Die Menüs für LDS.org haben sich geändert. Erfahren Sie Näheres dazu. Schließen
Hauptnavigation überspringen
Menü der Website für Jugendliche

Gehst du kaum mit anderen aus? Du bist nicht allein

Heiligen der Letzten Tage im Teenageralter erscheint das Miteinander-Ausgehen heutzutage womöglich recht kompliziert. Hier sind ein paar Gedanken und Tipps, um das Ganze ins rechte Licht zu stellen.

Du bist ein Mitglied der Kirche, du bist 16 Jahre alt und kannst jetzt anfangen, in Gruppen mit anderen auszugehen (siehe Für eine starke Jugend, 2011, Seite 4). Doch aus irgendeinem Grund gehörst du zu den vielen in dieser Altersgruppe, die keine Verabredungen haben. Warum das so ist? Nun, die Gründe können in zwei Grundkategorien unterteilt werden, nämlich 1. „Ich will einfach mit niemandem ausgehen“ und 2. „Ich möchte ausgehen, aber es gibt Sachen, die mich daran hindern“. Betrachten wir diese beiden Gruppen einmal näher.

Ich will einfach mit niemandem ausgehen

Jugendliche in dieser Gruppe haben verschiedene Gründe, warum sie sich mit niemandem verabreden möchten. Vielleicht bereiten sie sich darauf vor, bald auf Mission zu gehen, und wollen sich nicht ablenken lassen. Möglicherweise fühlen sie sich dabei einfach nicht wohl oder sind noch nicht bereit für Verabredungen. Tatsache ist, dass nicht jeder Jugendliche unbedingt mit anderen ausgehen muss.

Vergesst allerdings nicht, dass so etwas von Vorteil sein kann. In der Broschüre Für eine starke Jugend heißt es: „Ihr [könnt] dabei zwischenmenschliche Fertigkeiten erwerben und entfalten, Freundschaften schließen [und] Spaß haben.“ (Seite 4.)

Auch wenn ihr nicht ausgehen möchtet, solltet ihr deshalb das andere Geschlecht natürlich nicht völlig meiden. Haltet nach Möglichkeiten Ausschau, wie ihr Freundschaften schließen und die zwischenmenschlichen Fertigkeiten erlernen könnt, die man durch Verabredungen entwickelt (zum Beispiel gibt es die gemeinsamen Aktivitäten der Jungen Damen und Jungen Männer, Jugendtagungen und andere Aktivitäten, bei denen ihr in einem angenehmen Rahmen Leute kennen lernen könnt), denn „wenn ihr [dann] erwachsen werdet“, sollte es eines „eurer wichtigsten Ziele [sein], einen Partner zu finden und zu heiraten“ (Für eine starke Jugend, Seite 5).

Ich möchte ausgehen, aber es gibt Sachen, die mich daran hindern

Einige Hindernisse in Hinblick auf Verabredungen gab es immer schon, andere sind neu und in jeder Kultur anders. Betrachten wir einmal sieben weit verbreitete Hindernisse und schauen, ob es dafür Lösungen gibt.

1. Es gibt niemanden in meiner Umgebung, mit dem ich ausgehen könnte.

Das ist natürlich nicht buchstäblich der Fall, es sei denn, ihr lebt mitten in einer riesigen Wüste oder so. Also was ist das eigentliche Problem?

Ihr schaut euch vielleicht um und es mangelt stark an jemandem, mit dem ihr ausgehen könntet, „der hohe sittliche Grundsätze hat und in dessen Gesellschaft ihr euch an eure Grundsätze halten könnt“ (Für eine starke Jugend, Seite 4). Obwohl das recht unwahrscheinlich ist, ist es, falls das wirklich zutrifft, wahrscheinlich die richtige Entscheidung, sich nicht zu verabreden.

„Wenn du alt genug bist, solltest du Verabredungen haben. Es ist gut, wenn junge Männer und junge Frauen einander kennen und schätzen lernen. Es ist gut, wenn du zu Sportveranstaltungen, Tanzabenden und Picknicks gehst und all das tust, was junge Leute gern tun. Wir ermuntern unsere jungen Leute, sich miteinander zu verabreden. Wir legen euch nahe, euch hohe Maßstäbe für Verabredungen zu setzen.“ – Präsident Boyd K. Packer

Meist haben jedoch viele Teenager, die der Kirche angehören, den Eindruck, sie können sich nur mit den wenigen anderen Teenagern verabreden, die in ihrer Umgebung auch der Kirche angehören, weil andere Teenager eure Absichten womöglich missverstehen (siehe Hindernis 2 und 3) und man müsste vieles erklären, was vielleicht peinlich ist, damit sie verstehen, welche Ratschläge Teenager, die der Kirche angehören, in Hinblick auf Verabredungen erhalten, und diese akzeptieren. Wenn ihr euch in einer solchen Lage befindet, könnt ihr auf zweierlei Weise damit umgehen: 1. verabredet euch mit guten Bekannten in einer Gruppe und achtet darauf, dass jeder mit denselben Erwartungen herangeht, oder 2. verabredet euch nicht, aber schließt mit verschiedenen Leuten Freundschaft und habt bei sinnvollen Unternehmungen Spaß. Wenn ihr euch mit euren Eltern, Führern und dem himmlischen Vater beratet, werdet ihr geführt und könnt gute Entscheidungen treffen.

2. Bei uns bedeutet „miteinander ausgehen“ oder mit jemandem „gehen“, dass man eine körperliche Beziehung hat, und ich möchte nicht so einen Ruf haben.

Vielerorts sehen Jugendliche, wenn sie in der Schule den Korridor entlang laufen, wie viele ihrer Mitschüler sich umarmen, küssen und so weiter. Derjenige, der an ihnen vorbei läuft, fühlt sich dann vielleicht unwohl. Aber für Teenager, die der Kirche angehören, werden Verabredungen dadurch etwas Peinliches, weil solches Verhalten oft von Pärchen erwartet wird. Wenn ihr zum Beispiel anderen erzählt, dass ihr mit jemandem ausgegangen seid, nehmen sie vielleicht an, dass du eine körperliche Beziehung mit dem anderen eingegangen bist.

Was kann man da tun? Am besten erzählt ihr allen von euren Maßstäben, damit niemand einen falschen Eindruck von euch und demjenigen, der mit euch ausgeht, erhält. Ihr könnt natürlich auch einfach mit niemandem ausgehen, aber selbst dann sollten die Leute wissen, an welche Maßstäbe ihr euch haltet. (Siehe auch Hindernis 3.)

3. Miteinander ausgehen, wie es in der Kirche gang und gäbe ist (mit verschiedenen Leuten ausgehen), gibt es hier in der Gegend nicht. Hier hat man eine Beziehung. Man bekommt hier einen schlechten Ruf, wenn man mit verschiedenen Leuten ausgeht.

Das ist nicht so einfach. In vielen Teilen der Welt gibt es den kulturellen Trend, dass es beim Umgang zwischen Jungen und Mädchen im Teenageralter vor allem um „Beziehungen“ geht. Wenn ihr jemandem erzählt, dass ihr die eine Woche mit einer Person A ausgegangen seid und einige Wochen später mit einer Person B, dann könnte euer Gegenüber demnach meinen, dass ihr Person A betrügt oder dass ihr eure Partner wechselt wie eure Unterwäsche. Was kann man da machen?

Ihr könnt versuchen, es den anderen zu erklären und so ihre Einstellung und Bewertung zu verändern (zeigt ihnen vielleicht den Abschnitt „Miteinander ausgehen“ in der Broschüre Für eine starke Jugend). Ihr könnt Verabredungen auch einfach so handhaben, wie es euch geraten wurde, und die Kommentare der anderen ignorieren. Ihr solltet aber auf jeden Fall darauf achten, dass alle wissen, an welche Maßstäbe ihr euch haltet, ob ihr nun mit anderen ausgeht oder nicht. Euer guter Ruf sollte nicht in Frage stehen. Wenn ihr dann beschließt, mit jemandem auszugehen, ist es weniger wahrscheinlich, dass getuschelt wird.

4. Niemand fragt mich.

So empfinden Mädchen häufig. Ihnen wird gesagt: „Üblicherweise ergreift der Junge die Initiative. Er bittet das Mädchen, mit ihm auszugehen, und plant etwas für die gemeinsame Zeit.“ (Für eine starke Jugend, Seite 4.) Manchmal hat man den Eindruck, dass nicht viele Jungen sich mit Mädchen verabreden oder dass sie nur mit bestimmten Mädchen ausgehen. Lasst nie zu, dass diese Gedanken Einfluss auf euer Selbstwertgefühl haben. Es mag schwer sein, wenn sich niemand mit euch verabredet, aber es spiegelt nicht euren Wert wieder. Manche Jugendliche wollen einfach nicht mit anderen ausgehen. Daher dürft ihr es euch nicht zu Herzen nehmen, wenn sie sich nicht mit euch verabreden. Natürlich können Mädchen hin und wieder Jungen um eine Verabredung bitten. Ihr könnt also zum Beispiel gemeinsam mit anderen Mädchen etwas für eine Gruppe planen, um einfach den Stein ins Rollen zu bringen. Was auch immer geschieht, als Kind Gottes seid ihr von ewigem Wert, ob sich andere nun mit euch verabreden oder nicht.

Geht nur mit jemandem aus, der hohe sittliche Grundsätze hat und in dessen Gesellschaft ihr euch an eure Grundsätze halten könnt. … Plant etwas Ungefährliches, Schönes und Preisgünstiges, wobei ihr einander kennenlernen könnt.“ – Für eine starke Jugend

5. Ich bin zu schüchtern.

Schüchternheit ist für viele Menschen ein sehr reales und manchmal lähmendes Gefühl. Wenn ihr eure Schüchternheit überwinden wollt, damit ihr das Selbstvertrauen aufbringt, euch zu verabreden, gibt es einige Möglichkeiten. Denkt daran, dass ihr ein Kind Gottes seid, und bittet ihn um Hilfe. Denk auch daran, tief durchzuatmen und andere anzulächeln. Außerdem müsst ihr bereit sein, euren inneren Schweinehund zu überwinden und zu üben. Macht es in kleinen Schritten und gebt nicht auf. Ihr könnt aufgeschlossener werden.

6. Verabredungen sind zu teuer.

In der Broschüre Für eine starke Jugend werdet ihr dazu angehalten, etwas Preisgünstiges zu planen (siehe Seite 4). Mancherorts ist es jedoch zur Norm geworden, dass Verabredungen in formellen Rahmen stattfinden und aufwendig – und somit teuer – sind. Das muss nicht so sein (siehe Hindernis 7).

Elder Dallin H. Oaks vom Kollegium der Zwölf Apostel hat einmal den junge Alleinstehenden einen Rat gegeben, der auch für Teenager gilt: „Was eine Verabredung ist und was dazugehört, hat sich … so stark gewandelt, dass man sie sich schlichtweg nicht mehr leisten kann. Ich konnte beobachten, wie dieser Trend bei unseren jüngeren Kindern Einzug hielt. Aus unerfindlichem Grund dachten die Jungen an der Schule, sie müssten für eine Verabredung etwas ganz Raffiniertes oder Exotisches veranstalten, vor allem wenn es um so etwas wie einen Ball ging, und die Mädchen dachten, sie müssten das in ähnlicher Form erwidern. Außerdem musste die Verabredung stets irgendwie ins Geld gehen. …

All dies hat das Verabreden erschwert. Je ausgefallener und je teurer ein Rendezvous wird, desto weniger Verabredungen gibt es. … Vorbei die Zeiten, in denen noch Ihre Eltern, ich und Ihre Großeltern durch einen plumpen, billigen Telefonanruf zusammenkamen. … Eine billige Verabredung … kann man oft wahrnehmen, und sie wirkt auch nicht beängstigend, da sie keine längerfristige Bindung erahnen lässt.“ („Dating versus Hanging Out“, Ensign, Juni 2006, Seite 12f.)

7. Es macht so viel Mühe, sich als Gruppe zu verabreden. Man muss die Gruppe zusammenstellen, Leute fragen, planen, was man unternehmen will, und so weiter.

Manchmal entsteht dieser Eindruck aufgrund von unrealistischen Erwartungen, wie eine Verabredung zu sein hat (siehe Hindernis 6). Manchmal kann es jedoch ziemlich abschreckend sein, so viel Mühe hineinzustecken, nur um in einer Gruppe auszugehen. Es muss aber nichts Kompliziertes sein. Ihr könnt euch zum Beispiel einfach zu einem Spieleabend treffen. Wenn ihr meint, es ist die Mühe wert, dann nur zu. Auch wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, versucht es doch einmal. Diese Erlebnisse werden euch in irgendeiner Form auf die Zukunft vorbereiten, und vielleicht habt ihr ja sogar richtig Spaß dabei.

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Februarausgabe 2014 der Zeitschrift New Era.

Fehler im Einreichungsformular. Vergewissern Sie sich, dass alle Felder richtig ausgefüllt sind, und versuchen Sie es erneut.

 
1000 verbleibende Zeichen

Anweisungen

oder Abbrechen