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Wetten, dass …?

Shelby Rampton

Die Wette war vielleicht nicht ernst gemeint, aber ich nahm sie dennoch an.

Ich stand etwas unter Stress. Für eine große Schulveranstaltung sollte ich wie auch einige andere ausgewählte Schüler eine Art Biografie einreichen, die vor der gesamten Schule vorgelesen werden würde. Was wollten andere denn überhaupt über mich wissen? Ich war nicht so beliebt wie die anderen, die man auch ausgewählt hatte. Interessierte sich überhaupt irgendjemand für mich?

„Shelby, du bist doch ein lustiger Typ. Sei einfach du selbst“, meinte mein Kumpel Sammy.

Dann stimmte Derek mit ein: „Du spricht doch ständig über deine Kirche. Schreib doch etwas darüber.“

Shelby Rampton

„Klar. Ich könnte ja jedem ein kostenloses Exemplar des Buches Mormon anbieten“, sagte ich im Scherz. „Das wär doch mal was.“

Alle lachten und wetteten, dass ich nicht den Mumm dazu hätte.

Ich kritzelte etwas auf ein Blatt und reichte es ein.

Schon bald war es so weit. Mir war immer noch flau im Magen. Ich hing am Wochenende nicht mit den beliebten Schülern ab. Die meisten anderen, die man nach vorne bitten würde, waren schon mehrmals ausgewählt worden. Für sie war das Ganze nichts Neues.

Die Aula füllte sich. Der Schulsprecher begann, die ausgewählten Schüler nach vorn zu holen und vorzustellen. Einer nach dem anderen stand auf und ging nach vorn, während etwas über ihn vorgelesen wurde.

Dann war ich an der Reihe. Nervös stand ich auf und ging mit dem Mädchen, das mich begleitete, nach vorn. Die Anspannung war unerträglich. Gleich würde der Ansager zu dem Teil mit dem Buch Mormon kommen. Wie würden alle reagieren? Was würden die Schüler über mich sagen?

Schließlich hörte ich, wie der Ansager vorlas: „Mit am wichtigsten ist Shelby seine Kirche. Wenn irgendjemand ein kostenloses Exemplar des Buches Mormon haben möchte, könnt ihr ihn einfach fragen. Er besorgt euch gern ein Exemplar.“

Einige lachten. Ich stellte mir vor, wie die Schüler bei sich dachten: „Jetzt fängt er schon wieder damit an! Ständig redet er über seine Kirche.“

Doch zu meinem Erstaunen nahmen drei Mitschüler mein Angebot tatsächlich an. In der Woche darauf kamen drei Kumpel zu mir und fragten, ob sie ein Exemplar des Buches Mormon haben könnten.

Ich besorgte jedem eines und fragte sie, ob sie sich gern mit den Missionaren treffen würden. Nur Joel willigte ein.

Joel kam von da an ein paar Mal die Woche zu mir nach Hause, um sich mit den Missionaren zu treffen. Das war echt toll. Die Missionare waren großartige Lehrer. Das, worüber sie sprachen – der Abfall vom Glauben, die Wiederherstellung und das Buch Mormon –, war einfach total schlüssig. Joel schien das auch so zu sehen.

Eines Tages kam das Gespräch auf die Taufe. Die Missionare sahen Joel an und fragten: „Joel, wirst du dem Beispiel unseres Erretters, Jesus Christus, folgen und dich von jemandem, der die wahre Priestertumsvollmacht innehat, taufen lassen?“

O nein! Meine Gedanken rasten. Was hatte ich nur getan? Die Missionare hatten Joel gerade gefragt, ob er sich taufen lassen möchte. Was würde er sagen oder denken? War dies das Ende unserer Freundschaft?

Doch dann sagte Joel: „Darüber habe ich in letzter Zeit viel nachgedacht. Ja – ja, ich möchte das.“

Ich war hocherfreut über das, was ich da hörte. Joel nahm auch weiterhin die Lektionen bei mir zuhause durch und ließ sich schließlich taufen.

Wenn ich zurückdenke, wünschte ich, ich wäre in der Schule ein besserer Missionar gewesen. Es ist so einfach. Ich habe einfach nur mal gefragt, ob jemand ein Buch Mormon haben möchte. Drei Mitschüler nahmen das Angebot an, und einer ließ sich taufen.

Es kann ganz einfach sein, anderen vom Evangelium zu erzählen, doch es ist auch eine Fähigkeit, die wir nur entwickeln, wenn wir beten, uns mit den heiligen Schriften befassen, mit erfahreneren Mitgliedern sprechen und schlicht und einfach üben.

Wir müssen um solche Gelegenheiten beten und dann dem Geist folgen und unseren Mund auftun, wenn sich Gelegenheiten ergeben.

Nachdem ich miterlebt habe, wie aufregend Missionsarbeit sein kann, möchte ich mein ganzes Leben lang anderen vom Evangelium erzählen.

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