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Falsche Freunde und Katzengold

David Dickson Zeitschriften der Kirche

Wahre Freunde sind viel wertvoller als Beliebtheit.

Wäre es nicht toll, wenn du in die Schulcafeteria gehen könntest und jeder freudig deinen Namen ausrufen würde, wenn er dich sieht? Jeder will, dass du an seinem Tisch sitzt.

Auf den ersten Blick meinst du wahrscheinlich, dass es in der Schule genau so sein muss.

Jetzt stell dir vor, es gäbe einen Haken: Ganz gleich, an welchem Tisch du Platz nimmst, dort gäbe es nicht einen, mit dem du über etwas, was dich beunruhigt, sprechen kannst. Es gäbe nicht einen, dem du wirklich wichtig bist, sondern nur einen Raum voller Leute, die mit dir gesehen werden wollen.

Wäre das wirklich toll?

Der Wert wahrer Freunde

Es gibt einen großen Unterschied zwischen wahren Freunden und oberflächlichen Freunden, die nur da sind, wenn alles im Lot ist. In der Broschüre Für eine starke Jugend heißt es: „Jeder Mensch braucht gute, wahre Freunde. Sie geben uns viel Kraft und sind uns ein großer Segen.“ (2011, Seite 16.)

Da steht nicht etwa: „Jeder Mensch braucht VIELE Freunde“, sondern nur gute, wahre Freunde.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Oft entpuppt sich das, was wir als Popularität betrachten, schlichtweg als ein großer Haufen glänzendes Pyrit. Wahre Freunde sind jedoch von unschätzbarem Wert.

Gute Freunde, wenn vielleicht auch nur einige wenige, machen das Leben lebenswerter. (Ganz besonders toll ist es, wenn Familienmitglieder solche Freunde für dich sind.) Wenn du jemanden zum Reden brauchst, sind gute Freunde für dich da. Wenn du dich über ein All-you-can-eat-Buffet hermachen willst, machen deine Freunde bestimmt auch da gern mit.

Tiefe Freundschaften entstehen nur, wenn beide Seiten etwas dafür tun. In der Broschüre Für eine starke Jugend heißt es weiter: „Wer gute Freunde haben will, muss selbst ein guter Freund sein. Zeigt aufrichtig Interesse an anderen, lächelt und lasst sie wissen, dass sie euch am Herzen liegen.“ (Seite 16.)

Ihr könnt gemeinsam Spaziergänge machen, Fahrrad fahren, zu den Aktivitäten für die Jugendlichen gehen, einander bei Hobbys und Zielen anspornen. Das sind einige Möglichkeiten, wie gute Freunde für mehr Freude am Leben sorgen und uns helfen können, im Evangelium stark zu bleiben.

Dennoch kann man versucht sein, sich nicht „beliebt“ genug zu fühlen (ganz gleich, wie viele Freunde wir auch haben mögen) und seinen Stand in der Gruppe verändern zu wollen. Das ist jedoch so gut wie nie der Mühe wert.

Es ist, als würde man Katzengold sammeln.

Reingelegt!

Immer wieder hat im Laufe der Zeit ein häufig vorkommendes Mineral namens Pyrit (auch bekannt als Katzengold) die Hoffnungen derer zerschlagen, die wertvolle Zeit und Energie darauf verwendet haben, es zu sammeln.

Pyrit hat eine ähnliche Färbung wie Gold, ist aber wesentlich weniger wert. Fünfzig Gramm Gold sind in der Regel weit mehr als 1000 Euro wert. Für dieselbe Menge an Pyrit kriegt man vielleicht 1 bis 2 Euro, wenn man Glück hat.

Beim Goldrausch in Kalifornien 1849 schufteten viele Goldschürfer den ganzen Tag lang in der Sonne, füllten ihre Säcke mit dem Zeug und dachten, nun würden sie reich.

Selbst Kapitän John Smith (den ihr aus der Geschichte von Pocahontas kennt) ließ eine ganze Schiffsladung Pyrit aus Virginia nach England bringen – in dem Glauben, es sei Gold.

Alle diese Möchtegern-Schatzsucher entdeckten schließlich irgendwann, dass sie ihre Zeit sinnlos vergeudet hatten.

Echtes Gold

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Oft entpuppt sich das, was wir als Popularität betrachten, schlichtweg als ein großer Haufen glänzendes Pyrit. Wahre Freunde sind jedoch von unschätzbarem Wert.

Natürlich sollte man Freunde nicht mit Edelmetallen vergleichen, aber fragt euch mal, welcher Goldschürfer besser bedient war: Der mit 20 oder gar 100 Klumpen Pyrit oder der, dem es gelang, einen Klumpen echtes Gold zu finden?

Das soll nicht heißen, dass es besser ist, wenige Freunde zu haben. Ganz im Gegenteil! Elder Russell M. Nelson vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Bemühen Sie sich täglich darum, Ihren Bekanntenkreis zu vergrößern.“ („Sei den Gläubigen ein Vorbild“, Liahona, November 2010, Seite 48.)

Es werden wohl nicht viele von uns je wie eine Berühmtheit begrüßt werden, wenn wir einen Raum voller Menschen betreten. Das ist auch in Ordnung so.

Deshalb sollten wir stets versuchen, mehr gute Freunde zu finden. Wir müssen also mit Bedacht entscheiden, wie wir neue Freunde gewinnen wollen.

Wenn du dir aussuchen kannst, ob du einen wahren Freund finden oder 20 Leute überzeugen möchtest, wie cool du bist, damit sie sich hin und wieder mit dir abgeben, sollte dir die Entscheidung nicht schwerfallen. Ein wahrer Freund ist immer mehr wert als falsche Freunde.

Wahre Freunde bauen uns auf und lassen uns nicht vom Weg des Herrn abweichen. Elder Jeffrey R. Holland vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Nur wenn wir das Evangelium leben und den Grundsätzen des Evangeliums treu bleiben, können wahre, bleibende Freundschaften entstehen, die allem standhalten.“

Ein guter Freund nimmt sich Zeit für den anderen, versucht ihn wirklich zu verstehen und hilft ihm, glücklicher zu werden.

Es werden wohl nicht viele von uns je wie eine Berühmtheit begrüßt werden, wenn wir einen Raum voller Menschen betreten. Das ist auch in Ordnung so.

Wenn es in dem Raum allerdings auch nur einen gibt, der sich wirklich freut, dich zu sehen, der dich als wahren Freund betrachtet und den du auch als solchen ansiehst, dann bist du reich.

Berichte von einem Erlebnis

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