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Jugendliche bei der Arbeit

David Dickson Church Magazines

Jede Arbeit hat etwas Großartiges zu bieten. Diese sechs Jugendlichen sprechen darüber, warum harte Arbeit so viel mehr bringt als nur den finanziellen Verdienst.

Es ist schon traurig, dass man monatelang Jobanzeigen durchforsten kann, ohne auch nur auf eine einzige zu stoßen, in der jemand als Süßigkeitentester gesucht wird. Ebenso erstaunlich ist es, dass es kaum Jobs als Teilzeit-Testfahrer angeboten werden.


Doch zum Glück kann jede Arbeit interessant und lohnend sein, auch wenn es anfangs nicht so scheint.


In der Broschüre Für eine starke Jugend steht: „Arbeiten ist ehrenhaft. Wer arbeiten gelernt hat, kann in der Welt, in der wir leben, einen Beitrag leisten.“ (2011, Seite 40.)


Durch Arbeit verdient man das benötigte Einkommen, sie bringt Lebenserfahrung und man erwirbt wertvolle Fertigkeiten. Jede Arbeit hat etwas zu bieten. Elder Neal A. Maxwell (1926 – 2004) vom Kollegium der Zwölf Apostel hat gesagt: „Ob man nun Neurochirurg, Förster, Mechaniker, Landwirt, Lehrer oder sonst etwas wird, ist eine Frage der Neigung und nicht des Prinzips.“ („‚Stemmt die Schulter an das Rad‘“, Der Stern, Juli 1998, Seite 42.)


Also geht es bei der Arbeit, die du während deiner Jugend verrichtest, ob bezahlt oder um etwas für deine Familie oder das Gemeinwesen zu tun, nicht darum, um was für eine Arbeit es sich handelt, sondern darum, dass du den Wert der Arbeit erkennst und merkst, dass du einen Beitrag für die Allgemeinheit leisten kannst. Hier erzählen einige Jugendliche, denen ihre harte Arbeit zugutegekommen ist, ein paar Sachen, die sie gelernt haben.


Ein toller Babysitter


Schon mit 12 Jahren ist Emma L. jemand, mit dem man im Babysittergewerbe rechnen muss. Sie hat einen Lebenslauf und Visitenkarten parat. Sie hat die Babysitter-Prüfung beim amerikanischen Roten Kreuz abgelegt. Sie hat eine gut gefüllte Preis-Box mit Kleinigkeiten für die Kinder, auf die sie aufpasst. Und sie hat so viele Kunden, dass sie babysitten gehen kann, so oft sie will. 


„Es ist wirklich eine sehr schöne Arbeit“, meint Emma. „Ich habe schon immer kleine Kinder gemocht.“


Ehe sie als Babysitterin anfing, bezahlte sie von ihrem Ersparten einen zweitägigen Babysitter-Kurs, der vom Roten Kreuz angeboten wurde. Ihr war es wichtig, zunächst ihre Fertigkeiten zu entwickeln, bevor sie sich an die eigentliche Arbeit machte. Sie sagte sich: „Wenn man schlampig arbeitet, bekommt man keinen zweiten Auftrag.“


Auf der anderen Seite war Emma überzeugt, wenn man gute Arbeit ablieferte, dürfe man nicht nur wiederkommen, sondern man werde auch weiterempfohlen. Dadurch gewinnt sie immer mehr Kunden. „Es ist einfach, wenn man mit einer Familie anfängt und man ein guter Babysitter ist“, sagt sie. „Man fängt klein an und arbeitet sich hoch.“


Dank ihrer Arbeit als Babysitter eignete sich Emma noch weitere Fertigkeiten an. Beispielsweise weiß sie jetzt, wie man zankende Kinder beruhigt. „Ich habe Geduld gelernt, eine gute Sache“, sagt sie.


Sie hat gelernt, ihre Arbeit zu genießen – das ist wichtig, egal wie alt man ist. „Ich habe gern glückliche Kinder um mich herum“, meint Emma. „Ich mag es, ihnen zu helfen.“


Der Rasenmäher und Unkrautvernichter 


Wenn sich ein lästiges Unkraut tief im Blumenbeet versteckt hat und sich sicher fühlt, weil es ja nur ein Teenager ist, der das Gras mäht – und er ja eh nur oberflächlich arbeitet –, dann gehtʼs dem Kraut schnell an den Kragen, wenn der 13-jährige Nathan D. mit dem Rasenmäher loslegt.


Nathan begann 2012 damit, den Rasen seiner Nachbarn zu mähen. Er weiß, wie man Kunden bei der Stange hält. Seine Philosophie ist, den Job nicht nur gut zu machen, sondern auch noch die Extrameile zu gehen.


Wenn er den Rasenmäher ausschaltet, schaut er sich den Rasen nochmal ganz genau an. „Man muss einfach sicherstellen, dass alles tipptopp ist, dass man nichts übersehen hat“, rät er anderen, die auch an Rasenpflege interessiert sind.


Danach ist es Zeit für ein bisschen Mehrarbeit. „Bevor man ‚Auf Wiedersehen‘ sagt, sollte man nochmal schauen, ob man zusätzlich eine Kleinigkeit erledigen kann, die nicht viel Zeit kostet“, sagt Nathan. Ein bisschen Unkraut jäten gehört zu seinen Lieblingsarbeiten.


Weil er natürlich auch Einnahmen hatte, hat Nathan gelernt, mit Geld umzugehen. Mittlerweile mäht er schon seit fast zwei Jahren Rasen, dadurch konnte er sich Kleidung für die Schule kaufen und auf eine Mission sparen.


Ein Unternehmen aus dem Boden stampfen


Nicht viele Jugendliche bekommen die Gelegenheit, mit ihren Eltern ein kleines Unternehmen zu starten. Aber als die 15-jährige Blythe G. und ihre Mutter eine Stoffpuppe für die jüngere Schwester gemacht hatten, hatten sie so viel Spaß dabei, dass sie beschlossen, weiterzumachen. „Wir fingen an, Puppen zu verkaufen“, berichtet Blythe. Außerdem verschenken sie jeden Monat eine Puppe an ein krankes Kind.


Blythe, eine echte Künstlerin, hat Freude an ihrem Anteil an der Arbeit. „Meine Hauptaufgabe ist es, die Gesichter der Puppen zu malen“, sagt sie. Darüber hinaus hat sie weitere Talente entwickelt. „Ich habe viel über Marketing gelernt“, erklärt Blythe.


Sie hat auch nähen gelernt. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, sagt sie. „Jetzt kann ich alles Mögliche machen.“ In der Tat hat Blythe ihre Fertigkeiten an der Nähmaschine schon sinnvoll eingesetzt. Nachdem sie und ihre Mutter immer mehr Puppen verkauften, nahmen sie auch Stofftiere mit ins Sortiment auf. Blythe hat selbst einige der Stofftiere entworfen, die sie jetzt verkaufen.


Dieses kleine Geschäft hat Blythe und ihre Mutter einander nähergebracht. „Ich finde es toll, dass ich das gemeinsam mit meiner Mutter machen kann“, meint sie. „Meine Mutter ist meine beste Freundin.“


Anderen Jugendlichen, die einen Job anfangen wollen, rät Blythe: „Macht euch an die Arbeit! Es gibt vieles, was ihr nicht in der Schule lernen könnt, sondern nur, wenn ihr rausgeht und etwas macht.“


Musik, Geld und Missionsvorbereitung


Die letzten vier Jahre hat Brandon R., 17, Geld, was er hätte ausgeben können, für eine Mission gespart. Gleichzeitig ist er einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachgegangen: Klavierunterricht geben. „Es gefällt mir, anderen zu helfen, Musik zu machen, was eine wunderbare Gabe ist“, sagt Brandon.


Brandon hat schon mit zwei Jahren mit dem Musikunterricht anfangen. Derzeit hat er Schüler im Alter von 6 bis 15 Jahren. Er freut sich sehr, ihren Fortschritt und ihre Freude am musizieren zu beobachten.


„Als ich anfing, Klavierunterricht zu geben, lief ein Schüler gleich weg“, berichtet Brandon. „Doch nach und nach freundete er sich damit an.“


Jetzt ist Brandon in seinem letzten Jahr an der Highschool und sucht weitere Schüler, damit er noch mehr für seine Mission sparen kann.


Brandon ist überzeugt, dass sich durch den Klavierunterricht seine Unterrichtsmethoden auch in anderen Bereichen verbessert haben. „Ich glaube, es fällt mir beispielsweise leichter, meinem Bruder Mathe beizubringen oder irgendwem irgendwas im Unterricht zu erklären“, sagt er. „Seine Fähigkeit zu unterrichten verbessert man am besten, wenn man viel übt.“



Das macht sie auch noch

Wenn viele Fertigkeiten und eine Menge Berufserfahrung im Lebenslauf wichtig sind – und das sind sie –, dann hat die 16-jährige Sarah K. schon einen blitzsauberen Start hingelegt. Sie hat als Babysitterin, Putzkraft und in der Garten- und Landschaftspflege gearbeitet. Sie fotografiert bei Hochzeiten und Empfängen. Und in den vergangenen neun Monaten hat Sarah Teilzeit in einem Restaurant als Kellnerin gearbeitet.

„Eine gute Einstellung zur Arbeit ist wirklich wichtig“, sagt Sarah. Sie ist überzeugt, dass sie bei jedem Job, den sie hatte, etwas Nützliches gelernt hat.


Sarah fing mit einem Job an, wie viele andere Jugendliche in der Kirche auch, indem sie in der Gemeinde herumfragte, ob jemand Arbeit für sie hätte. „Die Mitglieder der Kirche hatten ein paar Jobs für mich, außerdem sagten sie es ihren Freunden weiter“, berichtet sie.


„Man lernt, auf eigenen Füßen zu stehen. Das bedeutet, dass man seine gottgegebenen Segnungen und Fähigkeiten einsetzt, um für sich selbst und seine Familie zu sorgen und Lösungen für seine Probleme zu finden.“ (Für eine starke Jugend, Seite 41.)

Sie hat auch mit ihren Geschwistern zusammengearbeitet. Sarah ist das zweitälteste von neun Kindern. Ihre jüngeren Brüder wissen, wie man gute Beziehungen knüpft und Jobs findet, die mit Gartenarbeit zu tun haben. „Immer, wenn sie einen Auftrag hatten, bin ich mitgekommen“, erklärt sie.


Ihre Arbeitspläne fangen gerade erst richtig an. „Mein Ziel ist es, Kosmetikerin zu werden und einen Abschluss im Bereich Wirtschaft zu machen, damit ich darauf aufbauen kann“, erklärt Sarah.


Den Absprung wagen


Amy J., 17, lebt in einem Teil von Alabama, der bei Touristen sehr beliebt ist. Dadurch bleiben viele Geschäfte die ganze Woche über geöffnet. Deshalb war Amy sehr froh, als sie einen Job fand, bei dem sie nicht am Sonntag arbeiten musste. Das war ihr sehr wichtig.


Amy arbeitet das ganze Jahr lang als Rettungsschwimmerin und Schwimmlehrerin in einer Freizeitanlage. Sie mag ihre Arbeit sehr, vor allem den Schwimmunterricht. „Ich arbeite gern mit Kindern“, meint Amy.


Sie bekommt natürlich auch Geld, was auch wichtig ist. „Letzten Sommer konnte ich so viel sparen, dass ich mir ein Auto kaufen konnte. Das war ein außerordentlich großer Segen“, sagt sie.


Kurz gesagt findet sie ihren Job super. Wie hat sie ihn bekommen? Indem sie sich der Schwimmmannschaft angeschlossen hat. „Meine Trainerin schrieb mir eine SMS, weil sie von dieser offenen Stelle erfahren hatte“, sagt Amy. Amy glaubt, dass sie diese Gelegenheit nie bekommen hätte, wenn sie nicht unter Menschen gegangen wäre. Sie rät allen Jugendlichen, sich irgendein Hobby zu suchen und Beziehungen zu anderen Leuten aufzubauen.


Auch Amy hat sich durch ihren Job einige nützliche Fertigkeiten angeeignet. In ihrem Fall können einige davon sehr nützlich sein. „Ich will in die Medizin gehen“, erklärt sie. Der Erste-Hilfe-Lehrgang, den sie im Rahmen ihrer Rettungsschwimmerausbildung mitgemacht hat, ist schon mal eine gute Voraussetzung. 


Sie hat gelernt, Schule und Job miteinander zu vereinbaren. „Auf jeden Fall habe ich durch meinen Job Zeitmanagement gelernt“, sagt sie.


Ganz gewiss nicht zuletzt hat Amy auch ein Zeugnis vom Zehnten erhalten, den sie von ihrem Gehalt zahlt. „Ich habe erkannt, dass ich mit meinem Geld besser umgehe, wenn ich den Zehnten zahle“, sagt sie.


Beteilige dich am Gespräch


Im November dreht sich der Unterricht am Sonntag um geistige und materielle Eigenständigkeit. Wenn es um materielle Eigenständigkeit geht, ist es sehr wichtig, eine gute Arbeitsmoral zu entwickeln. Dadurch lernen wir, zuhause – in unserer jetzigen und künftigen Familie –, auf Mission, im Beruf und überall sonst im Leben Gutes zu tun und zu dienen. Das Talent und die Fähigkeit, hart arbeiten zu können, wird immer nützlich sein. Elder Neal A. Maxwell hat gesagt: „Arbeit [ist] immer eine geistige Notwendigkeit, auch wenn sie für einige Menschen keine wirtschaftliche Notwendigkeit ist.“ („‚Stemmt die Schulter an das Rad‘“, Seite 41.)


Auf welche Weise hat sich Arbeit in deinem Leben positiv ausgewirkt? Was machst du, um eigenständig zu werden? Schreibe deine Gedanken dazu auf und sprich mit deiner Familie, in der Kirche und auf sozialen Medien darüber oder lass andere daran teilhaben, indem du unten auf Berichte von einem Erlebnis klickst.

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