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Jemand ist schüchtern? Sei du ihm ein Freund!

Carlisa Cramer

Jeder Mensch braucht einen Freund. Dieser Freund könntest du sein.

Während der großen Pause auf dem Schulhof bemerkst du, dass Jana wieder einmal ganz allein ist. Sie gehört zu den Jungen Damen in deiner Gemeinde und hält sich oft ein wenig abseits. Du hast schon ein paar Mal mit ihr gesprochen, aber sie ist halt ein ruhiger Typ und antwortet meist recht einsilbig. Eigentlich weißt du gar nicht, was in ihr vorgeht.

Du denkst: „Wir haben doch tolle Aktivitäten und sind alle nett! Warum ist Jana immer so schweigsam? Vielleicht mag sie uns einfach nicht.“ Du willst nicht, dass sie allein ist, und möchtest gern auf sie zugehen, aber wie nur sollst du das am besten anstellen? „Will sie überhaupt Freunde haben? Ist es ihr unangenehm, wenn ich jetzt auf sie zugehe?“ Manchmal können uns solche Fragen sehr verunsichern oder sogar davon abhalten, einen Versuch zu wagen. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn wir mal nicht wissen, wie wir am besten vorgehen, aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Wenn du dich mit Leuten wie Jana anfreunden möchtest, die schüchtern zu sein scheinen, können diese Tipps nützlich sein:

1. Sei verständnisvoll

Vielleicht sprichst du gerne Leute an und es fällt dir leicht, mit anderen zu reden. Mach dir zunächst einmal klar, dass nicht alle so gesellig sind wie du – besonders, wenn sie schüchtern sind. Wenn du dich mit jemandem anfreunden willst, der schüchtern ist, versuch nicht, ihn zu ändern, und bring ihn auch nicht in eine Situation, die ihm unangenehm ist. Es gibt nun mal Leute, die sich bei Gesprächen in größerer Runde nicht so wohlfühlen und sich lieber zurückziehen oder die sich am liebsten mit nur einem Gesprächspartner unterhalten. Respektiere also unbedingt die Vorlieben des anderen.

2. Hab Geduld

Erwarte am Anfang nicht zu viel. Manchmal braucht ein schüchterner Mensch etwas länger, bis er sich wohl genug fühlt, um sich jemandem zu öffnen. Vielleicht reagiert er nicht so, wie du es erwartest oder auch gerne hättest, aber das ist in Ordnung. Achte einfach weiterhin auf gute Gelegenheiten, dich mit ihm zu unterhalten. Begrüße ihn immer und lade ihn zu Aktivitäten ein. Er wird es bemerken und deine Bemühungen schätzen. Aber denke daran, stets seine Grenzen zu respektieren. Das gibt ihm die emotionale Freiheit, sich auf dich einzulassen, wenn er dazu bereit ist.

3. Zeig Interesse

„Schüchtern“ ist nicht immer gleichbedeutend mit „schweigsam“. Jemand, der schüchtern ist, kommt normalerweise mehr aus sich heraus, wenn er großes Interesse an dem Gesprächsthema hat. Frag ihn also, was er mag, und versuch, gemeinsame Interessen zu finden. Vielleicht interessiert ihr euch für die gleiche Sportart, hört gerne Musik, schaut gerne Filme an oder lest gerne Bücher. Wenn du herausfindest, was ihr gemeinsam habt, schaffst du eine Verbindung. Und das wiederum kann dazu beitragen, dass sich der andere in deiner Gegenwart wohlfühlt.

4. Sei einfühlsam

Eine große Gruppe kann einen schüchternen Menschen eher verschrecken. Geh daher erst einmal alleine auf den Betreffenden zu. Und wenn ihr wieder verabredet seid, kannst du ja vielleicht einen Freund mitbringen. Wenn du spürst, dass sich der Schüchterne nicht wohlfühlt, dann schenke ihm den benötigten Freiraum. Zeig ihm aber, dass du für ihn da bist, wenn er dazu bereit ist.

5. Sei aufrichtig

Wenn du dich mit jemandem anfreunden willst – ganz gleich, ob derjenige schüchtern ist oder nicht –, dann sei immer aufrichtig. Freunde dich deshalb mit jemandem an, weil du ihn wirklich kennenlernen und sein Freund sein willst, und nicht nur, weil er alleine da sitzt. Bitte Gott, er möge dich erkennen lassen, wie du den Betreffenden am besten kennenlernen kannst. Bitte auch darum, dass dieser spürt, dass du wirklich gern sein Freund wärst.

Nun schaust du zu Jana hinüber. Als sich eure Blicke kreuzen, lächelst du sie an. Sie lächelt scheu und schaut weg. Du sagst deinen Freunden, dass du gleich wieder da bist, und gehst zu Jana. Du sagst: „Hallo, Jana. Darf ich mich zu dir setzen?“ Sie nickt und du setzt dich. Du holst dein Pausenbrot heraus. Da fällt dir das Buch auf, das Jana bei sich hat. Du fragst: „Was liest du denn? Ich bin nämlich auf der Suche nach einem guten Buch!“ Sie blickt aufs Buch, lächelt und fängt an, dir etwas über die Geschichte zu erzählen.

Berichte von einem Erlebnis

Bist du schüchtern? Was sollte man über schüchterne Menschen wissen? Berichte unten von einem Erlebnis.

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