Schließen
Hauptnavigation überspringen
Menü der Website für Jugendliche

Das Seminar beginnt um sieben

Dean B. Clement

Es gibt nichts Schwierigeres, als sein warmes Bett zu verlassen. Warum mache ich also beim Seminar am frühen Morgen mit?

5:44 Uhr Ich fliege durch frische Luft über üppige, grüne Wälder und endlose Flüsse. Alles ist so friedlich.

5:45 Uhr Tüt! Tüt! Tüt! Ich bin hellwach. Blitzschnell schießt meine Hand aus dem Kokon aus Decken hervor und haut auf die Schlummertaste meines ersten Weckers. Ich verbarrikadiere mich unter den Decken und schlafe wieder ein. Was ist mit den Flüssen geschehen? Ich versuche, weiterzufliegen, aber ohne Erfolg. …

5:54 Uhr Tüt! Tüt! Tüt! Erschrocken komme ich wieder zu mir und drücke erneut die Schlummertaste. Ich versuche meine unglaublich schweren Augenlider zu öffnen. Alles ist dunkel und verschwommen. Ist es hier drin immer so neblig? Ich schreibe heute eine Deutscharbeit. Ich muss heute Abend auf Arbeit die Regale befüllen. …

6:03 Uhr Tüt! Tüt! – Ich haue wieder auf die Schlummertaste. Das Seminar beginnt um sieben. Ich muss heute im Sport achtmal 200 Meter sprinten. Axel möchte, dass ich meinen Job aufgebe und mich dort bewerbe, wo er arbeitet. …

6:12 Uhr Tüt! Tüt! – Ich haue wieder drauf. Werde ich in Axels Laden eingestellt, wenn ich meinen jetzigen Job kündige? Gibt es keine Auflistung aller bisheriger Arbeitsstellen? Ich bin furchtbar müde. …

6:21 Uhr Tüt! Tüt! Bitte nicht mehr klingeln. Iiih, meine Zahnspange schmeckt nach Leim. Morgen muss ich den Englischaufsatz abgeben. Aber was ist, wenn ich ihn nicht gut genug finde? Ist schon einmal jemand gestorben, weil er versucht hat, aufzustehen? Ich glaube, dass ich vielleicht der erste sein könnte. …

Ein Junge kratzt sich an der Seite

 

6:30 Uhr Ringelingeling! Ich haue auf den Ausschaltknopf meines zweiten Weckers. Jetzt muss ich echt aufstehen. Ich bin ein Morgenmuffel. Es gibt nichts Schwierigeres, als sein warmes Bett zu verlassen. Warum mache ich also bloß beim Seminar um sieben Uhr morgens mit?

Ich stolpere aus dem Bett und steige unter die Dusche.

6:35 Uhr Ich bin angezogen und kämme meine Haare.

Eine Junge isst aus einer Schüssel

6:41 Uhr Ich schütte Frühstücksflocken in eine Schüssel. Wie kann ich ihnen nachher bei der Arbeit sagen, dass ich kündigen möchte? Möchte ich überhaupt kündigen?

6:45 Uhr Ich bin fertig mit Zähneputzen. Auf dem Weg zu meinem Truck tun die ganze Zeit meine Beine weh. Was ist, wenn sie heute Nachmittag nach dem sechsten 200-Meter-Lauf abfallen? Würden die Trainer mich trotzdem noch zweimal laufen lassen?

6:48 Uhr Ich sitze in meinem kalten, lauten, alten Truck, der Motor stottert. Ich kann ihn bis 6:52 Uhr warm laufen lassen. Ich schließe die Augen, verschränke meine Arme und neige den Kopf.

Ein Junge betet in seinem Auto

Ich bete im Stillen. Ich sitze im zitternden Truck und bitte um Gesundheit, Erfolg für meine Kurse und im Sport, dass mich der Heilige Geist begleitet und dass ich nett zu allen bin, denen ich begegne.

Das Zittern lässt nach. Im Auto ist es immer noch kalt, aber mir ist jetzt wärmer – zumindest innerlich – und ich bin innerlich ruhiger geworden.

6:52 Uhr Genau abgepasst. Ich fahre über eine Ampelkreuzung nach der anderen – allesamt grün.

6:56 Uhr Ich parke auf dem Parkplatz gegenüber vom Seminargebäude, springe aus dem Wagen, überquere rasch die Straße und husche hinein.

Ein Junge begrüßt jemanden

6:58 Uhr Ich gehe in die Klasse und die Wärme, die ich beim Beten empfunden habe, wird noch stärker. Mein Lehrer begrüßt mich mit einem warmen Händedruck. „Na, wie gehtʼs? Schön, dass du da bist!“

„Es ist schön, hier zu sein“, erwidere ich und ein Lächeln breitet sich auf meinem vom Kopfkissen zerknitterten Gesicht aus. Der Englischaufsatz, die Deutscharbeit, das Lauftraining, die Arbeit, die morgentliche Müdigkeit – all meine Sorgen und Befürchtungen – bleiben draußen in der Kälte. Ich bin sicher, dass sie nach dem Unterricht wiederkommen, aber das ist okay. Denn dann werde ich dafür bereit sein.

Und dann erinnere ich mich – deshalb habe ich mich für das Seminar um sieben entschieden. Es gibt nichts Besseres, als den Tag so zu beginnen.

Wie das Seminar ein tolles Erlebnis wird

Möchtest du beim Seminar noch mehr mitnehmen? Hier findest du 8 Tipps fürs Seminar.

„Wenn die Möglichkeit besteht, nehmt am Seminar teil.“ – Präsident Thomas S. Monson Video: Präsident Monson erklärt, wie das Seminar Leben verändern kann

Warum wir uns für das Seminar entscheiden

„Wenn ich zur Schule gehe, fühlt sich das oft so an, als ob ich in den Kampf ziehe. Bevor ich beim Seminar mitgemacht habe, bin ich in der Regel mürrisch in die Schule gegangen und hatte dann meistens einen furchtbaren Tag. Nachdem ich mit dem Seminar angefangen habe, war es, als hätte ich plötzlich eine Rüstung, und ich konnte in der Schule den Geist verspüren. Ich habe auch bemerkt, dass andere um mich herum, die nicht der Kirche angehören, sich jetzt mehr an meinem Beispiel ausrichten. Das war mir ein Zeugnis, welch ein Segen das Seminar ist!“ – Miranda J. aus Rhode Island

„Wir danken dem Vater im Himmel oft für das Seminar und dafür, dass es uns ein Ort der Ruhe vor dem Schulalltag ist. Für uns ist es eine heilige Stätte, weil wir gemeinsam mehr über Christus erfahren und einander bestärken, voller Liebe nach den Geboten zu leben.“ – Seminarklasse aus Colorado

„Ich stehe an heiliger Stätte, wenn ich beim Seminar bin und die Lehren und das Evangelium Jesu Christi aufsauge. Das Seminar hat dazu beigetragen, mein Leben zu ändern!“ – Johan H. aus Utah

Berichte von einem Erlebnis

Inwiefern bereichert das Seminar dein Leben? Klicke unten auf Berichte von einem Erlebnis.

Fehler im Einreichungsformular. Vergewissern Sie sich, dass alle Felder richtig ausgefüllt sind, und versuchen Sie es erneut.

 
1000 verbleibende Zeichen

Anweisungen

oder Abbrechen