Wie man eine Gesprächsgruppe moderiert


Warum Ihre Aufgabe so wichtig ist

Vielen Dank, dass Sie sich bereiterklärt haben, Moderator zu sein. Ihre Bemühungen, den Heiligen Geist einzuladen und der Gruppe beim Durcharbeiten der Hefte zu helfen, haben einen großen Einfluss darauf, was für Erfahrungen der einzelne Teilnehmer macht. Sie werden erleben, wie sich das Leben der Teilnehmer wandelt, wenn sie sich um Führung durch den Heiligen Geist bemühen, darauf achten und ihr folgen und dadurch in geistiger und zeitlicher Hinsicht eigenständiger werden.

Welche Aufgaben haben die Teilnehmer?

Die Teilnehmer gehen bei den Treffen Verpflichtungen ein. Was sie lernen und üben, hilft ihnen, eigenständig zu werden. Sie gehen Verpflichtungen ein, helfen einander dabei, diesen Verpflichtungen nachzukommen, und sie berichten über ihren Fortschritt. Da die Gruppe sich gegenseitig berät, ist es wichtig, dass alle Teilnehmer regelmäßig an den Treffen teilnehmen und pünktlich sind.

Welche Aufgabe hat der Moderator?

Ihre Aufgabe ist es, den Gruppenmitgliedern zu helfen, sich selbst zu helfen. Als Moderator müssen Sie kein Fachwissen im Bereich Wirtschaft, Arbeitsvermittlung oder Ausbildung besitzen oder ausgebildeter Lehrer sein. Weder leiten Sie die Gruppe, noch vermitteln Sie Wissen. Ihre Aufgabe besteht lediglich darin, der Gruppe zu helfen, den Anweisungen in den Heften zu folgen. Üblicherweise moderiert der Berater für Eigenständigkeitsförderung die Gruppentreffen. Bei Bedarf kann die Rolle des Moderators nach einigen Wochen jedoch auch einem Teilnehmer der Gruppe zugewiesen werden.

Fünf wichtige Punkte für ein erfolgreiches Treffen

Laden Sie den Heiligen Geist ein und fordern Sie die Teilnehmer auf, sich um den Heiligen Geist zu bemühen.

  • Helfen Sie den Teilnehmern, bei allem, was sie lernen und in die Tat umsetzen, ihren Glauben auszuüben.
  • Halten Sie sich jede Woche an konkrete Schritte, um den Geist einzuladen.

Konzentrieren Sie sich auf die Verpflichtungen, die Umsetzung und die Ergebnisse.

  • Helfen Sie den Teilnehmern, einander über ihre Verpflichtungen Rechenschaft abzulegen.
  • Feiern Sie jede Woche Erfolge und konzentrieren Sie sich auf Ergebnisse.

Vertrauen Sie auf das Material und befolgen Sie die dort angegebenen Schritte.

  • Stehen Sie nicht vor der Gruppe wie ein Lehrer, sondern setzen Sie sich wie alle anderen Teilnehmer hin.
  • Überlassen Sie den Teilnehmern das Gespräch und die Beantwortung von Fragen. In der Gruppe steckt eine enorme Kraft; lassen Sie die Teilnehmer einander selbst helfen.
  • Schaffen Sie ein geschütztes Umfeld, in dem jeder aus Misserfolgen wie aus Erfolgen lernen kann.
  • Helfen Sie Teilnehmern mit einer Leseschwäche oder mit Sprachschwierigkeiten.
  • Bereiten Sie kompetente Teilnehmer darauf vor, selbst Moderator zu werden. Beauftragen Sie sie, bestimmte Abschnitte zu übernehmen. Sollten Sie einmal nicht anwesend sein, können diese Teilnehmer das Treffen selbst moderieren.

Teilen Sie die Zeit gut ein.

  • Bitten Sie die Gruppenmitglieder, zehn Minuten eher da zu sein. Fangen Sie pünktlich an. Erwarten Sie Pünktlichkeit und loben Sie alle, die sich daran halten.
  • Bitten Sie einen Teilnehmer, bei jedem Abschnitt auf die Zeit zu achten, etwa durch einen Alarm auf seinem Handy.
  • Vermeiden Sie lange Geschichten, Auseinander­setzungen oder Meinungsäußerungen, die einen nicht weiterbringen.
  • Halten Sie am Ende immer etwas Zeit frei für die Rubriken „Nachdenken“ und „Sich verpflichten“.

Gehen Sie mit Engagement an die Sache heran!

  • Applaudieren Sie, wenn sich Teilnehmer an ihre Verpflichtungen halten.
  • Lassen Sie alle Beifall spenden, wenn ein Gruppenmitglied von einem Erfolgserlebnis berichtet oder etwas Schwieriges erreicht hat.
  • Damit jeder zwischendurch auch einmal aufstehen und aktiv sein kann, bieten Sie im Laufe des Treffens Rollenspiele oder andere Gruppenaktivitäten an.
  • Sorgen Sie dafür, dass sich jeder beteiligt und niemand das Treffen an sich reißt.

 

Leitfäden