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Aufgeflogen! – 5 Irrtümer über das Halten der Gebote

Bethany Bartholomew Zeitschriften der Kirche

Bist du etwa immer noch nicht vollkommen? Das ist schon in Ordnung! Lies selbst, weshalb.

Kennst du das Gefühl: Alle anderen scheinen ein besseres Leben zu führen als du? Aber denk doch mal daran: Niemand ist vollkommen. Wir alle haben „die Herrlichkeit Gottes verloren“ (Römer 3:23). Außerdem: Sei nicht so streng mit dir selbst! Du schlägst dich wahrscheinlich viel besser, als du denkst. Hier sind ein paar verbreitete Irrtümer aufgelistet, was das Halten der Gebote angeht, sowie ein paar Fakten, die du diesbezüglich im Hinterkopf behalten solltest.

IRRTUM 1: Gott erwartet, dass du jetzt schon vollkommen bist.

Fakt: Gott weiß, dass wir uns schwertun. Er freut sich, wenn wir unser Bestes geben und uns weiterhin bemühen.

Der Vater im Himmel erwartet nicht, dass wir jetzt schon in allem perfekt sind. Er erwartet, dass wir unser Bestes geben und dann darauf vertrauen, dass das Sühnopfer Jesu Christi uns hilft, uns zu ändern.

„Mit der Gabe des Sühnopfers Jesu Christi und der Kraft des Himmels auf unserer Seite können wir uns verbessern, und das Wunderbare am Evangelium ist, dass es uns auch dann angerechnet wird, wenn wir uns nur bemühen, selbst wenn wir nicht immer erfolgreich sind“, erklärt Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel. „Bemühen Sie sich weiterhin. Vertrauen Sie weiterhin. Glauben Sie weiterhin. Machen Sie weiterhin Fortschritt. Im Himmel spornt man Sie an – heute, morgen und immerzu.“ („Morgen wird der Herr mitten unter euch Wunder tun“, Liahona, Mai 2016, Seite 125ff.)

IRRTUM 2: Immer wieder mache ich die gleichen Fehler. Eigentlich kann ich auch gleich aufgeben – ich schaffe es eh nicht, mich zu ändern.

Fakt: Wenn wir uns weiterhin bemühen und uns Gott zuwenden, kann er uns helfen, dass wir uns ändern – unter jeglichen Umständen.

Der ganze Sinn dieses Lebens besteht doch darin, sich zu ändern – dass etwas aus einem wird, dass man wächst, dass man dazulernt –, damit man dann eines Tages so werden kann wie der Vater im Himmel.

Allerdings müssen wir auch den Entschluss fassen, uns ändern zu wollen.

Elder Donald L. Hallstrom von der Präsidentschaft der Siebziger warnt: Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass wir „nun einmal so sind“, geben wir unsere Fähigkeit auf, uns zu ändern. (Siehe „Was für Männer?“, Liahona, Mai 2014, Seite 53.)

Was wir also auch tun: Wir dürfen nicht aufgeben.

Wenn wir uns ändern wollen, bedeutet das natürlich nicht, dass wir sofort vollkommen sind (siehe Irrtum 1). Es bedeutet jedoch, dass wir im Grunde unseres Herzens gehorsam sein möchten und uns weiterhin bemühen, auch wenn wir ein Ziel mal nicht sofort erreichen. Wenn wir den Entschluss fassen, uns Gott zuzuwenden, gibt er uns Kraft, die über unsere eigene hinausgeht – und er hilft uns, uns zu ändern.

IRRTUM 3: Alle anderen sind besser als ich.

Fakt: Gott beurteilt uns nicht, indem er uns mit anderen vergleicht. Das sollten auch wir unterlassen.

Mach dir keine Sorgen, dass andere alles besser schaffen als du.

Präsident Dieter F. Uchtdorf, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, sagt dazu: „Gott weiß sehr wohl, dass Sie und ich nicht vollkommen sind. … Gott weiß sehr wohl, dass die Menschen, von denen Sie meinen, sie seien vollkommen, es gar nicht sind. Und doch investieren wir so viel Zeit und Energie darin, uns mit anderen zu vergleichen – für gewöhnlich vergleichen wir unsere Schwächen mit ihren Stärken. Das führt dann dazu, dass wir an uns selbst Erwartungen stellen, die wir nicht erfüllen können. … [Haben Sie] auch mit sich selbst Mitgefühl und Geduld.“ („Vergissmeinnicht“, Liahona, November 2011, Seite 120.)

Und denk an diese Worte von Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel: „Wir sind nicht bei einem Wettlauf gegeneinander angetreten. … Der Wettlauf, bei dem wir tatsächlich angetreten sind, ist der gegen die Sünde.“ („Die Arbeiter im Weinberg“, Liahona, Mai 2012, Seite 32.)

Versuch also einfach, dein Bestes zu geben und jeden Tag ein bisschen besser zu sein als am Tag zuvor.

IRRTUM 4: Ich weiß, dass ich ein besserer Mensch sein sollte. Aber ich bin einfach nicht gut genug.

Fakt: Gott kennt unsere Grenzen. Er misst uns nicht an einem unmöglichen Maßstab.

Manchmal nehmen wir an, wir wüssten, wie Gott uns einmal richten wird. Doch er hat doch selbst gesagt: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege.“ (Jesaja 55:8.) Er ist der vollkommene Richter und er urteilt mit einem vollkommenen Verständnis unserer Situation.

Sieh es einmal so: Wenn du jetzt versuchst, so hoch zu springen wie du nur kannst, springst du wahrscheinlich ziemlich hoch. Wenn du es aber noch einmal versuchst und dabei ein Gewicht von zehn Kilo festhältst, springst du nicht mehr ganz so hoch. Heißt das, dass du jetzt nicht mehr so gut bist wie vorher? Nein! Nicht du hast dich verändert, sondern deine Umstände sind jetzt anders.

Manchmal müssen wir mit einer schweren Situation zurechtkommen. Gott weiß zwar, wozu du fähig bist, aber er versteht auch viel besser als du, wo deine Grenzen liegen. Mit diesem Verständnis richtet er. Er möchte einfach, dass wir aus dem, was wir haben, das Beste machen.

IRRTUM 5: Die Gebote schränken mich zu sehr ein und nehmen mir die Entscheidungsfreiheit.

Fakt: Die Gebote führen uns zu unvorstellbaren Freiheiten und Segnungen.

Die Gebote schränken unsere Entscheidungsfreiheit nicht ein. Vielmehr machen sie es möglich, dass wir frei sind und gesegnet werden können – sie bilden eine Art Anleitung zum Glücklichsein (siehe LuB 82:8,9).

Wenn du also das nächste Mal das Gefühl hast, alle anderen würden ein besseres Leben führen als du, denk daran, dass du ein Kind Gottes bist, ein Sohn oder eine Tochter himmlischer Eltern – eine königliche Seele mit unendlichem Potenzial.

Genau das sieht auch der Vater im Himmel ebenfalls in dir – und deshalb gibt er Gebote.

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Inwiefern macht es dich glücklich, die Gebote zu halten? Berichte unten von einem Erlebnis.

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