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Bereite dich schon jetzt aufs Elternsein vor

Neill F. Marriott Zweite Ratgeberin in der Präsidentschaft der Jungen Damen

Vier einfache Punkte, die du schon jetzt beachten kannst, um einmal eine glückliche, gläubige Familie zu haben

Stell dir dich selbst einmal in zwanzig Jahren vor. Wie sieht dein Zuhause wohl aus? Kannst du es vor deinem geistigen Auge sehen? Zeigt ihr einander eure Liebe? Ist der Geist in deinen vier Wänden zu spüren? Du kannst jetzt schon auf das Zuhause hinarbeiten, das du dir für die Zukunft erträumst. Stell dir deine Kinder vor. Sind sie stark im Evangelium? Sind sie glücklich? Was für ein Vater oder eine Mutter bist du? Es kann schwierig sein, so weit vorauszuschauen.

Du denkst vielleicht: Wozu soll ich jetzt schon über Kinder und mein künftiges Zuhause nachdenken? Ich hab noch nicht einmal das Seminar abgeschlossen oder noch nicht einmal damit angefangen!

Die Entscheidungen, die du heute triffst, wirken sich nicht nur auf deine Zukunft aus, sondern auch auf die Zukunft deiner Kinder.

Doch die Entscheidungen, die du heute triffst, wirken sich nicht nur auf deine Zukunft aus, sondern auch auf die Zukunft deiner Kinder. Deshalb ist es wichtig, jetzt schon die Zukunft im Blick zu haben. Wenn du deinen Kindern beibringen willst, wie sie glücklich sein können, musst du jetzt lernen, wie man glücklich ist. (Schau mal in den Artikel „Wie man Freude findet“.) Wenn du deine Kinder unterweisen willst, dann musst du jetzt darauf achten, was du in deinen Kopf oder in dein Herz lässt. Der Gedanke, sich jetzt schon auf das Elternsein vorzubereiten, mag fast erdrückend erscheinen, aber das muss er nicht sein. Ich möchte dir vier einfache Punkte ans Herz legen, mithilfe derer du die Mutter oder der Vater werden kannst, der du gern wärst.

1. Bau eine Beziehung zum Vater im Himmel auf

Ein Mann, der betet

Erstens: Bau eine Beziehung zum Vater im Himmel auf. Dazu musst du täglich aufrichtig zu ihm beten, durch ernsthaftes Schriftstudium mehr über ihn erfahren und ihm deine Liebe dadurch zeigen, dass du die Gebote hältst, den Richtlinien aus der Broschüre Für eine starke Jugend folgst und bewusst und mit Ehrfurcht am Abendmahl teilnimmst. Dann nehmen dein Vertrauen, dein Glaube und dein Zeugnis zu, und du bekehrst dich schließlich und erkennst, dass wir wahrhaftig einen Vater im Himmel haben.   Dir wird dann auch viel klarer, dass die Versprechen, die du abgelegt hast, und die Segnungen, die Gott verheißen hat, wirklich etwas mit deinem Leben zu tun haben.

Wenn du dem Vater im Himmel einen hohen Stellenwert in deinem Leben einräumst, bist du nicht nur eher willens, um Führung zu beten, sondern auch um seine Liebe. (Dazu passt der Artikel „Alles roger!“. Darin wird erklärt, warum beten siegen bedeutet.) Das ist anfänglich nicht leicht, aber wenn du es ausprobierst und dich an ihn wendest, erkennst du langsam aber sicher seine Liebe und Führung in deinem Leben, und dein Zeugnis vom Evangelium wächst weiter.

2. Beobachte deine Familie

Ich möchte dir gern etwas vorschlagen. Schreib diese Fragen in dein Tagebuch und denk darüber nach:

  • Was haben mein Vater oder meine Mutter gesagt oder getan, was mich zum Guten verändert hat?
  • Wie haben sie das geschafft?
  • Inwiefern hat das Dienen in der Familie unsere Familienbande gestärkt?
  • Was macht meine Familie glücklich?
  • Was für ein Mensch möchte ich sein, wenn ich einmal Kinder habe?
  • Wie kann ich Vorstellungen und Vorschläge am klarsten kommunizieren?
Eine Familie

Behalte diese Fragen im Hinterkopf und beobachte deine Familie. Was funktioniert gut und was nicht? (Dies ist keine Aufforderung an dich, zu urteilen. Sei einfach objektiv und ehrlich zu dir selbst.)

Erwarte nicht, dass deine Familie perfekt ist. Das ist sie nämlich nicht. Niemandem ist geholfen, wenn du nur auf Fehler und Unvollkommenheiten achtest. Konzentriere dich stattdessen darauf, was deine Familie gut macht, und übe das, was du aus den Antworten auf die obigen Fragen erkannt hast.  

Wenn du bemüht bist, stets Gutes zu tun, wirst du bestimmt einen positiven Einfluss auf deine Familie ausüben. Und erkennst du erst einmal die guten Seiten an deiner Familie, hast du eine solide Grundlage für gute Gewohnheiten, die du einmal in deiner künftigen Familie einführen kannst.

3. Halte Ausschau nach Gelegenheiten, das Evangelium zu lehren

Mädchen schauen auf ein Tablet

Du wirst immer wieder Gelegenheit haben, das Evangelium zu lehren – sowohl in formellem Rahmen als auch ganz informell. Manchmal lehrst du durch dein Beispiel. Ein andermal sollst du vielleicht eine Ansprache in der Kirche halten oder eine Lektion für den Familienabend vorbereiten. Du könntest also, ohne es überhaupt zu merken, jeden Tag das Evangelium lehren. Es gibt wohl keinen besseren Weg, wie du dich auf das Elternsein vorbereiten könntest!

Halte nach Gelegenheiten Ausschau, bei denen du mit den Menschen um dich herum über Gott sprechen kannst, ohne wie ein Moralapostel zu wirken oder anmaßend zu sein. Und ehe du dich versiehst, sprichst du ganz von alleine in alltäglichen Situationen mit anderen über Gott. (Mehr dazu findest du im Artikel „Ganz natürlich über das Evangelium sprechen“.)

4. Sei ein interessierter Zuhörer

Als ich noch ein kleines Mädchen war und auch meine ganze Jugend über, kam mein Vater jeden Abend in mein Zimmer und fragte mich, wie mein Tag gewesen war. Ich kann mich kaum noch an etwas von dem erinnern, was ich ihm erzählt habe, doch ich weiß noch, dass er immer zugehört hat. Er zeigte mir, dass er mich lieb hatte und sich deshalb Zeit für mich nahm. Ich bewunderte meinen Vater dafür und vertraute auf das, was er sagte. Allein dadurch, dass er gütig war und sich für mich interessierte, gab er mir das Gefühl, ich sei der wichtigste Mensch auf Erden.

Ein Junge und ein Mädchen

Lerne, wie du dich mit den Menschen um dich herum anfreunden kannst, und schenk ihnen etwas Zeit. Manch ein Freund muss vielleicht einen Witz oder ein Kompliment hören. Ein anderer braucht einen Rat, Ermutigung oder Zuspruch. Manchmal braucht man einfach jemanden, der zuhört. Entwickle eine gute Wahrnehmungsgabe. Achte auf die Gefühle deiner Mitmenschen. Du brauchst diese Art von Sensibilität, wenn du einmal Kinder hast.

All das kannst du jetzt schon üben. Nimm dir Zeit für deine Familie und deine Freunde. Leg die elektronischen Geräte und anderes, was dich ablenkt, beiseite. Mach das einzig und allein aus dem Grund, weil du ihnen Aufmerksamkeit schenken möchtest. Damit meine ich kein beiläufiges „Hallo“ im Flur oder ein „Wie geht‘s?“ auf dem Weg zur Tür hinaus. Nimm dir die Zeit, aufrichtige, wohlüberlegte Fragen zu stellen, und hör zu, wenn man dir antwortet. Du wirst überrascht sein, wie schnell du dich mit anderen anfreundest und wie viel du über sie erfährst. (Schau dir dazu den Artikel „So bist du ein guter Freund“ an.)

Die Zukunft beginnt jetzt

Jetzt denk noch einmal an das Zuhause, die Familie, das Leben, das du dir für deine Zukunft vorstellst, und stell dir dieselben Fragen, die du schon zu deiner jetzigen Familie aufgeschrieben hast. Dich erwartet so viel! Wenn du später eine glückliche, gläubige Familie haben möchtest, dann ist jetzt die Zeit, dich darauf vorzubereiten. Jetzt ist die Zeit, dein Bestes zu geben.

Berichte von einem Erlebnis

Wie willst du dich darauf vorbereiten, einmal Mutter oder Vater zu sein? Berichte unten von einem Erlebnis.

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