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Wie man das Priestertum anhand von Geschichten erklären kann

Heidi McConkie

Wie kann man eine einfache Geschichte zu einem machtvollen Werkzeug verwandeln?

Stell dir einmal die folgende Situation vor: Du isst mit einigen Freunden zu Mittag, dabei seid ihr in einem Gespräch vertieft. Während du Spaghetti um eine Plastikgabel drehst, wendet sich dein Freund Peter an dich und fragt: „Was unterscheidet Mormonen von anderen christlichen Religionen?“

Du hältst inne, um über diese Frage nachzudenken und hast das Gefühl, über das Priestertum sprechen zu sollen. Du bist aber ein wenig besorgt, weil du ziemlich sicher bist, dass Peter noch nie etwas über das Priestertum gehört hat. Du möchtest ihm verständlich machen, was es Männern bedeutet, Gottes Vollmacht zu tragen, und ihm zeigen, wie sie sie einsetzen, um anderen zu dienen und sie zu segnen. Aber wie stellt man das an? Nun, du könntest von einer Begebenheit oder Geschichte erzählen.

Warum?

Weil man mithilfe von Geschichten auf machtvolle Art unterweisen kann. Das ist einer der Gründe, warum der Erretter Gleichnisse erzählte – einfache Geschichten, mit denen sich die Menschen, die er unterwies, identifizieren konnten.

Ein Vorteil, wenn man Gleichnisse verwendet, besteht darin, dass es jedem ermöglicht, in geistlicher Hinsicht so viel aufzunehmen, wie er dazu imstande ist. Wenn Peter dich beispielsweise fragt, was an der Kirche einzigartig ist, dies aber nur aus Neugier tut, kann deine Geschichte ihm helfen, Grundkenntnisse über das Priestertum zu erlangen. Wenn er aber wirklich daran interessiert ist, mehr über das Evangelium zu erfahren, kann er über deine Geschichte nachdenken und im Geist erleuchtet und erfüllt werden, weil er noch besser versteht, wie das Priestertum funktioniert.

Welche Begebenheiten kann ich verwenden?

Die besten Geschichten sind kurz und einfach. Lenke Peter nicht mit Einzelheiten ab, die zwar interessant sein mögen, aber nicht das hervorheben, was du vermitteln willst.

Das heißt nicht, dass die Geschichte langweilig sein muss. Suche eine aus, mit der sich Peter identifizieren kann. Wenn er beispielsweise gerne Basketball spielt, gefällt ihm vielleicht ein Gleichnis über einen Jungen, der beim Sport verletzt wurde und einen Priestertumssegen erhielt. Durch solch ein gutes Gleichnis lernt er nicht nur etwas über das Priestertum, sondern auch sein Interesse wird geweckt. Lass dich bei der Auswahl eines geeigneten Gleichnisses vom Heiligen Geist führen.

Ein Vorteil, wenn man Gleichnisse verwendet, besteht darin, dass es jedem ermöglicht, in geistlicher Hinsicht so viel aufzunehmen, wie er dazu imstande ist.

Sei aber vorsichtig. Wenn du ein Gleichnis oder eine Geschichte erzählst, kann es verlockend sein, die Einzelheiten auszuschmücken oder ein Erlebnis zu erzählen, das ein Freund eines Freundes hatte und von dem du nicht weißt, ob es wahr ist. Achte darauf, dass du beim Erzählen ehrlich bist.

Woher kommen die Geschichten?

Ob es dir klar ist oder nicht, du bist wahrscheinlich selber eine wandelnde Sammlung von Erlebnissen mit dem Priestertum. Hast du dich schon taufen und konfirmieren lassen? Hast du schon stellvertretend heilige Handlungen im Tempel vollzogen? Hast du schon einen Segen erhalten oder bist du schon in eine Berufung eingesetzt worden?

Es ist eine gute Idee, deine Priestertumserlebnisse aufzuschreiben, sobald du sie hast. Dann kannst du später in deinem Tagebuch nachschauen, um darüber zu berichten. Familiengeschichten sind auch ein großartiges Hilfsmittel – vielleicht hatten deine Vorfahren ein Erlebnis, worüber du berichten kannst. Auch die heiligen Schriften und Generalkonferenzansprachen sind wunderbare Quellen für lehrreiche Geschichten. Jeder erinnert sich daran, dass Mose das Rote Meer geteilt hat. Das Priestertum schlägt Wellen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Wenn du Geschichten sammelst, fühlst du dich besser vorbereitet, wenn sich die Gelegenheit ergibt, mit jemandem über das Evangelium zu sprechen. Der Heilige Geist kann dir dabei helfen, dich an das zu erinnern, was du gelesen hast: „Denn es wird euch zur selben Stunde, ja, im selben Augenblick eingegeben werden, was ihr sagen sollt.“ (LuB 100:6.)

Wann sollte man eine Begebenheit erzählen?

Du musst nichts auswendig lernen oder einem Drehbuch folgen, um über deine Erlebnisse zu sprechen. Die meisten Gelegenheiten, anderen von deinen Erfahrungen zu erzählen – sei es in Verbindung mit dem Priestertum oder einem anderen Evangeliumsthema – ergeben sich in zwanglosen Unterhaltungen mit Freunden, wie das Gespräch mit Peter.

Hier kannst du die Sonntagsschullektionen für Juni über das Priestertum und die Priestertumsschlüssel durchgehen.

Mithilfe des Heiligen Geistes kannst du Gelegenheiten erkennen, in denen du anderen etwas beibringen kannst, und wissen, ob du nur eine kurze Antwort geben oder eine längere Geschichte erzählen sollst. Wenn du dich dafür entscheidest, jemandem eine Geschichte zu erzählen, solltest du ihm zunächst einmal ein paar Hintergrund-informationen geben und ihn dann auffordern, auf bestimmte Grundsätze zu achten. Nachdem du die Geschichte erzählt hast, kannst du fragen, was sie deinen Zuhörern bedeutet, anstatt es ihnen zu sagen. Erzähle eine Begebenheit nicht, um in einem Gespräch die Oberhand zu behalten oder dich selbst in den Mittelpunkt zu stellen; effektive Geschichten über das Priestertum tragen dazu bei, dass andere etwas über den Erlöser lernen und schaffen Möglichkeiten für weitere Gespräche über das Evangelium.

Beteilige dich am Gespräch

Zum Nachdenken für den Sonntag

  • Inwiefern ist dir das Priestertum ein Segen?
  • Welche Erlebnisse könntest du anderen erzählen, damit sie mehr über das Priestertum verstehen?

Was du tun könntest

  • Schreibe ein persönliches Erlebnis in dein Tagebuch, das dein Zeugnis vom Priestertum gestärkt hat.
  • Erzähle dann davon beim Familienabend, in der Kirche oder indem du unten auf Berichte von einem Erlebnis klickst.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Juniausgabe 2014 der Zeitschrift New Era .

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