Die Menüs für LDS.org haben sich geändert. Erfahren Sie Näheres dazu. Schließen
Hauptnavigation überspringen
Menü der Website für Jugendliche

Ein Schritt in die richtige Richtung

Marissa Widdison Zeitschriften der Kirche

Das Ziel ist in Sicht. Tragen deine Entscheidungen dazu bei, dass du es erreichst?

In Lewis Carrolls Klassiker Alice im Wunderland kommt Alice an eine Weggabelung. Die Grinsekatze erscheint und Alice fragt sie: „Würdest du mir bitte sagen, welchen Weg ich von hier aus nehmen muss?“ Die Grinsekatze entgegnet: „Das hängt in erster Linie davon ab, wo du hin willst.“ Darauf antwortet Alice: „Das ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal.“ Worauf die Katze sagt: „Dann ist es doch auch ziemlich egal, welchen Weg du wählst, oder?“

Glücklicherweise müssen wir uns nicht auf erfundene Katzen verlassen, um herauszufinden, worauf es im Leben wirklich ankommt. Wir wissen, dass wir eines Tages wieder beim Vater im Himmel leben möchten, und wir haben einen Wegweiser, der uns erklärt, wie wir dorthin gelangen, nämlich die heiligen Schriften. In Moroni 10:32 (dem diesjährigen Leitgedanken für Jugendliche) werden wir beispielsweise aufgefordert: „Kommt zu Christus, und werdet in ihm vollkommen, und verzichtet auf alles, was ungöttlich ist.“

In Christus vollkommen zu werden mag ein wenig überwältigend erscheinen. Es ist jedoch eigentlich das Ergebnis kleiner Entscheidungen, die wir täglich treffen, keine große Tat, die man vollbringt. Es gibt eine einfache Aktivität, mithilfe derer du und deine Familie diesen Vorgang auf dem Weg zur Vollkommenheit erkennen könnt. Sie eignet sich wunderbar als Anschauungsbeispiel beim Familienabend.

1. Auf die Plätze …

Lest zunächst Moroni 10:32 und besprecht, was es bedeutet, auf alles zu verzichten, was ungöttlich ist. Entscheidungen, die nicht dem Willen Gottes entsprechen, führen dazu, dass wir weniger wie Christus werden. Wir verzichten hingegen auf alles, was ungöttlich ist, indem wir der Versuchung widerstehen, Schlechtes zu tun, und das vermeiden, was uns daran hindert, den Geist zu verspüren.

Wie sollen wir also stattdessen handeln? Im nächsten Teil der Schriftstelle finden wir eine Antwort: „[Liebt] Gott mit all eurer Macht, ganzem Sinn und aller Kraft.“ Wir zeigen Gott unsere Liebe, indem wir anderen Gutes tun, die Gebote halten und unsere Bündnisse mit ihm ehren.

Nehmt euch jetzt den Rest des Verses vor. Fällt dir auf, dass das Wort „vollkommen“ mehrmals darin vorkommt? Es ist unser Ziel, vollkommen zu werden. Das ist jedoch nur mit der Hilfe Jesu Christi möglich. Wenn wir zu Christus kommen, indem wir ungöttliches Verhalten durch Gehorsam und Liebe ersetzen, können wir in Christus vollkommen werden.

2. Fertig …

Jetzt ist es Zeit für die Aktivität. Am besten führt ihr diese in einem großen Raum durch. Hänge an einem Ende des Raums ein Bild von Jesus Christus auf. Ziehe einige Meter weg eine Linie, an der sich die ganze Familie nebeneinander aufstellen kann.

Außerdem braucht ihr eine Schale und viele Zettel. Teil die Zettel aus. Deine Familie soll auf jeden Zettel eine Entscheidung schreiben, die uns entweder Christus näherbringt oder von Christus entfernt. Zieht die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder in Betracht, wenn ihr die Zettel vorbereitet. Es sollen mehr Zettel mit guten Entscheidungen dabei sein als mit schlechten.

3. Los!

Legt die beschriebenen Zettel in die Schale. Jeder Mitspieler soll, wenn er an der Reihe ist, einen Zettel aus der Schale ziehen und sich dann von dem Bild von Christus wegbewegen oder sich darauf zubewegen, je nachdem, was auf dem Zettel steht. Bei guten Entscheidungen geht man einen Schritt auf das Bild zu, bei schlechten Entscheidungen einen Schritt davon weg.

Es sollten auf jeden Fall genug Zettel sein, damit jeder es bis zum Heiland schafft. Hier sind ein paar Beispiele für den Anfang:

  • Ich habe einen Klassenkameraden zur Kirche eingeladen, damit er bei meinem Unterrichten am Sonntag dabei sein konnte.
  • Ich habe mich bei Mutti bedankt, dass sie mich zum Fußballtraining gefahren hat.
  • Ich habe heute Morgen gebetet, obwohl ich beim Aufwachen sehr schlecht gelaunt war.
  • Ich habe Videospiele gespielt, anstatt vorm Schlafengehen in den heiligen Schriften zu lesen.

4. Zusammenfassung

Damit diese Aktivität so wirkungsvoll wie möglich wird, nimm am Ende nochmal Bezug auf Moroni 10:32 und andere Schriftstellen, die du zu diesem Thema findest. Bitte deine Familie, ihre Gedanken dazu zu äußern. Du könntest Fragen wie diese hier stellen, damit sich ein Gespräch ergibt:

  • Was hilft euch, Versuchungen zu widerstehen?
  • Was habt ihr in letzter Zeit gemacht, um Gott zu zeigen, dass ihr ihn liebt?
  • Wie könnt ihr einander helfen, Christus täglich ein Stück näher zu kommen?

Du brauchst noch mehr Unterstützung dabei, Gott an erste Stelle zu setzen?

Ihr könnt auch über die Themen auf den Zetteln sprechen, zu denen es in der Familie Fragen gibt.

Wenn dann jeder die Gelegenheit hatte, seine Gedanken zu äußern, könntest du den geistigen Teil mit deinem Zeugnis darüber beenden, inwiefern gute Entscheidungen dir schon geholfen haben. Damit macht ihr gemeinsam einen großen Schritt nach vorn.

Weitere Anregungen

  • Es ist immer eine gute Idee, darum zu beten, wie man denjenigen, die man unterrichtet, am besten helfen kann.
  • Suche nach passenden Zitaten aus aktuellen Ansprachen von der Generalkonferenz. Dieses hier von Elder Ulisses Soares von der Präsidentschaft der Siebziger eignet sich zum Beispiel: „Wir [vermeiden] Umwege und Kummer …, wenn wir Hand in Hand mit dem Herrn gehen.“ („Sanftmütig und von Herzen demütig“, Liahona, November 2013, Seite 10.)
  • Ihr könntet am Anfang das Lied „Herr, ich will folgen dir“ (Gesangbuch, Nr. 148) singen. 
  • Du könntest darüber sprechen, welche Rolle der Heilige Geist dabei spielt, dass wir gute Entscheidungen von schlechten unterscheiden können (siehe Moroni 7:16,17).

Fehler im Einreichungsformular. Vergewissern Sie sich, dass alle Felder richtig ausgefüllt sind, und versuchen Sie es erneut.

 
1000 verbleibende Zeichen

Anweisungen

oder Abbrechen