Jugendliche meistern den allerersten Pioniertreck in Mikronesien

Sarah Harris Church News

Jugendliche in Mikronesien lernen bei einer Tour durch den Dschungel etwas über Glauben, Opfer und die Kraft, Schweres zu schaffen.

Mikronesische Jugendliche zogen beim Pioniertreck vom 18. bis 20. Juli Schlepptragen aus Bambus auf einer schmalen Straße durch den Dschungel von Pohnpei.

Der Treck fand unter anderem anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Kirche in Pohnpei statt. Pohnpei ist eine gut 320 Quadratkilometer große Insel, die über 4000 Kilometer östlich der Philippinen liegt.

„So einen Treck hat es noch nie gegeben. Viele haben gemeint, das wird ziemlich schwer“, erzählt Heinrich S., ein junger Mann, der am Treck teilgenommen hat. „Etwas, was mir half, bis heute durchzuhalten, waren die Zeugnisse der Erwachsenen und der anderen Jugendlichen in der Gruppe.“

Die 90 Jugendlichen und 40 Führungsbeamten wanderten jeden Tag acht bis elf Kilometer und hatten nach der dreitägigen Tour fast 30 Kilometer zurückgelegt.

„Ich wollte spüren, was die Pioniere durchgemacht haben“, berichtet Denirose T., eine Junge Dame, die ebenfalls mit dabei war. „Ich wollte die Wunder sehen, die die Jugendlichen erleben. Außerdem wollte ich mit den anderen Jugendlichen zusammen sein und eine Menge aus dem Treck lernen.“

Jugendliche messen sich beim Spiel mit Reifen;
Foto mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gebiets Asien Nord

Am ersten Abend des Trecks lauschten die Jugendlichen Pioniergeschichten und hatten dabei Eiswürfel in der Hand. Die Eiswürfel sollten sie an das eisige Winterwetter erinnern, dem viele der Pioniere ausgesetzt waren. Zum Treck gehörten auch Pionierspiele und Dienstprojekte an den Schulen, wo die Gruppe übernachtete. Außerdem wurde das Mormonenbataillon nachgestellt und ein Fluss überquert, wobei die Jungen die Mädchen hilfsbereit hinübertrugen.

„An diesem Fluss ist mir klar geworden, wie verbunden sich alle auf dem Treck gefühlt haben. Immerhin haben die Jungs ein ganz schönes Opfer gebracht, damit wir diesen schwierigen Teil des Trecks hinter uns bringen können“, betont Lucy L., eine Junge Dame, die auch mitgemacht hat. „Ich finde, die Kirche fördert Liebe. Sie haben es nicht als Last empfunden, sondern uns gerne geholfen.“

Die Jungen halfen mit, die Mädchen über den Fluss zu tragen; Foto mit freundlicher Genehmigung des Gebiets Asien Nord

Elder Kazuhiko Yamashita, Generalautorität-Siebziger und Mitglied der Präsidentschaft des Gebiets Asien Nord, besuchte die Jugendlichen am zweiten Tag des Trecks zusammen mit seiner Frau Tazuko. Sie hielten an dem Abend eine Andacht ab und ermunterten darin die Jugendlichen, auf den Heiligen Geist zu hören, als ob er ihr eigener Liahona wäre.

„Bemüht euch von ganzem Herzen um Führung vom Vater im Himmel, wenn ihr über eure Zukunft nachdenkt und Entscheidungen für die Zukunft fällt“, legte Elder Yamashita ihnen ans Herz. „Bittet ihn voll Glauben um den Heiligen Geist, damit er euch zeigt, was ihr tun sollt.

Schwester Yamashita erzählte, wie sie dem Geist gehorchte, als sie sich entschied, auf Mission zu gehen. Lucy sagt, dass ihr Bericht sie inspiriert hat, auch eine Mission zu erfüllen.

Elder Yama­shita be­grüßt Ju­gend­li­che;
Foto mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung des Gebiets Asien Nord

„Schwester Yamashita war hin- und hergerissen, ob sie auf Mission gehen sollte, aber der Herr hat ihr geholfen und nach ihrer Mission war sie glücklich“, fährt Lucy fort. „Ich sehe es jetzt so, dass ich mich nicht um alles andere sorgen muss. Wenn ich dem Herrn wirklich dienen möchte, kann er mir helfen, das weiß ich.“ (Lies den Artikel „Missionsvorbereitung: Vorschläge für Junge Damen“.)

Obwohl der Treck schwierig war, ist Lucy dankbar, dass sie teilnehmen und mit der Hilfe des Herrn bis zum Schluss durchhalten konnte.

Lucy betont: „Vor dem Treck hatte ich nicht den Glauben, dass ich so etwas schaffen könnte. Jetzt kann ich sagen, dass mein Glaube gestärkt worden ist, weil ich teilgenommen habe.“

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