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Geht dir manchmal die Puste aus?

Elder Kevin W. Pearson von den Siebzigern

Aus Lehis Vision vom Baum des Lebens können wir viel darüber lernen, wie wir bis ans Ende ausharren können!

Das Ausharren bis ans Ende zeichnet einen wahren Jünger aus und ist für das ewige Leben unerlässlich. Wenn wir vor Prüfungen und Schwierigkeiten stehen, heißt es jedoch oft, dass wir einfach nur durchhalten müssen. Ich möchte ganz deutlich sagen, dass bloßes Durchhalten kein Grundsatz des Evangeliums ist. Bis ans Ende ausharren bedeutet, dass man beständig zu Christus kommt und in ihm vollkommen wird.

Treu sein bereitet uns oft Mühe

Wenn das Ausharren bis ans Ende für das ewige Leben unerlässlich ist, warum haben wir dann Mühe damit, treu zu sein? Wir haben Mühe damit, wenn wir zwischen gegensätzlichen Prioritäten feststecken. Nachlässiger Gehorsam und lauwarme Selbstverpflichtung zerstören den Glauben. Bis ans Ende ausharren erfordert völlige Selbstverpflichtung gegenüber dem Erretter und unseren Bündnissen.

Lehis Vision vom Baum des Lebens ist ein anschauliches Gleichnis für das Ausharren bis ans Ende. Bitte befasse dich gebeterfüllt mit Lehis Traum, denk darüber nach und stelle den Bezug zu dir selbst her. Betrachte dabei eingehend sechs wichtige Grundsätze, die uns helfen, bis ans Ende auszuharren.

1. Denk ans Gebet

Lehi betet

Wir beginnen damit, dass sich Lehi allein „in einer finsteren und trostlosen Öde“ befindet (1 Nephi 8:7). Jeder von uns erlebt Zeiten der Finsternis und Einsamkeit. Denk ans Gebet, wenn das Leben finster und trostlos wird (siehe „Sprachst du dein Gebet?“, Gesangbuch, Nr. 88). Bete um die Kraft, bis ans Ende auszuharren. Frag den Vater im Himmel: „Was soll ich noch tun?“

2. Komm zu Christus und werde in ihm vollkommen

Der Baum des Lebens

Im Mittelpunkt von Lehis Traum steht der Baum des Lebens. Alles deutet auf ihn. Der Baum steht für Christus, in dem sich Gottes Liebe deutlich offenbart. Die Frucht ist das unbegrenzte Sühnopfer Christi, ein eindeutiger Beweis für die Liebe Gottes. Das ewige Leben mit unseren Lieben ist süßer und begehrenswerter als alles andere. Um diese Gabe erlangen zu können, müssen wir zu Christus kommen und in ihm vollkommen werden (siehe Moroni 10:32). Er ist „der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14:6). Wir können unser Leben mit Erfolgen und guten Taten ausfüllen, aber wenn wir keine heiligen Bündnisse eingehen, um Christus nachzufolgen, und sie gewissenhaft halten, haben wir am Ende das Ziel völlig verfehlt.

Der Baum des Lebens

3. Streb im Glauben vorwärts

Es gibt einen Weg, der zum Baum des Lebens – zu Christus – führt. Er ist eng und schmal, streng und genau. Gottes Gebote sind streng, aber nicht einengend. Sie schützen uns vor geistigen und körperlichen Gefahren und verhindern, dass wir uns verirren. Gehorsam stärkt den Glauben an Christus. Glaube ist ein Grundsatz, der zum Handeln anregt und Macht verleiht. Wenn man konsequent dem Beispiel Jesu folgt, entwickelt man geistig Kraft und Leistungsvermögen. Ohne die stärkende und helfende Macht des Sühnopfers ist es unmöglich, auf dem Weg zu bleiben und auszuharren.

Menschen, die sich an der eisernen Stange festhalten

4. Das Buch Mormon ist entscheidend für das geistige Überleben

Unser Lebensweg ist eine Herausforderung. Man kann leicht abgelenkt werden, vom Weg abkommen und sich verirren. Drangsal ist ein unvermeidlicher und unentbehrlicher Teil unseres ewigen Fortschritts. Wenn du auf Widrigkeiten stößt, lass nicht zu, dass etwas, was du nicht gänzlich begreifst, alles zunichtemacht, was du weißt. Sei geduldig, halte an der Wahrheit fest; du wirst Verständnis erlangen. Prüfungen sind wie ein dichter Nebel der Finsternis, der uns den Blick trübt und uns das Herz verhärtet. Wenn wir nicht beständig am Wort Gottes festhalten (siehe 1 Nephi 8:30) und danach leben, werden wir geistig blind statt geistig gesinnt. Forsche im Buch Mormon und in den Worten der lebenden Propheten, und zwar an jedem einzelnen Tag! Das ist entscheidend dafür, dass man geistig überlebt und sich nicht täuschen lässt. Andernfalls geht man in die Irre.

5. Lass dich nicht ablenken und täuschen

Beachten heißt, etwas oder jemandem viel Aufmerksamkeit schenken. Diejenigen zu beachten, die nicht an Christus glauben, wird dir nicht dabei helfen, Christus zu finden. Wenn man auf der Suche nach Wissen das Hashtag #geräumigesgebäude eintippt, gelangt man nicht zur Wahrheit. Dort wird sie nämlich nicht gepostet. Nur der Erlöser hat „Worte des ewigen Lebens“ (Johannes 6:68). Alles andere sind bloße Worte. Das große und geräumige Gebäude symbolisiert „eitle Einbildungen und den Stolz“ (1 Nephi 12:18) der Welt – mit anderen Worten: Ablenkung und Täuschung. Es ist voller gut gekleideter Leute, denen es an nichts zu mangeln scheint. Doch sie verspotten den Erlöser und diejenigen, die ihm nachfolgen. Sie „lernen [immer und gelangen] doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit“ (2 Timotheus 3:7). Sie mögen zwar politisch korrekt sein, sind aber geistig in die Irre gegangen.

Eine Familie sitzt unter dem Baum des Lebens

6. Bleib beim Baum

Lehis Botschaft lautet, dass man beim Baum bleiben muss. Wir bleiben, weil wir zum Herrn bekehrt sind. Wenn wir Gott unser Herz hingeben, verändert der Heilige Geist unser ganzes Wesen, wir bekehren uns wahrhaft zum Herrn und haben kein Verlangen mehr nach dem geräumigen Gebäude. Wenn wir uns nicht mehr dem widmen, was eine immer tiefere Bekehrung bewirkt, machen wir in geistiger Hinsicht Rückschritt. Der Abfall vom Glauben ist die Umkehrung der Bekehrung.

Wahre Jünger erwachen weiterhin jeden Tag für Gott durch intensives Beten, ernsthaftes Schriftstudium, Gehorsam und selbstloses Dienen. Bleib beim Baum und bleib wach.

Sobald wir Bündnisse mit Gott schließen, gibt es kein Zurück. Nachgeben, Aufgeben und Nachlassen sind keine Optionen. Um erhöht werden zu können, muss man im Reich Gottes einem Maßstab für Vortrefflichkeit gerecht werden: Man muss ein tapferer Jünger sein! Es gibt keinen Platz für durchschnittliche oder gleichgültige Jünger. Durchschnittlichkeit ist der Feind der Vortrefflichkeit, und durchschnittliche Selbstverpflichtung hält einen davon ab, bis ans Ende auszuharren.

Du kannst wieder auf Kurs kommen

Falls du gerade mit etwas zu kämpfen hast, verwirrt bist oder geistig in die Irre gegangen bist, bitte ich dich dringend, das eine zu tun, was dich gewiss wieder auf Kurs bringt: Fang wieder damit an, gebeterfüllt im Buch Mormon zu lesen und nach seinen Lehren zu leben, und zwar jeden einzelnen Tag! Ich bezeuge, dass im Buch Mormon eine tiefe Macht steckt, die dein Leben verändern und deine Entschlossenheit, Christus zu folgen, stärken wird. Der Heilige Geist wird dir das Herz wandeln und dir helfen, die Dinge so zu sehen, „wie sie wirklich sind“ (Jakob 4:13). Er wird dir zeigen, was du als Nächstes tun musst.

Bis ans Ende auszuharren ist die große Prüfung eines Jüngers. Wie wir dem Herrn tagtäglich nachfolgen, bestimmt unser Schicksal in der Ewigkeit. Erwache für Gott, halte an der Wahrheit fest, halte deine heiligen Bündnisse und bleib beim Baum!

Nach einer Ansprache bei der Frühjahrs-Generalkonferenz 2015

Berichte von einem Erlebnis

Wie hältst du den Blick stets auf Christus gerichtet, um beständig bis ans Ende ausharren zu können? Berichte unten von einem Erlebnis.

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