvergiftung) kann dadurch hervorgerufen werden, dass feuchte Lebensmittel in sauerstoffverringernden Verpackungen gelagert werden. Lebensmittel müssen trocken sein, wenn man sie in luftdichten Behältnissen mit Sauerstoff-Absorbern lagert (maximal 10 Prozent Feuchtigkeitsgehalt).


Lagerungsbedingungen

Die Dauer der Lagerfähigkeit kann durch folgende Voraussetzungen erheblich beeinflusst werden:

  • Temperatur: Lagern Sie die Lebensmittel wenn möglich bei 24°C oder külter. Ist die Lagertemperatur höher, verbrauchen Sie die Produkte nach Bedarf im Turnus, um die Qualität aufrechtzuerhalten.
  • Feuchtigkeit: Halten Sie den Lagerraum trocken. Stellen Sie die Behälter nicht auf den Boden, sodass sie belüftet werden.
  • Licht: Schützen Sie Speiseöl und Lebensmittel, die in PET-Flaschen aufbewahrt werden, vor Licht.
  • Insekten und Nagetiere: Schützen Sie Lebensmittel, die in Konservierungsbeuteln und PET-Flaschen aufbewahrt werden, vor Schäden durch Instekten und Nagetiere.

Trockene Lebensmittel für langfristige Lagerung

Lebensmittel, die für langfristige Lagerung vorgesehen sind, müssen trocken sein (maximal 10 Prozent Feuchtigkeitsgehalt).

Achtung: Botulismus (Lebensmittelvergiftung) kann dadurch hervorgerufen werden, dass feuchte Lebensmittel in sauerstoffverringernden Verpackungen gelagert werden.

Trockene Lebensmittel, die nicht geeignet für die langfristige Bevorratung sind (zu feucht, ölhaltig, andere Gründe):

Graupen (Gerste)

  Dörrfleisch (z.B. Beef Jerky)

Eipulver (getrocknete Eier)

Nüsse

Vollkornweizenmehl

Vollkornreis

geschrotetes Getreide (außer Haferflocken)

brauner Zucker

Müsli

getrocknetes Obst oder Gemüse (außer es ist außen und innen trocken genug, dass es bricht, wenn man es biegt)

PET-Flaschen für langfristige Vorratshaltung

Flaschen aus PET (Polyethylenterephthalat) können in Verbindung mit Sauerstoff-Absorbern zur Lagerung von Weizen, Mais und Trockenbohnen beispielsweise verwendet werden. [NO TRANSLATION]

Flaschen aus anderen Kunststoffverbindungen halten in der Regel Feuchtigkeit und Sauerstoff in Verbindung mit den Sauerstoff-Absorbern nicht ausreichend ab. Nehmen Sie keine Behälter, die zuvor für etwas anderes als Lebensmittel verwendet wurden.

PET-Flaschen können auch zur kürzeren Lagerung (bis zu 5 Jahren) anderer trockener Lebensmittel (z.B. polierter Reis) verwendet werden, die nicht gekühlt gelagert werden müssen.

Der Feuchtigkeitsgehalt von gelagerten Lebensmitteln sollte maximal 10 Prozent betragen. Werden feuchte Lebensmittel in sauerstoffverringernden Verpackungen gelagert, kann Botulismus (Lebensmittelvergiftung) auftreten.

Verpackung in PET-Flaschen

  1. Verwenden Sie PET-Flaschen, die einen Schraubverschluss mit Plastik- oder Gummidichtung haben. Testen Sie die Dichtung, indem Sie eine leere, verschlossene Flasche unter Wasser halten und zusammendrücken. Kommen Luftbläschen aus der Flasche, ist sie undicht.
  2. Reinigen Sie benutzte Flaschen mit Spülmittel und spülen Sie sie gründlich aus, um jegliche Rückstände zu entfernen. Lassen Sie die Flaschen abtropfen und restlos austrocknen, bevor Sie sie mit Lebensmitteln befüllen.
  3. Geben Sie in jede Flasche einen Sauerstoff-Absorber. Die Absorber sind bis zu einer Behältergröße von 4 Litern geeignet.
  4. Füllen Sie die Flaschen mit Weizen, Mais oder Trockenbohnen.
  5. Entfernen Sie mit einem trockenen Tuch alle Verunreinigungen vom Flaschenrand und verschließen Sie die Flasche dann fest.
  6. Lagern Sie die Lebensmittel an einem kühlen, trockenen, vor Licht geschützten Ort.
  7. Schützen Sie den Lebensmittelvorrat vor Nagetieren.
  8. Verwenden Sie immer einen neuen Sauerstoff-Absorber, wenn Sie eine Flasche erneut befüllen.

Wo bekomme ich Sauerstoff-Absorber?

Sauerstoff-Absorber sind in Zentren für Haushaltsbevorratung und beim Versand der Kirche erhältlich. Man kann sie auch im Internet auf store.lds.org bestellen. Unbenutzte Sauerstoff-Absorber können in Gläsern mit Metallverschluss und Gummidichtung aufbewahrt werden.

Sauerstoff-Absorber

Sauerstoff-Absorber schützen trockene Lebensmittel vor Insekten und sorgen dafür, dass die Qualität der Lebensmittel erhalten bleibt. Man verwendet sie zu Aufbewahrung trockener Lebensmittel in verschlossenen Behältern. Sauerstoff-Absorber sind in Zentren für Haushaltsbevorratung und beim Versand der Kirche erhältlich. Man kann sie auch im Internet auf store.lds.org bestellen.

Woraus bestehen Sauerstoff-Absorber?

Sauerstoff-Absorber sind kleine Päckchen, die mit Eisenpulver gefüllt sind. Die Päckchen bestehen aus einem Material, das Sauerstoff und Feuchtigkeit hinein, aber das Eisenpulver nicht hinaus lässt.

Wie funktionieren Sauerstoff-Absorber?

Feuchtigkeit in den verpackten Lebensmitteln bringt das Eisen im Absorber zum Rosten. Beim Oxidieren absorbiert das Eisen Sauerstoff. Sauerstoff-Absorber, die für 300 Kubikzentimeter (cm³) Sauerstoff ausgewiesen sind, reichen für richtig verpackte Lebensmittel in Behältern mit einem Fassungsvermögen von bis zu 4 Litern aus.

Ist die Verwendung von Sauerstoff-Absorbern vergleichbar mit einer Vakuumverpackung?

Sauerstoff-Absorber entfernen Sauerstoff effizienter als eine Vakuumverpackung. Luft besteht zu ca. 20 Prozent aus Sauerstoff und zu 80 Prozent aus Stickstoff. Der Absorber entfernt lediglich den Sauerstoff. Die verbleibende Luft im Behälter besteht danach hauptsächlich aus Stickstoff. Dieser beeinträchtigt die Lebensmittel nicht und verhindert Insektenbefall.

Welche Lebensmittel können mit Sauerstoff-Absorbern aufbewahrt werden?

Die Lebensmittel sollten einen geringen Feuchtigkeits- und Ölgehalt haben. Wenn der Feuchtigkeitsgehalt nicht gering genug ist (maximal 10 Prozent), kann die Lagerung von Lebensmitteln in sauerstoffverringernden Verpackungen zu Botulismus (Lebensmittelvergiftung) führen.

Für welche Behälter kommen Sauerstoff-Absorber zur Vorratshaltung in Betracht?

Sauerstoff-Absorber dürfen nur in Behältern zur Vorratshaltung verwendet werden, die für Feuchtigkeit und Sauerstoff absolut undurchlässig sind. Folgende Behälter eignen sich gut:

  • Metalldosen mit verschweißtem Deckel

  • Konservierungsbeutel (wie sie von der Kirche in Zentren für Haushaltsbevorratung und auf store.lds.org angeboten werden)

  • PET-Flaschen mit luftdichtem Schraubverschluss

  • Einmachgläser mit Metalldeckeln und Gummidichtung

Sauerstoff-Absorber sind für Kunststoffeimer, Milchflaschen oder andere Kunststoffflaschen, die nicht aus PET bestehen, ungeeignet.

Wie verwendet man Sauerstoff-Absorber richtig?

  1. Öffnen Sie den Beutel mit den Absorbern. Öffnen sie keinesfalls die einzelnen Absorber-Päckchen.
  2. Entnehmen Sie dem Beutel so viele Absorber-Päckchen, wie Sie in den nächsten 20 bis 30 Minuten benötigen und verteilen Sie sie auf einer Ablage. Entnehmen Sie bei Bedarf weitere Absorber-Päckchen, dann aber gleich viele auf einmal, anstatt den Beutel ständig wieder zu öffnen und schließen, um nur eine geringe Anzahl an Päckchen herauszuholen.
  3. Versiegeln Sie die übrigen Absorber mit einer der folgenden Methoden. Lagern Sie die Absorber nicht in einem Druckverschlussbeutel.
    • Verschließen Sie den Beutel mit den Absorbern mit der speziell dafür vom Zentrum für Haushaltsbevorratung mitgelieferten blauen Klammer.
    • Verschließen Sie den Beutel mit den Absorbern mit einem automatischen Folienschweißgerät.
    • Wenn für eine längere Lagerung kein automatisches Folienschweißgerät zur Verfügung steht, können Sie die Absorber auch aus dem Beutel nehmen und in ein Einmachglas mit Metalldeckel und Gummidichtung geben. Ein 500-ml-Glas fasst ungefähr 25 Absorber.
  4. Geben Sie beim Befüllen in jeden Lebensmittelbehälter einen Absorber.

Konservierungsbeutel für langfristige Vorratshaltung

Welche Art Konservierungsbeutel kann man in Zentren für Haushaltsbevorratung, beim Versand der Kirche und im Internet auf store.lds.org erhalten?

Die Beutel bestehen aus mehreren Lagen Kunststofflaminat und Aluminium. Das Material ist 0,178 Millimeter dick und schützt Lebensmittel vor Feuchtigkeit und Insekten.

Welche Lebensmittel kann man in Beuteln aufbewahren?

Die Beutel können für trockene Lebensmittel (maximal 10 Prozent Feuchtigkeitsgehalt), die bei Raumtemperatur haltbar und kaum ölhaltig sind, verwendet werden. Botulismus (Lebensmittelvergiftung) kann dadurch hervorgerufen werden, dass feuchte Lebensmittel in sauerstoffverringernden Verpackungen gelagert werden.

Wie viel geht in einen Beutel hinein?

Das Fassungsvermögen der Beutel beträgt 4 Liter. Das Gewicht unterscheidet sich von Nahrungsmittel zu Nahrungsmittel. In einen Beutel passen 3,2 kg Weizen, 3,1 kg polierten Reis oder 2,3 kg Trockenmilch.

Beeinträchtigt der Aluminiumgehalt der Beutel die Lebensmittel?

Nein. Nahrungsmittel kommen aufgrund einer zusätzlichen lebensmittelechten Kunststoffschicht nicht mit dem Aluminium in Kontakt. Die Metallschicht ist aber dennoch wichtig, weil sie vor Feuchtigkeit und Sauerstoff schützt.

Wie versiegelt man die Beutel am besten?

Die Beutel sollten mit einem automatischen Folienschweißgerät verschlossen werden (siehe weitere Anweisungen). Verwenden Sie kein Bügeleisen und auch kein anderes Hitze entwickelndes Haushaltsgerät. Insbesondere Mehl, Milchpulver und andere pulverförmigen Produkte werden dadurch nicht hinreichend eingeschlossen. Automatische Folienschweißgeräte, die vom Wohlfahrtsdienst der Kirche verwendet werden (wie beispielsweise American International Electric AIE 305 A1 und Mercier ME 305 A1), müssen folgenden Anforderungen genügen: Schweißspurbreite 5 mm, Breite der Schweißschiene 305 mm, Verarbeitung von bis zu 0,205 Millimeter starken Beuteln und Sicherheitsschalter für den Abbruch bei verstopfter Schweißschiene.

Wo finde ich ein solches automatisches Folienschweißgerät?

Folienschweißgeräte gibt es in nahezu jedem Zentrum für Haushaltsbevorratung. Viele Pfähle besitzen auch ein automatisches Folienschweißgerät. Sie können ein solches Schweißgerät aber auch beim Versand der Kirche oder im Internet auf store.lds.org kaufen.

Muss man sämtliche Luft aus den Beuteln entfernen?

Nein. Der Sauerstoff-Absorber entzieht der Luft im Beutel den Sauerstoff. Der geringe Sauerstoffgehalt verhindert Befall durch Lebensmittelschädlinge und sorgt dafür, dass die Qualität der Lebensmittel erhalten bleibt.

Ist es normal, dass sich die Seiten des Beutels nach innen ziehen, sobald er verschweißt ist?

Bei den meisten Produkten ziehen sich die Seiten des verschweißten Beutels innerhalb weniger Tage nach der Verpackung leicht nach innen. Das fällt bei Körnern stärker auf als bei pulverförmigen Lebensmitteln.

Wie müssen Lebensmittelbeutel gelagert werden?

Die Beutel lagert man am besten in kühlen, trockenen, für Nagetiere unzugänglichen Räumen. Lagerbehälter dürfen nicht direkt auf Betonböden oder an Betonwänden stehen.

Sind die Beutel vor Verbiss durch Nagetiere sicher?

Nein, das sind sie nicht. Falls zu befürchten ist, dass Nagetiere oder andere Schädlingen den Lagerraum heimsuchen, müssen die Beutel in Behältern aufbewahrt werden, die vor Nagetieren oder anderen Schädlingen sicher sind. Packen Sie die Beutel jedoch nicht in Behälter, die zuvor für etwas anderes als Lebensmittel verwendet wurden.

Kann man auch Notfallpäckchen in die Beutel stecken?

Viele Gegenstände, die im Notfallpäckchen enthalten sind, sind nicht zur Aufbewahrung in Konservierungsbeuteln geeignet. Artikel für die erste Hilfe und für Notfälle, wie beispielsweise Müsliriegel, steckt man am besten in einen Behälter mit abnehmbarem Deckel, damit sie jederzeit griffbereit sind und erneuert werden können.

Anweisungen für das Folienschweißgerät

Zur Verwendungder Schweißgeräte AIE (und ME) 305 A1

Bitte lesen Sie sich vor der Benutzung die gesamte Anleitung durch.

Aufbau

  1. Stellen Sie das Schweißgerät auf eine feste Unterlage, ungefähr 13 Zentimeter vom Tischrand entfernt auf. Dadurch ist die Schweißschienenöffnung des Geräts in der richtigen Position ungefähr 22 Zentimeter von der Tischkante entfernt. Stecken Sie das Kabel des Fußtasters in den Anschluss auf der Rückseite des Schweißgeräts und stellen Sie das Fußtaster auf den Boden. Stecken Sie das Stromkabel in die Steckdose. Achtung: Halten Sie Kinder bitte vom angeschlossenen Schweißgerät fern.
  2. Stellen Sie den Recycle-Regler auf 2, den Congealing-Regler auf 6, den Sealing-Regler auf 4 und den Action-Selector-Schalter auf Manual ein. Öffnen Sie den Beutel mit den Sauerstoff-Absorbern. Entnehmen Sie soviele Absorber-Päckchen, wie Sie in den nächsten 20 bis 30 Minuten benötigen. Schweißen Sie den Beutel wieder zusammen.
  3. Öffnen und verschweißen Sie den Beutel erneut, wenn Sie weitere Absorber benötigen.

Beutel befüllen

  1. Füllen Sie einen Beutel mit 4 Litern des jeweiligen Produktes. (Wenn Sie zu viel hineingegeben, erhalten Sie eine mangelhafte Schweißnaht.) Ein Krug, der genau zwei Liter fasst, ist beim Abmessen zum Befüllen der Beutel sehr hilfreich. Füllen Sie ihn zweimal gestrichen bis zum Rand.
  2. Stecken Sie einen Sauerstoff-Absorber oben in den befüllten Beutel.
  3. Bei Produkten in Pulverform wischen Sie etwaige Pulverrückstände an den Innenkanten des Beutels mit einem trockenen Tuch ab.

Beutel verschweißen

  1. Schalten Sie das Gerät am Power-Schalter ein. (Halten Sie Kinder bitte vom angeschlossenen Schweißgerät fern.)
  2. Stellen Sie den Beutel aufrecht vor das Schweißgerät. Dabei muss das gesamte Gewicht auf dem Tisch ruhen; lassen Sie den Beutel nicht herunterhängen.
  3. Verschließen Sie den Beutel, indem Sie ihn an den Seitennähten anfassen und diese nach außen ziehen. Falten Sie den oberen Teil des Beutels (30–40 mm) im rechten Winkel vornüber und pressen Sie von oben, so gut es geht, die überschüssige Luft aus dem Beutel. Schütteln Sie den Beutelinhalt leicht, damit sich dieser am Boden setzt, und streichen Sie die Beutelöffnung flach zusammen. Wenn der obere Teil sich nicht flach zusammenstreichen und einfach vornüber zu falten lässt, dann ist der Beutel möglicherweise zu voll.
  4. Halten Sie den Beutel an den Seitennähten fest und führen Sie den oberen Teil in die Schweißschienenöffnung des Geräts ein. Achten Sie auf Ihre Finger! Berühren Sie die Schweißschiene nicht.
  5. Positionieren Sie den Beutel so, dass die Schweißnaht oben am Beutel angebracht wird. Ziehen Sie den Beutel an den Seitennähten nach außen, damit keine Falten entstehen. Betätigen Sie den Fußtaster, um den Beutel zu verschweißen. Nachdem die Schweißvorrichtung geschlossen ist, lassen Sie den Beutel los. Wenn der Schweißvorgang beendet ist, entnehmen Sie den Beutel.
  6. Beschriften Sie den Beutel. Geben Sie an, was darin enthalten ist und wann es verpackt wurde.

Schweißnaht überprüfen

  1. Überprüfen Sie die Schweißnaht, um sicherzugehen, dass sie dicht ist und keine Brandspuren aufweist. Die Schweißnaht sollte industriellen Schweißnähten ähneln.
  2. Versuchen Sie, die Schweißnaht auseinanderzuziehen.
  3. Drücken Sie den Beutel fest zusammen, um festzustellen, ob Luft oder etwas von der Füllung entweicht.
  4. Falls die Naht aufgehen sollte, überprüfen Sie, ob Sie die Nahtstellen nicht gründlich genug gereinigt haben oder ob der Beutel zu voll ist. Falls nötig, erhöhen Sie die Sealing-Einstellung um 0,25 (zum Beispiel von 4 auf 4,25). Überprüfen Sie, ob der Congealing-Regler auf 6 eingestellt ist.
  5. Wenn die Naht Brandstellen aufweist, verringern Sie die Sealing-Einstellung um 0,25.

Hinweise

  1. Das Schweißgerät wird werksseitig mit zwei Abstandsbolzen ausgeliefert, die von der Vorderseite des Geräts herausragen. An diesen Bolzen befestigt man den mitgelieferten Anstecktisch. Entfernen Sie die Bolzen und verwenden Sie den Anstecktisch nur, wenn Sie das Gerät freistehend aufbauen.
  2. Wenn die Teflonbeschichtung auf der unteren Schweißschiene verbrannt ist, nehmen Sie das Schweißgerät vom Netz, lockern Sie die obere Schweißschiene und heben Sie sie an und entfernen Sie vorsichtig die Schweißreste und Unebenheiten auf dem Heizstreifen. Ziehen Sie die Abdeckung ungefähr 12 Millimeter weiter heraus, entfernen Sie den Teil, der übersteht, und ziehen Sie die Abdeckung wieder fest.
  3. Wenn das Schweißgerät nicht funktioniert, überprüfen Sie die beiden Sicherungen am unteren Teil der Rückseite. Falls nötig, ersetzen Sie sie mit zwei passenden Sicherungen.
  4. Bei trockenen Lebensmitteln, die für langfristige Vorratshaltung eingeschweißt werden, sollten Sie sich auf solche beschränken, die Geschmack und Nährwert über einen langen Zeitraum behalten. Sie sollten einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt (maximal 10 Prozent) aufweisen, von guter Qualität und nicht von Insekten befallen sein. Setzen Sie trockene Lebensmittel keiner feuchten Umgebung aus, wenn Sie sie verpacken. Achtung: Lebensmittel, die einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt aufweisen, sollten nicht in sauerstoffverringernden Verpackungen aufbewahrt werden, da dies zu Botulismus (Lebensmittelvergiftung) führen kann. Auf providentliving.org finden Sie weitere Richtlinien zu bestimmten Erzeugnissen.

Kunststoffeimer für langfristige Vorratshaltung

Kunststoffeimer können für trockene Lebensmittel (maximal 10 Prozent Feuchtigkeitsgehalt) mit geringem Ölgehalt verwendet werden. Verwenden Sie nur Eimer aus lebensmittelechtem Kunststoff, deren Deckel eine Dichtung besitzt. Eimer, die vorher für etwas anderes als Lebensmittel verwendet wurden, sollten nicht benutzt werden.

Um Insektenbefall vorzubeugen, sollten Getreide und Trockenbohnen in Kunststoffeimern mit Trockeneis (gefrorenes Kohlendioxid) behandelt werden. Andere Methoden, die auf Sauerstoffentzug setzen, um Insekten zu vernichten, wie beispielsweise Sauerstoff-Absorber oder Stickstoffzugabe, sind in Kunststoffeimern nicht effektiv. Setzen Sie Lebensmittel keiner feuchten Umgebung aus, wenn Sie sie verpacken.

Anleitung zur Behandlung mit Trockeneis

  1. Verwenden Sie ca. 7 Gramm Trockeneis je Liter Fassungsvermögen des Behälters. Verwenden Sie Trockeneis nicht in Metallbehältern jeglicher Art. Die Dichtung könnte nicht fest genug schließen oder zu viel Überdruck könnte entstehen.
  2. Tragen Sie bei der Verwendung von Trockeneis unbedingt Handschuhe.
  3. Entfernen Sie mit einem sauberen, trockenen Handtuch jegliche Eiskristalle vom Trockeneis.
  4. Platzieren Sie das Trockeneis mittig auf den Boden des Behälters.
  5. Schütten Sie das Getreide oder die Bohnen auf das Trockeneis. Befüllen Sie den Eimer bis 2,5 Zentimeter unter dem oberen Rand.
  6. Platzieren Sie den Deckel auf dem Eimer und drücken Sie ihn nur bis zur Hälfte auf den Eimer. Aus dem nicht vollständig verschlossenen Eimer kann nun gasförmiges Kohlenstoffdioxid austreten, wozu das feste Trockeneis sublimiert (Übergang von fest zu gasförmig).
  7. Warten Sie solange, bis das gesamte Trockeneis gasförmig geworden ist, bevor Sie den Eimer verschließen. Überprüfen Sie, ob der Boden des Eimers noch sehr kalt ist. Sollte dies der Fall sein, ist noch etwas Trockeneis übrig.
  8. Beobachten Sie den Eimer einige Minuten lang, nachdem Sie den Deckel geschlossen haben. Wenn sich der Eimer oder der Deckel nach außen wölben, öffnen Sie den Deckel an einer Stelle, um den Druck zu verringern.
  9. Es ist ein normal, wenn sich der Deckel des Eimers durch den Unterdruck leicht nach innen wölbt, der bei der Absorption des Kohlenstoffdioxid in das Erzeugnis entsteht.

Lagerung von Kunststoffeimern

  • Lagern Sie Kunststoffeimer mindestens 1,3 Zentimeter über dem Boden, damit Luft unter die Eimer zirkulieren kann.
  • Stapeln Sie nicht mehr als drei Eimer übereinander. Wenn Sie Eimer stapeln, überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob die Deckel nicht aufgrund des Gewichts gebrochen sind.