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Fünf Schriftstellen, die dir durch fast alles hindurchhelfen

John Bytheway

Warum widerfährt sogar guten Menschen Schlimmes?

Mit dieser Frage ringen Philosophen und Theologen schon seit Jahrhunderten. Wir haben aber vielen Philosophen und Theologen etwas voraus: Wir haben Offenbarungen – aus alter und neuer Zeit. Anstatt nur zu fragen, warum so etwas geschieht, sollten wir uns deshalb eine etwas andere Frage stellen: Was wissen wir ganz sicher?

Hier sind fünf Schriftstellen, die uns dank dessen, was wir wissen, trösten können:

1. Wir wissen, dass Gott seine Kinder liebt (1 Nephi 11:17)

Statue

In einem der ersten Kapitel im Buch Mormon stellt ein Engel dem Propheten Nephi eine schwierige Frage: „Kennst du die Herablassung Gottes?“ Die hervorragende Aussage Nephis als Antwort darauf kann uns in Zeiten der Prüfung etwas Wichtiges in Erinnerung rufen: „Ich weiß, dass er seine Kinder liebt; aber die Bedeutung von allem weiß ich nicht.“ (1 Nephi 11:16,17.)

Wir wissen nicht von allem die Bedeutung. Wir haben nicht auf alles eine Antwort und können nicht all die tragischen Ereignisse in der Welt oder in unserem unmittelbaren Umfeld erklären. Eines wissen wir jedoch, nämlich dass Gott seine Kinder liebt.

Wenn wir wirklich ohne jeden Zweifel wissen, dass Gott uns liebt, geschieht etwas Wunderbares: Wir stellen ganz andere Fragen. Anstatt zu fragen: „Warum ist mir das zugestoßen?“ oder „Warum macht sich Gott nichts aus mir?“, sagen wir uns: „Ich weiß ja, dass Gott mich liebt – aus tiefstem Herzen! Was kann ich also aus dem Erlebten lernen?“

2. Wir wissen, dass Gott das Böse in der Welt duldet (Mose 7:26-33)

In der Köstlichen Perle sieht Henoch in einer beängstigenden Vision, wie der Satan darüber lacht, dass die Welt von Finsternis überzogen ist und in Ketten liegt. (Ketten symbolisieren in den heiligen Schriften oft Gefangenschaft.) Er sieht aber auch den Herrn, der auf die sündhafte Welt herabschaut und weint.

Ein Junge liest in den heiligen Schriften

Uruguay

„Sieh diese deine Brüder; sie sind das Werk meiner eigenen Hände, und ich gab ihnen ihre Erkenntnis an dem Tag, da ich sie erschuf; und im Garten von Eden gab ich dem Menschen seine Selbständigkeit;

und deinen Brüdern habe ich gesagt und auch das Gebot gegeben, dass sie einander lieben sollen und dass sie mich, ihren Vater, erwählen sollen; aber siehe, sie sind lieblos, und sie hassen ihr eigenes Blut.“ (Mose 7:32,33.)

Ganz offensichtlich möchte der Herr, dass wir einander lieben und uns dafür entscheiden, ihm zu gehorchen. Einige tun dies jedoch nicht. Jeder Mensch auf Erden hat die Entscheidungsfreiheit, und manchmal wirkt sich das Verhalten derjenigen, die sie missbrauchen, auf viele Unschuldige aus. Der Herr sieht die tragischen Ereignisse auf der Erde jedoch und ist davon betroffen. Er weint darüber.

Viele schlimme Ereignisse geschehen gegen den Willen Gottes. Denk aber daran, dass der Wille des Menschen nur vorübergehend erfüllt wird und dass am Ende Gottes Wille geschehen wird.

3. Wir wissen, dass unser Werk noch nicht vollendet ist (Alma 14:13)

Als Alma und Amulek das Volk Ammoniha unterwiesen, waren einige davon sehr schlechte Menschen. Diese entzündeten sogar ein großes Feuer und warfen die gläubigen Frauen und Kinder in die Flammen. Amulek, der gezwungenermaßen Zeuge des schrecklichen Leids wurde, fragte: „Wie können wir dieses furchtbare Geschehen mit ansehen?“

Alma erwiderte: „Der Geist drängt mich, meine Hand nicht auszustrecken; denn siehe, der Herr nimmt sie zu sich auf in Herrlichkeit.“

Gott nahm diejenigen, die an ihn glaubten, in Herrlichkeit zu sich auf! Sie starben, aber sie gelangten an einen herrlichen Ort.

Mädchen beim Schriftstudium

Thailand

Amulek meinte: „Vielleicht werden sie uns auch verbrennen.“

Alma entgegnete: „Dies geschehe gemäß dem Willen des Herrn. Aber siehe, unser Werk ist noch nicht vollendet; darum verbrennen sie uns nicht.“ (Alma 14:10-13; Hervorhebung hinzugefügt.)

Mit anderen Worten: Lass diese Tragödie nicht dein Leben bestimmen! Du hast immer noch deine ureigene Aufgabe. Vielleicht wurdest du auch schon wie Alma und Amulek verschont, weil du dein Werk noch nicht vollendet hast!

Aber was ist mit denen, die bei solch tragischen Ereignissen ums Leben kommen? Bedeutet das nun, dass ihr Werk vollendet ist? Vielleicht ist ihr Werk auf der Erde vollendet, aber in der Geisterwelt gibt es auch noch Arbeit zu tun.

Hol also das Beste aus deinem Leben heraus. Ich glaube, der Herr wird uns dafür zur Rechenschaft ziehen, was wir aus unserem Leben gemacht haben – ganz gleich, ob wir Prüfungen haben oder nicht, ob wir heiraten oder nicht und ob unser Leben leicht ist oder nicht.

4. Wir wissen, dass das Sühnopfer nicht nur für die Sünder da ist (Alma 7:11,12)

Jesus hat nicht nur für das gelitten, was wir falsch machen, sondern auch für das, was uns widerfährt – worauf wir also keinen Einfluss haben.

Ein Mädchen liest

Deutschland

Alma hat gesagt: „Und er wird hingehen und Schmerzen und Bedrängnisse und Versuchungen jeder Art leiden … Und er wird den Tod auf sich nehmen, auf dass er die Bande des Todes löse, die sein Volk binden; und er wird ihre Schwächen auf sich nehmen, auf dass sein Inneres von Barmherzigkeit erfüllt sei gemäß dem Fleische, damit er gemäß dem Fleische wisse, wie er seinem Volk beistehen könne.“ (Alma 7:11,12.)

Die Wörter „sündigen“ oder „Sünden“ kommen in diesen beiden Versen überhaupt nicht vor. Achte aber auf die anderen Wörter, die darauf hinweisen, was Jesus außer unseren Sünden noch auf sich genommen hat: Schmerzen, Bedrängnisse, Versuchungen, Krankheiten und Schwächen. Wir müssen darauf vertrauen, dass uns das Sühnopfer hilft, persönliche Schicksalsschläge durchzustehen.

5. Eines Tages wird der Herr alles offenbaren (LuB 101:32-36)

In diesem Leben wissen wir womöglich niemals auf alles eine Antwort. Doch wer voll Glauben ist, sucht selbst inmitten von Chaos nach Antwort in den heiligen Schriften, wo sich die Antworten nicht ändern. Und eines Tages wird der Herr all unsere Fragen beantworten:

Christus-Statue

„Ja, wahrlich, ich sage euch: An jenem Tag, da der Herr kommt, wird er alles offenbaren –

das, was vergangen ist, und Verborgenes, was niemand gewusst hat, das, was die Erde betrifft, wodurch sie gemacht worden ist, und ihren Zweck und ihr Ende.“ (LuB 101:32,33.)

Denk an die verwirrenden Fragen, was die Erschaffung des Universums, die Herkunft der Dinosaurier oder das Alter der Erde anbelangt. Der Herr wird offenbaren, „was die Erde betrifft, wodurch sie gemacht worden ist, und ihren Zweck und ihr Ende“. Das ist aber nicht alles: „Höchst Kostbares, das, was oben ist, und das, was unten ist, das, was in der Erde und auf der Erde und im Himmel ist.“ (LuB 101:34.)

Die wichtigste Antwort

Vielleicht ist dir die Überschrift dieses Artikels aufgefallen: „Fünf Schriftstellen, die dir durch fast alles hindurchhelfen“.

Letztlich sind es nicht die heiligen Schriften, die uns durch Schwierigkeiten hindurchhelfen, sondern der Herr Jesus Christus, für den die Schriften Zeugnis ablegen. Er ist derjenige, der uns durch alles, aber auch wirklich alles hindurchhilft. Dank Jesus Christus können wir das Wort „fast“ streichen. Jesus hat Tod und Hölle nicht nur fast besiegt, sondern voll und ganz. Jesus hat das unbegrenzte und ewige Sühnopfer nicht nur fast vollbracht, sondern voll und ganz. Wenn es um die Macht des Erretters geht, sind die Worte in den heiligen Schriften klar und deutlich.

Er verheißt uns die Macht, alles zu überwinden, „indem ihr achtgebt und das tut, was ihr empfangen habt und was ihr später noch empfangen werdet – und das Reich ist euch vom Vater gegeben und die Macht, alles zu überwinden“ (LuB 50:35; Hervorhebung hinzugefügt).

In diesem Leben mögen wir zwar nicht alle Antworten kennen, aber der Herr kennt sie, und wir können nichts und niemandem in dieser Welt mehr vertrauen als ihm. Er hilft uns wahrhaft durch alles hindurch.

Berichte von einem Erlebnis

Welche Schriftstellen schenken dir in schweren Zeiten Hoffnung? Berichte unten von einem Erlebnis.

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