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Wenn gute Freunde straucheln

David A. Edwards Zeitschriften der Kirche

Was machst du, wenn ein Freund, der einmal hohe Maßstäbe hatte, immer tiefer abrutscht?

„Sie und ich waren gute Freundinnen, und wir hatten immer die gleichen Grundsätze. Aber jetzt …“

Kommt dir das bekannt vor? Wir haben es alle schon erlebt oder mitverfolgt: Ein guter Freund tut plötzlich etwas, was nicht richtig ist, und will andere dazu überreden, mitzumachen. Das kann dich vor schwierige Fragen stellen: „Soll ich mit meinem Freund über sein Verhalten reden?“ und „Soll ich aufhören, Zeit mit ihm zu verbringen, wenn er sich weiter so verhält?“

Wer deine Freunde sind, wirkt sich ganz sicher darauf aus, ob du es schaffst, so zu leben, wie es das Evangelium lehrt.

Es gibt nicht die eine Antwort, die auf alle Situationen zutrifft, daher braucht man Glauben, um eine Lösung zu finden, sowie den Mut, diesen Rat aus der Broschüre Für eine starke Jugend zu beherzigen: „Senkt eure Grundsätze nicht, um euch mit jemandem anzufreunden. Falls eure Freunde euch drängen, etwas Falsches zu tun, solltet ihr diejenigen sein, die für das Rechte eintreten, selbst wenn ihr damit alleine dasteht. Vielleicht müsst ihr euch andere Freunde suchen – Freunde, die euch dabei unterstützen, die Gebote zu halten. Bemüht euch bei solchen Entscheidungen um Führung durch den Heiligen Geist.“ (2011, Seite 16.)

Hier ein paar Beispiele, wie Jugendliche mit Freunden umgegangen sind, die angefangen haben, sie zu drängen, einen falschen Weg einzuschlagen.

Lass los

„Ich hatte eine Freundin, die auf einmal damit anfing, mich überreden zu wollen, meine Grundsätze loszulassen. Eine Zeit lang habe ich auf sie gehört. Schließlich reichte es mir aber. Ich wollte mich nicht mehr von ihr beeinflussen lassen. Ich habe um Kraft und Führung gebetet, und weil ich wieder so gelebt habe, wie ich sollte, habe ich diese Führung auch bekommen. Nach einiger Zeit habe ich aufgehört, Zeit mit ihr zu verbringen. Seither sind einige Monate vergangen und mein Zeugnis ist sehr gewachsen. Wer deine Freunde sind, wirkt sich ganz sicher darauf aus, ob du es schaffst, so zu leben, wie es das Evangelium lehrt.“

Margaret K., 17, Utah

Gib die Hoffnung nicht auf

Mädchen mit geschlossenen Augen

„An der weiterführenden Schule lernte ich einen Jungen kennen, der wie ich der Kirche angehörte und geistig sehr stark war. Er trug das Aaronische Priestertum und schien ein gutes Vorbild zu sein und nach dem Evangelium zu leben. Wir freundeten uns an und sprachen auch oft über die Kirche. Aber mit der Zeit nahm sein Selbstwertgefühl ab, und er wich mehr und mehr von seinen Grundsätzen ab. Wir waren zwar irgendwie noch befreundet, aber er war oft mit anderen zusammen, die keinen guten Einfluss auf ihn hatten. Ich hörte ihn häufig fluchen oder unanständige oder sonstige schlechte Witze reißen. Mehrere seiner Freunde glaubten überhaupt nicht an Gott und redeten gehässig über unseren Glauben. Er fing an, häufig Tee zu trinken, und hatte schon mit 13 Jahren eine Freundin.

Was nun? Ich versuchte mehrmals, ihm freundlich zu sagen, dass ich mir Sorgen um ihn mache, aber er wollte nichts davon hören. Trotzdem gab ich nicht auf. Ich hielt an meinen Grundsätzen fest und bemühte mich, ihm ein gutes Beispiel zu geben. Ich wollte die Freundschaft nicht beenden, aber irgendwie wurde es immer schlimmer, und es sah immer mehr danach aus, als bliebe mir nichts anderes übrig. Schließlich betete ich auf Knien immer wieder darum, er möge gerettet werden.

Dann nahm sein Vater eine neue Stelle in einem anderen Bundesstaat an. Der bevorstehende Umzug öffnete meinem Freund die Augen und ihm wurde klar, was er getan hatte. Plötzlich verstand er, was ich ihm drei Jahre lang zu sagen versucht hatte. In den nächsten Wochen strengte er sich sehr an, alles so gut wie möglich wiedergutzumachen. Bei einem unserer Gespräche dankte er mir für mein gutes Beispiel und dass ich ihn nicht aufgegeben hatte. Er war glücklich wie lange nicht mehr und verstand nun, was es heißt, der Kirche Jesu Christi anzugehören.

Wenn ein Freund ins Straucheln gerät, ist es meiner Meinung nach am besten, ihm sein Handeln bewusst zu machen. Wenn er aber, wie mein Freund, nicht zuhören will, dann gib nicht auf. Denn jetzt braucht er einen wahren Freund wahrscheinlich am dringendsten. Halte an deinen Grundsätzen fest, auch wenn er dich davon abbringen will. Bete für ihn. Ich weiß, dass du dadurch stärker werden kannst, und du bist bei deinen Bemühungen nicht allein. Manchmal fühlt man sich einfach schwach und fehl am Platz, wenn man für das Gute eintritt. Aber durch die Schwachen vollbringt der Herr ein mächtiges Werk.“

Collin Z., 16, Wyoming, USA

Wie gesagt, gibt es nicht die eine richtige Antwort auf die Frage, ob man aufhören soll, Zeit mit seinem Freund zu verbringen. Aber eines ist sicher: Bete stets um Führung durch den Heiligen Geist, und sei bereit, auch entsprechend zu handeln. Dein aufrichtiges Interesse ist entscheidend. Interessiere dich für dein eigenes geistiges Wohl und das deines Freundes. Interessiere dich dafür, welches Beispiel du deinem Freund gibst und welchen Einfluss du auf ihn hast. Interessiere dich dafür, welchen Einfluss dein Freund auf dich ausübt. Vertraue darauf, dass der Vater im Himmel sich für uns interessiert, dann wirst du deine Antworten finden.

Der Einfluss von Freunden

Präsident Monson

„Eure Freunde tragen dazu bei, eure Zukunft zu bestimmen. Man neigt dazu, wie seine Freunde zu werden und dort zu sein, wo sie hingehen. Vergesst nicht: Der Weg, auf dem wir in diesem Leben gehen, führt zu dem Weg, den wir im Jenseits gehen werden. …

Die Freunde, die ihr euch aussucht, werden euren Erfolg entweder fördern oder behindern.“

Präsident Thomas S. Monson, „Gefahr im Verzug“, Der Stern, Juli 1998, Seite 53

Berichte von einem Erlebnis

Was würdest du tun, wenn einer deiner Freunde plötzlich nicht mehr nach den Grundsätzen des Evangeliums leben würde? Berichte unten anderen Jugendlichen von einem Erlebnis.

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