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Wenn Selbstmordgedanken kommen

IsaacLKoval/istock/thinkstock.com

Wenn du oder jemand, den du kennst, über Selbstmord nachdenkt, bitte gleich jemanden um Hilfe. Das hat allerhöchste Priorität! Rede mit deinen Eltern, deinem Bischof oder einer anderen erwachsenen Vertrauensperson. Angst, Scham und Verlegenheit dürfen dich nicht davon abhalten, dass du oder jemand, der dir nahesteht, Hilfe bekommt. Immerhin steht ein Leben auf dem Spiel!

Depression und Suizidgefahr

Depression führt zu tiefer Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Manch einer sieht keinen Ausweg mehr und meint schließlich, er könne dem Schmerz nur entrinnen, wenn er sich das Leben nimmt.

Jedoch wollen die meisten, die über Selbstmord nachdenken, eigentlich gar nicht sterben – sie wollen einfach nur, dass der Schmerz aufhört. Äußerungen von Selbstmordgedanken und -absichten sind oft ein Hilfeschrei. Nimm Aussagen wie „Es ist doch egal, ob ich lebe oder sterbe“ oder „Ohne mich wären alle besser dran“ ernst. Ignoriere es niemals, wenn jemand von Selbstmord spricht, oder wenn du bei einem deiner Freunde diese Anzeichen wahrnimmst:

  • Er möchte immer allein sein.
  • Er ist launisch und schnell gereizt.
  • Er ist plötzlich ganz anders drauf.
  • Er nimmt Drogen oder trinkt.
  • Er schläft zu viel oder zu wenig.
  • Er verschenkt seine Habseligkeiten.
  • Ihm fehlt jede Hoffnung und er meint, keinen Ausweg oder keinen Sinn mehr im Leben zu sehen.
  • Er spricht davon, sich umzubringen oder sich etwas anzutun.

Wenn du eines dieser Anzeichen bemerkst, muss das nicht gleich heißen, dass die Lage ernst ist, aber es könnte durchaus der Fall sein – insbesondere wenn sich dein Freund plötzlich ganz anders verhält oder du weitere Anzeichen feststellst. Möglicherweise erscheint es dir völlig abwegig, dass jemand aus deinem Umfeld über Selbstmord nachdenkt, aber wenn ein Freund darüber spricht oder sogar nur scherzt, musst du einer erwachsenen Vertrauensperson sofort Bescheid geben. Vielleicht möchtest du am liebsten selber helfen, aber am besten holst du Hilfe.

Wenn sich dein Freund dir anvertraut hat, meinst du vielleicht, dass du ihn hintergehst, wenn du einem Erwachsenen davon erzählst. Aber dein Freund befindet sich möglicherweise in akuter Gefahr – du musst unbedingt Hilfe holen, und zwar so schnell wie möglich. Es ist besser, dass dein Freund wütend auf dich ist, als ihn zu verlieren.

Und wenn ich selbst solche Gedanken habe?

Selbstmordgedanken sind beängstigend. Wenn du an diesen Punkt gelangt bist, ist es fast unmöglich, am Leben überhaupt noch irgendetwas Schönes und Hoffnungsvolles zu sehen, weil alles finster und traurig scheint. Anderen ist es jedoch schon ähnlich ergangen, und sie haben diese Prüfung mithilfe von Freunden, Angehörigen und anderen durchgestanden. Du bist nicht allein! Das kannst du tun:

  • Hol dir Hilfe. Sprich mit einer Vertrauensperson – deinen Eltern, einem Priestertumsführer, einem Lehrer.
  • Bete zum himmlischen Vater, selbst wenn dir nicht danach ist oder du meinst, dass das noch nie etwas gebracht hat. Wende dich ihm zu! (Siehe Alma 37:36.)
  • Lies in den heiligen Schriften und denke darüber nach, besonders über Begebenheiten, bei denen jemand geprüft wird und Kraft von Gott erlangt. Befasse dich mit den Lehren des Heilands.
  • Hilf anderen. Das mag anfangs schwierig erscheinen, aber es geht dir besser, wenn du für andere da bist.
  • Hock nicht herum, sondern sei aktiv. Hör dir erbauliche Lieder an, triff dich mit einem Freund, geh spazieren oder joggen oder Rad fahren. Wer Sport treibt, hat viel mehr Energie. Man fühlt sich besser und baut Stress ab. Unternimm etwas, was dich von negativen und gefährlichen Gedanken abbringt.

Alles wird besser!

Momentan denkst du, dass du deine Probleme niemals loswirst, aber du weißt doch gar nicht, wie es morgen oder nächste Woche bereits ausschaut. Du kannst deine Probleme durchstehen, und du kannst selbst etwas dafür tun. Mit der Zeit wird alles besser. Präsident Dieter F. Uchtdorf hat gesagt: „Selbst nach der dunkelsten Nacht wird der Erretter der Welt Sie einem lieblichen, strahlenden Morgen entgegenführen, dessen Licht mit Sicherheit nach und nach in Ihnen aufgehen wird.“ („Die Hoffnung auf das Licht Gottes“, Liahona, Mai 2013.)

Halte durch – es gibt Hoffnung!

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