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5 Beispiele für Geduld – angefangen bei Käsetoast

David A. Edwards Zeitschriften der Kirche

Muss es jetzt sofort sein oder soll es lieber richtig sein?

Stell dir einen Jungen vor, der sich zum allerersten Mal selbst einen Käsetoast in der Pfanne zubereiten will. Er holt alle Zutaten, nimmt die Pfanne aus dem Schrank und stellt sie auf den Herd. Dann denkt er: „Wenn ich die Hitze hochdrehe, ist der Toast schneller fertig.“

Nun stell dir vor, was als Nächstes passiert.

Höchstwahrscheinlich hat er Toastbrot, das aussieht und sich anfühlt (und wahrscheinlich auch so schmeckt) wie Lavagestein, und halbgeschmolzenen Käse.

Verbrannter Käsetoast

 

Wie du siehst, haben seine Unwissenheit (die entschuldbar ist) und seine Ungeduld (die zwar verständlich, aber nicht ganz so entschuldbar ist) in Kombination ein Problem ergeben.

Um die Sache richtig zu machen, müsste er das Wunder der mittleren Hitze entdecken.

Die mittlere Stufe bei einem Herd eignet sich hervorragend dafür, einen Käsetoast und vieles andere zuzubereiten, was in der Mitte durchgegart werden soll, ohne außen zu verschmoren. Der einzige Nachteil ist, dass die Zubereitung mehr Zeit und Aufmerksamkeit erfordert, was wiederum Geduld erfordert.

Jesus Christus ist das beste Beispiel an Geduld. Seinem Beispiel nachzueifern bedeutet unter anderem, unseren Blickwinkel zu erweitern, über den gegenwärtigen Zustand hinauszublicken und uns den größeren Lohn vor Augen zu führen, den Geduld mit sich bringt.

Streb vorwärts

„Auf den Herrn hoffen bedeutet, die Saat des Glaubens zu pflanzen und sie ‚mit großem Eifer und mit Geduld‘ zu nähren [Alma 32:41]. …

Auf den Herrn hoffen bedeutet ‚fest im Glauben stehen‘ [Alma 45:17] und darin vorwärtsstreben, ‚erfüllt vom vollkommenen Glanz der Hoffnung‘ [2 Nephi 31:20].“

– Elder Robert D. Hales vom Kollegium der Zwölf Apostel, Herbst-Generalkonferenz 2011

Präsident Dieter F. Uchtdorf, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, hat uns erklärt, dass Geduld weitaus mehr ist, als einfach nur zu warten:

„Geduld ist aktives Warten und Ausharren. Geduld bedeutet, dass man an einer Sache dranbleibt und tut, was man kann ‒ arbeiten, hoffen und Glauben ausüben; Schwierigkeiten tapfer ertragen, auch wenn die Erfüllung unserer Herzenswünsche auf sich warten lässt. Geduld heißt nicht einfach ausharren, sondern gut ausharren!“ („In Geduld fortfahren“, Frühjahrs-Generalkonferenz 2010.) Übrigens: Was haben Marshmallows mit Geduld zu tun? Finde es heraus!

Wie sieht diese Art von Geduld aus? Hier sind fünf Beispiele:

  1. Geduld ist mehr, als den Käsetoast bloß in die Pfanne zu werfen und ihn dann zu vergessen: Man muss am Herd stehen bleiben und den Toast zur richtigen Zeit wenden.
  2. Geduld ist mehr, als in der Schule, im Seminar oder in der Kirche einfach nur durchzukommen: Man muss aktiv lernen und aktiv Gott verehren.
  3. Geduld ist mehr, als darauf zu warten, dass dir ein Zeugnis vom Buch Mormon einfach so zufliegt, weil du dafür gebetet hast: Man muss kontinuierlich lesen, studieren, nachdenken und beten und sich an die Weisungen im Buch Mormon halten.
  4. Geduld ist mehr, als einfach dazusitzen und zuzusehen, wie deine Freunde sich über deine Religion lustig machen: Man muss für sie beten, sich wirklich wünschen, dass sie sich ändern, und dafür alles tun, was möglich ist.
  5. Geduld ist mehr als nur darauf zu warten, dass du endlich 16 wirst und mit jemandem ausgehen kannst: Man muss lernen, Gehorsam zu schätzen, und erkennen, wie man gesegnet wird, wenn man den Rat der Propheten befolgt.

Dem Wunder der mittleren Hitze verdankst du vielleicht einen perfekt gebratenen Käsetoast, Geduld jedoch führt zu einem „vollendeten Werk“ (Jakobus 1:4). Sie hilft dir, vorwärtszustreben und Jesus Christus ähnlicher zu werden.

Solltest du zu häufig der Ungeduld erliegen – willkommen im Klub! Du kannst umkehren und von Neuem versuchen, Jesus Christus und seinen Lehren nachzufolgen. Bestimmt bereitet sich niemand seine Lieblingsspeise nur ein einziges Mal im Leben zu. Genauso ist es auch nie zu spät, mehr über die Art Vollkommenheit zu erfahren, die wir durch Geduld erreichen können.

Nach dem Artikel „Das Wunder der mittleren Hitze“ in der Oktoberausgabe 2016 des Liahonas

Berichte von einem Erlebnis

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