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7 Tipps, wie du bei einem Gespräch ganz gelassen bleibst

Wenn jemand deine Glaubensansichten angreift, musst du dich auf keine hitzige Diskussion einlassen.

Stell dir Folgendes vor: In der Schule fragt dich jemand, warum die Mitglieder deiner Kirche so übertrieben fromm sind. Oder man macht sich auf einer Party lustig über dich, weil du an Gott glaubst. Oder vielleicht wirft dir deine Cousine bei einem Familientreffen vor, dass du die Rechte von Frauen nicht unterstützt, weil du gegen Abtreibung bist.

All diese Situationen würden dich bestimmt nervös machen, oder? Merkst du schon, wie dein Blutdruck steigt, wenn du nur daran denkst? In solchen Momenten möchtest du wahrscheinlich am liebsten die Flucht ergreifen oder zumindest das Thema wechseln, statt ein schwieriges Gespräch zu führen, das vielleicht auch noch in einem Streit endet.

Sei respektvoll

„Wir lassen uns nicht auf … Streit über persönliche Meinungen ein. Wenn wir einander wirklich lieben, hören wir uns Fragen und Vorbehalte aufmerksam an und respektieren diejenigen, die eine andere Meinung vertreten.“

Carol F. McConkie, „Speak Up and Speak Out“, BYU-Frauenkonferenz am 29. April 2016

Das muss aber nicht sein. Hier sind ein paar Tipps, wie du Streit vermeiden und ein gutes Gespräch mit jemandem führen kannst – ein Gespräch, das zum gegenseitigen Verständnis beiträgt und in dem du trotzdem deine Meinung vertrittst und über deinen Glauben sprichst. Mithilfe der Tipps kannst du ganz gelassen bleiben, wenn jemand nicht das Gleiche glaubt wie du:

1. Bemühe dich, den anderen zu verstehen, anstatt ihn zu verurteilen

Fang ein Gespräch nicht damit an, den anderen mit Argumenten schlagen zu wollen. Nur wenn jedem die Meinung des anderen wichtig ist und er sie verstehen will, haben alle etwas davon. Versuche, Gemeinsamkeiten zu finden, statt dem anderen den Mund zu stopfen. Stell Fragen, um ihn besser zu verstehen. 

Elder Dallin H. Oaks hat gesagt: „[Wir] dürfen … uns nicht erlauben, unsere Nächsten, unsere Mitmenschen für die Folgen, die ihr Verhalten haben wird, zu verurteilen. Dieses Urteil steht dem Herrn zu, nicht uns. Selbst er enthielt sich gegenüber der beim Ehebruch ertappten Frau eines abschließenden irdischen Urteils. Toleranz erfordert, dass auch wir uns bei der Beurteilung anderer ähnlich zurückhalten.“ („Wahrheit und Toleranz“, CES-Andacht, 11. September 2011, speeches.byu.edu.)

2. Denk daran, dass dein Gegenüber ein Kind Gottes ist

Das klingt vielleicht abgedroschen, aber es ist wahr! Und das bedeutet, dass der Vater im Himmel dem anderen die gleiche Entscheidungsfreiheit gegeben hat wie dir, nämlich das zu glauben, was er will. Denk daran, dass Gott ihn liebt, ganz gleich, was derjenige glaubt, ja, selbst wenn er sich dafür entscheidet, die Gebote nicht zu halten. Und wir sollen unseren Nächsten ebenso lieben. Bitte Gott darum, dass du den anderen so sehen kannst, wie er ihn sieht. Vielleicht denkst du dann eher daran, worum es bei einem Gespräch eigentlich geht: die Sichtweise anderer zu verstehen und ihnen deine zu erklären.

3. Erkläre deinen Glauben ruhig und ehrlich aus deiner Sicht

Du könntest zunächst einmal etwas sagen wie: „Danke, dass du mir deine Ansicht erklärt hast. Kann ich dir meine auch erklären? Dann verstehen wir einander vielleicht besser.“ Erkläre, was du glaubst, und zwar so einfach, klar und ehrlich wie möglich. Erkläre, warum dir und den Menschen, die du lieb hast, der Glaube so wichtig ist. Bitte den anderen, dich so zu respektieren, wie du ihn respektierst. 

Elder Ronald A. Rasband hat gesagt: „Denken Sie daran, wie der Erretter mit heiklen Fragen und Ansichten umgegangen ist. Er blieb ruhig, zeigte Respekt und lehrte die Wahrheit, doch niemals zwang er jemanden, nach seiner Lehre zu leben.“(„Glaube, Fairness und Religionsfreiheit“, Liahona, September 2016.) 

4. Bleib deinem Glauben treu

Andere verstehen heißt nicht, dass wir unsere eigenen Ansichten aufgeben oder so tun sollen, als gäbe es keine Unterschiede. Das Evangelium Jesu Christi ist wirklich der einzige Weg, der zum Vater im Himmel zurückführt. Elder Oaks hat diesen wichtigen Rat erteilt: „Auch wenn wir bestrebt sind, sanftmütig zu sein und Streit zu vermeiden, dürfen wir in unserer Verpflichtung den Wahrheiten gegenüber, die wir kennen, weder Kompromisse eingehen noch sie verwässern. Wir dürfen weder unsere Standpunkte noch unsere Werte aufgeben. Durch das Evangelium Jesu Christi und die Bündnisse, die wir eingegangen sind, sind wir unweigerlich zu Mitstreitern im ewigen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum geworden. In diesem Kampf gibt es keine neutrale Zone.“ („Liebe zeigen und mit Unterschieden leben“, Herbst-Generalkonferenz 2014.)

5. Verlass dich auf den Heiligen Geist

Er kennt dich und er kennt denjenigen, mit dem du sprichst. Er kann dir helfen, deine Gedanken zu formulieren und die Meinung des anderen zu verstehen, und zwar so, dass das Gespräch friedlich und ruhig verläuft und zu einem Ziel führt. Mit der Hilfe des Heiligen Geistes kannst du in jeder Situation wissen, was du sagen oder wie du reagieren sollst (siehe 2 Nephi 32:5).

6. Hör zu und sei freundlich und liebevoll

Sei vor allem freundlich. Zeig christliche Liebe. Elder Oaks hat gesagt: „Ein Nachfolger Christi soll vorbildlich höflich sein. Wir sollen alle Menschen lieben, gute Zuhörer sein und Interesse an der aufrichtigen Überzeugung anderer zeigen. Auch wenn wir anderer Meinung sind, dürfen wir nicht unfreundlich werden. Unsere Meinung zu kontroversen Themen dürfen wir nicht im Geist des Streites äußern … 

Wenn sich unser Standpunkt nicht durchsetzt, sollen wir unerwünschte Ergebnisse freundlich hinnehmen und mit unseren Gegnern höflich umgehen. In jedem Fall sollen wir allen Menschen Wohlwollen entgegenbringen und Verfolgung jeder Art ablehnen, sei es aufgrund von Rassen- oder Volkszugehörigkeit, Glauben oder Nicht-Glauben oder unterschiedlicher sexueller Ausrichtung.“ („Liebe zeigen und mit Unterschieden leben“, Herbst-Generalkonferenz 2014.)

7. Wenn es sein muss, beende das Gespräch

Selbst wenn du versuchst, den anderen zu verstehen, und ihn respektierst, kann es sein, dass er das nicht tut. Wenn der andere nicht bereit ist, unvoreingenommen zuzuhören, kann es am besten sein, das Thema zu wechseln oder einfach wegzugehen. Bleib aber freundlich und sei bereit, das Gespräch ein andermal weiterzuführen, wenn der andere deine Ansichten wirklich verstehen will.

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