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Durch den Zehnten erlangt man innere Kraft

Anthony D. Perkins Of the Seventy

Fasst jetzt den Entschluss, ehrlich den Zehnten zu zahlen. Dadurch könnt ihr erfahren, dass der Herr seine Verheißungen erfüllt.

Präsident Thomas S. Monson sagt: „Wenn jemand ehrlich den Zehnten zahlt, erlangt er dadurch die innere Kraft und Selbstverpflichtung, auch die übrigen Gebote zu befolgen.“ [Thomas S. Monson, „Sei ein Vorbild“, Der Stern, Januar 1997, Seite 42.] Ich bin froh, dass ich schon als junger Mann ein Zeugnis von diesem Grundsatz bekommen habe.

Mit 14 Jahren hatte ich meinen ersten Job. Ich verdiente als Bauarbeiter zwei Dollar die Stunde. Mein erster Wochenlohn betrug 80 Dollar. Ich wollte mir ein 8-Spur-Stereo-Kassettengerät kaufen, damals der neueste Stand der Technik. Das mit allen Funktionen ausgestattete Modell, das ich kaufen wollte, kostete 320 Dollar. Begeistert berichtete ich meinen Eltern, dass ich vorhatte, nach vier Arbeitswochen, das Stereogerät zu kaufen.

Mehr als vier Wochen

Meine Eltern waren weise und nutzten die Gelegenheit, um mir etwas beizubringen: „Es dauert mehr als vier Wochen, bis du genug Geld verdient hast, um das Abspielgerät kaufen zu können. Du solltest Gott für seine vielen Segnungen danken, indem du zehn Prozent deines Einkommens als Zehnten zahlst. Außerdem musst du dem Staat etwa zehn Prozent an Steuern zahlen. Und es ist gut, wenn du schon in deiner Jugend lernst, den Rat der Propheten zu befolgen und dich finanziell auf die Zukunft vorzubereiten, auch auf deine Mission. Deshalb schlagen wir vor, dass du 30 Prozent deines Lohns auf ein Sparkonto einzahlst.“

War es mir am wichtigsten, materiellen Besitz zu erlangen, oder war ich bereit, Opfer zu bringen, um den Zehnten zu zahlen und Ersparnisse anzusammeln?

Mein junger Verstand rechnete schnell aus, dass ich, wenn ich dem Rat meiner Eltern folgte, pro Woche nur 40 Dollar zum Ausgeben hatte, was bedeutete, dass ich zwei Monate lang arbeiten musste, um mir mein ersehntes Stereogerät kaufen zu können. Ich musste eine weitreichende Entscheidung treffen – war es mir am wichtigsten, materiellen Besitz zu erlangen, oder war ich bereit, Opfer zu bringen, um den Zehnten zu zahlen und Ersparnisse anzusammeln?

Zuerst der Zehnte

In der Broschüre Für eine starke Jugend steht der Rat: „Zahlt stets den Zehnten zuerst, selbst wenn ihr meint, ihr habt dann nicht mehr genug Geld für das, was ihr sonst noch braucht. So könnt ihr größeren Glauben entwickeln, euren Egoismus überwinden und empfänglicher für den Geist werden.“ [Für eine starke Jugend, 2011, Seite 38.]

Ich beschloss mit 14 Jahren, mein Leben lang den Zehnten ehrlich zu zahlen. Ich fasste den Entschluss, dem Propheten zu folgen, indem ich für meine Mission und meine weitere Ausbildung Geld zurücklegte. Aus dieser Erfahrung lernte ich, zwischen Wünschen und Notwendigem zu unterscheiden. Ich wollte ein Gerät mit neuester Technik, aber ich brauchte sie nicht. Also beschloss ich, ein wesentlich günstigeres Modell mit weniger Funktionen zu kaufen, und dieses Gerät lief immer noch gut, als ich auf Mission ging.

Verheißungen erfüllten sich

Als ich durch das Zahlen des Zehnten die Erfahrung machte, dass der Herr seine Verheißungen erfüllt, wurde mein Glaube stärker und ebenso mein Wunsch, auch die anderen Gebote des Herrn zu halten. Ich zahlte ein großzügiges Fastopfer und erlebte, dass der Herr mir auf meine Gebete Antwort gab und mich stets führte (siehe Jesaja 58:6-11). Ich las im Buch Mormon und erlebte, dass der Herr mir durch die Macht des Heiligen Geistes kundtat, dass es wahr ist (siehe Moroni 10:4,5). Ich befolgte das Wort der Weisheit und erlebte, dass er mich mit Gesundheit, Weisheit und Erkenntnis segnete und dass ich laufen konnte ohne zu ermüden (siehe LuB 89:18-21). Und ich hielt das Gesetz der Keuschheit und erlebte, dass der Heilige Geist mein ständiger Begleiter war und der Erlöser mir die Zuversicht schenkte, mich eines Tages in Gottes Gegenwart aufhalten zu können, ohne mich schämen zu müssen (siehe LuB 121:45,46).

Durch das Zahlen des Zehnten und der Opfergaben habe ich noch auf eine andere Weise an innerer Kraft gewonnen, nämlich durch die Bündnisse im Tempel. In der Broschüre Für eine starke Jugend heißt es: „Wenn man in den Tempel gehen will, muss man den vollen Zehnten zahlen.“ [Für eine starke Jugend, Seite 38.] Wenn ich den heiligen Tempel betrete, verspüre ich Gottes Gegenwart und seine Liebe. Ich bezeuge, dass wir durch die heiligen Handlungen des Tempels „Macht aus der Höhe“ empfangen (siehe LuB 95:8), um den Schwierigkeiten des Erdenlebens frohgemut zu begegnen und sie zu überwinden.

Gott hält einen Segen bereit

Das Zahlen des Zehnten und der Opfergaben hat meinen Glauben daran gestärkt, dass der Herr seine Verheißungen erfüllt. Durch den Propheten Maleachi hat er verkündet: „Bringt den ganzen Zehnten [und] … stellt mich auf die Probe damit, … und wartet, ob ich euch dann nicht die Schleusen des Himmels öffne und Segen im Übermaß auf euch herabschütte.“ (Maleachi 3:10.)

Mein ganzes Leben lang, selbst in finanziell schwierigen Zeiten in den ersten Ehejahren, hat Gott stets die Schleusen des Himmels geöffnet, sodass unsere Familie alles hatte, was sie zum Leben brauchte. Ich bezeuge, dass euer Glaube durch Gehorsam gegenüber dem Gesetz des Zehnten wachsen und zu einer großen Kraftquelle werden wird.

„Ich lege jedem Jugendlichen – und jedem Mitglied – ans Herz, auf Jesus Christus und seine Propheten zu hören und ein Leben lang den vollen Zehnten und ein großzügiges Fastopfer zu zahlen. Ich verheiße, dass der Herr euch stärken und euch beistehen wird, damit ihr eure rechtschaffenen Wünsche gemäß seinen heiligen Absichten verwirklichen könnt.

Gott bereitet einen Weg

„Wir können es uns alle leisten, den Zehnten zu zahlen. Eigentlich kann es sich niemand leisten, den Zehnten nicht zu zahlen. Der Herr bestärkt uns in dem Entschluss. Er bereitet den Weg, damit wir gehorsam sein können.“

Thomas S. Monson, „Sei ein Vorbild!“, Der Stern, Januar 1997, Seite 42.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Juniausgabe 2014 des Liahonas.

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