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Wie kann ich immer an ihn denken?

Larry M. Gibson Erster Ratgeber in der Präsidentschaft der Jungen Männer

Wie wir den Sabbat heilighalten ist ein äußeres Zeichen unseres Versprechens, immer an Jesus Christus zu denken.

Ich weiß noch, wie mein Bischof, als ich elf Jahre alt war, mich andächtig in die Kapelle geleitete und sich mit mir vor den Abendmahlstisch setzte. Er sagte: „Larry, du weißt, dass du bald zum Amt eines Diakons im Aaronischen Priestertum ordiniert werden wirst. Ist dir bewusst, was für eine besondere Segnung und Aufgabe das ist?“ Er erklärte mir, dass ich die heilige Pflicht haben würde, wie der Erretter selbst die heiligen Symbole des Abendmahls an die Gemeinde auszuteilen. Die erhabene Bedeutung dieser Priestertumsaufgabe, die mir anvertraut werden sollte, beeindruckte mich zutiefst.

Mein Bischof forderte mich auf, die beiden Abendmahlsgebete auswendig zu lernen und darüber nachzudenken, was für eine Rolle sie in meinem Leben spielten. Er erklärte, dass ich mich bemühen müsse, das zu tun, wozu wir alle in den Abendmahlsgebeten aufgefordert werden, wenn ich stellvertretend für den Erlöser anderen das Abendmahl reichen sollte. Als ich wieder zu Hause war, schlug mein Vater mit mir die Abendmahlsgebete auf, sowohl im Buch Lehre und Bündnisse (20:76-79) als auch im Buch Mormon (Moroni 4; 5). Zum ersten Mal in meinem Leben las ich sie aufmerksam durch. Ich hörte genau zu, wenn sie in der Kirche gesprochen wurden. Ich dachte über die Worte nach, während das Brot ausgeteilt wurde, doch erst als das Wasser gesegnet wurde und ich die Worte hörte: „dass sie wahrhaftig immer an ihn denken“, wurde mir deutlich bewusst, was der Bund, den wir beim Abendmahl eingehen, alles umfasst. Ich fragte mich: „Denke ich wirklich immer an ihn? Was bedeutet immer ? Wie kann ich immer an ihn denken?“ Jedes Mal, wenn ich die heiligen Abendmahlsgebete höre, gehen mir wieder diese Fragen durch den Kopf.

Wie wir den Sabbat heilighalten ist ein äußeres Zeichen des Versprechens, das wir dem Vater geben, nämlich immer an Jesus Christus zu denken. Der Sonntag soll die Grundlage dafür bilden, dass wir die übrigen sechs Wochentage an den Erlöser denken.

Der Sonntag ist dazu da, dass wir das Tempo drosseln, innehalten und an den Herrn denken. Wir besuchen die Versammlungen, denken über unsere Segnungen, unsere Stärken und unsere Unzulänglichkeiten nach, bitten um Vergebung, nehmen vom Abendmahl und sinnen darüber nach, welches Leid der Heiland für uns ertragen hat. Wir bemühen uns, uns von nichts ablenken zu lassen, was uns davon abhielte, den Herrn zu verehren, denn er hat gesagt, dass wir „an diesem Tag … nichts anderes tun“ sollen (LuB 59:13). Alles, was wir am Sonntag unternehmen, soll mit der inneren Haltung, immer an Christus zu denken, in Einklang stehen. Wenn wir irgendwann an einem Sonntag einmal irgendetwas tun, was uns daran hindert, an den Heiland zu denken und am Sonntag dem Nächsten so zu dienen, wie er es tun würde, sollten wir unser Tun überdenken. Denkt daran, dass der Sonntag nicht nur dazu bestimmt ist, dass wir von unserer Arbeit ruhen, sondern auch dazu, dass wir „dem Allerhöchsten [unsere] Gottesverehrung … entrichten“ (siehe LuB 59:10).

Wir müssen so planen, dass wir keine Entschuldigung dafür haben, die Heiligkeit des Tags des Herrn zu irgendeinem Zeitpunkt zu vernachlässigen. Es ist ein Tag, an dem wir mit seinem Werk befasst sein sollen, ein Tag, der sich auf unser ganzes Leben segensreich auswirken kann und an dem wir – allein und mit unserer Familie – durch heilige Erlebnisse neue Kraft schöpfen. Es ist ein Tag, an dem wir unseren Geist erweitern.

Nehmt euch heute Zeit dafür, einen gut durchdachten Plan aufzustellen, was ihr tun wollt, damit ihr den Sonntag als einen heiligen Tag verbringt. Haltet euch dann an euren Plan.

Denkt daran, was der Herr denen, die den Sabbat heilighalten, Wunderbares verheißen hat: „Und insofern ihr dies alles mit Danksagung tut, mit fröhlichem Herzen und Angesicht, … so gehört euch die Fülle der Erde.“ (LuB 59:15,16.) Können wir es uns leisten, uns und unserer Familie diese Segnungen vorzuenthalten?

Ich glaube daran, dass es wichtig ist, den Sonntag heiligzuhalten. Ich gebe eindringlich und demütig Zeugnis, dass die Sabbatheiligung ein Gebot Gottes ist, der lebt und der uns alle liebt. Und ich bezeuge: Wenn wir das göttliche Gebot befolgen, den Sonntag heiligzuhalten, wird uns der Herr dafür segnen und wird uns führen und inspirieren, sodass wir für alle Probleme, die sich uns stellen, eine Lösung finden.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Januarausgabe 2014 der Zeitschrift Liahona.

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