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Was ich durch Hinfallen gelernt habe

Bethany Bartholomew

Willst du wissen, was du tun musst, um nicht zu fallen?

Im Laufe der Jahre habe ich viel gelernt. Und da ich etwas ungeschickt bin, habe ich auch dadurch viele Lektionen fürs Leben gelernt, dass ich hingefallen, umgefallen oder von etwas heruntergefallen bin.

Als ich mit meinem Roller hingefallen bin, habe ich gelernt, meinem Vater gegenüber ehrlich zu sein und ihm zu sagen, wie es zu der Wunde an meinem Fuß gekommen war, obwohl ich eine Riesenangst hatte, dass er mir sagen würde, der Arzt müsse das wohl nähen.

Als ich beim Turnen vom Schwebebalken gefallen bin, habe ich gelernt, wieder aufzustehen und es noch einmal zu versuchen, bevor meine Angst mich davon abhalten konnte, je wieder auf einen Schwebebalken zu klettern.

Als ich bei dem Versuch, meine Cousins in ihrem Gokart zu überholen, mit dem Fahrrad umgefallen bin, habe ich gelernt, nicht mit einem Gokart zusammenzuprallen und, was noch wichtiger ist, geduldig zu sein.

Aber eine der wertvollsten Lektionen habe ich gelernt, als ich immer wieder das Gleichgewicht verloren habe und umgefallen bin.

Ich möchte das gern erklären.

Wo schaust du hin?

Ich hatte jahrelang Ballettunterricht und lernte dabei Sprünge, Drehungen, Dehnungen und Schritte. Eines bekam ich aber einfach nicht hin, ganz gleich, wie angestrengt ich übte: Pirouetten. Es wollte mir nicht gelingen, eine ganze Drehung zu machen, während ich mit einem Fuß auf den Zehenspitzen balancierte, sodass ich von meiner Unfähigkeit überzeugt war.

Eines Tages erklärte meine Ballettlehrerin uns einen wertvollen Grundsatz. Wenn wir bei einer Pirouette umfielen, gab sie normalerweise Ratschläge wie: „Dreh deinen Kopf schneller!“ Oder: „Bring deinen anderen Fuß schneller zum Knie!“ Aber dieses Mal fragte sie mich: „Wo fällst du hin?“

Ich war überrascht. Das war ja wohl ziemlich offensichtlich: Ich fiel auf den Boden.

Meine Lehrerin hakte nach: „In welche Richtung fällst du? Fällst du nach vorn? Nach hinten? Zur Seite?“

Ich erwiderte, dass ich meist nach vorne fiel.

„Dann schaust du wahrscheinlich nach unten“, erklärte sie. „Schau nach oben und versuch es noch einmal.“

Das tat ich, und dieses Mal fiel ich nach hinten.

„Gut“, meinte sie lächelnd. „Noch ein bisschen zu viel Schwung in die andere Richtung. Versuch es noch einmal.“

Ich machte noch eine Drehung und schaute dieses Mal auf und nach vorne, damit ich den Kopf in der Mitte über dem Körper halten konnte.

„Gut gemacht!“, lobte meine Lehrerin mich, als ich die Drehung erfolgreich vollendet hatte.

Dann rief sie alle Ballettschüler zu sich und erklärte uns, weshalb sie mich gefragt hatte, wohin ich fiel.

Sie sagte, unser Kopf sei sehr schwer und bestimme die Richtung, in die wir uns bewegen. Sie stellte sich auf einen Fuß, starrte auf den Boden und fing an, nach vorne zu fallen. Dann neigte sie den Kopf zurück und versuchte es noch einmal, und dieses Mal begann sie, nach hinten zu fallen.

„Achtet also darauf, wohin ihr fallt“, fuhr sie fort. „Es hat viel damit zu tun, wo euer Kopf ist.“

Schau nach oben

Über diese Lektion habe ich jahrelang nachgedacht. Wo war mein Kopf? Schaue ich immer hinunter und denke schlecht von mir? Schaue ich zur Seite und vergleiche mich mit anderen? Schaue ich zurück und denke zu sehr an das, was hinter mir liegt?

Ich habe gelernt, dass es am besten ist, wenn ich aufschaue, und zwar zum Licht.

Der Weg, der zu ewigem Leben und ewigem Glück beim Vater im Himmel führt, ist gerade und schmal, und wenn wir in irgendeine andere Richtung schauen, gehen wir auch dorthin – und kommen vom Weg ab. Daher habe ich gelernt, meinen Blick auf den Erretter zu richten. Er hilft mir, auf dem Weg zu bleiben, und er richtet mich auf, wenn ich falle.

Aufzuschauen, positiv zu denken und mich auf das zu konzentrieren, was am wichtigsten ist – all dies hat mir nicht nur geholfen, den anstrengenden Tanzunterricht durchzuhalten, sondern ich konnte dadurch auch mein Zeugnis stärken und auf dem Weg bleiben, der mich zu unglaublichen Segnungen geführt hat. Ich bin froh, dass ich diese schwierige Lektion gelernt habe, als ich hingefallen bin – dass ich gelernt habe, aufzuschauen.

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Wann und wie hat es dir schon geholfen, aufzuschauen und positiv zu denken? Berichte unten von einem Erlebnis.

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