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Wahre Freunde finden und ein wahrer Freund sein

Jugendliche aus Oxford in England erzählen, was für sie wahre Freundschaft ist.

Angefangen bei deinem besten Freund, mit dem du schon seit Kindertagen befreundet bist, bis hin zu dem neuen Mitschüler, den du gerade im Mathekurs kennengelernt hast: Es ist immer wichtig, gute Freunde zu haben! In der Broschüre Für eine starke Jugend steht: „Jeder Mensch braucht gute, wahre Freunde. Sie geben uns viel Kraft und sind uns ein großer Segen.“ (2011, Seite 16.) Aber wie findet man gute Freunde und wie erhält man eine Freundschaft aufrecht?

Wir haben Jugendliche in England gefragt, was für sie wahre Freundschaft ist. Hier erzählen sie von ihren wahren Freunden und davon, wie diese ihnen Kraft gegeben haben. Vielleicht stellst du ja fest, dass deine eigenen Freunde dir auch viel Kraft geben.

Mädchen mit hochgestreckten Armen

Was macht einen guten Freund aus?

Aaron M.: Ich finde, man sollte sich darauf freuen, sich mit seinen Freunden zu treffen! Sie sollten einem wichtig sein, und man sollte sich sicher sein, dass man ihnen auch wichtig ist. Man fühlt sich in ihrer Gesellschaft wohl und hat nicht das Gefühl, dass man sich verstellen muss.

Leighton H.: Ein guter Freund unterstützt dich und spricht dir Mut zu.

Maddy H.: Ein guter Freund ist jemand, dem du vertraust.

Rachel P.: Ich finde, ein guter Freund ist vor allem jemand, der für einen da ist, der einen unterstützt.

Emma F.: Meine beste Freundin ist immer für mich da. Sie ist von ganz allein auf mich zugegangen. Nachdem ich vom Schulunterricht befreit worden war und Hausunterricht bekam, schrieb sie mir per SMS: „Hallo, was machst du so? Wir sollten uns mal treffen!“ Zu der Zeit hatte ich nicht so viele Freunde, und so wurden wir beste Freundinnen. Sie merkt es immer, wenn ich traurig bin. Ich weiß nicht, wie sie das macht, aber irgendwie weiß sie es jedes Mal.

Wie unterscheidet sich wahre Freundschaft von Beliebtheit?

Seth H.: Bei Freundschaft geht es um eine persönliche Beziehung, bei Beliebtheit nicht. An unserer Schule werden oft diejenigen als beliebt angesehen, die supersportlich sind oder – manchmal bei den Jungs – die schon viele feste Freundinnen hatten. Aber ich glaube, man kann viele Freundschaften pflegen, die wirklich gut sind. Wenn du nett bist, bist du wahrscheinlich auch beliebt. Ich glaube, man bleibt am längsten beliebt, wenn man ein guter Freund ist.

Emma B.: Es kommt darauf an, wie man andere behandelt. Ich habe viele beliebte Leute kennengelernt, die echt nicht nett waren und die nicht sehr viele gute Freunde hatten. Auf der anderen Seite habe ich einige wirklich beliebte Leute kennengelernt, die zu allen freundlich waren. Ich glaube, darin liegt ein großer Unterschied. Es kommt einfach auf die eigene Einstellung an. Man darf auf andere nicht herabsehen, denn sie sind nicht weniger wert als man selbst.

Isaac P.: Ich glaube, wenn man gute Freunde hat, bleiben sie auch Freunde – unabhängig davon, was andere über einen denken. Das macht eine Freundschaft aus.

Grace S.: Freunde stehen zueinander und sind vertrauenswürdig.

Gruppe von Jugendlichen

Wie unterstützen dich deine Freunde?

Hannah P.: Freunde von mir sind zu den Aufführungen des Chors gekommen, in dem ich singe.

Andrew S.: Mein Freund hat mir unglaublich beim Fußball geholfen.

Bella F.: Im Religionsunterricht besuchten wir einmal ein Gemeindehaus der Kirche, und alle Missionare waren da. Das hat Spaß gemacht! Ich fand auch, es war eine wirklich gute Möglichkeit, sich gute Freunde auszusuchen, denn man konnte erkennen, wer die Religion anderer wirklich achtet. Jemand sagte zum Beispiel: „Ach, du fluchst also nicht? Also gut, dann werde ich in deiner Gesellschaft auch nicht fluchen.“ Wir redeten auch darüber, dass wir zum Beispiel keinen Kaffee trinken, und mehrere meinten: „Kein Problem, wir müssen ja nicht in ein Café gehen.“ Sie alle waren wirklich respektvoll.

Emma B.: Meine Freunde sind total offen, wenn wir über meine Religion sprechen. Sie sagen so etwas wie: „Weißt du was, ich glaube vielleicht nicht unbedingt an das, woran du glaubst, aber ich möchte deinen Glauben wirklich gern verstehen. Dann weiß ich, was du weißt und woran du glaubst, und dadurch kann ich dir helfen, stark zu bleiben.“

Calvin B.: Seit unserem Umzug habe ich an der Schule noch niemanden richtig kennengelernt. Ich kenne im Prinzip nur Leute in der Kirche. Bei den Jugendaktivitäten sind alle immer nett zu mir.

Emma F.: Nachdem wir hergezogen waren, hatte ich zunächst nicht sehr viele Freunde, die Mitglieder der Kirche waren, weil es in unserer Gemeinde nicht so viele Junge Damen gab. Bei einer Jugendtagung freundete ich mich schließlich mit einem Mädchen an, und nur deswegen kam ich dann auch zu anderen Aktivitäten. Sie stellte mich ihren Freunden vor, und so hatte ich schließlich Freunde in der Kirche. Das hat mir geholfen.

Jungen mit einem Fußball

Wie schließt du Freundschaften?

William S.: Wenn jemand einen begrüßt und man sich dann miteinander unterhält, schließt man irgendwann Freundschaft.

James P.: Ich schließe Freundschaften bei Aktivitäten. Als ich zum Beispiel in Amerika Urlaub gemacht hab, habe ich am Fußballlager der Brigham-Young-Universität teilgenommen. Dort kannte ich niemanden. Aber schon am Ende des ersten Tages kannte jeder meinen Namen. Man kann also einfach an Aktivitäten teilnehmen, gemeinsam zu Mittag essen oder einander helfen.

Seth H.: Gemeinsame Interessen helfen beim Freundschaftenschließen. Wenn man gemeinsam etwas unternimmt, entwickelt sich daraus eine Freundschaft.

Ein wahrer Freund …

Grace S.: Ein wahrer Freund ist jemand, der einen gut kennt.

Andrew S.: Ein wahrer Freund ist jemand, auf den man sich immer verlassen kann.

James P.: Wahre Freunde sind verständnisvoll.

Leighton H.: In ihrer Gegenwart fühlt man sich selbstsicher.

Calvin B.: Ein wahrer Freund unterstützt einen.

Ein Junge und ein Mädchen

Was hast du von wahren Freunden gelernt?

Aaron M.: Dass man sich selbst treu sein muss. Man findet keine echten Freunde, wenn man sich verstellt. Wenn sie deine Grundsätze nicht mögen, dann sind sie keine echten Freunde und sie sind auch nicht für dich da.

Isaac P.: Man muss ihnen zuhören. Man muss darauf achten, was sie sagen, wenn sie mit einem reden. Man soll ihnen seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und für sie da sein.

Emma B.: Ein guter Freund lädt dich ab und an zu etwas ein. Er fragt auch einfach mal, wie es dir geht oder was gerade so anliegt – nach Kleinigkeiten eben. Aber gerade auf die kommt es an.

James P.: Ich hab gelernt, dass man etwas offener sein sollte. Man kann seinen Freundeskreis um den einen oder anderen erweitern und dann weitere Freundschaften schließen. Auch dann kann man immer noch ein guter Freund sein.

Berichte von einem Erlebnis

Was hast du von wahren Freunden gelernt? Berichte unten von einem Erlebnis.

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