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Allein unter 1500 Schülern

Carolyn Lund

Ich fühlte mich völlig allein an meiner neuen Schule, aber ich lernte, dass der Herr mich liebt und mir in Zeiten der Not hilft.

Schüler strömten kreuz und quer durch die Flure, um in ihre Klasse zu gehen. In einer Highschool, die für 1000 Schüler gebaut war, waren wir mit 1500 Schülern wie zusammengepfercht. Jedes Mal, wenn es läutete, schleppte ich mich durch die Massen, fühlte mich aber ironischerweise völlig allein.

Als Elftklässlerin an einer neuen Schule fing ich an, die Highschool zu hassen. Am Anfang des Jahres bemühte ich mich sehr darum, mich anderen vorzustellen und Gespräche mit ihnen anzufangen. Aber je mehr Zeit ins Land ging, desto mehr fing ich an, mich unsichtbar zu fühlen. Ich saß für mich allein im Unterricht, sagte nie etwas und hörte schließlich auf zu lächeln.

Nur ein Jahr zuvor war ich an meiner alten Schule Klassensprecherin und Cheerleaderin gewesen, und als meine Familie sah, wie sich mein Verhalten änderte und ich – ansonsten lebhaft und begeistert – immer trauriger und unglücklicher wurde, fingen sie an, sich Sorgen um mich zu machen. Mein Vater fragte mich immer, wie es in der Schule war. Ich murmelte nur „Gut“ und ging in mein Zimmer hoch, um zu weinen. Ich schämte mich wegen meiner misslungenen Versuche, Freundschaften zu schließen und log meine Eltern an. Ich sagte ihnen nicht, dass ich lieber jeden Tag hungerte und allein in der Bibliothek lernte, statt mit meinen Klassenkameraden zu Mittag zu essen.

Inmitten dieser hektischen Masse auf dem Schulflur fühlte ich mich dem Erretter näher als je zuvor.

Gegen Ende des Schuljahres erreichte ich einen Tiefpunkt. Eines Tages überraschte ich mich selbst mit einer Antwort, die ich auf die übliche Frage meines Vaters gab. Ich sagte ihm: „Ich möchte nicht mehr zur Schule gehen. Ich hasse mein Leben.“ Als ich den Schmerz und die Sorge in seinem Gesicht sah, fühlte ich mich noch schlechter. Als ich an diesem Abend zu Bett ging, kniete ich mich nieder und schüttete dem Herrn mein Herz aus und betete länger und inbrünstiger als je zuvor. Anstatt zu beten, dass ich Freunde in der Schule finden würde, betete ich, dass mein Leben wieder lebenswert würde und ich wieder Freude verspüren könne.

Am nächsten Morgen in der Schule betete ich im Stillen um seinen Trost. Als es zur ersten Stunde läutete und die Gänge immer voller wurden, konzentrierte ich mich auf mein Gebet. Überraschenderweise schienen meine Angst und Nervosität zu schmelzen und sofort einem Gefühl der Ruhe Platz zu machen. Inmitten dieser hektischen Masse auf dem Schulflur fühlte ich mich dem Erretter näher als je zuvor. Es kam mir vor, als ob er mir seine tröstenden, verständnisvollen und beruhigenden Arme um die Schultern legte.

Im weiteren Verlauf des Jahres wandte ich mich oft an den Herrn, und auch jetzt verlasse ich mich immer noch auf ihn. Ich hatte zwar keinen großen Freundeskreis, aber ich gewann einige enge Freunde in diesem Jahr dazu – Freunde, die seitdem zu einigen meiner besten Freunde geworden sind. Im Rückblick bin ich dankbar für diese schwere Erfahrung, weil es mir den Übergang zum College erleichtert hat. Ich erfuhr, dass ich eine der kostbaren Töchter des Herrn bin und dass ich in seinen Augen unendlich wertvoll bin. Er wird immer für uns da sein, um uns in Zeiten der Verzweiflung beizustehen, und wenn wir darum beten, seine Liebe und seinen Trost zu spüren, werden wir erkennen, dass er bei uns ist.

Die Erste Präsidentschaft über das Thema Einsamkeit

„Der himmlische Vater möchte, dass ihr euch durch aufrichtiges und inständiges Beten bei ihm eincheckt. Denkt daran, dass ihr nie allein seid. Vergesst nicht, dass ihr geliebt werdet. Zweifelt nie daran, dass sich jemand aufrichtig um euch sorgt.“ (Thomas S. Monson, „Eine Zeit der Entscheidung“, Der Stern, Juli 1995, Seite 90.)

„Wir brauchen uns im Dienst des Herrn auch nie alleine oder ungeliebt fühlen, denn das sind wir niemals. Wir können spüren, dass Gott uns liebt. Der Erlöser hat uns zu unserer Rechten und zu unserer Linken Engel verheißen, die uns stützen werden [siehe LuB 84:88]. Und er hält immer sein Wort.“ (Henry B. Eyring, „Berge bezwingen“, Liahona, Mai 2012, Seite 26.)

„Sie werden Einsamkeit, Leid, Schmerz oder Entmutigung nicht endlos in sich tragen. Gott hat uns fest verheißen, dass er diejenigen, die ihr Herz ihm zuwenden, weder vergessen noch verlassen wird [siehe Hebräer 13:5]. Setzen Sie in diese Verheißung Ihre Hoffnung und glauben Sie daran. Lernen Sie, Ihren Vater im Himmel zu lieben und in Wort und Tat sein Jünger zu werden.“ (Dieter F. Uchtdorf, „Sie sind dem Herrn wichtig“, Liahona, November 2011, Seite 22.)

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