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Ich bin wütend, weil sich meine Eltern haben scheiden lassen. Wie kann ich ihnen vergeben?

„Meine Eltern haben im Tempel geheiratet, doch nun sind sie geschieden. Ich bin wütend, weil sie unsere Familie kaputtgemacht haben. Wie soll ich ihnen vergeben?“

Es ist sehr schmerzhaft, wenn sich die Eltern scheiden lassen. Es bricht einem schier das Herz. Da ist es ganz normal, dass man wütend und verletzt ist und das Gefühl hat, dass einem etwas fehlt. Wenn du jedoch in solch negativen Gefühlen verharrst, hält dich das von Frieden und Heilung fern. Denk stets daran, dass Jesus Christus, der für all unsere Sorgen und Sünden gelitten hat, gewillt ist, jedem von uns zu vergeben. Auch wir sollten daher unseren Mitmenschen vergeben.

Vergebung ist ein Vorgang, der Zeit braucht. Sei geduldig mit dir selbst, wenn du dich um Liebe, Vergebung und Verständnis für deine Eltern bemühst und dafür betest. Verlier nicht die Hoffnung. Wenn man vergibt, verspürt man Frieden und Glück. Darauf kannst du dich freuen!

Viele Jugendliche haben Ähnliches durchgemacht. Lies sieben Vorschläge deiner Altersgenossen dazu, wie du, auch wenn sich deine Eltern scheiden lassen, Frieden finden kannst.

1. Bete um Verständnis

Als meine Eltern sich scheiden ließen, war das für meine Geschwister und mich wirklich schlimm. Es dauerte mehrere Jahre, bis ich meinem Vater vergeben konnte. Ich musste die heiligen Schriften zu Rate ziehen und von ganzem Herzen beten. Ich sprach sogar mit einem Psychologen. Dann betete ich darum, meinen Vater verstehen zu können. Da gingen mir die Augen auf, und ich verstand ihn. Das half mir, geheilt zu werden. Ich war imstande zu vergeben, und ich war von den Ketten befreit, die mich so lange niedergedrückt hatten. Ich weiß, dass der Erlöser das Sühnopfer wirklich vollbracht hat. Der Herr liebt uns und wird uns nie ohne Trost zurücklassen.

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2. Denk daran, dass deine Eltern dich lieb haben

Ich habe genau dasselbe durchgemacht und weiß, wie schwer das ist. Es ist wichtig zu verstehen, dass deine Eltern zwar einander vielleicht nicht mehr lieben, aber dich lieben sie immer noch, weil du ihr Kind bist. Setz dein Vertrauen in den Vater im Himmel. Er hat uns geboten, allen Menschen zu vergeben. Er kennt dich und hat einen Plan für dich. Wenn wir weiterhin würdig leben, können wir selbst dann, wenn unsere Familie hier auf der Erde vielleicht zerrüttet ist, die Verheißung auf eine ewige Familie empfangen. Das weiß ich.

Ashley W., 17, Texas

3. Zeig deine Liebe

Denk daran, wie sehr du deine Eltern liebst. Erinnere dich an den vielen Spaß, den ihr gemeinsam hattet, bevor sie sich getrennt haben. Sprich mit ihnen über diese Zeit und unternimm etwas mit deiner Mutter und auch mit deinem Vater. Spiel etwas mit ihnen und zeig ihnen, dass du sie liebst.

Sierra J., 15, Idaho

Vergebung heilt Wunden

„In vielen Familien sind Gefühle verletzt worden und man ist nicht bereit zu vergeben. Es kommt wirklich nicht darauf an, was die Ursache war. Doch sie kann und soll nicht bestehen bleiben, um keinen weiteren Schaden anzurichten. Vorwürfe halten die Wunden offen. Nur Vergebung heilt sie.“

Präsident Thomas S. Monson, „Verborgene Keile“, Liahona, Juli 2002, Seite 20f.

4. Denk daran, dass du deine Einstellung bestimmen kannst; entscheide dich dafür, auf Gott zu vertrauen, und bemühe dich, das Gute zu sehen

Versuch doch mal, dich in deine Eltern hineinzuversetzen. Wenn du nicht versuchst, ihre Situation zu verstehen, wird es dir sehr schwer fallen, ihnen zu vergeben. Vertrau darauf, dass Gott einen Plan für dich und deine Familie hat. Dazu gehört, dass wir in diesem Leben geprüft werden, damit wir lernen und Fortschritt machen können. Manchmal können wir zwar nicht die Umstände, aber doch zumindest unsere Einstellung bestimmen. Wenn es auch nicht leicht sein mag, versuch immer das Gute in deinen Eltern zu sehen, und denk darüber nach, wie du ihnen helfen kannst.

Elder Caten, 20, Argentinien-Mission Córdoba

5. Hol dir Hilfe von anderen

Mir ist es gelungen, die Scheidung meiner Eltern durchzustehen und ihnen zu vergeben, weil alle um mich herum mir geholfen haben. Meine Freunde, Führungsbeamten, Geschwister und Verwandte haben mir geholfen, das alles durchzustehen. Mit ihrer Unterstützung konnte ich nach vorne blicken und weitermachen.

Geena C., 18, New Mexico

6. Leg die Verbitterung ab

Verbittert zu sein ist schädlich und widerspricht den Lehren der Kirche. Bete zum Vater im Himmel, faste und lies in den Schriften, um Antworten zu erhalten. Wenn du an der Verbitterung festhältst, gewährst du dem Satan Einlass. Er will deine Familie zerstören, weil er weiß, wie wichtig die Familie im Plan unseres Vaters im Himmel ist.

Carol M., 14, Honduras

7. Bemüh dich um den Heiligen Geist

Erstens: Niemand ist vollkommen – mit Ausnahme unseres Herrn Jesus Christus. Ich würde versuchen, die Situation aus dem Blickwinkel deiner Eltern zu sehen. Wähle einen günstigen Zeitpunkt und sprich mit ihnen. Kritisiere deine Eltern nicht wegen dem, was sie getan haben. Zweitens werden bei derartigen Schwierigkeiten viele Menschen verbittert. Bemüh dich daher, den Heiligen Geist bei dir zu haben. Vernachlässige das persönliche Schriftstudium nicht und bete jeden Tag.

Ashley P., 15, Utah

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