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Mit Andersgläubigen gemeinsam dienen

Jill Hacking Zeitschriften der Kirche

Socken, Kreide, Laubrechen und vieles mehr – es gibt viele Ideen, die die hier vorgestellten Freunde verschiedener Glaubensrichtungen umsetzen, um aus ihrer Umgebung einen saubereren, fröhlicheren und besseren Ort zu machen.

Als der 15-jährige Ryan Q. aus Missouri vor ein paar Jahren sein Adlerscout-Projekt beendete, wollte er die große Freude, die mit dem Dienst am Nächsten einhergeht, unbedingt weiterhin verspüren. Er glaubte einfach nicht, dass seine Arbeit schon getan war. „Ich hatte ganz klar den Eindruck, dass in meiner Nachbarschaft nach wie vor freiwillige Helfer gebraucht werden“, erzählt Ryan. „Und ich sah, dass dort insbesondere Jugendliche für den Dienst am Nächsten gebraucht wurden.“ Einige seiner Freunde, mit denen er gemeinsam Hausunterricht bekommt, sahen das ähnlich. „Ein Freund und ich haben zu zweit damit angefangen, aber mittlerweile sind wir immer so 10 bis 15 Leute bei einem Projekt.“ Die Jugendlichen kommen aus verschiedenen familiären Verhältnissen und haben unterschiedliche religiöse Überzeugungen, aber sie alle eint der Wunsch zu helfen.

Drei Jahre nachdem sie sich zum ersten Mal zusammengeschlossen haben, geht es in ihrer konfessionsübergreifenden Dienstprojektgruppe immer noch fleißig weiter. Ryan und seine Freunde arbeiten mit örtlichen Organisationen wie der Seniorenhilfe und Umweltschutzgruppen zusammen, damit sie wissen, was vor Ort gebraucht wird. Dann planen sie während des Schuljahres jeden Monat ein Projekt und führen es voller Begeisterung durch. Sie machen alles Mögliche: Gärten in Ordnung bringen, Bäche saubermachen, Niedergeschlagene trösten und Hungrige speisen.

 

Tieren helfen

„Mein Lieblingsprojekt war das in einem Tierheim“, sagt die 17-jährige Jessica M., die an metaphysische Spiritualität glaubt. „Wir haben alles, was Tiere so brauchen, mit herangeschafft. Und dann durften wir mit den Katzen spielen!“ Sie machten auch die Käfige sauber und gingen den Angestellten zur Hand, wofür diese äußerst dankbar waren. „Das Beste an dieser Gruppe ist, dass wir Freunde treffen und Tieren und Menschen helfen“, erklärt Jessica.

Die liebsten Freunde

„Ich besuche auch gerne die alten Leute, die in Einrichtungen für betreutes Wohnen leben. Mit ihnen verstehe ich mich wirklich gut“, erzählt Jessica weiter. „Wir unterhalten uns, erzählen Geschichten oder singen, während Ryan oder jemand anders Klavier dazu spielt.“

Die Jugendlichen besuchen die älteren Menschen in der Nachbarschaft oft und gern. „Zu Weihnachten waren wir in einem Heim für Alzheimerkranke“, berichtet Ryan. „Jeder von uns hat sich mit einem Bewohner hingesetzt und ihn besser kennengelernt. Wir haben zusammen gebastelt und Weihnachtslieder gesungen. Alle Jugendlichen haben den Geist verspürt und wollten den Besuch unbedingt wiederholen!“

Bei einer anderen Gelegenheit brachten sie den Bewohnern einer anderen Einrichtung für betreutes Wohnen „warme Kuschel-Cupcakes“ mit – Kuschelsocken, die sie in Form von Cupcakes aufgerollt hatten. 

„Dabei feierten wir auch den 101. Geburtstag einer Bewohnerin“, erzählt Ryan. „Es hat uns viel Freude bereitet, mit den Bewohnern zu sprechen, über ihre Witze zu lachen und aus ihren Lebenserfahrungen zu lernen. Eine Frau war 103 Jahre alt und beschäftigte sich immer noch liebend gern mit Kreuzworträtseln auf ihrem iPad – und zwar zusammen mit ihrer Freundin, die 102 Jahre alt war!“

Freundliche Botschaften mit Kreide

Auf der Suche nach einem kleinen preisgünstigen Projekt mit großer Wirkung kam die Gruppe auf die Idee, sich Straßenkreide zunutze zu machen. Sie holten sich bei der Stadt die Genehmigung ein und machten sich an die Arbeit. „Wir gingen in die Stadt und schrieben mit Kreide freundliche Botschaften auf den Bürgersteig“, berichtet Isabelle C., eine 15-jährige Lutheranerin. „Als wir fertig waren, ließen wir etwas Kreide dort liegen und schrieben ‚Füg etwas hinzu‘ auf den Boden, damit auch andere ein paar freundliche Worte hinschreiben konnten. Das war mein Lieblingsprojekt, weil ich wusste, dass unsere Botschaften anderen ein Lächeln auf die Lippen zaubern würden. Und sie brachten mich zum Lächeln!“

Weiter erzählt sie: „Am besten an unserer Dienstprojektgruppe finde ich, dass wir durch das, was wir tun, Menschen in Not helfen. Auch finde ich es richtig schön, dass wir in der Gruppe Freundschaften untereinander knüpfen können. Unsere Gruppe ist hervorragend dazu geeignet, feste, dauerhafte Freundschaften aufzubauen. Wir sind alle Teenager, denen der Dienst am Nächsten am Herzen liegt. Wir freuen uns, wenn wir anderen helfen können.“

Im Dienst Christi

Ryan macht sich schon Gedanken darüber, wie man sonst noch Dienst am Nächsten leisten könnte. „Wir haben dieses Jahr hauptsächlich Dienstprojekte durchgeführt, an denen sich nur Jugendliche beteiligt haben. Nächstes Jahr sollen sich aber auch Familien beteiligen können. Außerdem versuche ich, mehr Projekte zu finden, bei denen wir direkt mit Menschen zusammenarbeiten können. Wir haben festgestellt, dass wir bei solchen Aktivitäten den Geist und die Freude, die das Dienen bringt, am stärksten verspüren.“

Ryan sagt weiter: „Dies ist wirklich eine hervorragende Gelegenheit, mit Andersgläubigen zusammenzukommen und Gutes zu tun. Durch den Dienst am Nächsten fühlen wir uns alle im Dienst Christi verbunden.“

Jetzt bist du dran!

Hast du Lust, selbst eine Dienstprojektgruppe zu gründen – und dafür zu sorgen, dass sie am Ball bleibt? Ryans Rat: Such dir eine Gruppe, der du bereits angehörst. Halte nach Gleichgesinnten Ausschau. „Unsere Hausunterrichts-Gruppe bot die idealen Bedingungen dafür, dass wir unsere Dienstprojekte starten konnten. Aber diese Voraussetzungen kann es überall geben – in der Ballettschule, im Fußballverein, wo auch immer. Hauptsache, alle haben die gleichen Grundwerte und möchten Freundschaften schließen – dann wächst die Gruppe.“

Berichte von einem Erlebnis

Was sind deine Vorschläge für Dienstprojekte? Berichte unten von einem Erlebnis.

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