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Wenn deine Freunde wissen wollen, warum

Richard M. Romney Church Magazines

Je besser du andere verstehst, desto besser kannst du ihnen auch helfen, deine Grundsätze zu verstehen.

Die 17-jährige Kathy R. aus Arizona musste öfter einmal jemandem aus der Verwandtschaft erklären, warum sie als Mitglied der Kirche manches tat – oder eben nicht tat.

„Ich unterhielt mich einmal mit meiner Tante“, erzählt Kathy. „Sie sagte: ‚Deine Kirche verbietet dir doch, zu rauchen und zu trinken, stimmtʼs?‘ Ich erklärte ihr, dass in der Kirche gelehrt wird, dass es nicht gut ist, Alkohol zu trinken und zu rauchen, dass der Vater im Himmel mir aber die Freiheit gibt, mich selbst zu entscheiden, und dass ich mich aufgrund meiner Erkenntnis dafür entschieden habe, nicht zu rauchen und zu trinken.“

Kathy sagt, in diesem Fall sei dies die bessere Antwort gewesen, als einfach nur zu sagen: „Ich rauche und trinke grundsätzlich nicht“, auch wenn dies in einer anderen Situation durchaus die richtige Antwort sein mag.

„Meine Tante meinte, die Kirche zwinge ihre Mitglieder dazu, zu gehorchen. Als ich ihr also erklärte, dass wir uns frei entscheiden können, war sie wirklich daran interessiert, was ich zu sagen hatte“, erklärt Kathy. „Als ich ihr erzählte, dass ich mir selbst das Ziel gesetzt hatte, nicht zu rauchen und zu trinken, war sie gern bereit, mich darin zu unterstützen.“

Jugendliche

Einfühlsam über das Evangelium sprechen

Wie Kathys Erlebnis zeigt, kann es dir leichter fallen, jemandem einen Grundsatz der Kirche zu erklären, wenn du dir zunächst einmal bewusst machst, was du über deinen Gesprächspartner weißt. Was veranlasst ihn zu seiner Frage? Will er einfach nur aus Neugierde wissen, woran du glaubst? Stellt er eine direkte Frage und erwartet eine ebenso direkte Antwort? Oder tastet er sich langsam voran und hofft eigentlich, dass du zunächst einmal seine Sicht der Dinge verstehst, ehe er bereit ist, auch deine Ansichten zu akzeptieren? Worum geht es ihm?

Es kann dir leichter fallen, jemandem einen Grundsatz der Kirche zu erklären, wenn du dir zunächst einmal bewusst machst, was du über deinen Gesprächspartner weißt.

Vielleicht gibt dir der Heilige Geist einen Gedanken oder ein Gefühl ein, das dich wissen lässt, was für deinen Gesprächspartner am hilfreichsten wäre. Wenn dem so ist, dann folge der Eingebung. Du brauchst weder aus dem Stegreif eine Ansprache zu halten noch ein Streitgespräch über die Lehre vom Zaun zu brechen. Es soll ein lockeres Gespräch bleiben. Erkläre einfach nur, welche Ziele du dir gesetzt hast und wie du dazu gekommen bist.

Beachte auch, dass es völlig in Ordnung ist, dazu zu stehen, dass du nicht alle Antworten weißt. Du kannst aber vorschlagen, dass du jemanden vorstellst, der weiterhelfen kann – etwa die Missionare.

Denk daran, dass es nicht darum geht, was du sagen möchtest, sondern darum, was der andere zu hören bereit ist. Achte darauf, dass ihr beide eure Gedanken zum Ausdruck bringen und erklären könnt, woran ihr glaubt. Gib Zeugnis, falls es angebracht ist, und gib dem Heiligen Geist Gelegenheit, die Wahrheit zu bezeugen. Das ist die beste Methode, einem anderen deine Grundsätze zu erklären und den Grund, weshalb du sie befolgst (siehe 1 Nephi 10:17-19).

Drei Mädchen am Strand zu sitzen, eine spielt Gitarre

Einfach nach dem Evangelium leben

Laurent B. aus Frankreich weiß noch, wie es ist, derjenige zu sein, der die Fragen stellt. Als 15-Jähriger besuchte er zum ersten Mal die Versammlungen der Kirche, und es beeindruckte ihn, wie glücklich die Mitglieder waren, vor allem die Jugendlichen.

„Ich hatte viele Fragen“, sagt er. „Im Gegensatz zu meinen Schulkameraden rauchten und tranken sie nicht, und Mädchen und Jungen gingen respektvoll miteinander um. Alle schienen ein Ziel und eine Richtung im Leben zu haben, und das fand ich faszinierend.“

Er freundete sich mit Jean-Michel L. , 16, und dessen Schwester Eva, 14, an. „Sie erklärten mir, dass im Wort der Weisheit Grundsätze einer gesunden Lebensweise stehen“, erzählt Laurent. „Sie sprachen auch über ihre Einstellung zur Keuschheit und erklärten, es sei ein Gebot des Vaters im Himmel, keusch zu leben. Gott wolle, dass sich Mann und Frau in Ewigkeit die Treue halten.

Denk daran, dass es nicht darum geht, was du sagen möchtest, sondern darum, was der andere zu hören bereit ist.

Sie erklärten mir aber nicht nur ihre Grundsätze. Ich konnte vielmehr feststellen, dass sie nach ihrem Glauben leben“, sagt Laurent. „Wenn man die Gebote hält, ist man glücklich, und das Glück, das man ausstrahlt, weckt in anderen den Wunsch zu erfahren, warum man so lebt.“

Laurents Erfahrung zeigt, dass eine Reihe vorgefasster Antworten nicht die beste Methode ist, seine Überzeugung zu vermitteln. Die beste Methode besteht darin, dass man nach seinem Glauben lebt. Und dann sollte man, wie es in der Schrift heißt, „stets bereit [sein], jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt“ (1 Petrus 3:15).

Weitere Antworten auf Fragen zum Evangelium findest du im Artikel: „Answering Difficult Questions about the Church“ (Wie man Fragen zur Kirche beantworten kann).

Erst recht ein Grund

Präsident Dieter F. Uchtdorf

„Der eine oder andere mag der Ansicht sein, er könne unseren Maßstäben niemals gerecht werden. Da sollte er erst recht zu uns kommen! Die Kirche ist darauf angelegt, Menschen aufzubauen, die unvollkommen oder erschöpft sind oder Mühe haben. Sie steckt voller Menschen, die sich von Herzen wünschen, die Gebote zu halten, auch wenn sie sie derzeit noch nicht beherrschen.“

Präsident Dieter F. Uchtdorf, Zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, „Kommen Sie zu uns!“, Liahona, November 2013, Seite 23

Beteilige dich am Gespräch

Was du tun könntest:

  • Schreib in dein Tagebuch, welche Erfahrungen du damit gemacht hast, nach den Grundsätzen der Kirche zu leben und sie anderen zu erklären.
  • Gib in der Fast- und Zeugnisversammlung oder bei einer Versammlung der Jugendlichen Zeugnis von den Grundsätzen des Herrn.
  • Lies die Generalkonferenzansprache „Vorbereitung bringt Segen“ von Präsident Thomas S. Monson. Präsident Monson spricht über Verabredungen, Freundschaft, Ehrlichkeit und weitere Grundsätze. Vielleicht willst du dir einige seiner Ratschläge aufschreiben, damit du sie dann in die Tat umsetzen kannst.

Berichte von einem Erlebnis

Was haben dich deine Freunde und deine Familie bereits zur Kirche gefragt? Klicke unten auf Berichte von einem Erlebnis.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Septemberausgabe 2014 des Liahonas.

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