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Sei der Erste auf der Tanzfläche

David Dickson Zeitschriften der Kirche

Die Welt kann deinen guten Einfluss dringend gebrauchen, also setze Maßstäbe und schließe Freundschaften.

Keine leere Fläche ist so beängstigend wie die leere Tanzfläche bei einem Pfahl-Tanzabend. Die so harmlos anmutende, frisch gebohnerte Kulturhalle könnte ebenso gut mit gespannten Mausefallen übersät sein, die nur darauf warten, zuzuschnappen.

Irgendwie seltsam, wenn man so darüber nachdenkt, oder?

Der Raum selbst ist oft perfekt geschmückt. Dutzende oder gar Hunderte haben sich für den Abend zurechtgemacht und Zeit und Mühe investiert. Sie sehen wie aus dem Ei gepellt aus und wollen dort einen schönen Abend haben. Es läuft fetzige Hintergrundmusik. Dennoch lungern alle zu Beginn fast immer erst einmal am Rand herum. Keiner möchte der Erste sein. Alle warten darauf, dass jemand anders den Anfang macht.

Die minutenlange Unbehaglichkeit zieht sich hin, bis sich einige Mutige endlich überwinden. Dann füllt sich die leere Tanzfläche manchmal binnen Sekunden. Aber jemand muss den Anfang machen.

Warum nicht du?

Junge hockend in der Wüste

Sich entscheiden zu handeln

Elder David A. Bednar vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Als Söhne und Töchter des himmlischen Vaters wurde uns sittliche Selbständigkeit geschenkt – die Fähigkeit, unabhängig zu handeln und zu entscheiden. Da uns Handlungsfreiheit gegeben worden ist, sind wir Handelnde. Hauptsächlich sollen wir also handeln und nicht nur auf uns einwirken lassen.“ („Sie werden keinen Anstoß nehmen“, Liahona, November 2006, Seite 90; siehe auch 2 Nephi 2:26.)

Sich als Erster auf die Tanzfläche zu wagen ist nur ein einfaches Beispiel dafür, wie wir unsere Entscheidungsfreiheit ausüben und als gutes Vorbild vorangehen können. Wenn du nicht gern tanzt, dann mach dir keine Sorgen. Es gibt schier unendlich viele Möglichkeiten, wie du einen bleibenden Eindruck bei anderen hinterlassen und Gutes bewirken kannst.

„Wahrlich, ich sage: Die Menschen sollen sich voll Eifer einer guten Sache widmen und vieles aus ihrem eigenen, freien Willen tun und viel Rechtschaffenheit zustande bringen; denn die Macht ist in ihnen, wodurch sie für sich selbst handeln können. Und insofern die Menschen Gutes tun, werden sie keineswegs ihres Lohnes verlustig gehen.“ LuB 58:27,28

Fang etwas Neues an

Gelegenheiten, etwas Neues und Erbauliches zu machen, bieten sich immer und überall. Einige Jungen, die im Goblin Valley State Park (im mittleren Süden von Utah) zelten waren, hatten beispielsweise eine tolle Idee, wie sie andere am Evangelium teilhaben lassen konnten. Sie vergruben einen Schatz.

Diese neuzeitliche Schatzsuche wurde durch Geocaching möglich. Man gibt einfach eine Zahlenkombination in ein GPS oder ein Smartphone ein. So kann man den exakten Standort ausfindig machen, auch wenn dieser so entlegen ist, dass sich dort Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Beim Geocaching nimmt man in der Regel das, was man am Zielort findet, mit – normalerweise etwas Kleines, ein billiges Spielzeug etwa – und man hinterlegt etwas für den nächsten Sucher.

Diese Jungen lernten beim Zelten etwas über Geocaching. Sie wollten selbst einen offiziellen Geocache anlegen, aber er sollte eine Besonderheit haben. Anstatt kleine Gegenstände mitzunehmen und zu hinterlegen, sollten Finder Schriftstellen lesen (mitnehmen) und anstreichen (hinterlegen).

„Ich hab schon viele Geocaches gesehen, aber keinen dieser Art“, meint der 16-jährige John B., einer der Jungen.

Die Gruppe hat ein Buch Mormon genommen, und jeder der Jungen hat darin eine Lieblingsschriftstelle angestrichen und seinen Namen danebengeschrieben. John hat auch sein Zeugnis hineingeschrieben und für künftige Finder des Geocaches eine Anleitung hinterlassen.

Dann haben die Jungen das Buch Mormon in einen wetterfesten Behälter gepackt, Steine drumherum gelegt und die GPS-Koordinaten notiert. Sie hoffen sehr, dass dieser Geocache, den sie im Internet angemeldet haben, viele Jahre lang genutzt wird.

„Es hat großen Spaß gemacht“, sagt John. „So konnten wir andere am Evangelium teilhaben lassen.“

Diese Jungen gingen als Vorbild voran – sie waren sozusagen die Ersten auf der Tanzfläche. Sie haben schlicht und einfach Schriftstellen für andere angestrichen, die sie gestärkt haben, und andere dazu aufgefordert, es ihnen gleichzutun.

Einige Jungen

„Ich hab dich zum Lächeln gebracht“

Ein weiteres Beispiel von Jugendlichen, die als Vorbild vorangehen und andere stärken, finden wir in Texas. Dort wurde eine ganze Stadt zu einem schöneren Ort, als die Jungen Damen aus einer Gemeinde beschlossen, jeden um sie herum anzulächeln. Das Motto lautete „SMILE“, ein Akronym für „Surround Myself In Light Every day“ (ich umgebe mich jeden Tag mit Licht).

Mit diesem Projekt wollten sie Freude verbreiten, indem sie jeden, dem sie begegneten, anlächelten – auch sich selbst. Zwei Wochen lang haben die Mädchen sich jeden Morgen im Spiegel selbst und dann den ganzen Tag lang jeden, den sie getroffen haben, angelächelt. Es dauerte nicht lange, bis ihre Bemühungen eine ansteckende Wirkung zeigten.

„Es war einfach toll, anderen auf so simple Weise eine Freude zu machen“, meint Kelly D., 15 Jahre. „Ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich versuchte, wie Jesus zu sein und den Menschen um mich herum Zuneigung entgegenzubringen, indem ich sie anlächle.“

Wenn man jemanden anlächelt, lächelt dieser natürlich häufig auch zurück. Ihr Lächeln verbreitete sich damit in der ganzen Stadt.

Den Mädchen fiel auch auf, dass sie einen besseren Tag hatten, wenn sie sich selbst im Spiegel anlächelten. „Anfangs war es etwas seltsam, dass ich mich selbst anlächeln sollte“, gibt die 13-jährige Megan M. zu. „Aber nach einer Weile wuchs mein Selbstvertrauen.“

Mädchen mit einem gerahmten Bild, auf dem „smile“ steht

Im Laufe der zwei Wochen stellten die Mädchen fest, dass ihre kleinen guten Taten Großes bewirkten. Maisie D., 17 Jahre, fasst es so zusammen: „Ich habe erkannt, dass kleine, einfache gute Taten jemandem viel bedeuten können.“ In diesem Falle – wie so oft (siehe Alma 37:6) – bedurfte es nicht viel, „der Erste auf der Tanzfläche“ zu sein. Die Mädchen setzten sich ein einfaches Ziel, das Freude bereitete und dem sich andere anschließen konnten, um Gutes zu tun.

Menschen aus den heiligen Schriften, die mit gutem Beispiel vorangingen

Nimm dir diese Jugendlichen zum Vorbild und hab keine Angst, etwas auszuprobieren, was noch niemand versucht hat. Die heiligen Schriften sind schließlich voll von Leuten, die Großes erreicht haben, was noch nie zuvor getan wurde. Als die Jarediten Schiffe bauten, um das Meer zu überqueren (siehe Ether 2), wandte sich der Bruder Jareds an den Herrn und machte einen Vorschlag, wie die Schiffe Licht mitführen konnten. Sein Vorschlag entsprach ganz und gar nicht der normalen Vorgehensweise (siehe Ether 3).

Auch als Nephi und seine Familie ein Schiff für ihre Reise ins verheißene Land bauten, geschah dies nicht auf herkömmliche Weise. „Nun bearbeitete ich, Nephi, die Holzstämme nicht auf die Weise, wie die Menschen es lernen, noch baute ich das Schiff auf die Weise der Menschen; sondern ich baute es auf die Weise, die der Herr mir gezeigt hatte.“ (1 Nephi 18:2.)

In neuerer Zeit, nämlich beim Bau des ersten Tempels in dieser Evangeliumszeit, des Kirtland-Tempels, wurde der Ersten Präsidentschaft (Joseph Smith, Sidney Rigdon und Frederick G. Williams) offenbart, wie sie vorgehen sollten. Der Tempel sollte anders sein als jedes Gebäude, das sie je gesehen hatten.

„Aber hier ist Weisheit und die Absicht des Herrn – das Haus soll gebaut werden, aber nicht nach der Weise der Welt, denn ich gewähre euch nicht, nach der Weise der Welt zu leben; darum soll es nach der Weise gebaut werden, die ich … euch zeigen werde.“ (LuB 95:13,14.)

Die Jarediten hatten Licht für ihre Reise. Nephis Schiff brachte seine Familie sicher ins verheißene Land. Der Kirtland-Tempel war ein Segen für die Heiligen, die so hart gearbeitet und ihn gebaut hatten. Jede dieser Geschichten zeigt, dass man mit der Hilfe des Herrn, sofern es seinem Willen entspricht, Großes vollbringen kann, auch wenn man sich in dem Bereich vorher gar nicht auskannte.

Mädchen halten je einen lächelnden Papiermund vor ihren eigenen

Deine eigene Tanzfläche

Du kannst auf vielerlei Weise Gutes bewirken. Du kannst deine Freunde für die Familienforschung begeistern. Du kannst eine Lesegruppe gründen und damit andere anspornen, Medien zu lesen oder anzuschauen, die den Maßstäben im Heft Für eine starke Jugend entsprechen. Du kannst dabei mithelfen, dass weniger Schimpfwörter an deiner Schule zu hören sind. Du kannst eine Willkommensfeier für jemanden ausrichten, der in der Nachbarschaft neu ist.

Ganz gleich, für welche tollen, erbaulichen Bestrebungen du dich entscheidest, es macht meist viel mehr Freude, mitzumachen, als nur danebenzustehen und zuzuschauen.

Also wag dich nach vorn und tanze!

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